20. Eine heiße Nacht (Pirate Booty)

a/n: Da ich gerade noch nichts Neues außer dieser Reihe produziert habe, geht es jetzt erst einmal hier weiter. Ich hoffe, ihr freut euch dennoch 🙂 Viel Spaß beim Lesen! 

Und kleine Randinfo: Die Abgabefrist eurer Geschichten um Mirabella ist auf den Wunsch einiger bis zum 14.2. verlängert.

Lucy zog Davenport am Kragen zu sich herunter, um ihre Lippen auf seine zu pressen. Der Kerl war so groß, dass es sich als einigermaßen anstrengend gestaltete. Egal. Die restliche Zeit würden sie sowieso in der Horizontalen verbringen. Lucy knöpfte Samuel kurzerhand den Wrack auf und fuhr mit der Hand darunter, um seinen festen Brustkorb zu ertasten. Muskulös war er sicherlich nicht, immerhin war er eher Intellektueller als Arbeiter. Das gefiel ihr eigentlich ganz gut. Solche Männer traf sie in der Kneipe sonst eher selten.

Sie streifte ihm das Jackett ganz ab und machte sich an dem Knoten seines Hemdes zu schaffen. Seine Hände strichen fahrig über ihre Schultern, ihren Rücken, bisher noch nichts wirklich Verfängliches.

“Wenn du mich haben willst, musst du aber mehr tun als das, Sam”, hauchte sie ihm zu. Sie nahm einen Schritt Abstand, um nun ihre eigene Hose aufzuschnüren und zu Boden fallen zu lassen. 

“Das werde ich”, erklärte Davonport mit belegter Stimme und packte sie dann urplötzlich an der Taille, riss sie heran und küsste sie stürmisch. Schon viel besser. Lucy hatte für heute wirklich genug von zurückhaltenden Kerlen. Sie ließ sich ausgiebig von ihm küssen, doch dabei nestelte sie auch schon an seiner Hose. 

“Oh, Ihr seid wirklich stürmisch”, murmelte er mit belegter Stimme. Sein Daumen strich über ihr Kinn und er sah ihr direkt in die Augen. Sein Blick war ausgehungert, aber da war auch noch etwas anderes. Sie blinzelte ihm zu, als wollte sie sagen ‘Nur weiter so’. Zur Antwort zog er sie erneut heran und küsste sie wieder. Also knöpfte sie eben schon einmal ihr Hemd auf. 

“Wirf mich aufs Bett”, nuschelte sie zwischen seine Lippen. Er war ein guter Küsser und das hier fühlte sich durchaus gut an. Aber sie war aufgeheizt und wollte endlich mehr. 

“Einen Augenblick.” Plötzlich schob er eine Hand an ihren Rücken, die andere unter ihre Kniekehle und hob sie so hoch. Ohne den Blick von ihren Augen zu lösen, trug er sie zum Bett und setzte sie darauf ab. Sie hatte sich das eigentlich weniger romantisch vorgestellt, aber na schön. Kaum kniete er sie vor sie, zog sie ihn herunter und griff an seine immer noch perfekt sitzende Perücke. “Darf ich?”, fragte Lucy und als Davenport nickte, streifte sie diese ab. Keine Glatze, da hatte sie wohl Unrecht in ihren Vermutungen gehabt. Stattdessen braunes, kurzes, gerade etwas plattgedrücktes Haar. 

“Schick”, fand sie und wuschelte über seinen Kopf. “Gibt dir was Verwegenes.”

“Ich bin verwegen, Miss Lucy”, versprach er und beugte sich vor, um ihren Nacken zu küssen. 

“Ich hoffe, das stimmt”, seufzte sie, denn gerade wirkte er wieder eher zärtlich. 

“Darf ich etwas ausprobieren?”, murmelte an ihr Ohr. “Bevor wir… uns vereinen…”

“Klar”, erwiderte sie prompt. Was jetzt wohl kommen würde? Vielleicht würde sie jetzt Zeugin seiner lange unterdrückten Perversionen werden. Allzu viele Sorgen machte ihr das allerdings nicht. Nicht nur, dass Davenport definitiv ein Kerl war, der aufhören würde, wenn man es ihm sagte, sollte er über die Stränge schlagen, würde er Gefahr laufen, dass sie der Besatzung gegenüber nicht dicht hielt und dann hätte er ein richtiges Problem. 

“Gut. Zieht bitte Eure Unterhose aus und winkelt die Beine an.” 

Das wirkte jetzt eher wie die Vorbereitung auf einen Arztbesuch. Aber Lucy hinterfragte erst einmal nicht. Sie knöpfte die Hose auf und hob den Hintern ein Stück an, um herauszuschlüpfen. Als sie sie achtlos neben das Bett geworfen hatte, zog sie wie geheißen die Beine an den Körper.

Davenport musterte sie eingehend und mit glänzenden Augen. “Wenn Ihr sehen könntet, wie schön Ihr gerade ausseht… wie ein Stück Kunst, das ein großer Maler auf die Leinwand würde bringen wollen…” 

“Mhm”, machte Lucy und schaute ihn ungeduldig an. Schwafelte der also auch im Bett so viel… “Wolltest du nicht was ausprobieren?”

Er lächelte etwas und kniete sich vor sie, legte die Hand an ihren Oberschenkel. “Darf ich?”

“Nurzu”, erwiderte sie leichthin. Seine Hand schob sich zwischen ihre Beine und er schien recht zielgerichtet seinen Weg zu finden. Mit wenig Hoffnung harrte Lucy der Dinge. Im nächsten Moment begann er, ihren empfindlichsten Punkt mit den Fingerspitzen zu stimulieren. Sie gab einen überraschten Laut von sich. Nicht nur, dass es für ihren Geschmack zu lange her war, dass sie so berührt worden war, viele Kerle hielten sich nicht groß daran auf. Lucy schloss die Augen. Nicht nur um zu genießen, sondern auch um seinen intensiven Blicken auszuweichen. Das war gar nicht mal übel. Sie spürte die Wirkung beinahe unmittelbar. 

“Gut… ich denke, nun dürfte der nächste Schritt gut möglich sein”, erklärte Davenport und schob seine Finger gegen ihren Eingang, in den er langsam eindrang.

“Hah!”, machte Lucy.

“Ich werde nun darauf achten, den richtigen Punkt zu treffen… einen Augenblick.” 

Seine Finger drangen vor, tasteten sie ab und bohrten sich schließlich gezielt gegen eine bestimmte Stelle. Sie schnappte nach Luft und riss die Augen wieder auf.

“Oh, das muss er sein.” Mit diesen Worten begann er, die Finger in einem raschen Rhythmus gegen genau diesen Punkt zu bewegen. Okay… er redete definitiv zu viel, aber sie musste zugeben, das fühlte sich unglaublich gut an. Lucy spürte Hitze in sich aufsteigen, während ihren Lippen undefinierbare Geräusche entflohen. 

“Ich stelle fest, bei Euch liegt dieser Punkt relativ weit vorne, dafür eher abgewinkelt. Er dürfte so bei der Penetration recht gut zu treffen sein.” 

Sie konnte gar nicht mehr richtig zuhören – zum Glück. In ihrem Kopf war nur noch Nebel. Es war vollkommen egal, was er da tat und wie er es tat. Es wirkte jedenfalls. Lucy spürte bereits nach kürzester Zeit, wie ihr Körper von einer Hitzewelle überrollt wurde. Sie hörte ihren eigenen lauten Atem. Verdammt, war das gut. 

Ohne Eile löste Davenport seine Finger. “War es zu Eurer Zufriedenheit, Miss Lucy?” 

Sie hatte gerade keine Energie, ihm zu sagen, dass nachdem seine Finger ihr gesteckt hatten, er sie ruhig weniger förmlich ansprechen könnte. Also nickte sie stattdessen. 

“Und jetzt komm her… und erledige den Rest!” befahl sie und zog ihn an sich heran. Sie streifte seine Hose ab, zu Lucys großen Freude stand er bereits wie eine Eins. 

“Gut…”, sprach er etwas belegt. “Aber würdet Ihr euch umdrehen? So bedauerlich es ist, dabei nicht in Euer schönes Gesicht zu sehen, ich denke, so ist der Winkel passender für Eure maximale Befriedigung”

“Mhm”, machte sie und ging bereitwillig auf alle Viere. Offensichtlich wusste er, wovon er sprach. Wenigstens musste sie sich keine Sorgen wegen eventueller Spuren durch Teds vorangegangene Strafe machen. Er wusste schließlich davon.

Im nächsten Moment versenkte er sich auch schon in ihr und sie kam nicht umhin, laut aufzustöhnen. Zum Glück waren sie auf einem Schiff und das Rauschen der Wellen gegen die Planken würde einiges ihrer Geräusche überdecken. Hoffte sie. Lucy schloss die Augen, während er unablässig in sie stieß. “Dies… dies müsste genau… der richtige… Winkel sein”, hörte sie ihn mit belegter Stimme sagen. 

“Oh… mhm… oh ja!”, pflichtete sie ihm bei. Verdammt, war das gut! Vielleicht eine der besten sexuellen Erfahrungen ihres Lebens. Und sie hatte da durchaus Ansprüche. Sie genoss es jedenfalls in vollen Zügen, bewegte sich so gut es ging mit, auch wenn er hier eindeutig den Ton angab. Und das machte er gar nicht schlecht. Es dauerte nicht lange, bis er sie beide zielgerichtet zum Höhepunkt trieb, den sie beinahe zeitgleich erreichten. 

Schließlich lag sie vollkommen ermattet im Bett, halb vom Laken bedeckt. Ihre Ohren rauschten und ihr Gesicht war heiß. So musste das sein. Davenport hatte sich ihr zugewandt und strich ihr das Haar von der Schulter. 

“Ihr seid wunderschön, Miss Lucy”, flüsterte er. “Es ist mir eine Ehre und ein Privileg, das Bett mit Euch teilen zu dürfen.” 

“Mhm”, machte sie. “Stört’s dich, wenn ich ne Runde die Augen schließe?” 

“Mitnichten”, erwiderte er sanft. 

Ein unsanftes Klopfen weckte sie nach einer Weile aus ihrem angenehmen Schlummer.

“Davenport!”, hörte sie eine wohlbekannte Stimme rufen. Sie sah mit halb geöffneten Augen dabei zu, wie er, warum auch immer schon wieder vollständig bekleidet zur Tür eilte. Er öffnete sie nur einen Spalt.

“Kapitän?”

“Lucy ist weg. Du musst suchen helfen. Ich hab gedacht, sie hat sich nur zum Schmollen in irgendne Ecke verkrochen, aber ich finde sie nicht und ehrlich gesagt ist mir das langsam nicht mehr ganz geheuer.” 

“Mit Verlaub, bei der Behandlung, die Ihr sie unterzogen habt, ist es nicht sehr verwunderlich, findet Ihr nicht?” 

“Ja, ja…”, machte Ted halbherzig. “Also, hilfst du mir jetzt Suchen?”

“Das wird wohl kaum nötig sein”, erwiderte Davenport kühl.

“Hm? Was faselst du denn da?”

Lucy hatte sich im Bett aufgerichtet. Sollte sie was sagen? Irgendwie war das jetzt doch eine unangenehme Situation. Auch wenn Ted sowas von selbst Schuld daran hatte, dass es soweit gekommen war. Aber unter die Nase reiben wollte sie es ihm jetzt eigentlich auch nicht. 

“Sie ist bei mir”, erklärte der Maat. “Also könnt Ihr guten Gewissens zu Bett gehen.” 

“Ach so? Lucy, komm da raus. Ist doch bescheuert.” 

Bescheuert. Nicht mal ne Entschuldigung?

“Mir geht’s bestens!”, rief sie also grimmig. “Mach dir mal um mich keine Sorgen. Ich hab für heute Nacht nen sicheren Schlafplatz.” 

“So sicher finde ich den auch wieder nicht. Außerdem will ich nicht mit ner Tür reden. Komm gefälligst her!” Sie sah, wie Davenport den Weg versperrte. Offensichtlich hatte Ted gerade versucht, hereinzukommen. 

“Miss Lucy ist gerade unpässlich. Respektiert das, Kapitän Edward.”

“Genau, ich bin der Kapitän! Und als dieser befehle ich dir, mich gefälligst reinzulassen!” 

“Dies ist meine Kajüte. Ihr wollt doch nicht wirklich grundlos in meine Privatsphäre eintreten, rein aus Willkür, nur weil Ihr eine Machtposition inne haltet?” 

“Ist schon gut, Sammy.” Lucy erhob sich aus ihrem Bett und fischte die Hose vom Boden, in die sie wieder hineinschlüpfte. “Ist dein Zimmer, du entscheidest. Aber von mir aus kannst du ihn reinlassen.” Er würde es sowieso früher oder später rausbekommen. Es gab wohl keinen Grund, ein großes Geheimnis draus zu machen, was passiert war.

“Miss Lucy! Aber doch nicht, solange Ihr…”

“Wir teilen uns ein Schlafzimmer. Denkst du wirklich, er hätte mich da noch nie nackt gesehen?”

“Was… Teufel noch eins, was läuft hier eigentlich!” Unsanft stieß Ted seinen Ellenbogen in Davenports Seite und drängte sich so an ihm vorbei ins Zimmer. Wie vom Donner gerührt blieb er vor Lucy stehen. Sie war gerade wieder in ihr Hemd geschlüpft. 

“Scheiße, bist du bescheuert, Lucy?! Was hast du hier getrieben?”, rief Ted sichtlich entsetzt.

“Was denkst du denn… jetzt komm runter. Nicht vor ihm, okay?”, nuschelte sie und nickte zu Davenport hin. 

“Miss Lucy… was meint Ihr damit… dass der Kapitän euch bereits nackt gesehen hat?”, fragte dieser beharrlich.

“Da läuft nichts, das hab ich dir doch gesagt. Weil ein gewisser Jemand super-stur ist und seiner imaginären Freundin treu.”

“Annabella ist nicht imaginär!”, stieß Ted aus. “Nur weil du nicht mal irgendnen Begriff von Anstand hast. Gräbst erst mich an und rennst dann direkt zum nächstbesten.” 

“Ach, jetzt auf einmal doch eifersüchtig?”, fragte Lucy, eher neugierig als provokant. 

“Weißt du was, fahr doch zur Hölle!”, fuhr Ted sie an und stürmte aus dem Zimmer.

“Ted!! Jetzt komm schon!”, rief sie und eilte ihm hinterher. Ihr Blick streifte dabei den einigermaßen getroffen drein blickenden Davenport. Oh Mist. 

“Nichts für ungut. Es war echt gut mit dir”, lächelte sie entschuldigend und tätschelte seine Schulter im Gehen. “Bis dann.”

“Miss Lucy! Wir sollten darüber sprechen!”, rief er, als sie auch schon davon eilte. 

Oh Mann… was hatte sie da nur angerichtet… 

2 Kommentare zu „20. Eine heiße Nacht (Pirate Booty)

  1. Auch wenn dieses Mal gar kein Klaps verteilt wird, fügt sich die Beschreibung dieser unkonventionellen Liebesszene zwischen Lucy und Davenport sehr gut in die Reihe der bisherigen Spankingszenen. Jedenfalls fand ich die Szene zwischen den beiden sehr gut und gelungen beschrieben – und habe das Kapitel wie immer sehr gerne gelesen!

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