41. Unerwarteter Abschied (Der Privatlehrer)

a/n: Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und ein wenig Erholung. Möchte mich mit einem neuen Kapitel aus diesem Jahr verabschieden. Ich bin wirklich mehr als dankbar, wie sich in diesem Jahr meine Leserschaft noch erweitert hat und was für tolle, konstruktive und teils auch wirklich ausgiebige Kommentare meine Sachen erhalten. Das ist für mich ein riesiger Motivationsschub, Mal für Mal. Kommt gut ins neue Jahr!

Meine Güte, was für eine bemerkenswerte junge Frau. Das dachte der Doktor, als er Josephine an diesem Morgen mit einem Handkuss begrüßte. Es war überhaupt nicht weiter verwunderlich, dass sich seine Frau in sie verliebt hatte. Sie trug all das in sich, woran es Natalie fehlte. Diesen aufrichtigen, ungezwungenen Charme, die gewisse Unbedarftheit und ein warmes Herz. Da fühlte es sich beinahe schon schmutzig an, gewisse Gedanken zu hegen. Doch es fiel ihm nicht eben leicht, die Phantasie im Zaum zu halten, bei all dem, was Natalie ihm voller Sehnsucht im Blick von der jungen Dame geschildert hatte. Zu gerne hätte er gesehen, wie die beiden sich im Bett tummelten und Natalie ihr jedes bisschen Scham durch ihre eigene, tiefe Verdorbenheit austrieb. Nur war dieses Kapitel wohl endgültig abgeschlossen. 

Miss Abbott schien ausgesprochen glücklich mit ihrer alten, neuen Flamme Mr. Buchanan. Tags sah man sie aneinander kleben und einander anschmachten, des Nachts hörte man mal länger, mal kürzer, dass Miss Josephine offenbar gründlich diszipliniert wurde. Was sie ansonsten danach noch taten… nun, darüber besaß er keine weitere Kenntnis. 

“Ich bin Ihnen so dankbar, Doktor Benin”, sprach Josephine voller Inbrunst und fiel ihm dann einfach so um den Hals, auf offener Straße. Ihren Begleiter schien das nicht sehr zu stören. Er lächelte stattdessen sogar. “Ohne Sie… wer wüsste, was jetzt mit meinem Vater wäre”, flüsterte sie. “Ich darf gar nicht daran denken.”  

“Dann tun Sie es bitte nicht, Mademoiselle. Das ist nicht gesund für Sie”, erklärte Benin ganz Arzt, der er war. 

Josephine nickte eifrig und wirkte gerade in ihrem Wesen wieder ein ganzes Stück jünger. 

„Ich bin jedenfalls überglücklich, dass wir endlich alle zusammen nach Hause zurückkehren können. Noch dazu unendlich dankbar, dass Sie uns zur Sicherheit begleiten und diese Reise noch einmal auf sich nehmen.“

„Das macht mir doch keine Umstände, Miss Abbott.“ 

Nun, sie entlohnte ihn dafür ja auch fürstlich. Außerdem hatte er die Hoffnung, dort irgendwo auch seine Ehefrau wieder aufsammeln zu können. Wer wusste schon wo -besser gesagt mit wem- sie sich in der Zwischenzeit herumgetrieben hatte.

„Danke für alles“, sprach nun auch Mr. Buchanan noch einmal ganz anständig und reichte ihm die Hand. „Auch wenn das nur kleine Worte sind, um zum Ausdruck zu bringen, was Sie für uns getan haben.“

„De rien. Am Ende des Tages bin ich meiner Pflicht als Arzt nachgegangen, nicht?“ Und damit wollte es Maurice Benin auch gut sein lassen. Dankbarkeit war ja bis zu einem gewissen Punkt ganz nett, doch er war nicht die Art Mensch, die sich für seine Taten wie ein Held feiern ließ. Noch dazu, weil all das vornehmlich aus dem Grund geschehen war, dass seine Frau ihn um diesen Gefallen gebeten hatte. 

Josephine nickte ihm noch einmal dankbar zu als er in die Kutsche zu Mr. Abbott stieg. Es hatte viel Überredungskunst gebraucht, seine Tochter davon zu überzeugen, dass sie separat reiste. Das Mädchen machte sich verrückt genug. Sie tat besser daran, die Zeit stattdessen mit ihrem Geliebten zu genießen.


Mr Abbotts Gesundheit stark verbessert. Wir kommen nach Hause. Mr Buchanan ebenfalls. Auf bald. Josephine Abbott. 

Finnegan starrte die Zeilen vor sich an, als würden sie sich dadurch plötzlich verändern. Taten sie aber nicht. Er hielt tatsächlich dieses Telegramm, das exakt diese Worte enthielt, in den Händen. Das konnte aber doch nicht sein! Mr. Buchanan reiste mit Josephine? Ausgerechnet der Mensch, bei dem man hatte befürchten müssen, geteert und gefedert zu werden, wenn man es bloß wagte, seinen Namen zu erwähnen? 

Verwirrt bezahlte Finnegan den Boten und machte sich dann auf die Suche nach seiner Frau. Gleichzeitig war er natürlich auch zutiefst erleichtert, dass es dem Hausherren wirklich besser zu gehen schien. Das war neben der verwirrenden Nachricht die Gute.

Noch bevor er Alice fand, hörte er ein ohrenbetäubendes Geheule. Kurz darauf kam Alice ihm vom Feldweg, der zum Wald führte aus entgegen, auf dem Arm Gracie, die wie am Spieß schrie. Der Grund war offensichtlich, das Kind war über und über mit Schlamm bedeckt. 

“Was ist passiert?”, fragte er besorgt.

“Sie hat zu nah an der Schlammgrube gespielt und ist einmal kopfüber reingeplumpst. Ich habe ihr schon tausendmal gesagt…”, erklärte Alice über das Geschrei hinweg. Laut genug, dass er sie verstand, aber sie selbst schien nicht sonderlich beeindruckt von der Situation. Sie lief nur im Stechschritt auf ihr Häuschen zu. Wahrscheinlich wollte sie den kleinen Schreihals so schnell wie möglich sauber bekommen. 

“Josephine hat ein Telegramm geschickt!”, erklärte Finnegan, während er ihr folgte. 


“Oh! Es gibt also Neuigkeiten. So, das wird jetzt kalt”, erklärte Alice ihrer Tochter, als sie vor dem Waschzuber vor ihrem Haus Halt machten. “Mummy!”, heulte Grace herzzerreißend, doch Alice erklärte noch einmal “Es geht nicht anders” ehe sie die Kleine einmal mitsamt ihrer Klamotten hineintunkte. 

“Mr. Abbott ist scheinbar auf dem Weg der Besserung”, erzählte Finnegan. Grace tauchte an die Oberfläche, halbwegs sauber, aber klitschnass. Alice strich ihr das nasse Haar aus dem Gesicht und begann, den restlichen Dreck von ihr abzurubbeln. 

“Dem Herrn sei Dank”, sagte sie halb erleichtert, halb abgelenkt von dem, was sie tat. 

“Und halt dich jetzt bitte fest… Mr. Buchanan scheint mit hierher zu kommen.”

“Ah. Na das wurde ja auch Zeit” fand Alice, während sie Grace mit einigem an Mühe noch im Zuber sitzend aus den nassen Sachen zu schälen begann.

“Wie… bist du denn überhaupt nicht überrascht?!”, fragte Finnegan ungläubig. “Immerhin haben wir in den letzten Jahren nicht einmal seinen Namen in den Mund nehmen dürfen?”

“Und warum das wohl?” Alice strich sich eine nasse Strähne aus der Stirn. “Weil sie noch immer an ihm hängt. Sie lieben einander, das liegt doch auf der Hand. Josephine war nur all die Zeit über zu verletzt und zu stur um sich das einzugestehen. Hol mir bitte mal ein Handtuch.”

Finnegan nickte und ging ins Haus, um ihrer Bitte  zu folgen. Dabei war er nachdenklich. Das klang ja alles recht logisch, aber er war doch überrascht, wie Alice es nicht sein konnte. Er brachte ihr das Handtuch und sie holte die inzwischen vollständig entkleidete Gracie aus dem Zuber, um sie gründlich trocken zu rubbeln. 

“Also denkst du, sie haben zueinander gefunden?”, harkte Finnegan noch einmal nach.

Alice warf ihm einen Blick zu. “Denkst du, sie lässt ihn zum Scherz mitkommen? Ich wusste schon immer, sobald sie sich wiedersehen, wird Josephine merken, wie sehr sie Mr. Buchanan liebt. Und die vielen Briefe, die er geschrieben hat, beweisen, dass er nie aufgehört hat, sie zu lieben.” Sie wickelte das Handtuch um Grace und lächelte ein wenig.

“Eines ist klar. Bald wird hier wieder ein ganz anderer Wind wehen.” Mit diesen Worten ging sie ins Haus und ließ Finnegan etwas überrumpelt zurück. Von Zeit zu Zeit wusste sie ihn wirklich zu überraschen. 

Doch an diesem Tag sollten sich die Ereignisse überschlagen und es würde nicht das einzige Mal bleiben, dass es ihm förmlich den Boden unter den Füßen wegriss.

Er machte seinen üblichen Rundgang, schaute in der Küche nach dem Rechten, ging durch das Quartier der Bediensteten und hatte gerade die Stallungen erreicht, als einer der Hausdiener auf ihn zueilte. 

„Mr. Ward, eine Kutsche traf soeben auf dem Hof ein.“

„Wer ist darin?“, fragte Finnegan. Ob es die Abbotts und Mr. Buchanan sein könnten? Nein, dazu war das Telegramm zu neu. 

„Ich weiß es leider nicht, Sir“, erklärte der Diener entschuldigend. Finnegan schwieg grimmig, während er ihm in Richtung Innenhof folgte. Sollte er von seiner Autorität Gebrauch machen? Vermutlich. 

„Wir sollten dafür sorgen, dass niemand auf den Hof fahren kann, den wir nicht kennen“, erklärte er um Ruhe bemüht. „Miss Abbott hat mir die Verantwortung übertragen.“ Er hielt inne, als er die Kutsche bemerkte. Sie kam ihm bekannt vor. Doch es war nicht die, in der Natalie angereist war. Auch wenn Besagte dagegen lehnte. 

„Mistress… Mrs. Benin. Man suchte bereits nach Ihnen.“ 

Sie lächelte und näherte sich ihm ähnlich elegant wie ein Panther seiner Beute. 

„Nein, wirklich? Hast du mich vermisst, schöner Mann?“ 

Er blieb still und sah sie ausdruckslos an. Das waren nichts als Provokationen ihrerseits. Und er wollte Alice nicht im Ansatz Grund für ihre Eifersucht geben. 

„Hm.“ Sie blieb vor ihm stehen, die Hände in die Hüften gestemmt. „Du ähnelst ihm wirklich von Tag zu Tag mehr. Seit er langweilig geworden ist.“

„Miss Abbott und der Doktor- ihr Ehemann-  sind noch nicht zurück, Mrs. Benin. Aber ich kann ihnen die freudige Mitteilung machen, dass Mr. Abbott auf dem Weg der Besserung zu sein scheint.“

„Oh“ Für einen Augenblick schien tatsächlich so etwas wie aufrichtige Freude in ihren Augen zu leuchten. „Was für eine Erleichterung. Wobei ich keinerlei Zweifel hatte, dass mein Mann die Dinge wieder ins Lot bringen würde.” 


“Er scheint wirklich ein ausgesprochen begabter Arzt zu sein”, merkte Finnegan an. Natalie lächelte milde.

“Keine Sorge, mich interessiert, abgesehen von dieser Sache weniger sein Talent als die finanziellen Mittel, die mir dieses beschert.” 

Finnegan blickte sie einigermaßen irritiert an und brauchte einen Moment, um die Bedeutung dieses Satzes in seinem Kopf aufzudröseln. Sie lachte hell. 


“Ich meinte damit, kein Grund zur Eifersucht, Schönster. Ich bin noch immer offen für alle Schandtaten, so begnadet mein Mann in seinem Fach auch sein mag.”

“Das haben Sie mir schon einmal signalisiert und ich sagte bereits, dass ich glücklich verheiratet bin”, erwiderte Finnegan betont kühl. 

“Hmm… gut, dass ich mich schon anderweitig umgesehen habe. Noch eine Enttäuschung hätte ich nur schwer ausgehalten, fürchte ich.” Sie sah ihn eingehend an. “Auch wenn ich schon gut darin bin, glücklich verheiratete Männer noch ein Stückchen glücklicher zu machen…”

“Kommen Sie zum Punkt. Was tun Sie hier?”, sprach Finnegan nun schon ein wenig gereizt. 

“Ach ja, richtig. Wir wollten uns eigentlich nur verabschieden.” 

“Wir?”

Wieder lächelte Natalie. Sie drehte sich um und klopfte gegen das Fenster der Kutsche. Ein mulmiges Gefühl beschlich den jungen Hausdiener, wenn er auch wirklich nicht wusste, womit er zu rechnen hatte. Die Tür öffnete sich und kurz darauf sprang Lottie heraus. Sie wirkte ungehalten.

“Natalie, was hältst du dich so lange mit diesem Gesindel auf?”, fragte sie und spielte dabei an den Schnürungen ihres Kleides.

“Oh non, ma Minette, sieh ihn dir an, er ist doch hinreißend”, erklärte Natalie und griff unter Lotties Kinn, damit sie aufsah, nutzte die Gelegenheit sogleich, um ihr einen Kuss auf die Wange zu hauchen.

“Ach ja? Er ist vielleicht adrett gekleidet, doch die Primitivität kriecht ihm doch aus jeder Pore. Sie hätten ebensogut ein Schwein in hübsche Kleidung stecken und einen Hausdiener nennen können.” 

Lottie war schon oft zu Besuch hier gewesen. Finnegan hatte sich an ihre wenig schmeichelhaften Bezeichnungen für seinesgleichen längst gewöhnt. Allerdings war es eine ganz andere Sache, wenn sie vor Natalie so über ihn sprach. Er spürte, wie der Scham in ihn kroch. 

Natalie lachte. Das machte es gleich noch viel schlimmer.

“Ein Schwein in hübscher Kleidung. Ist sie nicht niedlich?”, sprach sie an Finnegan gerichtet, im nächsten Moment packte sie mit erstaunlicher Kraft  in Lotties Nacken, sodass diese aufjapste. “Aua!”, beklagte sie sich. 

“Du willst eine feine Dame sein und beleidigst andere wie eine primitive Bauerntochter. Ging dir das schon einmal auf, Mademoiselle?” Sie kam ihrem Gesicht gefährlich nahe und Lottie jammerte leise vor sich hin. “Du wirst dich auf der Stelle bei meinem guten Freund entschuldigen, hast du verstanden?”

“Entschuldigen?!”, rief Lottie schrill. “Bei einem Bauerntölpel?!” Natalie zog ihr einmal kräftig an ihren Haaren und sie japste. “Das wird dich einiges kosten, das verspreche ich dir jetzt schon!”, zischte Natalie. 

Finnegan wusste gar nicht, wie ihm geschah und erst recht nicht, was für eine seltsame Art von Schauspiel das sein sollte. Er wusste, Natalie liebte es, mit ihrer Macht zu spielen. Aber jemand wie Lottie würde wohl kaum einen geeigneten Gegenpart für ihre Vorlieben einnehmen. Oder etwa doch?

“Au… es tut mir leid! Bitte… aua… loslassen!”, flehte Lottie. Natalie kam dieser Bitte nach und gab der jungen Frau einen kräftigen Schubser in Richtung Finnegan. “Na dann los.” 

Lottie, die nun ein recht derangiertes Gesamtbild abgab, knickte mit dem Oberkörper nach vorne hin ein und sprach in mitleidsheischendem Ton “Es tut mir furchtbar leid. Es wird nicht wieder vorkommen.” 

Natalie nutzte die Position der jungen Dame um ihr einen kräftigen Klaps hintendrauf zu verpassen. “Na siehst du, es geht doch”, sprach sie vermeintlich freundlich. Lottie schien ein wenig unzufrieden, jedoch auch gezähmt, als sie einen Schritt zurück machte, um sich fast schon hinter Natalie zu verstecken.

“Wie du siehst, wir haben zueinander gefunden, die junge Miss Thurgood und ich”, erklärte Natalie. “Wie du weißt, war es, seit ich Josephine traf, mein Wunsch, mit einer hübschen jungen Dame wie ihr die Welt zu bereisen.”

“Ist das so?”, fragte Finnegan und sah zu Lottie. Noch immer hatte er keinen blassen Schimmer, warum sie sich darauf einlassen sollte. 

“So ist es. Charlotte lebte zuhause in schrecklich… beengten Umständen, seit ihr Vater die Dinge wieder in die Hand nahm. Nicht wahr, ma Minette?” Natalie strich Lottie nun über die unbekleidete Schulter. 


“Ich wüsste nicht, was das ausgerechnet ihn anginge”, murmelte Lottie, wenn es auch schon deutlich behutsamer hervorgebracht war als ihre Worte von zuvor. Auf Natalies gestrengen Blick hin, rückte sie dann aber doch sogleich mit der Sprache heraus. “Mein Vater wollte mich verheiraten um meinen Lastern ein Ende zu bereiten. In einem Brief habe ich die Umstände erklärt. Ich will, dass Sie ihn Josephine geben, sobald sie zurück ist.”

“Mit Freuden”, erwiderte Finnegan. So langsam setzten sich die Puzzleteile zusammen. Eigentlich passte es ganz wunderbar. Er kannte kaum jemanden, der durchtriebener war, als diese beiden Frauen.

“Ich verstehe. Gleich und gleich gesellt sich gern.” sprach er seine Gedanken laut aus. Natalie schmunzelte. “Ich sehe es viel eher als Symbiose”, erklärte sie, dann griff sie in ihre Rocktasche. 


“Ich habe ebenfalls einen Brief bei mir, den ich dich bitten möchte, zu übergeben. An meinen hochgeschätzten Ehemann.” Sie machte einen Schritt auf ihn zu und drückte ihm den Brief in die Hand, dann, noch bevor er bemerkte, wie ihm geschah, hauchte sie ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen. Er stolperte erschrocken zurück und sie kicherte.


“Du magst es vielleicht nicht glauben, aber ich wusste dich stets sehr zu schätzen. Ich wünsche Deiner Familie und Dir nur das Beste.” Mit diesen leise gehauchten Worten übergab sie ihm einen weiteren Umschlag. Perplex nahm er ihn entgegen. 

“Es ist Zeit, aufzubrechen”, sprach sie dann wieder lauter in Richtung Lottie. “Die Welt wartet auf uns.”

“Ja, sicher” nickte Lottie und trat dann selbst an Finnegan heran, reichte ihm den dritten Umschlag.

“Sag Josephine Lebewohl von mir”, sprach sie ungewohnt sachte, dann drehte sie sich auf dem Absatz um und stieg zurück in die Kutsche. 

Natalie warf ihm einen Luftkuss zu und verschwand dann auch im Inneren ihres Gefährtes. Nur einen Augenblick später setzte sich dieses in Bewegung und die Pferde trabten wieder herunter von dem Hof der Abbotts. 


Finnegan blieb zurück und versuchte, das soeben erlebte zu sortieren. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr Sinn ergab es, dass sich ausgerechnet diese beiden Damen miteinander verbündeten. Er war gespannt, wie ihre Angehörigen die Sache aufnehmen würden. Doch das würde er wohl erst mit der Rückkehr der Familie Abbott erfahren. 

11 Kommentare zu „41. Unerwarteter Abschied (Der Privatlehrer)

  1. Das war eine Folge des Übergangs, absolut richtig zu der Zeit jetzt zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel. Ich weiß nicht recht,ob
    damit das Kapitel Natalie und Lotti
    endgültig abgeschlossen ist oder ob
    nur ihre Charaktere weiter herausgearbeitet wurden. Auf Lotti
    wartet sicher eine Tracht Prügel mit der
    Reitpeitsche. Schade, dass das nicht am
    Ende der Folge geschildert wurde.
    Ja, zwischen Buchanan und seiner
    jungen Freundin scheint alles wieder
    In Ordnung zu sein. Klar dass in
    Punkte Erziehung noch vieles nachgeholt werden muss.
    Mehr dürfte aber in den Nächten nicht
    passieren, denn Buchanan will ja erkennbar keinen Sex vor der Ehe,
    noch…
    Liebe Autorin, vielen, vielen Dank für die schönen Stunden, die du uns im jetzt zu Ende gehenden Jahr geschenkt
    Hast
    Mach bitte so weiter
    und komme gut ins Neue Jahr

    Gefällt 1 Person

    1. Heyhey, da hast du absolut Recht, das passt doch in dem Fall ganz gut so, was?
      Im Bezug auf Lottie und Natalie kannst du dich ja überraschen lassen, ob und wann da noch was kommt 🙂
      Ich kann natürlich verstehen, dass der Wunsch besteht, da noch eine Szene zwischen den beiden zu haben, aber das hätte einfach nicht ins Narrativ gepasst. Vielleicht später.

      Es stimmt, Lottie macht sich dadurch deutlich abhängig von Natalie. Dass sie sich damit in etwas reinreitet, lässt sich ja schon erahnen.

      Wünsche dir auch einen guten Rutsch und danke für die rege Beteiligung an meinem Blog 🙂

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  2. Noch was fällt mir in diesem Zusammenhang ein:
    Lotte ist von Natalie abhängig und
    nicht umgekehrt.
    Natalie hat von ihrem Mann die Mittel
    für Weltreisen.
    Und Lottis Vater hat bei seiner ungehorsamen Tochter ganz sicher den
    Geldhahn zugedreht
    Also bestimmt Natalie die Spielregeln
    und schon von daher wird Lottie fast
    wie bei ihrem Vater bei Fehlverhalten
    ihren Hintern hinhalten müssen.

    Gefällt 1 Person

  3. Was für eine überraschende Wendung! Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Natalie hinterlässt gebrochene Herzen, wo sie nur hinkommt. So unangenehm ihr Charakter mir auch ist, mir gefallen die ganzen kleinen Machtdemonstrationen: Griff unters Kinn, um den Blick zu führen, Griff in den Nacken, Klaps auf den Po. Zumal Lottie ja auch niemand ist, für den ich besonderes Mitleid entwickelt hätte.

    Komm Du ebenfalls gut ins neue Jahr!

    Gefällt 1 Person

    1. Hey,
      Na dann habe ich ja alles richtig gemacht, natürlich wollte ich damit auch überraschen 🙂
      Das ist absolut richtig, mit Lottie muss man wirklich nicht sehr viel Mitleid haben. Ich denke, sie bekommen beide was sie verdienen und vielleicht macht sie das ja nicht mal sehr unglücklich.

      Einen guten Rutsch dir,
      rbg

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  4. Das ist wirklich ein unerwarteter Abschied … mit der Überschrift hatte ich erst Sorge, dass du die Geschichte beendest, aber das tust du uns zum Glück nicht an.

    Ich finde Nathalie und Lottie zwei wirklich unangenehme Charaktere..Sie scheinen sich gesucht und gefunden zu haben und werden sich sicherlich gegenseitig gut tun 🙂

    Ich wünsche dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Danke für ein Jahr voller spannender Geschichten und ich freue mich auf das noch kommende!

    Gefällt 1 Person

    1. Hi und erst einmal ein frohes neues Jahr!

      nein, keine Sorge, es liegt mir fern, die Geschichte unerwartet zu beenden. Da wird noch einiges kommen 🙂

      Haha, kann ich verstehen. Ich habe irgendwie für beide etwas übrig, vor allem für Natalie.

      Sehr gerne, es hat mir immer eine Menge Spaß gemacht und eure Kommentare waren für mich immer wieder Motivation pur.

      glg
      rbg

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  5. Natalie ist und bleibt mein Lieblingscharakter in dieser Reihe, wenn sie auftaucht passiert immer etwas Interessantes. Ich finde es wirklich toll geschrieben wie Lottie von ihr dominiert wird. Hoffentlich kriegen wir im nächsten Jahr eine Story mit den Beiden.

    Vielen Dank für diese ganzen grossartigen Geschichten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Gefällt 1 Person

    1. Heyhey,

      kann ich gut verstehen, sie ist definitiv eine Nummer für sich 🙂 Und ja, es wird tatsächlich etwas über die beiden geben, so viel kann ich an der Stelle schon verraten.

      Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr 2023 und freue mich, dass dir meine Geschichten gefallen haben.

      glg
      rbg

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  6. Frohes neues Jahr!
    Das war eine wirklich unerwartete Wendung, die mich aber sehr erfreut hat. Danke für deine ganzen tollen Geschichten, die sich so deutlich von den üblichen spanking Geschichten unterscheiden. Es sind einfach wirkliche Geschichten die Du schreibst und Charaktere, die nicht nur oberflächlich bleiben – garniert mit einem gewissen “Extra” 😉. Ich freue mich, auf das was da noch kommt!

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    1. Dir auch ein frohes Neues!
      Ja, es mag nicht jedermanns Geschmack treffen und so manch einer liest vielleicht lieber reine Spanking- Stories, bei mir hat es sich wirklich immer mehr zu Geschichten mit Spanking-Inhalten entwickelt und darüber bin ich sehr froh und das hilft mir zu 100 Prozent auch dabei, am Ball zu bleiben 🙂
      Ich hoffe, im nächsten Jahr genau so viele spannende Stories liefern zu können.

      glg
      rbg

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