Schreibwettbewerb Halloween Geschichte 6: Leichtsinn weggehext (Autorin: Lara)

Als ich nach draußen gehe, dreht sich alles ein wenig und mir ist ziemlich flau im Magen. Vielleicht sollte ich doch auf Lisa hören und mir ein Taxi rufen. Aber dann müsste ich morgen mein Rad abholen und das wäre auch ziemlich nervig. Irgendwie wird das schon gehen.

Die ersten Meter sind etwas wackelig, aber mit etwas Schwung fühlt sich das ganze gleich stabiler an. Ich komme gut voran, auch wenn es etwas mühsam ist, den Bergen aus Papierschlangen, Klopapier, Dosen und Plastikverpackungen auf dem Radweg auszuweichen, da haben sich Groß und Klein heute wirklich ausgetobt. Jetzt ist es ruhig, die Kinder sind lange im Bett, die meisten Partys haben sich wohl schon aufgelöst, nur mehr vereinzelt stehen Gruppen junger Menschen auf den Gehsteigen vor den Lokalen im Univiertel, viele in Verkleidung.

Als ich in den Park einbiege muss ich kurz vom Rad steigen, mir ist jetzt kotzübel. Vielleicht hätte ich doch weniger von der „Grünen Hexe“ trinken sollen, geht es mir durch den Kopf, als ich mich in ein Gebüsch übergebe. Das Ganze fühlt sich jetzt irgendwie sehr viel weniger lustig an als noch vor einer Stunde. Mir ist so schwindlig und schlecht, ich schiebe erst ein Stück, aber so komme ich kaum voran, also steige ich doch wieder auf mein Rad. Keine gute Entscheidung – als ich versuche einer Gruppe von Fußgängern auszuweichen, verliere ich das Gleichgewicht und falle seitlich vom Fahrrad.

“Alles okay?“ über mir kniet ein Vampir und sieht mich besorgt an. „Kathi?“ es klingt überrascht. Ich brauche einen Moment um „Ja, danke“ zu murmeln und noch ein wenig, bis ich David erkenne. Ach verdammt, wie peinlich ist das denn, ausgerechnet meinem Erstsemestrigen-Tutor vor die Füße zu fallen. „Komm ich helfe dir auf“. „Wart mal kurz, David!“ Ein zweiter junger Mann, ebenfalls als Vampir verkleidet, kommt hinzu und kniet sich zu mir. „Lass mich mal schauen, ob wirklich nichts passiert ist.“ Er schaltet die Taschenlampe auf seinem Handy ein. „Tut dir irgendwas weh? Bist du auf den Kopf gefallen?“ „Nein nein, alles okay.“ murmel ich, in dem Wunsch endlich aufstehen und dieser peinlichen Situation entfliehen zu können. Ich muss ein paar Fragen beantworten und mit den Augen seinem Finger folgen. Der Lichtkegel der Taschenlampe leuchtet an meinem Körper entlang „Du hast wohl noch Glück gehabt, dein Knie ist aber ganz schön aufgeschürft.“ Der zweite Vampir hilft mir jetzt hoch, David stellt mein Fahrrad auf.

“Das ist Jan, mein Mitbewohner… und das ist Kathi, eine Erstsemestrige aus meinem Tutorium.“ stellt David uns vor. „Vielleicht solltest du mal eine Einheit drüber halten, dass man nicht besoffen Rad fährt.“ kommentiert Jan trocken das Geschehen. Gut, dass es ziemlich dunkel ist, so bemerkt hoffentlich keiner, dass ich bis über beide Ohren rot anlaufe.

„Hast du es weit nach Hause, Katharina?“ fragt mich Jan. „Ne, geht so, nur bis zur Lindengasse.“ „Das ist doch erst hinter dem Hauptplatz, und Radfahren wirst du jetzt nicht mehr.“ Ich sehe ihn etwas überrascht an, diesen Fremden, der mir eine Anweisung gibt, der ich mich seltsamerweise nicht zu widersprechen traue. „Wir wohnen gleich gegenüber. Komm, ich versorge dein Knie und dann rufen wir dir ein Taxi.“ Ich zögere kurz, immerhin kenne ich Jan überhaupt nicht und es fühlt sich etwas merkwürdig an in seine Wohnung mitzugehen. Aber David ist nett und ich vertraue ihm, und so komme ich jetzt echt nicht mehr nach Hause.

Ich bin froh, dass es wirklich nicht weit bis zu ihrer Wohnung ist, mein Knie tut jetzt doch ganz schön weh und es fällt mir schwer zu gehen. David schiebt mein Fahrrad und Jan stützt mich etwas, als er merkt, dass ich mir schwer tue.

Die Wohnung von David und Jan ist nett und sehr viel ordentlicher als ich es von zwei Studenten erwartet hätte. Ich setze mich auf die Couch, die ganze Situation ist mir etwas unangenehm. David holt mir ein Glas Wasser und Jan verschwindet kurz und kommt dann mit einem Erste-Hilfe-Koffer zurück. Er kniet sich vor mir auf den Boden, so aus der Nähe betrachtet sieht er ziemlich gut aus. Er betrachtet mein Knie nochmal genau, bewegt mein Bein etwas und stellt mir erneut ein paar Fragen, dann beginnt er die Wunde zu versorgen.

„Ich kann das aber echt selbst machen!“ ich finde die Situation zunehmend peinlich. „Ach, lass Dr. Jan das ruhig machen. Für irgendwas muss es ja auch gut sein, einen Medizinstudenten als Mitbewohner zu haben.“ lacht David. „Das wird kurz weh tun“ Jans Stimme hat jetzt tatsächlich einen sehr routiniert-professionellen Unterton, was irgendwie lustig ist, in seinem Vampir-Kostüm. Der Spray brennt auf meinem Knie, ich jammere leise, dann tupft David das Blut weg und klebt einen Verband auf.

„Danke“ murmle ich verlegen und versuche aufzustehen. Mein Kreislauf will nicht so wirklich und es setzt mich sofort wieder mit meinem Hintern auf die Couch. David sieht sehr besorgt drein und wendet sich an Jan „Oh nein, meinst du ist bei ihrem Sturz doch etwas passiert?“ Jan betrachtet mich mit einem durchdringenden Blick. „Ich glaube die junge Dame hat einfach zu tief in die Schnapsflasche geschaut…. Anyway, so kannst du nicht allein nach Hause, Katharina. Wohnst du noch bei deinen Eltern? Oder kann dich sonst jemand holen?“ Die ganze Situation macht mich sehr verlegen. „Meine Mitbewohnerin ist über‘s lange Wochenende nach Hause gefahren…. aber ich ruf mir einfach ein Taxi und hole morgen mein Rad. Danke für die Hilfe.“ Ich versuche aufzustehen, der Wunsch mich dieser blöden Situation möglichst schnell zu entziehen ist mittlerweile riesig. Aber leider nehme ich zu viel Schwung und diesmal setzt es mich nicht auf das Sofa, ich knalle mit einer uneleganten Ruderbewegung und einem erschrockenen Quietschen auf den Boden.

Alles dreht sich und ich fühle mich elend. Mein Kopf brummt, ich möchte nur mehr daheim sein, in meinem Bett. Mir ist zum Heulen zu mute, aber ich versuche die Tränen zu unterdrücken, jetzt auch noch zu weinen würde die ganze Situation nur noch peinlicher machen. „Na komm, so hat das keinen Sinn.“ Jan hält mir seine Hand hin und hilft mir hoch, seine Stimme klingt jetzt etwas sanfter. „Du schläfst bei uns deinen Rausch aus und morgen sieht die Welt wieder besser aus.“ Ich möchte einerseits lieber nach Hause, aber andererseits klingt sofort Schlafen auch wirklich schön. David bietet mir sein Bett an und legt sich auf die Couch, das Handtuch und die Zahnbürste kann ich nur mehr auf den Nachttisch legen. Ich sinke auf das Bett und falle fast augenblicklich in den tiefen Schlaf der Betrunkenen.

Als ich aufwache ist es schon halb elf. Ich fühle mich deutlich besser als gestern, nur mein Kopf brummt ein wenig. Ich brauche einen Moment um die Nacht in meinem Kopf Revue passieren zu lassen und mich in Davids Zimmer zu orientieren. Ich werfe einen Blick in den Spiegel, den David seitlich an seinem Schrank montiert hat. Meine Wimperntusche ist verschmiert und mein Hexenkostüm, in dem ich mich gestern noch ziemlich cute gefühlt habe, erscheint mir heute ziemlich kurz und ein wenig albern. Ich wische zumindest das verschmierte Makeup halbwegs weg, an meinem Outfit kann ich jetzt eh nichts ändern. Leise öffne ich die Zimmertür und schleiche aus dem Zimmer. Die Küchentür steht offen und ich sehe David und Jan mit einem Stapel Bücher und einer Tasse Kaffee beim Tisch sitzen, die beiden lernen offenbar gerade. Als sie mich bemerken sehen sie von ihren Büchern auf.

„Na, auch schon ausgeschlafen? Brummt der Kopf?“ feixt Jan. David steht auf. „Jetzt lass sie doch erstmal einen Kaffee trinken.“ Er schenkt mir etwas von der Blechkanne, die am Herd steht, in eine Tasse und reicht sie mir, dann stellt er mir ein Glas Wasser daneben. Ich nehme beides dankbar an, zögere etwas, setze mich dann aber doch zu den beiden an den Tisch. „Tut mir leid wegen gestern.“ Davids Miene verfinstert sich etwas. “Ach… du möchtest gleich darüber reden… Kathi, weißt du eigentlich wie bescheuert das gestern war? Das hätte echt gründlich schiefgehen können. Du fährst nachts betrunken und ohne Helm durch den Park? Jan und ich haben gestern noch gesprochen und wir sind uns einig, dass das so nicht geht. Ich schmeiß dich aus meiner Tutoriums-Gruppe, du kannst in die Gruppe von Anita wechseln, sie hat noch Platz.“ Ich sehe David entsetzt an, mit so einem finsteren Gesichtsausdruck habe ich ihn noch nie gesehen. Er ist immer so freundlich, alle meine Freunde sind in seiner Gruppe und er nimmt sich immer viel Zeit, hilft bei Problemen und setzt sich auch mal dazu, wenn niemand von uns auf die Lösung bei den gefürchteten Physik-Übungsblättern kommt. Sein Blick wird doch etwas sanfter, als er sieht, dass ich sehr betroffen bin. Er versucht etwas aufmunternd zu wirken: „Sei froh, dass es nur das ist. Ich bin als Jugendlicher einmal sturzbetrunken mit dem Rad nach Hause gefahren. Na, da konnte ich daheim etwas erleben. Mein Vater hat mir in der Früh so den Hintern versohlt, ich konnte am nächsten Tag noch nicht ohne Schmerzen sitzen.“

„Kannst du nicht das machen? Und ich bleib in deiner Gruppe?“ schießt es aus mir heraus, bevor ich darüber nachdenken kann, ob das eine gute Idee ist. David sieht mich sehr überrascht an und antwortet verdattert: „Ich… äh… kann dir doch nicht den Hintern versohlen!“ „Hast du denn überhaupt schon mal den Hintern versohlt bekommen, Katharina?“ Jans Stimme ist ganz ruhig während man meiner leisen Antwort „Nein… nie“ meine Unsicherheit deutlich anhören kann. David wirkt jetzt fast so nervös wie ich, während mich Jan ausgiebig betrachtet und nachzudenken scheint. „Ich halte das für gar keine schlechte Idee. Ich war schon immer davon überzeugt, dass es manchen Gören nicht schaden würde, wenn man ihnen mal ordentlich den Hintern versohlen würde. Und dein Benehmen von gestern Nacht… völlig besoffen und ohne Helm Radfahren…tja, das schreit förmlich danach.“ Eigentlich hätte ich das Gefühl, dass ich mich dagegen wehren sollte, als Göre bezeichnet und so behandelt zu werden, aber ganz unrecht haben die beiden ja leider nicht damit, dass das gestern nicht besonders schlau war. Und Jans ganze Art und diese ruhige und doch so bestimmte Weise, wie er mit mir spricht, zieht mich auch irgendwie in seinen Bann. Ich bin doch sonst ziemlich schlagfertig, aber jetzt kann ich nur verlegen auf meine Kaffeetasse schauen.

„Ist das dein Ernst, Jan?“ spricht David die Frage aus, die mir durch den Kopf geht. „Warum nicht? Lässt du sie dann in deiner Gruppe?“ David zuckt mit den Schultern und nickt dann leicht. „Aber ich mach das sicher nicht!“ Es ist seltsam die beiden darüber reden zu hören, ob sie mir meinen Hintern versohlen sollen. Alles wirkt als wäre ich gestern im Park irgendwo falsch abgebogen und in eine seltsame Traumwelt gefallen. Aber wir sitzen hier wirklich am Küchentisch und es wird darüber geredet, ob ich meinen Po verhauen bekommen soll. „Gut, dann mach ich das. Steh auf, Katharina.“ Jans Stimme ist gar nicht unfreundlich, aber sie hat etwas so Bestimmendes und Festes an sich, dass ich mich einfach von meinem Stuhl erhebe. „Das wird weh tun. Wenn wir das machen, dann werde ich dir diesen Leichtsinn austreiben und das geht nicht mit ein paar Klapsen auf den Po. Ist dir das klar?“ Ich starre auf den Fußboden und nicke leicht. „Ich möchte deine Antwort hören, Katharina. Und sieh mich an, wenn ich mit dir spreche.“ Es fällt mir sehr schwer hochzusehen und ich bringe nur ein piepsiges „Ja“ zustande. Die Situation ist jetzt schon so peinlich, wie wird das bloß werden. Vielleicht war das doch die falsche Entscheidung und ich hätte mich besser damit abgefunden, aus Davids Gruppe zu fliegen. Jans Stimme reißt mich aus meinen Gedanken, aber was hat er bloß gesagt? Ich war geistig gerade ganz woanders. „Wie bitte?“ frage ich leise. „Du sollst dich über mein Knie legen.“ Er ist offensichtlich mit seinem Stuhl ein wenig vom Tisch weggerutscht, David sitzt jetzt dafür weiter in der Ecke, aber er beobachtet das Geschehen jetzt doch interessiert.

Ich betrachte Jan verlegen, er wirkt ruhig und ernst und das Ganze sieht kein bisschen danach aus, als würde er gleich aufstehen und darüber lachen, dass alles nur ein Scherz gewesen sei, er hat offensichtlich wirklich vor mich über’s Knie zu legen wie ein ungezogenes kleines Kind. Während ich noch in meinen eigenen Gedanken bin und mit meiner Verlegenheit hadere, packt Jan meine Hand und zieht mit einem Ruck daran. Ich muss mich etwas nach vorne lehnen und mein Körper gibt schließlich nach, ich lasse mich über seinen Schoß sinken. Er schiebt mich noch ein bisschen zurecht und schon hänge ich über seinen Beinen, Po nach oben. Jan schiebt mein knappes Hexenkleid mit einer entschlossenen Bewegung nach oben. Es ist so peinlich, ich würde am liebsten sofort im Erdboden versinken. Und ich wünschte, ich hätte Unterwäsche angezogen, die ich weniger ansprechend finde, die dafür aber mehr von meinem Hintern bedeckt. Der Schnitt meines Höschens ist knapp und man kann jetzt einen guten Teil meiner Pobacken sehen. Lange bleibt mir nicht um darüber nachzudenken, der erste Hieb auf meine rechte Backe lässt mich erschrocken quieken. Das tut sehr viel mehr weh als ich erwartet hätte. Und schon trifft Jans große, starke Hand meine linke Pobacke, ich versuche es diesmal tapferer zu ertragen und stöhne nur leise.

Es gelingt mir zunächst recht gut, halbwegs ruhig zu halten und nur leise zu stöhnen. Die einzelnen Schläge sind nach dem ersten Schreck zwar schmerzhaft, aber irgendwie erträglich, doch in Summe bringen sie meinen Hintern zum Glühen und jeder weitere Hieb fühlt sich an, als würde man Luft in ein glosendes Feuer blasen und es zum Aufflammen bringen.  Ich kann immer schwerer liegen bleiben, meine Beine schnellen jetzt immer wieder in die Luft und aus dem Stöhnen wird immer mehr ein leises Jammern. Jan hält kurz inne und ich hoffe für einen Moment, dass es endlich vorbei ist und ich wieder aufstehen kann, aber sein bestimmtes „Wir sind noch lange nicht fertig, mein Fräulein“ zerstört diese leise Hoffnung sofort. „Bitte nicht, es tut schon so weh“, meine Stimme klingt ziemlich jämmerlich, ich fühle mich sehr klein. „Weißt du wie gefährlich das ist, was du da gestern gemacht hast?“ seine Stimme klingt jetzt nicht weniger streng, aber auch sehr zugewandt. „Ich mache regelmäßig Rettungsdienste und du bist nicht die erste Radfahrerin, die einen Sturz hatte. Leider geht das nicht immer so glimpflich aus.“ Jans Worte gehen mir nahe, er hat ja schon irgendwie Recht, dass das leichtsinnig war, ich bringe nur ein leises „Tut mir leid“ raus, es klingt betreten.

„Ich weiß, in Zukunft wirst du es besser machen, so ein versohlter Po hilft gut beim Lernen“ und damit klatscht seine Hand auch erneut fest auf meinen Hintern. Ich schreie auf, nach der kurzen Pause tut der Hieb noch mehr weh. Aber Jan lässt sich davon nicht beeindrucken und es folgt sofort der nächste. Ich verliere völlig das Zeitgefühl, gefühlt liege ich ewig über Jans Schoß und bekomme meinen Hintern versohlt. Jeder Schlag lässt es noch schlimmer werden. Ich zapple und schreie und versuche mich mit meinem Rücken nach oben zu drücken, aber Jans linke Hand fixiert mich fest über seinem Schoß. Irgendwann habe ich keine Kraft mehr mich dagegen zu drücken und es lässt nicht nur der körperliche Widerstand nach. Ich habe das Gefühl, dass ich mir diese Abreibung verdient habe. Der Emotionscocktail aus Scham, Schmerzen und meinen Schuldgefühlen lässt schließlich die letzten Dämme brechen, ich liege über Jans Knien, wehre mich nicht mehr und weine leise. Aber seltsamerweise fühlt es sich fast ein wenig befreiend an, diese Gefühle jetzt einfach rauszulassen. Eine Weile geht das noch so weiter, dann hört es auf und Jan streichelt mir über den Rücken. Ich brauche einen Moment, um mich zu beruhigen, es ist jetzt ganz leise in der Küche, Jan und David sind völlig still und das laute Klatschen, das den kleinen Raum davor so eingenommen hat, ist jetzt verhallt. Nach einer Weile fühle ich mich ruhiger und Jan hilft mir mich aufzurichten. Ich reibe meinen Po, er brennt wie Feuer und fühlt sich ein wenig dick an.

„Wir sind jetzt fast fertig, Katharina. Aber weil du wirklich Mist gebaut hast und schon groß bist, reicht eine Abreibung mit der Hand leider nicht ganz aus.“ Ich fühle mich nicht in einem Zustand dem zu widersprechen, sehe Jan nur verheult an. „Beug dich bitte nach vorne und leg deine Hände auf den Tisch!“ Ich stehe verlegen davor und starre das Kaffeegeschirr an, das Jan ganz selbstverständlich wegräumt. „Leg die Hände da hin.“ seine Hand berührt einen Punkt auf der Platte. Ich stehe zögerlich da, die Situation wirkt irgendwie surreal. Mein Blick schweift über den Tisch und trifft Davids, der die Situation mit einer Mischung aus Interesse und Verlegenheit zu betrachten scheint. „Jetzt, Madame!“ seine Hand klatscht plötzlich sehr fest auf meinen empfindlichen Po.  Ich schreie auf und meine Hände schnellen auf den Tisch, es fühlt sich peinlich an und ich habe Angst was jetzt wohl passieren wird.

Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Jan seinen Gürtel öffnet und ihn aus den Schlaufen zieht, meine Angst wird größer, aber ich traue mich jetzt auch nicht, mich zu bewegen oder irgendetwas zu sagen. Er legt den Gürtel zusammen und lässt ihn einmal in seine Hand knallen. Das Geräusch ist laut und einschüchternd, aber bevor ich weiter nachdenken kann, klatscht es schon auf meinem Po. Der Schmerz ist scharf und schneidend, ich springe hoch und reibe meine Pobacken. „Runter mit dir, wir sind noch nicht fertig.“ Jans Stimme ist so streng, dass ich mich sofort wieder über den Tisch beuge. Kaum berühren meine Hände die Tischplatte, zieht Jan den Gürtel erneut über meinen Po. Ich schreie und hüpfe erneut auf. „So geht das nicht! Katharina leg deinen Oberkörper flach auf den Tisch und David, halt sie bitte fest.“

„Meinst du nicht, dass das reicht?“ Davids Stimme klingt als hätte er Mitleid mit mir. „Nein, jetzt sind wir an dem Punkt, an dem sich die Lektion gut festigt. Da muss sie jetzt durch und danach wird sie sich das für sehr lange Zeit merken … ein voller Po tut so viel weniger weh als ein Schädel-Hirn-Trauma. Ganz runter mit dir, Katharina, sofort!“ Ich gehorche sehr widerwillig und lege mich jetzt auf die Tischplatte. David drückt etwas zögerlich meine Schultern nach unten. Ich bin jetzt am Tisch fixiert, aber irgendwie bringt mir das beim nächsten Hieb Erleichterung wenigstens nur mit dem Schmerz und nicht mit mir selbst kämpfen zu müssen. Den vierten Hieb kann ich halbwegs tapfer wegstecken, beim fünften brechen erneut alle Dämme, ich liege heulend auf dem Tisch und drücke mich beim sechsten Hieb gar nicht mehr gegen den Widerstand von Davids Händen. „Es tut mir so leid… ich.. es… wird nie mehr… wirklich nie mehr vorkommen… ich fahr nie mehr… betrunken Rad, versprochen.“ heule ich aufgelöst. „Gut, ich möchte dich nämlich wirklich nicht von der Straße kratzen.“

Jan legt den Gürtel auf die Seite, David lässt mich los und ich richte mich auf. „Möchtest du eine Umarmung haben?“ Jans Stimme klingt jetzt sanft und versöhnlich, ich nicke leise und drücke mich an ihn. Es fühlt sich gut an, gehalten zu werden, ich weine noch ein bisschen an seiner Schulter, werde aber sehr schnell ruhiger. Er hält mich, bis ich mich von selbst aus seiner Umarmung löse und lächelt mich dann an. „Na komm, du gehst jetzt erstmal duschen, wir borgen dir gemütliche Sachen zum Anziehen und dann bestellen wir Pizza.“

8 Kommentare zu „Schreibwettbewerb Halloween Geschichte 6: Leichtsinn weggehext (Autorin: Lara)

  1. Sehr nette, kleine Storyline mit einem Erziehungsspanking als Mittelpunkt des Geschehens. Hat mir sehr gefallen und vor allem der spielerische Titel hat mein Interesse geweckt.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich finde deine Geschichte wirklich gelungen! Vielleicht ein bisschen sprunghaft, als die Jungs so aus dem Nichts so dominant und konsequent auftraten. Aber insgesamt finde ich sie toll, vor allem wie du die Reaktionen der beiden Jungs beschrieben hast. Ich mag die Stelle als der Gürtel dann noch zum Einsatz kam sehr. Und es macht sehr neugierig, ob sie nun vielleicht doch noch im Kurs bleiben darf, nachdem sie den Hinternvoll gewählt hat und wie das Ganze dann wohl weitergeht. Ob sie wohl fleißig ist? Oder eher nicht? Ob das auch zu ähnlichen Maßnahmen führen könnte?…. Auf jeden Fall ist es sehr spannend sich da hineinzuträumen^^. Schreib auf jeden Fall weiter!

    Gefällt 1 Person

  3. Das hat mich von allen Geschichten am meisten zum Lachen gebracht, wie in dem Witz mit dem nüchternen Medizinstudenten 😁 Schön kurzweilig geschrieben, hat mir gut gefallen.

    Gefällt 1 Person

  4. Eine sehr schöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich schließe mich allerdings Sunny an, dass der Spankingturn etwas sehr schnell kommt und Katharina das auch sehr schnell akzeptiert. Ich finde, da hätte man die Innensicht noch mehr ausnutzen können. Die Zeit kann ja stillstehen, wenn die Gedanken wirbeln.

    Insgesamt finde, ich dass Du Dir mit der Erzählsituation (1. Person im Präsenz) vielleicht keinen Gefallen getan hast. Das passt zwar zur Figur – sehr viel Young Adult Fiction funktioniert ja so -, aber gerade im ersten Teil, wo Katharina betrunken ist, erzählt sie m.E. noch zu kontrolliert und kohärent. Da hätte Innensicht aus der 3. Person in der Vergangenheitsform mit all den Möglichkeiten, die einem das gibt, vielleicht besser funktioniert.

    As a side-note: Ich würde meinen Tutor*innen was husten, wenn sie eigenmächtig Studierenden aus ihren Tutoraten entfernen würden. Das musst ich echt lachen.

    Aber vor allem: große Anerkennung. Ich würde gerne mehr von Dir in der Zukunft lesen.

    Gefällt 1 Person

  5. Ich habe diese Geschichte SEHR genossen! Den in vorhergehenden Kommentaren vorgebrachten Aspekt des zu schnellen „Spankingturns“ kann ich nachvollziehen, muss aber zugeben, dass ich beim Lesen so gefesselt war, dass mir das gar nicht auffiel 😉 Ich find die Figuren sympathisch und glaubwürdig (z.b. die Zurückhaltung von David), sie laden zur Identifikation ein. Den flüssigen, humorvollen Stil mag ich sehr, auch ohne Spanking-Bezug hätte ich es wohl sehr gern gelesen! Aber besonders gut gefiel mir die Beschreibung der Strafe und der damit einhergehenden Empfindungen. Ich empfinde diese Geschichte als absolut gelungen und, besonders wichtig, authentisch! Mein Favorit! Vielen Dank & sehr gerne mehr von Katharina

    Gefällt 1 Person

  6. Mir hat die Geschichte und vor allem auch die verwendete Ich-Perspektive sehr gefallen, gerade weil sie ansonsten in Spanking-Geschichten eher selten verwendet wird und ich mich immer über Abwechslung freue.

    Katharina hatte vielleicht etwas Pech, dass sie ausgerechnet den beiden Spießern vor die Füße gefallen ist aber letztlich war sie auch ein wenig selber schuld.

    Die Spanking-Szene war super beschrieben. Gerade hier fand ich die Ich-Perspektive sehr spannend.

    Dem Wunsch, mehr von Dir zu lesen, kann ich mich nur anschließen. Zumal ich auch mal stark annehme, dass dies nicht unbedingt die erste Geschichte war, die Du geschrieben hast.

    Like

  7. Eine wirklich sehr schöne Geschichte! Zwar fand ich die Drohung des Rauswurfs aus der Gruppe für diese Trunkenheit etwas übertrieben, aber dafür lieferte se genug Grund für Katharina, um sich den Konsequenzen ihres Handelns auf diese spezielle Weise stellen zu müssen.

    Die Ich-Erzählform fand ich da sehr passend, um von jemanden zu lesen, der das erste Mal in seinem Leben den Hintern versohlt bekommt. Dadurch konnte man die Gedanken und Emotionen von Katharina wunderbar miterleben, von der anfänglichen Unsicherheit und einer gewissen Scham, hin zu den bald einsetzenden Brennen, dass dann am vermeintlichen Höhepunkt zu völliger Akzeptanz und sogar zum Gefühl des Fallenlassens führte, bevor am Ende die Wirkung des Gürtels doch wieder den strafenden Effekt einer solchen Abreibung spürbar werden ließ. So sehr, um dann sogar über dem Tisch fixiert werden zu müssen.

    Dennoch wirkte die Bestrafung nicht übertrieben, sondern genau angemessen. Erziehung einer jungen Frau halt, was für mich doch großen Reiz hat.

    Gerne mehr davon!

    Gefällt 1 Person

  8. I thought you wrote this really well… especially the way you caught the mix of shame, embarrassment and odd, fuzzy thinking that comes with the aftermath of a night drinking too much.

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Mike Antwort abbrechen