Unfallfolgen (Truckstop Part 18)

a/n: An der Stelle gar nicht so viel Anmerkung. Wünsche euch einen schönen Nikolaustag!

Jake eilte ins Haus, die endlos vor sich hin plappernde Holly im Schlepptau. Er musste schnell seinen Dad hierher bekommen und der musste sich dringend darum kümmern, bevor seine Mom davon Wind bekam… doch gerade als er um die Ecke bog, wurden all seine Hoffnungen zerschmettert, als er seiner Mutter ins Gesicht sah. 

“Jacob, was war das für ein Krach?”, fragte sie aufgebracht. Wenn sie ihn beim vollen Namen nannte, war die Kacke am Dampfen. Shit. 

Zu allem Übel lugte nun auch noch sein kleiner Bruder Logan um die Ecke, bereits im Pyjama. 

“Ich… ähm… leider gabs einen Unfall”, murmelte Jake. 

“Es tut mir schrecklich leid, Miss Davis, so ein schöner Briefkasten, ein Pfau, sehr lustig”, sagte Holly hinter ihm. 

“Das war doch ein Flamingo”, kommentierte Logan das halblaut.  Obwohl er wusste, dass er gerade in einer misslichen Lage war, konnte sich Jake das Lachen kaum verkneifen. 

“Ein Unfall? Seid ihr okay?”, fragte seine Mutter und tatschte ihm im Gesicht herum. Er wehrte ab. 

“Ja, uns geht’s gut.” 

“Na schön.” Sie nahm einen Schritt Abstand von ihm, verschränkte die Arme und musterte beide. “Was ist also passiert?” 

“Ich hab das Auto parken wollen und bin irgendwie blöderweise gegen den Briefkasten gekommen”, erklärte Jake schnell und drückte Hollys Hand, um ihr zu signalisieren, dass sie jetzt besser die Klappe hielt. Doch natürlich verstand Holly das nicht. 

“Aber Jake, nein! Hast du das vergessen? Das war doch ich. Hast du dir vielleicht doch den Kopf gestoßen? Meine Mom hat sich auch mal den Kopf gestoßen, als ich klein war. Sie denkt, dass ich vielleicht deswegen Lernschwierigkeiten in der Schule hab. Dabei kann ich eigentlich ganz gut was Neues lernen. Zum Beispiel, dass Flamingos eigentlich weiß sind. Die baden nur immer in Seen mit rosa Wasser.” 

Während ihres Geplappers war seine Mom bereits zur Haustür hinaus gegangen, was er bang beobachtete. Sie stieß einen entsetzten Schrei aus. Er war sowas von am Arsch. 

“Ist Dad zuhause?”, fragte er hoffnungsvoll “Der könnte sich das mal ansehen.” 

“Einen kleinen Unfall nennst du das? Der Briefkasten teilt die Motorhaube in zwei Teile! Den Wagen haben wir dir erst letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt!”

“Womit es ja faktisch meiner ist”, argumentierte Jake. Sie stürmte auf ihn zu und packte ihn am Ohr.

“Jetzt komm mir nicht noch mit deinen schlauen Sprüchen, junger Mann!”, schimpfte sie, als sie Logan bemerkte, der das ganze Schauspiel mit großen Augen besah.

“Alles gut, Kumpel”, versicherte Jake ihm. “Mom und ich diskutieren nur.” 

“Logan, geh schon mal hoch”, sagte seine Mom nun deutlich freundlicher zu seinem kleinen Bruder, jedoch ohne Jakes Ohr loszulassen. “Ich schau gleich nach dir, ja?” 

“Du kriegst voll Ärger”, sagte Logan zu Jake und hüpfte dann behände die Treppe hinauf. Na toll. So viel zu seiner Stellung in der Familie. 

“Soll ich nach ihm schauen?”, bot Holly an “Ich kann tolle Gutenachtgeschichten erzählen. Zum Beispiel von so einem Bär, der zu dem Haus von drei kleinen Schweinen geht und ihren Brei probieren will… aber da liegt schon ne Großmutter…” 

“Kannst du sie mal dazu bringen, für einen Moment den Mund zu halten?!”, fragte seine Mutter Jake genervt.

“Niemand kann das”, erklärte er und autschte, als sie ihn an seinem Ohr mit ins Wohnzimmer zog. Holly folgte beiden eifrig. 

Dort saß sein Dad auf seinem üblichen Platz im Ohrensessel und schreckte aus seinem Nickerchen hoch, als sie herein kamen.

“Sheila? Was ist los?”, fragte er verschlafen. 

“Geh mal vor die Haustür und schau dir an, was dein Sohn seine grenzdebile Freundin hat anstellen lassen und dann frag mich nochmal, was los ist!” 


“Ist gut”, sagte Dad und legte in aller Ruhe die Zeitung beiseite, ehe er zur Tür schlurfte.

“Hey!”, wandte Jake aber ein. “Beleidige Holly nicht.” Nicht, dass diese das sonderlich interessieren würde.

“Das ist nur eine Feststellung”, erwiderte seine Mutter grimmig, während Holly die Familienfotos anschaute und begeistert wegen einer Ente quietschte. 

Endlich ließ sie ihn los, jedoch nur, um mit ihrer Standpauke loszulegen.
“Was denkst du dir eigentlich, ausgerechnet SIE mit deinem Wagen fahren zu lassen! Hat sie überhaupt einen Führerschein?” 

“Oh ja, beim dritten Versuch bestanden”, erklärte Holly leichthin. “Der Prüfer war richtig nett. Er sagte ‘Meine Gott, wie hoffe ich, dass Sie bestehen, Miss Bailey.’ Und dann hab ichs auch”, erzählte sie stolz. “Er war wohl ein gläubiger Mann, dass er extra für mich gebetet hat…” 

Jake zuckte mit den Schultern. “Du hörst es. Beim dritten Versuch bestanden.”

Mom sah ihn nun wieder grimmig an. “Hättest du mal mit deinem Hirn gedacht, statt mit dem Ding zwischen deinen Beinen, wäre das jedenfalls nicht passiert!” 

“Komm schon, Mom!”, rief Jake aus. “Ich werd für den Schaden aufkommen.” 

“Von welchem Geld denn? Dem von deinem Minijob im Computerladen, bei dem du sowieso das ganze Gehalt direkt wieder für Spiele verprasst?“ 

 Er knirschte mit den Zähnen. Da hatte sie nen Punkt. Dennoch wäre er nicht er, wenn er dazu jetzt die Klappe gehalten hätte.

“Verprassen kann man’s nicht nennen. Das ist eher so ne Art Investition”, erklärte er leichthin.

Seine Mutter schüttelte verärgert den Kopf. “Was mache ich bloß mit dir?”

“Sofía wird von ihrem Stiefdad immer der Popo versohlt”, erzählte Holly munter, wohl in dem Gedanken, dass seine Mom da jetzt wirklich ne Entscheidungshilfe gebraucht hatte. Jake fragte sich, woher sie das wusste. Er hatte da jedenfalls dicht gehalten. “Wollen Sie mir vielleicht den Popo versohlen, Miss Davis?”, fragte Holly freundlich und zog bereits ihren Rock hoch.

“Behalt deine Klamotten an!”, erwiderte seine Mom unwirsch und sie nickte und zupfte den Rock wieder zurecht, kam aber auf sie zu. 

Seine Mom gab Holly einen kurzen Klaps und sagte schlicht: “Geh zurück.Ich hab kein Interesse, dich zu bestrafen.“ Nun sah sie zu Jake, dem Schlimmes schwante. Sie würde doch nicht… 

“Du hingegen, mein Freund, hättest einen ordentlichen Hinternvoll mal wieder bitter nötig!” Mit diesen Worten packte sie ihn am Arm und schleifte ihn mit sich zum Sofa. 

“Mom, ist doch nicht dein Ernst! Nicht vor Holly!”, flehte er. “Außerdem stimmt das nicht mal.” 

“Und wie das stimmt. Außerdem, Holly darf gerne bleiben und zusehen!”, fand sie und nahm dabei bereits auf dem Sofa Platz, ohne ihren Griff zu lockern. Er starrte sie noch ungläubig an, ganz als würde er auf einen anderen Ausgang des Szenarios hoffen, da zerrte sie ihn mit einem Ruck über ihren Schoß. 

“Oh, danke, Miss Davis”, sagte diese freundlich. “Sie sind sehr gastfreundlich.” 

“Aus dem Alter bin ich doch langsam raus, oder?”, versuchte er noch zu argumentieren. “Und außerdem bin ich inzwischen schon nen Kopf größer als du.” Doch im Grunde wusste er auch, dass das seiner Mutter gerade herzlich egal war. 

“Du bist längst noch nicht zu alt, um mal wieder ordentlich die Hosen stramm gezogen zu bekommen, du vorlauter Kerl!” Mit diesen Worten begann sie ohne Umschweife ihre Hand auf ebendiese zu schmettern. Er spürte, wie er vor Scham knallrot anlief. Das durfte gerade doch echt nicht wahr sein! 

“Eigentlich war das gar nicht mal so vorlaut”, murmelte er. “Sonst bin ich schlimmer.”

“Danke für die Erinnerung”, erwiderte seine Mutter grimmig. 

Sie gab sich nun einiges an Mühe, seinen jeansbedeckten Po mit gleichmäßigen Schlägen einzudecken. Sein letzter Hinternvoll war zwar nicht so lange her, wie er gerne gehabt hätte, dennoch fühlte es sich so verdammt falsch an- vor allem vor seiner Freundin. Unwillkürlich musste er an das Erlebnis mit Sofía denken, als sie von ihrer Mutter in seinem Beisein übers Knie gelegt worden war und sie tat ihm glatt noch etwas mehr Leid. Ebenso wie die Tatsache, dass ihn das leider verdammt scharf gemacht hatte. Sie hatte aber auch einen verdammt geilen Arsch und er den besten Ausblick darauf gehabt, wie der sich mehr und mehr rötete und bei ihrem ganzen Gezappel mehr als nur ihr Hintern zu sehen gewesen war. War das hier so ne Art Karma dafür? Ach verdammt, er vermisste Sofía. 

Nach kurzer Zeit schon ließ seine Mom jedoch frustriert die Hand sinken. “Der Stoff ist viel zu dick und mir tut die Hand weh.” Sie gab ihm einen Klaps. “Steh auf und zieh die Hosen runter.” 

“Was?”, stieß Jake aus. Er hatte gehofft, dass ihm wenigstens das erspart bleiben würde.

“Ich glaub, deine Mom will, dass du die Hose runterziehst”, versuchte Holly wohl zu helfen, machte aber alles nur noch viel schlimmer. “Brauchst du Hilfe dabei?”

“Nein!”, sagte Jake schnell und rappelte sich auf. Bloß das nicht! Wenn Holly ihm die Hose auszog, dann doch bitte zu nem ganz anderen Zweck. Kurz erhaschte er den amüsierten Blick seiner Mutter, der ihn ziemlich nervte, dann beeilte er sich, noch vor einem weiteren Hollykommentar die Jeans aufzuknöpfen und abzustreifen. 

“Ich meine…  unfair ist das schon. Ist es meine Schuld, dass dir die Hand weh tut?”

“Die Unterhose kannst du gleich mit ausziehen”, erwiderte Mom schlicht.

“Komm schon!”, flehte er verschwörerisch, doch sie schüttelte nur den Kopf, als wollte sie ihm sagen ‘aus der Nummer kommst du nicht mehr heraus’.

Fluchend ließ er also auch die Unterhose folgen und bedeckte dann rasch seine Geschlechtsteile mit den Händen. Seine Wangen brannten vor Scham.

“Mach dir keine Sorgen, Jakey, dein Po ist noch kein bisschen rot!”, rief Holly und bot seiner Mom damit natürlich die Steilvorlage.

“Das ändern wir jetzt aber!” Sie packte ihn kurz entschlossen am Arm und er ließ sich wohl oder übel wieder quer über ihre Beine ziehen. 

“Sie hat Recht”, stellte Mom nicht ohne Missbilligung fest.

“Wow…das hab ich dich im Bezug auf Holly noch nie sagen hö…” Seine Worte wurden von seinen Schmerzlauten unterbrochen. Scheiße, das tat echt weh! Die geringe Trefferfläche ihrer kleinen Hand glich seine Mutter jedenfalls prompt mit Tempo und Schlagkraft aus. Kräftig, wie er es leider von ihr gewohnt war, klatschte sie ihm in kürzester Zeit jeden Zentimeter seines Hinterteils aus- und dann gleich von vorne. Er musste ordentlich die Zähne zusammenbeißen, um sich so wenig wie möglich anmerken zu lassen. 

“Oh Jake… jetzt bekommt er aber doch schnell Farbe”, stellte Holly erstaunt fest. “Aber du sagst ja gar nichts. Tut das nicht weh?”

Jake hatte gar nicht gewusst, dass er noch verlegener werden konnte. 

“Es ist okay”, erklärte er betont lässig, um das zu überspielen. 

“Er macht nur einen auf hart. Aber das haben wir gleich. Holly, sei doch so gut und hol einen Kochlöffel aus der Küche.”

“Okay”, sprach diese und das Strahlen in ihrem Gesicht, dass sie sich nützlich machen konnte, hörte Jake förmlich, auch wenn er tunlichst vermied, sie gerade anzusehen. Sie hüpfte aus dem Zimmer und Mom ließ es sich nicht nehmen,seine Backen gründlich weiter mit der flachen Hand auszuklatschen.

“Das war wohl mal wieder nötig!”, schimpfte sie dabei. “Du führst dich in letzter Zeit sowieso unmöglich auf. Das hier ist allerdings der Gipfel!” 

Jeder Widerspruch blieb Jake gerade im Hals stecken. Er wusste allerdings auch, wenn Mom so drauf war, war jede Diskussion nichts als Öl ins Feuer gießen. Also musste er wohl oder übel die immerhin in der Intensität langsam minimal nachlassenden Klatscher mit der flachen Hand aushalten. Im selben Maße wurde allerdings sein Hintern auch empfindlicher, der jetzt schon ordentlich was hatte aushalten müssen.

Er autschte nun sogar hier und da, denn wenn auch die Aussicht auf den Kochlöffel mehr als besorgniserregend war, wenigstens ersparte Hollys Botengang ihm für den Moment die unliebsame Zuschauerin. 

Doch leider ließ sie nicht lange auf sich warten. Er hörte, wie ihre Schritte sich näherten.

“Miss Davis? Einen Kochlöffel hab ich nicht gefunden, geht auch das hier?”

Er hob den Kopf und sah Holly, die lächelnd eine Grillzange in der Hand hielt. Trotz der Situation brachte ihn das glatt zum Lachen. 

“Kochen, Barbeque… kann man schon mal verwechseln”, fand er. 

“Verdammt noch eins!”, stieß seine Mutter aus und unterbrach ihr Tun, schubste ihn fast schon zurück auf die Füße. Er bedeckte erneut rasch seinen Schritt. 

“Dann geh eben du und hol einen, Jake. Die Hose bleibt aber unten.” 

Ach verdammt. So schnell war der Spaß dann auch schon vorbei. 

Jake, der sich ersparen wollte, mit der Hose auf Halbmast in die Küche zu stolpern, kletterte stattdessen aus dieser und eilte halbnackt dorthin.

“Warte, ich komm mit!”, rief Holly. “Dann kannst du mir gleich zeigen, wo die Kochlöffel sind, wenn ich das nochmal wissen muss. Weißt du, wir haben zuhause gar keine Kochlöffel, deswegen kenn ich mich da nicht so gut aus. Meine Mom bringt ja auch immer das Essen aus dem Restaurant mit und das tun wir dann in die Mikrowelle”, plapperte sie, während sie neben ihm her eilte. “Am liebsten mag ich Tacodienstage.” 

“Holly”, murmelte er verschwörerisch, sobald sie alleine waren. “Geh jetzt einfach, okay?” 

“Was?”, fragte sie verwundert. Er öffnete die Küchenschublade und starrte die Löffel an. Okay, der kleinste. Mit dem bekam er es sonst nicht. Sonst suchte seine Mutter das Werkzeug, mit dem sie ihn zu verdreschen gedachte, ja auch aus. So gab’s diesmal wenigstens ein bisschen Schadensbegrenzung.

“Aber Jake, deine Mom hat gesagt, ich soll bleiben und zusehen. Es wäre doch unhöflich, wenn ich jetzt gehe. Am Ende ist sie sauer. Dabei mögen mich Eltern sonst. Der Stiefdad von Sofía… ich glaub der mag mich richtig gerne. Der hat mich letztes Mal sogar heimgefahren!“ 

Er erkannte, dass es keinen Sinn hatte, also seufzte er nur und sagte “Okay… versteh ich, Süße.”

“Du bist der Beste, Jakey”, lächelte Holly und tätschelte freundlich seinen nackten Hintern.

“Lass das bitte!”, flehte Jake, der panisch bemerkte, wie sein bester Freund sich dadurch sogleich zu Wort meldete. 

“Oh”, machte Holly, erneut bedrückt. Aber er hatte jetzt keine Zeit dafür. Er musste seine Latte loswerden, sonst wäre es das Peinlichste, was man sich nur vorstellen könnte.

Seine Sorge war unbegründet. Als er mit dem Kochlöffel in der Hand zurückkehrte, verschwand sie beim Anblick seiner Mutter, die bereits ungeduldig mit dem Fuß wippte und ihm verhieß, was gleich passieren würde, prompt. 

“Na dann, her mit dir!” Sie riss ihm den Kochlöffel aus der Hand und schubste ihn mit der freien Linken zurück über ihren Schoß. 

“Ach… ist ja niedlich”, sagte sie, als sie die Größe des Kochlöffels bemerkte. Der erste Hieb damit war jedoch alles Andere als das. 

Die Trefferfläche war klein, aber dafür bündelte sich der ganze Schmerz auf genau dieser Stelle. Jake fuhr ein Stück hoch und japste entsetzt. Fuck! Das Ding war ja viel schlimmer als die Anderen! 

“Scheint aber zu wirken!”, kommentierte Mom und haute wirklich gnadenlos damit zu. Er hatte echt einen riesigen Fehler gemacht, stellte er leidend fest. Jeder kleine, feste Hieb brannte wie Feuer und bald machte sich eine nicht zu bändigende Unruhe in ihm breit. Er wand sich hin und her, was seine Mutter nur mehr verärgerte.

“Willst du wohl stillhalten!”, beschwerte sie sich, packte ihn um die Taille und presste ihn so fest an sich und haute extra hart zu. 

“Ich versuch’s ja!”, keuchte Jake. Er stöhnte vor Schmerz. Das war garantiert die schlimmste Tracht Prügel seines Lebens und das ausgerechnet vor Holly.

Diese meldete sich nun wieder mit der wenig hilfreichen, aber mitfühlenden Frage “Oh, tut das weh?” zu Wort. “Ich hab mir mal den Zeh gestoßen. Das hat auch ganz schön weh getan. Meine Mom hat mir dann gesagt, dass man Schuhe anziehn muss, wenn man nachts spazieren gehen will. Aber ich hab ja nicht gewusst, dass wir so weit gehen, Frankie und ich. Aber irgendwie wollte er weg vom Highway für unser Nachtpicknick. Komisch, er hatte gar keinen Picknickkorb dabei…” 

Jake lachte wieder, allerdings eher ein wenig verzweifelt über die ganze Absurdität dieser Situation.

Wenigstens war Holly jetzt wohl mal für einen Moment durch ihre eigenen Gedanken abgelenkt. 

Ihn hingegen konnte von dem stechenden Schmerz, den der Löffel auf seinen Backen hinterließ, nichts wirklich ablenken. Und er schaffte es längst nicht mehr, die Strafe stoisch auf sich zu nehmen. Inzwischen kommentierte er jedes Auftreffen dieses verdammten Teils aus der Hölle mit einem Schmerzlaut. War das schon immer so gewesen? Er war sich da immer einer Sache sicher gewesen und zwar, dass er die Strafen stets äußerst tapfer und heldenhaft ertragen hatte… naja, es sich zumindest vorgenommen zu haben. 

Seine Mutter schien mühelos weitermachen zu können. Hiebe mit dem Löffel waren eben viel weniger anstrengend als solche mit der flachen Hand. Und sie ließ sich nicht lumpen. Sie verdrosch ihn nur so, egal, wie sehr er aufmuckte. 

Als er schon dachte, das Plappern von Holly und Aufklatschen des Löffels würden gar nicht mehr aufhören, wurde er zumindest von Letzterem erlöst. 

Endlich ließ seine Mom den Löffel sinken. Sein Hintern brannte wie Feuer und tat unglaublich weh. Mit Mühe rutschte er von ihrem Schoß. 

“Ich hoffe, die Lektion kam an”, erklärte sie, wenn nun auch schon etwas versöhnlicher.

Jake nickte stumm, bevor er noch irgendwas Blödes sagte. Er hatte immerhin echt sowas von genug. 

“Na gut. Dann geh deinem Vater helfen. Mal sehen, ob er das wieder hinkriegt.” 

Leise fluchend schlüpfte Jake zurück in Unterhose und Hose. Holly trat an ihn heran und musterte ihn mitfühlend. 

“Denkst du, dem Pfau geht es gut?”, fragte sie besorgt. 

“Ja… das wird schon wieder”, murmelte er und Holly fiel ihm um den Hals. Egal, was der eigentliche Zweck war, gerade tat die Umarmung verdammt gut und er drückte sie, so fest er konnte, an sich. Im Augenwinkel beobachtete er, wie sich seine Mom kopfschüttelnd, aber durchaus amüsiert vom Sofa erhob, um den Löffel in die Küche zu bringen. 


“Lou, gibst du mir mal die Milch rüber?”, fragte Sofía, die gerade Cornflakes in ihre Schüssel gab. 

Louise tat dies und lächelte ihr entgegen. “Seh ich wirklich süß genug aus für meinen ersten Schultag?”

“Hallo? Ich hab dir geholfen, das Outfit auszusuchen. Natürlich siehst du ultrasüß aus!”, stellte Sofía fest und begann zu essen. 

“Endlich keine blöden Faltenröcke mehr”, seufzte Chris zufrieden, die mit Baggyjeans und Kapuzenjacke zwar nicht Sofías Geschmack traf, aber sie musste zugeben, irgendwie passte es zu ihr. “Und du meinst, uns wird deine Schule gefallen?”

“Es ist jetzt auch eure”, erklärte Sofía. “Und es ist sowas von locker da. Ihr werdet’s lieben, vertraut mir.” 

“Sofía! Die Waffeln sind gleich fertig! Wieso isst du denn Cornflakes?”, schimpfte Mama vom Herd aus.

“Weil ich Hunger hab! Kannst du sie mir nicht ins Lunchpaket packen?”

“Na schön”, erwiderte ihre Mutter ergeben. “Sag mal, hast du das mit dem Briefkasten von der Familie Davis mitbekommen?”

“Dass Holly, die Weichflöte, ihn und Jakes Auto zu Schrott gefahren hat? Mit eigenen Augen gesehen”, grinste Sofía und spürte allein bei dem Gedanken eine gewisse Genugtuung. Sie ahnte ja nicht, dass es noch viel besser kommen sollte.

“Sheila war stinksauer, hat sie uns gestern im Buchclub erzählt”, berichtete Mama. “Sie hat gemeint, Jake hat den Hintern voll gekriegt wie schon lange nicht mehr. Dieses leichtsinnige Ding einfach mit seinem Auto fahren zu lassen…”

Sofía horchte auf. “Sie hat euch erzählt, dass sie Jake den Hintern versohlt hat?”, fragte sie neugierig. 

“Und wie! Sheila meinte, er hätte das ganze Haus zusammengebrüllt und der Kochlöffel wäre fast zu Bruch gegangen.”

Ein zufriedenes Grinsen schlich sich in Sofías Gesicht. Nicht nur, dass sie das jetzt wusste, die ganze Nachbarschaft wusste es obendrein. So konnte der Tag doch starten. Das würde sie ihm heute in der Schule sowas von unter die Nase reiben! 

21 Kommentare zu „Unfallfolgen (Truckstop Part 18)

    1. Was für ein toller Teil!

      Habe nicht damit gerechnet, dass es heute Jake erwischt; der es definitiv verdient hat!

      Ich fand Holly in dem Kapitel zum schreien witzig, aber wünsche mir dringlich, dass auch sie mal über dem Knie landet.

      Danke für die schöne Überraschung! Freue mich immer die neuen Teile zu lesen

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      1. Danke, das höre ich doch gerne. Und mit ihm als Bestrafter zu überraschen, war ja auch meine Absicht.

        Schon, ja… aber realistisch gesehen, was hätte man davon?

        Sehr sehr gerne!

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  1. Also, zwei Dinge sind klar: Entgegen ihrer fachkundigen Meinung hat sich Holly definitiv irgendwann mal zu fest den Kopf gestoßen, und sie ist auch nicht gut darin, neue Sachen zu lernen.

    Letztlich hatte Jake doch echt Glück, dass es Holly war, die zugesehen hat und gar nicht so richtig verstanden hat, was eigentlich passiert. Jede/r andere aus seinem Umfeld wäre doch sehr viel schlimmer gewesen, am schlimmsten wohl sein Bruder. Und auch, wenn Sofia das natürlich ganz allgemein darauf bezieht, dass ihr Verhältnis in letzter Zeit schlecht ist, hat er es echt nicht anders verdient, wenn er Holly fahren lässt.

    Die Variante, dass wir an Jakes inneren Wahrnehmung teilhaben können und von Hollys völlig losten Anmerkungen über die äußeren Umstände auf dem Laufenden gehalten werden, war sehr unterhaltsam.

    Aber ich habe damals meinen Führerausweis B auch erst nach mehreren Anläufen bestanden. Wie viele Fragen zu Anhängern kann es schon geben? Echt viele Fragen, wie sich dann gezeigt hat. 😅

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    1. Hahaha, das war ja ihre Mutter, die sich den Kopf zu fest gestoßen hatte. Aber ob es genetisch bedingt ist oder sie einmal zu viel vom Wickeltisch gefallen…

      Da hast du wohl Recht! Das erspart doch einen erheblichen Teil der Peinlichkeit, auch wenn eine Strafe vor der Freundin wohl nie angenehm ist. Holly ist schon eine Gute, die sollte man sich festhalten! Andererseits wird es wohl auch schwer, sie wirklich tiefgehend zu verletzen.

      Das freut mich zu hören, hat mir auch beim Schreiben eine Menge Spaß gemacht.

      Wir urteilen da nicht. Und ich wette, der Prüfer hat dich nicht nur bestehen lassen um dich loszuwerden.

      glg

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  2. 🤣 Holly ist wirklich … einzigartig. Ich bin aus dem Lachen gar nicht mehr herausgekommen.

    Auch wenn F/m nicht meine bevorzugte Paarung ist, fand ich die Geschichte toll. Ich konnte mit Jake mitfühlen, wie peinlich ihm so eine Strafe durch seine Mutter sein muss, noch dazu, wenn seine Freundin auch noch dabei ist. Und ja, kleine Kochlöffel sind überhaupt nicht nett, habe ich mir sagen lassen. Andererseits, Jake kann ja froh sein, dass er’s nicht mit der Grillzange gekriegt hat. 😂

    Ich bin gespannt, ob sich Sofía ihr Wissen über Jakes Strafe für genau den passenden Moment aufhebt.

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    1. Das ist sie! Und wenn ich meine Leser zum Lachen bringe, ist das wirklich das größte Kompliment für mich.

      Ja, das geht wohl vielen Lesern so, aber etwas Abwechslung tut ja auch nicht schlecht. Nein, kleine Kochlöffel sind wirklich eine große Gemeinheit. Da spreche ich aus Erfahrung. Ich weiß nicht, wie effektiv so ne Grillzange ist… aber kann es mir eigentlich nicht vorstellen.

      Da wird sie garantiert nicht sehr subtil sein.

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  3. Oh, Sofia hatte ja schon mal bemerkt, dass man die Mutter von Jake lieber nicht reizen sollte und hat damit keineswegs übertrieben. Die Dynamik zwischen den Eltern hat mich übrigens sehr an die Eltern von Deiner kleinen Sonnenanbeterin Lea aus dem letzten Sommer erinnert. Sheila und Leas Mutter könnten fast Schwestern sein.

    Der anstehende Schultag hat auf jeden Fall Potential, sehr interessant zu werden. Ich hoffe doch sehr, dass Du uns in die Schule mitnimmst.

    Sofia sollte bei aller Schadenfreude vielleicht bedenken, dass es in dem besagten Buchclub wahrscheinlich auch schon häufiger um ihren Po ging und Maria aus dem Nähkästchen geplaudert hat.

    Übrigens finde ich es sehr cool, dass die letzten Folgen nahezu nahtlos ineinander übergegangen sind. Zwischen der Folge „Abschmücken“ und dem aktuellen Teil können nur wenige Wochen liegen (wenn überhaupt).

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    1. Bei einem Sohn wie Jake muss man wohl etwas härter drauf sein. Die Dynamik ist wirklich der in der Kurzgeschichte ähnlich. Ich hab ihn allerdings eher an Nancys und Mikes Vater aus Stranger Things angelehnt, haha.

      Keine Sorge, dieses Erlebnis werde ich euch und Sofía nicht verwehren! Auch wenn es stimmt, dass definitiv diese Infos auch in beide Seiten gehen (wohl der Grund, aus dem Holly informiert war)

      Das stimmt, wobei schon ein kleiner Zeitsprung zwischen dem Karaokeabend und der Fahrstunde ist.

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  4. Man muss die anderen Teile der Serie auch gelesen haben um die Geschichte richtig verstehen zu können.
    Der Übergang zu Sofia finde ich etwas abrupt.
    Das Verhalten von Holly finde ich witzig. Die Szenerie finde ich interessant und gelungen.

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      1. Es sind ja keine in sich geschlossenen Geschichten. Das stimmt. Mir gefallen deine Serien und vielleicht finde ich für meine aktuelle Serie und eventuell zukünftige Serien Inspirationen.

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  5. Eine Spanking-Kombination, die mich eigentlich nicht besonders reizt – aber sie ist hier so gut beschrieben und detailreich aufgebaut und mit so viel Screwball-Dialogen versehen, dass ich es beim Lesen sehr genossen habe. Und das ist echt eine Leistung! Holly als Nebenfigur bringt eine sehr lustige Ebene hinein, aber auch Jake selbst mit seinen ständigen Widerreden und seinem peinlichen Hin und Her zwischen Erregung und Bestrafungsschmerz. Hätte nicht gedacht, dass eine solche Konstellation mich so abholt!

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    1. Hey, ich glaube so geht es auf diesem Blog wahrscheinlich vielen, umso schöner, dass die Geschichte trotzdem so gut ankam. Schön gesagt! Es hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, so viel Holly mit hier drin zu haben. Und ich hab bei Jake mittendrin nochmal aufgedreht, weil ich unbedingt wollte, dass man ihn auch in seinem Charakter hier richtig widergespiegelt sieht. Gut, dass du da so offen warst und umso schöner, dass es dir obendrein noch gefallen hat 🙂

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  6. Ich kann jetzt eigentlich nichts Neues hinzufügen, außer …
    die Liste derer, die Holly über irgendjemanden Schoß zappeln sehen oder sich selbst überlegen wollen, wird immer länger, nicht nur in der Story, sondern auch in der Community.
    Und bei ihrem losen Mundwerk könnte Jake mit ´nem Tanga in der Schule auftauchen, damit jeder sieht, was passiert ist.

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  7. Haha, also ich könnte mich nicht erinnern, dass ich schon mal eine Spankinggeschichte gelesen habe, in der meine Empfindungen zwischen Amusement und Erregung so oft gewechselt habe!n

    Durch Holly und ihre Sprüche, die sogar Jake über dem Knie noch zum Lachen bringen, weil sie soviel Unfug erzählt, wirkt alles etwas abgeschwächt und ich wette, dass es noch deutlich schlimmer auf seinem Hintern gewirkt hat, als es so rüberkommt. 

    Rein vom ernsthaften Strafcharakter her, nimmt es für mich etwas das Gänsehautgefühl, dass ich oft beim Lesen solcher Szenen habe und die sich durch die Entschlossenheit der Mutter auch bei mir aufgebaut hat. Aber dafür ist die Geschichte durch Hollys Anwesenheit so originell, dass ich sie gar nicht anders haben und lesen möchte. Allein bei der Frage: „Tut das nicht weh?“ musste ich lachen und hätte sie gleichzeitig stellvertretend für Jake gerne kurz gewürgt. 🙂

     Übrigens habe ich die Geschichte zwei Mal gelesen und beim zweiten Mal Holly einfach ausgespart, dann bleibt eine ziemlich heiße Spankingepisode über, die ziemlich realistisch wirkt. Ich werde sie jedenfalls sicher irgendwann wieder lesen. Auf beide Varianten. Sie ist echt gut geschrieben.

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    1. Hey, naja ich glaube, das ist sogar ziemlich typisch für mich, dass Humor Teil der Geschichte ist, aber so direkt während des Spankings ist es definitiv nochmal eine neue Ebene.
      Ich weiß ja nicht, ob das wirklich was für ihn abgeschwächt hat. Eher im Gegenteil 😉

      Auf jeden Fall freu ich mich, dass du so viel Spaß damit hattest und du sie gleich mehrmals lesen wolltest.

      glg

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