10. Beobachtungen (Der Privatlehrer)

a/n: Heute mal eine Kapitel aus Mr. Buchanans Sicht und eine etwas andere Art der Strafe. Wird hier auf der Seite zwar nicht zur Gewohnheit, hat aber in den Kontext gepasst

Mr. Buchanan beobachtete seinen Schützling, während dieser den aufgetragenen Aufsatz niederschrieb. Er kam nicht umhin, sich dabei seine Gedanken um sie zu machen. Das Mädchen hatte etwas im Kopf, sie war hübsch, was bestimmt einen großen Teil dazu beigetragen hatte, dass sie mit so wenigen Manieren im Leben so weit gekommen war. Eine junge Frau wie sie könnte es mit ihrem Charme, ihrer Klugheit und nicht zuletzt mit ihrer Herkunft weit bringen. Stattdessen zog sie es vor, ihre schlechten Seiten wie eine Trophäe durch die Welt zu tragen.

In all seinen Jahren als Privatlehrer hatte er schon viele Schüler und Schülerinnen betreut. Anfangs war für ihn nichts Besonderes daran gewesen, er hatte Wissen mit der nötigen Strenge vermittelt und vor allem bei den älteren seiner Schützlinge dafür gesorgt, dass sie nicht über die Stränge schlugen. Schließlich hatte sich die Effektivität seiner Arbeit herumgesprochen und er den Ruf eines besonders guten Lehrers für Härtefälle bekommen.

Seitdem arbeitete er intensiv mit eben diesen, manchmal Jungen, meistens Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren aus gutem Hause, bei denen man glaubte, es sei eigentlich bereits zu spät, um ihnen die richtige Erziehung zukommen zu lassen. Es kostete ihn oft nur Tage, das zurechtzurücken. Was er dafür nutzte, war eine gute Beobachtungsgabe, um genau herauszufinden, wo der Teufel steckte und ihn von dort auszutreiben.

Ein Mädchen, das nach einer dermaßen harten Tracht Prügel dennoch seinen obendrein relativ kurz angelegten Stubenarrest missachtete, war ihm allerdings noch nie untergekommen. So, wie ihre Kehrseite nach seiner gründlichen Behandlung mit der Gerte ausgesehen hatte, war er sich sicher gewesen, sie würde für einige Tage keinen Mucks mehr von sich geben.

Doch dieses Mädchen schien anders zu sein. Allein schon ihr kleiner, alberner Streich am Folgetag, nur damit er sie beachtete, hatte ihm das Gegenteil bewiesen. Ein wenig sollte er sich wohl darüber ärgern, dass sie es geschafft hatte, ihre Entschuldigung herauszubringen, die er ursprünglich erst nach Ende der abgegoltenen Strafe hatte hören wollen. Doch es war so aufrichtig gewesen, dass selbst sein Herz zumindest für den Moment von diesem Mädchen erweicht wurde.

Anschließend dieser mehr als lächerliche Versuch, den Stubenarrest zu umgehen. Als sie in der Dienstmädchenkleidung vor ihm gestanden hatte, hatte er seinen Augen kaum getraut. Was für ein Früchtchen!

In diesem Moment war ihm klar geworden, dass ein ordentlicher Hintern voll bei ihr immer wirksam war, um zu ihrem unglaublichen Dickkopf durchzudringen, doch wenn er erst einmal dort war, musste er eine wirklich gute Strafe folgen lassen, damit sich die gegebene Lektion auch einbrannte. Mit versohlen war es bei ihr wirklich nicht getan. Weitreichende Konsequenzen mussten her. Solche, die wirklich weh taten und das nicht nur körperlich.

Der vierwöchige Arrest war ein guter Anfang, doch er konnte sie nicht für immer einsperren. Das war im Augenblick zwar noch seine beste Möglichkeit, immer einen Blick auf sie zu haben, doch wehe, wenn sie losgelassen. Nach den vier Wochen musste er gut zusehen, dass er weiterhin die Zügel stramm hielt.

Die nächste Sache, die durchaus bemerkenswert war, erklärte sich durch die Blicke, die er zwischendurch von ihr bekam, kleinere Aussagen, immer länger anhaltende Umarmungen, die doch von ihrer Seite aus von Mal zu Mal inniger wurden. Er war ja nicht von gestern. Das Mädchen war im Begriff, sich zu verlieben. Sicher, mehr als eine harmlose Schwärmerei war das nicht. Einige Frauen brauchten es, in ihre Schranken gewiesen zu werden, ganz besonders mit Sicherheit Gören wie sie, die nie eine harte Hand zu spüren bekommen hatten.

Doch das war der Punkt, an dem er besonders achtsam sein müsste. Wenn sie erst einmal auf dumme Gedanken käme, was ihn betraf, wäre es eine Mammutaufgabe, ihr das wieder auszutreiben. Nicht dass er sich Sorgen machen würde, doch im Blick behalten sollte er sie diesbezüglich allemal.

Gerade als er sie über diese Überlegungen ansah, blickte sie zu ihm auf und da war dieses kleine Glitzern in ihren Augen. Ja, das war genau, was er meinte.

„Sir, ich habe eine Frage“, sprach sie mit ungewohnt sanfter Stimme.

„Ja, bitte?“, erwiderte er trocken, eigentlich sollte sie ja gerade schreiben und keine Fragen stellen, doch er wollte erst einmal wissen, was sie zu sagen hatte.

„Ich versuche, Ihre Fragen alle nach bestem Wissen zu beantworten aber diese eine Sache verstehe ich einfach nicht. Es heißt ja immer, Elektra wäre in ihren Vater verliebt gewesen und habe deswegen ihre Mutter und ihren Stiefvater ermordet, aber eigentlich stimmt das doch gar nicht, sie wollte sich ja nur rächen, weil man ihren Vater ermordet hatte. Ich finde, das ist nun wirklich nicht das selbe.“

„Du solltest nicht so viel darauf geben, was der Volksmund über die griechische Mythologie zu sagen hat sondern besser die Bücher selbst lesen und dir ein eigenes Urteil bilden.“

„Ja…“, sprach sie gedehnt. „Ich frage mich eben nur, wie man sich dann theoretisch in seinen eigenen Vater verlieben kann. In einen älteren Mann, ja, das kann ich wirklich gut nachvollziehen, aber der Vater… wow, nein das will mir nicht in den Kopf.“

Sie stellte es aber auch äußerst geschickt an, diese eine Sache musste er ihr lassen. Sie ging immer nur so weit, dass er ihr nichts würde ankreiden können, hielt es so allgemein, dass man wie ein Narr wirkte, wenn man es offiziell als Offensive wertete.

„Ich weiß nicht, inwiefern dir Überlegungen wie diese die Beantwortung meiner Fragen erschweren sollte, Josephine. Bitte schreib jetzt weiter.“

Sie zog einen Schmollmund, tat dann aber wie ihr geheißen. Nein, Mr. Buchanan sorgte sich nicht wirklich. Selbst wenn sie so kokett wirken konnte, war sie hinter der Fassade doch ein zutiefst unsicheres Mädchen, das noch gar nicht so weit war, sich auf einen Mann einzulassen.

Das war ein Punkt, in dem er besonders gut auf sie achten wollte. Sie sollte keine Dinge mit Männern tun, die sie später bereuen würde. Immerhin schien sie sich trotz all ihres Selbstbewusstseins ihrer Wirkung kaum bewusst zu sein. Es würde noch eine ganze Weile dauern, bis das Mädchen so weit sein würde, einen Ehemann zu finden und mit diesem richtige Erfahrung zu sammeln. Bis dahin würde er auf sie aufpassen. Und wenn dazu drastische Mittel vonnöten waren, so sei es.

Der Nachmittag endete und somit auch der Unterricht. Josephine sah ihn noch einmal missmutig an, ehe sie vor ihm den Weg in Richtung Stallungen einschlug. Sie wusste, was zu tun war und diesmal war er sicher, sie würde sich benehmen, also wartete er einen Augenblick, ehe er ihr folgte.

Die Gerte versagte auch in diesem Abend ihre Dienste nicht. 25Mal zeichnete er ihr gewissenhaft ein neues Muster auf die nicht im Ansatz verheilte Kehrseite. Er gab sich dabei einiges an Mühe, nichts an Strenge einzubüßen und zog jeden seiner Hiebe mit der nötigen Härte durch. Sie sollte nicht glauben, dass nur durch ihre Versöhnung die Strafe gemindert werden würde. Dennoch, dass sie und ihr Hintern nach morgen einen Tag Pause bekämen, würde sich sicher nur als Vorteil erweisen. Langsam sah das Hinterteil der jungen Miss Abbott doch ganz schön kräftig malträtiert aus. Nun, dieses Schicksal hatte sie sich selbst erwählt.

Sie quiekte und jammerte und zappelte auf seinem Schoß herum, während sie sich nur mithilfe seines festen Griffes mit den Brennesseln behandeln ließ. Doch es war ein ebenso wirksames Mittel wie ihr anschließend den Mund mit Seife auszuwaschen. Oh, er konnte spüren, dass sie das beinahe mehr hasste als alles zuvor, mit welchem Widerwillen sie den Mund für das Seifenstück öffnete, doch gerade das machte die Strafe ja schlussendlich effektiv. Und zumindest für ein paar Minuten am Tag musste er sich so keine Sorgen machen, irgendwelche Widerworte aus ihrem Mund zu hören.

Er schickte sie mit einigen mahnenden Worten auf ihr Zimmer, war sich jedoch sicher, dass sie gerade keine Anstalten machen würde, ihren Arrest zu brechen oder weiter zu umgehen. Mr. Buchanan wusste genau, wie sehr ihr das Eingesperrt sein zu schaffen machte. Doch schlussendlich lag es ja an ihr, ob er es noch einmal so streng durchführen musste.

Ein Blick auf seine Taschenuhr verriet ihm, dass er seinen Zeitplan gut eingehalten hatte. Zweimal die Woche traf er sich mit Mr. Abbott im Teezimmer und sie sprachen über Josephines Betragen und Fortschritte und welche im Groben Mr. Buchanans zukünftige Maßnahmen sein würden. Josephine schien noch nicht ganz verstanden zu haben, dass diese Treffen stattfanden, sonst hätte sie sich wohl vor ein paar Tagen nicht noch trotz des Arrestes so ungeniert auf dem Anwesen herumgetrieben.

Mr. Abbott brauchte diesmal einige Whiskeys um zu verdauen, was er ihm zu berichten hatte. Er war eine Seele von einem Menschen, zuvorkommend, gutmütig, wohlwollend. All diese Attribute machten es ihm jedoch schwer, die Notwendigkeit von Josephines Strafe so ganz zu erfassen.

„Man kann doch so ein junges Mädchen nicht so lange einsperren, Mr. Buchanan“, schenkte er seiner Besorgnis Raum. „Ich möchte natürlich, dass sie sich anständig verhält und ich sehe die Fortschritte, die sie durch ihren Unterricht macht. Doch ich möchte wirklich nicht, dass sie ihre Lebensfreude und ihr fröhliches Wesen durch diese drastischen Strafen verliert.“

„Das tut sie nicht“, erwiderte Mr. Buchanan zuversichtlich. „Ich sehe sie jeden Tag, Sir, sie ist noch das selbe Mädchen wie zuvor. Nur vielleicht ein klein wenig angepasster. Vielleicht sollten Sie sie besuchen, dann können Sie sich selbst davon überzeugen, dass ihre Tochter wohlauf ist. Doch vergessen Sie dabei bitte nicht unsere Abmachung.“

„Was sie auch zu mir sagt oder wie sehr sie mich bittet, ich werde ihr die Strafe nicht abnehmen oder mindern. Das würde ich niemals tun, Mr. Buchanan, es liegt mir fern, ihre Autorität meiner Phine gegenüber zu untergraben. Wir wüssten nicht, was wir ohne sie machen sollten. Diese Sache mit dem Küchenjungen… das ist nun wirklich eine gerade so abgewendete Katastrophe.“

„Ja“, knirschte Mr. Buchanan, dem der Gedanke, dass Josephine aus reinem Leichtsinn beinahe ihre Unschuld verloren hätte, noch immer den Magen umdrehte. Seine Motivation, die dafür angemessene Strafe in voller Härte zuende zu bringen, blieb unumstößlich. Es war ihm nicht möglich, seine eigenen Gefühle in dieser Sache außen vor zu lassen. Immerhin hatte Mr. Abbott ihn vor allem angestellt, da er sich Sorgen um den Ruf seiner Tochter machte. Wäre das unter seiner Aufsicht passiert, hätte er in seiner Aufgabe versagt. Zumindest war Josephines Kampfgeist und ihr starker Wille in diesem Augenblick zu etwas gut gewesen.

Beide sprachen noch eine Weile und Mr. Buchanan ging schließlich mit dem Gefühl aus dem Gespräch, seinen Arbeitgeber tatsächlich ein wenig beruhigt zu haben. Josephine würde sich über den Besuch ihres Vaters in ihrer misslichen Lage allemal freuen und so war schlussendlich allen geholfen.

Er machte sich auf den Weg zur Eingangstür, als er der jungen Dienstmagd über den Weg lief, die gestern noch so eindrucksvoll tapfer über seinem Schoß gelegen hatte. Demütig hielt das Mädchen den Kopf gesenkt. Ihre Wangen waren beide unnatürlich gerötet, zunächst dachte er, sie sei beschämt, doch auf den zweiten Blick hatte sie wohl eher ein paar kräftige Ohrfeigen einstecken müssen.


„Guten Abend, Mr. Buchanan“, flüsterte sie und machte einen Knicks vor ihm.


„Guten Abend, Alice“, antwortete er freundlich. „Wie ist es dir noch ergangen?“, interessierte er sich.

„Es ergeht mir gerade… wohl wie es meinem Vergehen angemessen ist, Sir. Meine Mutter ist im Begriff, mich für mein Fehlverhalten ebenfalls zu bestrafen.“ Sie brachte das alles sehr ernst hervor und wagte es dabei nicht, ihn anzusehen. Wirklich ein anständiges Mädchen. Er hatte durchaus Mitgefühl für ihre Lage, doch wenn es diese harte Lektion brauchte, damit sie sich nicht mehr von Josephine beeinflussen ließ, musste sie da jetzt wohl durch.

„Weißt du, was sie vor hat?“, fragte er.

„Ich soll im Garten frische Triebe vom Haselstrauch sammeln. Dann wird meine Mutter mich wohl mit diesen züchtigen, Sir.“

„Oh, das wird kein Spaß für dich, Alice. Bist du schon einmal auf diese Weise bestraft worden?“

„Ja, Sir, es ist wirklich schmerzhaft.“

Er beschämte sie, das spürte er deutlich, doch auch die Scham war ein wichtiger Teil einer Strafe. Es blieb viel länger in Erinnerung als der körperliche Schmerz.

„Alice?!“ hörte man da plötzlich hinter ihnen poltern. „Ich höre deine Stimme doch, was treibst du denn da! Wirst du dich jetzt wohl beeilen, du ungezogenes Kind!“ Mit diesen Worten trat eine Frau aus einem der Zimmer, eine große, kräftig gewachsene Dame mit entschlossenem Blick.

„Verzeihen Sie, Madam, das war ich, der ihre Tochter aufhielt“, wandte Mr. Buchanan ein. Alice senkte den Blick augenblicklich ein ganzes Stück tiefer. Sie schien vor ihrer Mutter sogar noch deutlich mehr Respekt zu haben.

Als die Frau ihn überrascht musterte, hielt er ihr seine Hand hin. „Wir sind einander noch nicht vorgestellt worden. Buchanan mein Name.“

„Oh!“ Die Miene der Fremden erhellte sich sogleich, sie erwiderte den Handschlag für eine Frau erstaunlich fest. „Mr. Buchanan. Martha Greene ist mein Name. Ich habe gehört, sie hatten unglücklicherweise gestern mit meiner Tochter zu schaffen. Das ist mir zutiefst unangenehm. Ich bin Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, dass sie das Nötige getan haben um diesen beiden Gören Benehmen beizubringen. Verzeihen sie kurz.“

Ihre Tochter bekam ohne Vorwarnung die nächste Ohrfeige verpasst. Meine Güte, dachte Mr. Buchanan, was für eine Energie. „Was stehst du denn noch da herum?! Gehst du jetzt wohl endlich die Rute pflücken!“

„Ja, Ma’am!“, keuchte Alice und rannte dann richtiggehend in Richtung Hinterausgang.

„Ich bin wirklich froh, dass endlich jemand hier ist, der für Zucht und Ordnung sorgt“, ereiferte sich Mrs. Greene weiterhin. „Miss Abbott hat schon lange kräftigen Denkzettel verdient. Oh diese verzogene kleine Göre, am liebsten würde ich sie mir mal selbst richtig vorknöpfen.“

Das konnte er sich bildlich vorstellen. Die Frau nahm ja kein Blatt vor den Mund. Allerdings auch ziemlich riskant, ihre Vorgesetzte in ihren eigenen Hallen lautstark als Göre zu beschimpfen. Das lag sicherlich daran, das Mrs. Greene Josephine selbst kannte, seit sie ein kleines Mädchen war.

„Machen Sie sich darum keine Sorgen, ich werde mich darum kümmern, dass aus Miss Abbott die beste Version ihrer selbst wird“, erwiderte Mr. Buchanan mit ruhiger Stimme.

„Wenn da nicht schon Hopfen und Malz verloren ist“, gab sich Mrs. Greene sogleich pessimistisch. „Da muss ihrer Erziehung schon ein Ehemann folgen, der sie ebenso gut im Griff hat, dann vielleicht hat das Mädchen eine Chance. Aber so wie sie erzogen wurde… gnade ihr Gott.“

„Die Zeit wird es zeigen“, erklärte Mr. Buchanan zuversichtlich.

„Ja, na wir werden sehen. Ich habe gehört, dass sie Alice für die nächsten Wochen zur Küchenmagd degradiert haben. Angemessen, mehr als angemessen, wenn auch zutiefst beschämend für unsere ganze Familie. Aber besser, wenn sie diesem verzogenen Mädchen fern bleibt. Wissen sie, Alice ist eine gute Tochter, aber immer wenn es um Miss Abbott geht, scheint sie alles zu vergessen, was ich ihr mit so viel Mühe beigebracht habe. Aber da werden jetzt andere Seiten aufgezogen. Oh diese Lektion wird sie ganz sicher nie wieder vergessen!“

„Das ist sicher eine kluge Entscheidung“, bestärkte Mr. Buchanan sie, auch wenn das Mädchen ihm bei diesem Temperament beinahe leid tun könnte. Dass sie so gehorsam seine Strafe angenommen hatte, wunderte ihn nun erst recht nicht mehr.

„Sir, wissen sie was, ich finde, sie sollten Alice’s Bestrafung als Zeuge beiwohnen. Immerhin hat sie Ihnen Umstände bereitet und ich will, dass Sie sehen, dass sich der Sache auch zu Genüge angenommen wurde.“

„Sicher, ich danke Ihnen für diesen klugen Vorschlag“, erwiderte er sogleich munter. Beschämung war wie gesagt ein Faktor mehr, der eine Strafe effektiv machte und wenn seine bloße Anwesenheit dazu beitrug, dass sich die Lektion besser einprägte, wer wäre er, diese Möglichkeit auszuschlagen?

Mrs. Greene schien mit seiner Antwort zufrieden. Beide warteten nur kurz, dann kam Alice wieder die Treppe hinauf geeilt, vor sich her trug sie eine gute Hand voll Zweige.

„Na also.“ Mrs. Greene packte ihre Tochter am Ohr und zerrte sie mit sich in Richtung Zimmer. „Übrigens, wir haben Publikum. Mr. Buchanan wird zuschauen, wie ich dir mal richtig Benehmen beibringe, damit er sieht, dass in unserer Familie noch Zucht und Ordnung herrschen.“

Alice warf ihm einen Blick über die Schulter zu, er schien ein wenig besorgt. Sicher nicht nur, weil er dabei war, sondern weil seine Anwesenheit ihre Mutter zusätzlich motivieren würde, besondere Strenge walten zu lassen.

Sie befanden sich nun in einem recht geräumigen Zimmer, ausgestattet mit zwei einfachen Betten, einem Tisch mit zwei Stühlen und einem Kamin, des weiterem einem Kleiderschrank und einer Kommode. Er nahm an, dass hier Mrs. Greene und ihre Tochter beherbergt waren. Die Abbotts schienen sich gut um ihr Dienstpersonal zu kümmern.

Mrs. Greene schubste ihre Tochter in die Mitte des Zimmers, während er die Tür hinter sich schloss.

„Zieh dich aus. Und zwar ganz.“ Sie wandte sich nun ihm zu „Nehmen Sie sich doch bitte einen Stuhl, Sir. Das hier geht eine Weile.“

Er tat wie ihm geheißen und stellte den Stuhl an die Wand neben die Kommode, dann nahm er Platz. Von hier aus konnte er Alice genau ins Gesicht schauen, während auf der anderen Seite ihre Mutter nach einer der Haselgerten griff. Das Mädchen wirkte zutiefst beschämt über die Situation, sicher hatte zuvor noch kein Mann sie so entblößt gesehen wie er gerade jetzt. Er tat ihr nicht den Gefallen, den Blick abzuwenden, während sie Kleidungsstück und Kleidungsstück auszog und ordentlich auf dem Tisch neben sich ablegte.

„So sehen sie ja gar nichts, Sir“, sprach Mrs. Greene unzufrieden. „Dreh dich um, verstanden?“, fuhr sie Alice an und trat dann einmal um sie herum. „Hände an die Füße, du weißt wie es geht. Wehe, du verlässt die Position, oh du willst nicht die Position verlassen, das glaub mir!“

„Ja, Ma’am“, hauchte Alice, dann beugte sie sich im Stehen hinab, kerzengerade die Beine aneinander legte die die Hände an ihre Füße. Ihr Hintern war nun nach oben gereckt und alles war mehr als deutlich zu erkennen. Sie war groß und schmal mit einem kleinen, runden Po, der von der Tracht Prügel gestern noch deutlich gezeichnet war. Nicht so schlimm wie Josephines Hinterteil, doch die Abdrücke des Kochlöffels waren zu zahlreichen dunkelroten Flecken geworden, die sich von dem inzwischen hellroten Po abzeichneten. Einige Stellen waren auch blau. Auf diesen würde das Stöckchen sicher besonders stark seine Wirkung entfalten.

„Denk nicht, mit einem einfachen Hintern voll ist es heute getan, du ungezogenes Kind! Jahrelang schufte ich für uns, baue uns einen guten Ruf auf, verschaffe dir diese Anstellung damit du nicht als einfache Küchenmagd endest und was tust du?! Ich werde dir Dresche verpassen, die du nie wieder vergisst.“

Und nach diesen einfachen Worten setzte Mrs. Greene ihr Versprechen auch schon in die Tat um. Sie holte mit dem langen, etwas gebogenen Stock aus und ließ ihn auf die Pobacken ihrer Tochter knallen. Eine tiefrote Linie entstand, die schräg über beide Backen verlief. Sie fackelte nicht lange und wiederholte dieses Unterfangen, scheinbar ohne besonderes System. Kreuz und quer verpasste sie ihrer Tochter die harten Hiebe. Die Wut, die immer noch in der Dame zu kochen schien, tat ihr Übriges, um diese Lektion durchzuziehen. Nur nach wenigen Minuten war Alice’s Hinterteil übersäht mit den tiefroten Striemen.

Alice hatte das Ganze wirklich mit erstaunlicher Tapferkeit über sich ergehen lassen. Mr. Buchanan sah ihren Körper zwar vor Anstrengung und sicherlich auch Schmerz beben, doch sie hielt wie von ihr verlangt die Position.

„So, das war nur zum Aufwärmen.“ Mrs. Greene krempelte ihre Ärmel hoch, schüttelte ihre Arme etwas aus, dann ging es auch schon weiter. Sie schien da keine Frau vieler Worte zu sein. Nun waren Alice’s Oberschenkel an der Reihe, wieder kreuz und quer, mal weiter unten, mal eher am Übergang zum Po. Nun zuckte das Mädchen schon deutlich mehr. Schmerzliche Laute kamen ihr immer wieder über die Lippen.

„Ja, jammer du nur, aber bloß nicht zu laut, ich stopf dir sonst den Mund!“, fuhr ihre Mutter sie streng an, während sie weiter auf die Rückseite des Mädchens hieb, jetzt mal auf den Po, mal auf die Beine, bis ihre Haut von Poansatz zum Ende der Oberschenkel nur so leuchtete. Das würde sie mit Sicherheit eine Weile nicht vergessen.

„So, aufrichten, umdrehen“, hetzte die Mutter streng und sofort leistete Alice dem Befehl Folge. Ihr Gesicht war tiefrot und Tränenbäche liefen über ihr Gesicht.

„Streck die Hände aus.“

Alice widersprach nicht, doch Mr. Buchanan konnte genau sehen, mit wie viel Überwindung sie diesem Befehl nachkam. Ihre Finger zitterten etwas.

Ihre Mutter legte den Stock beiseite und ersetzte ihn durch einen kleineren, sehr viel dünneren. Dann, ohne Vorwarnung ließ sie das Stöckchen auf die Handfläche ihrer Tochter sausen. Alice schrie leise auf und zog reflexartig ihre Hand weg. Eine weitere Ohrfeige der Mutter war die Folge.


„Hände raus, na los!“ Hastig streckte Alice die Hände wieder für die Strafe nach vorne, worauhin ihre Mutter ihr Handflächen und Finger mit einigen gezielten Hieben abstrafte.

„So und jetzt nimmst du die Arme über den Kopf und streckst die Brust raus.“ Mrs. Greene tauschte ein weiteres Mal den Stock aus, dieser war ebenfalls sehr dünn, dafür aber sehr viel länger als der zuvor verwendete.

Alice’s Unterlippe bebte, doch sie tat ohne zu Zaudern wie ihr geheißen. Ihre Wangen waren von den zahlreichen, festen Ohrfeigen inzwischen schon ordentlich geschwollen und sie schluchzte leise. An ihren Lippen sah er, dass sie fast tonlos ein Gebet von sich gab.

Wieder holte Mrs. Greene aus und ließ den schmalen Stock auf ihre Brust knallen, flexibel gab das frische Stück Holz nach und fuhr sogleich mit dem nächsten Hieb fort. Diesmal war das Ergebnis der Hiebe eher rosa als tiefrot, aber doch zeichneten sich eindeutig schmale Striemen ab. Mr. Buchanan beruhigte ein wenig, dass die strafende Dame ihre Wut vor allem an Alice’s Kehrseite herausgelassen hatte und die Hiebe für diese sehr viel sensiblere Stelle für den Schluss aufbewahrte. Sie wollte ja sicher selbst nicht, dass ihre geliebte Tochter schwerere Verletzungen oder gar Narben von den Hieben erlitt, darum war diese Reihenfolge mit Sicherheit eine kluge Entscheidung.

Dennoch schien es Schmerz genug zu sein, denn Alice verzog bei jedem Hieb das Gesicht und atmete dann zunehmend schwerer. Vor allem, als die Warzenhöfe und die empfindlichen, hervorragenden Knospen ihren Anteil abbekamen, zuckten ihre Arme verdächtig, als wollten sie jeden Moment ihre Brüste schützen, doch Alice schien mit vollster Beherrschung dagegen anzukämpfen.

Erst als auch ihre beiden Brüste rosig vor Hieben waren und kaum ein Fleckchen weiße Haut mehr blieb, legte Mrs. Greene den Stock beiseite.

„So, was hast du mir zu sagen, Kind?!“

Augenblicklich fiel Alice auf die Knie.

„Es tut mir so leid, Mutter.“ Ihre Stimme war belegt und von Schluchzen gezeichnet. Sie schien vor frisch erblühtem Schmerz kaum die richtigen Worte zu finden. „Ich habe… unserer Familie… große Schande bereitet. Ich danke dir für deine gerechte Abstrafung und gelobe, ein besserer Mensch durch sie zu werden. Ich werde mich von Josephine kein weiteres Mal beeinflussen lassen.“

„Hm“, machte diese „Na schön, Kindchen, das wollen wir hoffen. Ab in die Ecke mit dir und dort denkst du noch einmal über all das nach, was heute geschehen ist.“

„Ja, Ma’am“, flüsterte Alice. „Mr. Buchanan.“ Sie machte nackt wie sie war einen Knicks vor ihm und lief dann ohne zu zögern in die einzig freie Zimmerecke, in der sie mit den Händen über dem Kopf erneut in die Knie ging.

„So.“ Angestrengt wischte Mrs. Greene sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn. „Ich denke, sie haben gesehen, dass ich meiner Tochter nichts durchgehen lasse.“

„Das habe ich. Aber sie hat nun ihre gerechte Strafe erhalten, sowohl von mir als auch von Ihnen. Alice scheint ein gutes Mädchen zu sein. Vergessen Sie das nicht und ziehen Sie in Betracht, ihr ihre Vergehen langsam zu vergeben, hm? Ich denke, das ist ein sehr wichtiger Teil am Ende einer Strafe.“

„Ja… ja, Sir, sie haben ja recht“, knirschte die sonst so harte Frau ein wenig betreten. „Ich schätze, damit kann ich es nun wirklich vorerst gut sein lassen. Ich danke Ihnen.“

„Ich gratuliere Ihnen. Sie scheinen Ihr Familienleben gut im Griff zu haben.“ Mr. Buchanan schüttelte noch einmal die Hand der stämmigen Dame, dann verließ er das Zimmer und anschließend auch das Anwesen der Abbotts. Dabei dachte er, dass Alice ein wirklich folgsames Mädchen war. Er hatte nicht oft Mitleid mit den abzustrafenden Zöglingen, aber so weit wie Mrs. Greene wäre er in ihrer Situation wohl nicht gegangen. Wenn ein Mädchen so freundlich wie Alice war, war das mit dem Versohlen für ihn selbst ein sehr viel schwierigeres Unterfangen, als wenn man so eine unbeugsame kleine Göre wie Josephine bestrafte. Vielleicht sollte er mal gelegentlich Josephine in Mrs. Greenes Hände geben, wenn sie sich allzu sehr daneben benahm. Das würde sich ganz sicher einprägen.

5 Kommentare zu „10. Beobachtungen (Der Privatlehrer)

  1. Schön, dass man in dieser Folge in
    Das Innere von Mr. Buchanan gucken
    Konnte. Er ist ein sehr guter
    Menschenkenner, das muss man ihm
    Zubilligen.
    Imponiert hat mir Mrs. Greene,
    die Mutter von Alice.
    Sie hätschelt ihre Tochter nicht,
    sondern sie sorgt darauf , dass ihre
    Tochter eine angemessene Strafe
    bekommt. Und zuletzt imponiert
    mir Alice, wie souverän sie die
    Strafe erträgt. Ihr Hintern wurde
    nun wirklich ohne jede Rücksicht
    durchgehauen, sauber sie hat das
    ohne Mucks ertragen.
    Doch bin ich der Auffasung,
    Eigentlich hat Josephine die
    harte Rutenhaue verdient.
    Ich hoffe sehr, dass Mr. Buchanan
    seinen Plan umsetzt, Josephines
    Hintern in die Hände von Mrs. Greene
    zu geben.
    Wie ich Mrs. Greene kenne, wäre
    sie bei Josephine noch motivierter,
    den Hintern so hart und intensiv
    zu bestrafen, dass Josephine diese
    Lektion nie im Leben vergessen wird.

    Lorenzen

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  2. Noch was, liebe Autorin.
    Danke dafür, dass wir alle
    dabei sein durften, als
    Mrs. Greene sich ihre Tochter
    vorgeknöpft hat. Diese Folge
    hätte ich um keinen Preis verpassen
    wollen. Liebe Autorin, mach bitte so
    weiter. Das nächste Mal ist dann
    sicher wieder Josephines Hintern
    Dran. Sie hat weitere Dresche mehr
    als verdient und dabei meine
    Ich nicht die 25 mit der Reitgerte,
    die sie abends als Folge früherer
    Verfehlungen als Basis ohnehin
    auf ihren bisher viel zu milde
    angefassten Hintern ohnehin
    bekommt.

    Lorenzen

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  3. Liebe Autorin, zufällig habe ich dies Seite entdeckt und muss sagen, dass mir Ihre Geschichten viel Spaß machen, Jeff wie auch der Privatlehrer. Ich habe Ihre Seite abonniert, ich freue mich auf Fortsetzungen. Darf ich dazu einige Anmerkungen machen. Ich mag es eher streng. Eine Strafe muss immer sehr streng sein und der Hintern und auch die Brüste nackt, sonst ist es nur eine Liebhaberei. Mich fasziniert der Aspekt der Beschämung besonders. Nacktheit, zumindest in Teilen gehört, unbedingt dazu, Rohrstock oder Strafwerkzeug selber holen oder aussuchen gehört dazu(In Jeff), Publikum zur eigenen Bestrafung einladen und sich hinterher bei jedem zu entschuldigen und zu bedanken kann dazu gehören und macht viel Spaß beim zuschauen. An dieser Episode gefällt mir besonders, dass auch die Brüste von Alice zu Recht bestraft wurden. Diese Art von Abreibung wäre auch für Josi angemessen. Die Mutter muss sich ja auch nachhaltig durchsetzen, die Nippeltreffer werden Sie vielleicht erinnern, hoffe ich. Nach meiner Meinung eigenen sich auch Die Poritze, Rosette und die Muschi für peinliche Zusatzbestrafungen, nicht sinnlos brutal aber sehr spürbar. Ich freue mich auf weitere Episoden und noch bin ich nicht am Ende angelangt.

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    1. Hallo,
      Ich freue mich, dass du auf meine Seite gefunden hast und noch mehr, dass du hier das eine oder andere finden konntest, was deinen Vorlieben auch entspricht. Das ist doch immer wieder schön zu lesen.
      Ich persönlich mag beides, ich mag, wenn es strenger zugeht, aber auch wenn es mal nicht ganz so extrem streng ist. Ich mag es, wenn nur der Po entblößt wird für die Bestrafung, weil es das Gefühl von „Die Hosen kommen runter für den Hintern voll“, also ein bisschen dieses „So wie früher“ noch verstärkt.
      Ab und zu finde ich Schläge auf andere Stellen auch interessant. Ich persönlich mag es am liebsten, explizit die Hiebe auf den Po zu beschreiben. Werde mir deine Anregungen aber auf jeden Fall mal mitnehmen.
      Vielen Dank für deinen ausgiebigen Kommentar.

      Glg,
      rbg

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  4. Hallo rbg, ich hatte jetzt nochmal Zeit und Muße die Geschichte nochmals zu lesen. Nachdem ich dein gesamtes Portfolio kenne, ist diese für mich die ansprechendste. Besonders schön wie Alice auch zu Recht die Brüste und auch die Nippel gepeitscht bekommt. Eine sicher lehrreiche Lektion die ihren Erinnerung bleiben wird. Besondere Zusatzstrafen sollten in den Erzählungen nicht vernachlässigt werden.

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