Geschichtenwettbewerb Beitrag 2: Das Date

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht lief Mirabella nach Hause. Sie hatte endlich ihr erstes Date! Nach Monaten des gegenseitigen, schweigsamen Anschmachtens hatte Chuck sie endlich angesprochen. Mirabella musste sich zusammenreissen, um nicht vor Freude die Strasse entlang zu hüpfen, als sie daran dachte, wie Chuck sie in der Pause auf einen Frozen-Yogurt in der hiesigen Eisdiele einlud. Sie musste jetzt nur noch schnell nach Hause, um sich umzuziehen und schon konnte ihr Traumdate beginnen.

Als Mirabella die Tür öffnete, wurde sie von lauten Schreien begrüsst.

„Auuuaaah! Es tut mir leid Mama! Auuuhh!“

Scheinbar hatte ihre grosse Schwester mal wieder eines ihrer „Gespräche“ mit Mama. In letzter Zeit kam sowas öfters vor.

Mirabella wagte einen kurzen Blick ins Wohnzimmer, dort sah sie, wie Sofía über den Knien ihrer Mutter lag und kräftig versohlt wurde. Ihr Hintern wurde nur noch von einem knappen Tanga bedeckt und hatte einen leichten Rotton angenommen. Während Sofía heulte und jammerte liess ihre Mutter unberührt den Kochlöffel in einem atemberaubenden Tempo auf ihren Po klatschen. Mirabella beobachtete das Szenario mit einer Mischung aus Mitleid und Schadenfreude. Wobei die Schadenfreude etwas überwog.

So oft wie Mirabella nun schon ihre Schwester in dieser Situation vorfand, fragte sie sich manchmal, ob Sofía gerne den Hintern versohlt bekam. Es soll ja Leute geben, die darauf stehen. Was für Spinner.

Doch als sie in das verheulte Gesicht ihrer Schwester blickte, war sie sich ziemlich sicher, dass Sofía das überhaupt nicht toll fand. Sie beschloss, die Beiden nicht zu stören und sich in ihr Zimmer zu verdrücken.

Mirabella schmiss ihren Schulrucksack in die Ecke und öffnete ihren Kleiderschrank. Während sie ihren ordentlich sortierten Kleiderstapel durchwühlte, überlegte sie fieberhaft, was sie anziehen sollte. Sie war noch nie auf einem ersten Date gewesen und hatte keine Ahnung, was angebracht war. Frustriert, analysierte sie ihre Garderobe, die fast ausschliesslich aus schlichten Shirts, langweiligen Jeans und Kleidern, die eher zu einer Zwölfjährigen passten, bestand. Langsam konnte sie verstehen, warum Sofía sich so oft über ihren Style lustig machte.

Seufzend liess sich Mirabella auf ihr Bett fallen. Heute war ein besonderer Tag, da wollte sie auch mal etwas besonderes anziehen. Ausserdem war sie fest entschlossen Chuck zu beeindrucken und nicht immer auszusehen wie das Klischee einer nerdigen Streberin. Was Sofía wohl tragen würde?

Mirabella sprang von ihrem Bett auf. Das war die Idee! Ihre Schwester hatte ein ganzes Arsenal an schönen Kleidern, die perfekt für ein Date geeignet wären. Ausserdem waren sie mittlerweile fast gleich gross weshalb es nicht schwer werden dürfte etwas passendes zu finden. Andererseits hatte Mirabella keine Lust, Sofía um eines ihrer Outfits zu bitten, sie würde sich nur wieder über sie lustig machen. Mirabella überlegte kurz. Möglicherweise musste sie das ja auch gar nicht.

Sie öffnete ihre Tür und lauschte die Treppe herunter.

„Mamaaaa! Bitte! Es reicht! Es reicht!“

Perfekt, Sofía war also immer noch beschäftigt.

Auf Zehenspitzen schlich sich Mirabella in das Zimmer ihrer Schwester. Fest entschlossen öffnete sie den Kleiderschrank, der doppelt so gross und viermal so voll war wie ihrer. Vor ihren Augen breitete sich ein stoffiges Chaos aus. Kleidung in allen Farben und Formen lagen wild durcheinander im Schrank verstreut.

Mirabella seufzte, kein Wunder dauerte es jedesmal Stunden, bis Sofía sich angezogen hatte. Sie krempelte ihre Ärmel hoch und stürzte sich ins Gefecht.

Nach ein paar Minuten hatte Mirabella eine Hand voll schicker Kleider gefunden, die ihr besonders ins Auge gesprungen sind. Allerdings hatten sie alle die etwas problematische Eigenschaft, zu kurz, zu eng oder zu freizügig zu sein. Wenn ihre Mutter sie in einem dieser Kleider erwischte, wäre sie mit Sicherheit die nächste, die übers Knie gelegt wird. Sollte sie es wirklich riskieren? Mirabella überlegte kurz, doch schliesslich war sie sich sicher. Es war höchste Zeit, die immer brave, anständige Tochter hinter sich zu lassen. Zumindest für Heute.

Sie schnappte sich eines der Kleider mit dem meisten Stoff: ein lilafarbenes, rückenfreies Minikleid mit Blumenmuster, und wollte sich zurück in ihr Zimmer schleichen. Doch der Ausgang wurde von einer grossen Gestalt versperrt.

„Louise!“

„Mirabella? Was machst du hier?“

Louise blickte Mirabella mit verschränkten Armen und hochgezogenen Augenbrauen an. Dabei entdeckte sie das Kleid in ihren Armen.

„Beklaust du etwa gerade deine Schwester?“, fragte Louise ungläubig.

„Was?! Nein! Sowas würde ich niemals machen!“, beteuerte Mirabella inbrünstig. „Also gehört dieses Kleid nicht Sofía?“, Louise deutete auf ihr Diebesgut. Nervös blickte Mirabella auf das Kleid in ihren Händen. „Na ja, aber ich leihe es mir nur aus“, rechtfertigte sie sich.

Ein leichtes Lächeln umspielte Louises Mundwinkel, während sie sich langsam zu Sofías Schminktisch bewegte. „Und weiss Sofía auch, dass du eines ihrer Kleider ausgeborgt hast?“

Langsam kam Mirabella ins Schwitzen, sie war noch nie gut im Lügen gewesen. „Ich wollte sie ja fragen, aber sie unterhielt sich gerade mit Mama.“

„Ah, verstehe“, sagte Louise wenig verständnisvoll.

„Und weshalb hast du es so eilig, eines von Sofías Kleidern zu steh… Ich meine, ungefragt auszuborgen?“

Während Louise das fragte, nahm sie Sofías Haarbürste von ihrem Schminktisch und schaute Mirabella erwartungsvoll an.

Panisch blickte sie auf die Bürste in Louises Hand. Chris hatte ihr mal erzählt, dass Barry alle möglichen Gegenstände für seine gefürchteten Bestrafungen missbraucht, Kochlöffel, Tischtennisschläger, Haarbürsten…

„Ich habe ein Date“, nuschelte Mirabella.

„Ein Date?“, Louises Miene wurde wieder etwas weicher. „Ich freue mich wirklich für dich, aber das ist keine Entschuldigung. Würde ich einfach so in das Zimmer von Chris schleichen, um etwas zu stehlen, würde sie mich ohne zu zögern übers Knie legen.“ Dabei wedelte Louise bedrohlich mit der Haarbürste.

Mirabella legte schützend ihre Hände auf den Po und blickte Louise schockiert an. Sie wollte auf keinen Fall übers Knie gelegt werden und den Hintern versohlt bekommen, erst recht nicht mit einer Haarbürste.

Schliesslich seufzte Louise. „Doch zu deinem Glück bin ich nicht wie Chris. Und Sofía muss ja nicht erfahren, dass du dir eines ihrer Kleider genommen hast“, sagte sie und legte die Haarbürste wieder auf den Schminktisch. Mirabella strahlte vor Freude.

„Oh, vielen Dank Louise!“, sagte sie und umarmte das grössere Mädchen spontan. „Aber wehe du bringst das Kleid nicht bis heute Abend unbeschadet zurück, dann versohl ich dir den Hintern mit der Haarbürste und Sofía darf zusehen!“, drohte Louise und gab ihr überraschend einen kräftigen Klaps auf den Po.

„Keine Sorge, ich werde gut darauf aufpassen“, sagte Mirabella etwas beschämt und wich zurück, ehe sie möglicherweise noch einen Klaps abbekam.

„Na dann wäre dass ja geklärt. Viel Spass auf deinem Date.“

Mirabella bedankte sich und ging erleichtert in ihr Zimmer zurück, das lila Kleid schützend in den Händen haltend.

Kurz darauf stand Mirabella auch schon vor ihrem Spiegel. Das Kleid schmiegte sich elegant an ihren Körper und wird Chuck auf jeden Fall beeindrucken. Sie überlegte, ob sie auch noch hohe Schuhe dazu anziehen sollte, bis ihr einfiel, dass sie gar keine hohen Schuhe hatte. Und sie wollte es nicht riskieren, sich nochmals bei ihrer Schwester zu bedienen. Aber High Heels wären wohl ohnehin zu übertrieben gewesen für ein Date in einer Eisdiele. Sie blickte noch ein letztes Mal in den Spiegel, um sich zu vergewissern, dass alles so aussah wie es sollte. Höchst zufrieden mit sich selbst beschloss Mirabella, dass es Zeit war, sich auf den Weg zu machen. Sie zog noch eine unauffällige Jacke an, um das Kleid zu verbergen und ging die Treppe runter.

Als Mirabella wieder am Wohnzimmer vorbei kam, musste sie sich fast die Ohren zuhalten. „Maaaamaaaahhh! Wie lange willst du mich denn noch versohlen?! Auuuuuu!“

Sofía musste diesmal wirklich was Schlimmes angestellt haben. Ihre Tränen strömten in Sturzbächen auf den Boden und ihre Stimme war schon ganz heiser. Sie hatte mittlerweile ihre Tanga verloren und ihr nackter, vollkommen ungeschützter Hintern war knallrot. Dennoch machte ihre Mutter keine Anstalten, die Strafe zu beenden, der Kochlöffel prasselte weiter gnadenlos auf den Allerwertesten der unglücklichen Teenagerin ein. Etwas neidisch musste Mirabella anerkennen dass Sofías Po verdammt süss aussah, besonders wenn er so rot war.

Sie beschloss erneut, die Beiden nicht zu stören. Ohne sich zu verabschieden schlich sie sich aus dem Haus und lief aufgeregt die Strasse entlang Richtung Eisdiele.

„Hallo Mirabella, schön dich zu sehen“, wurde sie von Chuck begrüsst. Dabei wanderten seine Augen geradezu ehrfürchtig ihren Körper entlang. Das Kleid war definitiv die richtige Wahl gewesen.

„Hallo Chuck“, erwiderte sie etwas schüchtern.

Sie liess sich von ihm zu einem Tisch am Fenster führen, wo sie kurz darauf auch schon von einer fröhlichen Kellnerin in Empfang genommen wurden.

„Einen wunderschönen Tag ihr Lieben, wisst ihr schon, was ich euch bringen darf?“

Sie bestellten je einen Frozen-Yogurt mit extra viel Schokoladenstreusel. Zufrieden nahm Mirabella zur Kenntnis, dass Chuck anscheinend denselben Geschmack wie sie hatte. Während sie auf ihre Bestellung warteten, entwickelte sich ein schüchterner Smalltalk.

Wenigstens war Chuck genauso nervös wie sie, dachte Mirabella. Doch gerade als die Kellnerin mit einem vollen Tablett zurückkehrte, klingelte ihr Handy. Es war ihre Mutter. Augenblicklich machte sich Panik in ihr breit. Ist ihr Diebstahl bemerkt worden? Wurde sie von Louise bei Mama verpetzt? Ängstlich führte sie ihr Telefon zum Ohr.

„Ja, Mama?“ Mirabella versuchte das Zittern in ihrer Stimme zu verbergen.

„Hallo Mira, ich hoffe, ich störe dich nicht, aber könntest du mir vielleicht einen kleinen Gefallen tun?“

„Natürlich, worum geht’s denn?“, fragte Mirabella schon etwas entspannter.

„Du erinnerst dich doch an den Kochlöffel, den ich in letzter Zeit benutzte, um Sofía zu bestrafen?“

Schlagartig kehrte Mirabellas Panik zurück. Sollte sie ebenfalls versohlt werden? Mit dem gleichen Kochlöffel, der ihre Schwester regelmässig zum Heulen und Kreischen brachte? sie wohl auch ihre Hose wird ausziehen müssen, um ihrer Mutter den nackten Hintern zur Bestrafung hinzustrecken? Oh Gott, das wird so schmerzhaft und demütigend!

„Mira, bist du noch da?“

Mirabella erwachte aus ihren peinlichen Zukunftsvisionen. „Tut mir leid Mama, ich war gerade abgelenkt, was wolltest du sagen?“, antwortete sie schnell.

„Also, der Kochlöffel ist leider zerbrochen, ich habe ihn wohl in letzter Zeit etwas überansprucht. Leider konnte ich die Strafe deiner Schwester noch nicht beenden. Ich wäre dir daher sehr dankbar, wenn du auf dem Nachhauseweg noch schnell beim Supermarkt vorbei läufst und mir einen neuen in gleicher Grösse besorgst.“

„Klar, gerne doch“, antwortete Mirabella etwas perplex.

„Du bist ein Schatz, bis später.“

„Bis später.“ Mirabella wischte sich den Schweiss von der Stirn, da hatte sie nochmal Glück gehabt.

„Alles in Ordnung?“, fragte Chuck etwas besorgt.

„Keine Sorge, meine Mutter möchte nur, dass ich nachher noch ein paar Besorgungen mache“, beruhigte ihn Mirabella. „Aber zuerst beenden wir in aller Ruhe unser Date.“ Eine Stunde später lief Mirabella, einen grossen Kochlöffel in der Hand haltend, nach Hause. Sie war überglücklich. Das Date war ein voller Erfolg gewesen! Chuck war genauso nett, witzig und fürsorglich wie sie sich ihn vorgestellt hatte.

Kurz bevor ihr Haus in Sichtweite kam, zog sie wieder ihre Jacke an, um das freizügige Kleid zu verbergen. Sie wollte auf keinen Fall Ärger bekommen mit Sofía oder ihrer Mutter. Nichts sollte diesen fantastischen Tag verderben.

Sie dachte gerade daran, wie süss Chuck aussah wenn er lächelte, als sie plötzlich den Boden unter den Füssen verlor. Mirabella war so in ihre Tagträume vertieft, dass sie nicht bemerkt hatte, dass der Bürgersteig endete. Mit einem lauten Kreischen landete sie in einer grossen Pfütze mitten auf der Strasse.

Es dauerte ein paar Momente, bis sie sich vom Schock erholt hatte. Erst durch das Hupen eines Autos realisierte sie, dass sie immer noch auf der Strasse lag. Zitternd griff sie nach dem Kochlöffel, der ihr aus der Hand gefallen war, und richtete sich wieder auf. Ihre Jacke war vollkommen verdreckt.

„Oh nein, das Kleid!“, stöhnte sie.

Schnell zog sie die Jacke aus und überprüfte, ob Sofías unbewusste Leihgabe den Sturz unbeschadet überstanden hatte.

Mirabella atmete erleichtert auf, das Kleid war unversehrt geblieben. Da hatte sie nochmals Glück gehabt, für ein paar Momente dachte sie schon, dass sie ein völlig zerstörtes Stück Stoff zurückbringen musste. Mit einem Schaudern dachte sie daran, was Louise ihr in so einem Fall angedroht hat. Vor ihrem geistigen Auge sah Mirabella sich selbst, wie sie über den Knien des kräftigen Mädchens lag und gnadenlos mit der Haarbürste versohlt wurde. Während sie heulte und bettelte, würde Sofía zusehen und ihre Freundin dazu animieren, noch härter zuzuschlagen.

Mirabella versuchte diese bösen Gedanken abzuschütteln und sich wieder auf den Weg zu machen. Nur noch ein paar Schritte bis zu ihrem Haus. Dann müsste sie nur noch das Kleid unbemerkt zurückbringen und schon könnte sie sich auf ihr Bett legen und weiter von ihrem Date träumen.

Als Mirabella die Haustür öffnete, musste sie sich die Hand auf den Mund pressen, um nicht laut loszulachen.

Am anderen Ende des Flurs stand Sofía in der Ecke, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Ihre Nase berührte die Wand und von der Hüfte abwärts war sie nackt. Ihr Hintern war so rot, dass Mirabella die Hitze, die von ihm ausging, beinahe spüren konnte. Als Sofía bemerkte, dass jemand zur Tür hereinkam, drehte sie sich panisch um, doch als sie Mirabella sah, wurde ihr Blick geradezu bedrohlich.

„Sag. Kein. Wort.“ fauchte sie.

Mirabella versuchte ernst zu bleiben, doch der lächerliche Anblick ihrer ordentlich gezüchtigten Schwester, die sie mit entblösstem Po und hochrotem Kopf anstarrte, machte dass ziemlich schwierig.

Glücklicherweise kam in diesem Moment ihre Mutter in den Flur.

„Hallo Mirabella, wie ich sehe konntest du noch einen Kochlöffel auftreiben. Dann können wir ja die Strafe deiner Schwester endlich beenden.“

Mirabella reichte ihrer Mutter den schweren Kochlöffel, dabei bemerkte sie, wie Sofía ihr zukünftiges Züchtigungsinstrument mit Tränen in den Augen anblickte.

Mirabella hatte kein Bedürfnis, sich die Fortsetzung der Strafe anzusehen und wollte gerade die Treppe hochgehen, als sie von ihrer Mutter aufgehalten wurde.

„Mira, was ist denn mit deiner Jacke passiert, die ist ja völlig verdreckt?“

„Ach, ich bin bloss hingefallen, aber keine Sorge, es ist nichts passiert“, beeilte sie sich zu sagen.

Ihre Mutter seufzte. „Na gut, dann gib sie mir schnell, ich wollte sowieso gerade in die Waschküche.“

„Schon gut Mama, ich bringe sie selbst schnell runter.“ Ihre Mutter durfte auf keinen Fall sehen, was sie unter der Jacke trug.

„Jetzt gib sie mir schon Mira, ich muss ja sowieso in den Keller gehen.“ Mirabella wurde zusehends nervöser. „Bitte Mama, ich mach das schon, du musst dich wirklich nicht bemühen.“

„Mirabella, langsam habe ich das Gefühl, dass du mir etwas verheimlichen willst. Zieh jetzt sofort die Jacke aus!“, befahl ihre Mutter.

Mirabella hatte keine andere Wahl, zitternd zog sie ihre Jacke aus und enthüllte das lilafarbene, rückenfreie Minikleid mit Blumenmuster.

Ihre Mutter bekam grosse Augen. „Mira, was trägst du denn da?“

Mirabella fing beinahe an zu heulen, wie ein Wasserfall sprudelte es aus ihr heraus: „Es tut mir so leid Mama! Ich weiss dass das Kleid viel zu freizügig ist! Und das tut mir auch wirklich leid! Aber ich hatte heute ein Date mit Chuck! Es tut mir ja leid! Aber ich musste es tragen weil Chuck doch so süss ist! Entschuldigung Mama!“

Als Mirabella die Worte ausgingen, merkte sie, dass ihre Mutter sie völlig verwirrt anstarrte. Nach ein paar Momenten des Schweigens ergriff ihre Mutter das Wort. „Mirabella, ich bitte dich, Sofía trägt solche Klamotten seit sie zwölf ist. Ich war so erstaunt, weil ich dich noch nie in so einem hübschen Kleid gesehen habe, nicht weil es so freizügig ist. Du könntest sowas ruhig öfter tragen, es steht dir wirklich gut.“

Mirabella traute ihren Ohren kaum. „Du bist also nicht wütend auf mich?“

„Natürlich nicht, und jetzt gib mir die Jacke, damit ich sie waschen kann.“

Überglücklich drückte Mirabella ihrer Mutter die Jacke in die Hände und hüpfte fröhlich die Treppe hoch.

„Hey, das ist mein Kleid!“

Mirabella erstarrte. Ängstlich blickte sie zu ihrer Schwester. Sofía deutete wütend auf das lila Kleid. „Das gehört mir! Du hast es dir ohne zu fragen genommen!“

Ihre Mutter räusperte sich. „Mira, ist das wahr? Gehört dieses Kleid wirklich Sofía?“ Mirabella blickte sprachlos zwischen ihrer Mutter und ihrer wütenden Schwester hin und her, schliesslich nuschelte sie: „Ja“

Beinahe augenblicklich wurde sie von ihrer Mutter am Arm gepackt und ins Wohnzimmer geschleift. „Mirabella, du warst immer mein kleiner Engel und ich hatte wirklich gehofft, dass du nicht die gleichen Allüren wie Sofía bekommst wenn du in der Pubertät bist. Aber Diebstahl wird in diesem Haus nicht toleriert. Bei deiner Schwester habe ich viel zu lange gewartet, bis ich mich mit Barrys Hilfe endlich dazu entschlossen habe, ordentlich durchzugreifen.“

Ihre Mutter setzte sich auf das Sofa.

„Bei dir werde ich nicht denselben Fehler machen. Und deshalb wirst du heute zum ersten Mal den Po versohlt kriegen.“

Mirabella starrte ihre Mutter schockiert an. „Mama! Ich bitte dich, das war doch nur ein einmaliger Ausrutscher! Ich verspreche, dass ich sowas nie mehr machen werde!“

„Natürlich wirst du sowas nie mehr machen, und die Erinnerung an deinen roten Hintern wird dir dabei helfen.“

Mit diesen Worten wurde Mirabella von ihrer Mutter übers Knie gelegt. Sie fühlte sich unglaublich erniedrigt als Fünfzehnjährige in dieser Position zu sein. Wie beschämend musste das erst für Sofía, Chris und Louise sein?

Plötzlich klatschte zum ersten Mal die Hand ihrer Mutter auf ihren Hintern. „Aaauuuhh!“

Mirabella hatte kaum Zeit, um Luft zu holen, da prasselten schon die nächsten Schläge auf ihren armen Po.

„Aaaauuuaaa! Aaauuu! Aaaahhhh!“

Ihr einziger Trost war, dass Sofía nicht sah, wie sie jämmerlich versohlt wurde. Ihre Schwester stand immer noch mit der Nase in der Ecke und präsentierte ihren roten Hintern jedem, der durch die Eingangstür kam.

„Aaahhhhhh! Auuuuuu!“

Mittlerweile hatte sie bestimmt schon zwei Dutzend Schläge abbekommen. Ihr Hintern fühlte sich jedenfalls schon sehr rot an. Ihr fiel ein, dass Chris mal gesagt hatte, dass es eine Strafe nur verlängert, wenn man so tut, als wäre man tough. Am besten wäre es, wenn man sich ganz schnell in ein kleines, heulendes Mädchen verwandelte. Das ist zwar ziemlich peinlich, aber dafür brennt nachher der Po nicht so stark. Mirabella beschloss, ihren Rat zu befolgen.

„Bitte Mama! Aaauuuhh! Es tut mir leid Mama! Aaahhh! Mein Hintern tut so weh!“ Überraschenderweise hörten die Schläge tatsächlich auf. Hatte sie es endlich überstanden?

„Steh auf Mirabella.“

Sie liess sich das nicht zweimal sagen und sprang förmlich von den Knien ihrer Mutter. Doch während Mirabella ihre schmerzende Rückseite rieb, nahm ihre Mutter den Kochlöffel in die Hand. „Zieh das Kleid hoch und leg dich wieder hin“, sagte sie ohne eine Miene zu verziehen.

Mirabella wollte schon protestieren, doch dann dachte sie daran, dass das ihre Strafe wohl nur verschlimmern würde. Und sie wollte auf keinen Fall so enden wie Sofía. Widerwillig zog sie das Kleid hoch und enthüllte ihren weissen Slip.

„Wenigstens trägst du noch anständige Unterwäsche, die Tangas deiner Schwester sind manchmal so dünn wie meine Zahnseide“, bemerkte ihre Mutter, als sich Mirabella wieder über ihren Schoss beugte.

„Ja Mama“, antwortete sie etwas beschämt. Dabei wollte sie auch schon lange mal Tangas tragen.

„Ich gebe dir jetzt noch drei Schläge mit dem Kochlöffel, dann hast du’s überstanden. Ich hoffe wirklich, dass wir das nicht so schnell wiederholen müssen.“

Mirabella hoffte dass auch. Sie kniff die Pobacken zusammen und erwartete den ersten Schlag.

Klatsch! „Aaaaahh!“ Klatsch! „Auuuuhh!“ Klatsch! „Aaauaah!“

Mirabellas Hintern brannte wie Feuer. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann ihr das letzte Mal etwas so schmerzhaftes und gleichzeitig so demütigendes passiert ist. Selbst als sie vor ein paar Monaten von Sofía versohlt wurde, tat ihr Po nicht so weh. Verglichen mit Heute war das die reinste Streicheleinheit.

Mit einem sanften Klaps gab ihre Mutter ihr zu verstehen, dass sie wieder aufstehen durfte. Schniefend erhob sich Mirabella. Sie zog das Kleid wieder runter, um ihren gut gezüchtigten Allerwertesten zu bedecken.

Auch ihre Mutter stand auf und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ich hoffe du kannst mir verzeihen Mira, aber manchmal sind solche Massnahmen nötig, damit du ein anständiges Mädchen bleibst.“

„Ja Mama, ich verstehe. Und es tut mir leid, dass ich Sofías Kleid gestohlen habe. Ich bringe es sofort zurück.“

„Braves Mädchen“, antwortete ihre Mutter glücklich und gab ihr noch einen letzten Klaps auf den Po.

Als Mirabella stöhnend die Treppe hochstieg, hörte sie, wie ihre Mutter nach Sofía rief. „Sofía, komm her! Es ist höchste Zeit, deine Strafe zu beenden! Der Kochlöffel wird so lange auf deinem Hintern tanzen, bis du nicht mehr weisst wo oben und unten ist!“ „Bitte Mama, darf ich zuerst aufs Klo? Ich stehe seit über einer Stunde in der Ecke!“, heulte Sofía verzweifelt.

„Kommt nicht in Frage! Du hättest ja auf die Toilette gehen können, bevor du die Aufnahmen meiner Lieblings-Telenovela gelöscht hast!“ „Aber Mama, das war ein Versehen! Wie oft soll ich mich denn noch dafür entschuldigen!“ Mirabella überliess Sofía ihrem Schicksal und schleppte sich in ihr Zimmer. Als sie die Tür schloss, konnte sie noch dumpf das Klatschen eines Kochlöffels auf einen ungeschützten Hintern vernehmen. Immerhin war sie nicht die Einzige, die heute einen schlechten Tag hatte.

Wobei, so schlecht war ihr Tag gar nicht gewesen, immerhin hatte sie ein wunderbares Date mit Chuck gehabt. Der rote Hintern war wohl einfach der Preis, den das Universum als Gegenleistung verlangte.

Seufzend zog Mirabella das Kleid aus, das ihr so viel Ärger gemacht hatte und stellte sich vor ihren Spiegel. Etwas beeindruckt begutachtete sie ihre knallroten Pobacken, die einen schönen Kontrast zu ihrem weissen Höschen bildeten.

Sie spürte ein angenehmes Kribbeln im Unterleib, als sie daran dachte, wie schön es doch wäre, wenn Chuck jetzt hier wäre, um sie zu trösten.

Ein Kommentar zu „Geschichtenwettbewerb Beitrag 2: Das Date

  1. Eine tolle Geschichte und ein gut ausgewähltes Setting für eine Bestrafung! Auch Sophia, Louise und Maria haben mir sehr gut gefallen wie sie in die Geschichte eingebaut wurden.

    Super geschrieben, es hat Spaß gemacht zu lesen.

    Like

Hinterlasse einen Kommentar