22. Die Übernachtung (Onkel Jeff)

a/n: Danke für eure Teilnahme an der Umfrage! Wie ihr sehen könnt: Diesmal hat Jeff mit doppelt so vielen Stimmen das Rennen gemacht, was mich sehr freut, da ich auch viel Spaß am Verfassen dieses Kapitels hatte. Außerdem hat es diesmal ordentlich Überlänge, was eventuell dann widerum euch freut 😉 Viel Spaß beim Lesen!

Mit großen Augen betrat Alina das ihr noch fremde Haus. Sie war ordentlich rausgeputzt, stellte Josie fast schon missbilligend fest. Sie trug ein Strickkleid, darüber eine Lederjacke, ihre mit einer blickdichten Strumpfhose bedeckten Beine steckten in hochhackigen Stiefeln. Ihr langes blondes Haar hatte sie in leichte Wellen gedreht, die nun über ihre Schulter fielen. Sie hatten sich in letzter Zeit so oft nur zuhause getroffen, da war niemand von ihnen beiden wirklich gestylt gewesen. Josie hatte darüber beinahe vergessen, wie unglaublich elegant und schick Alina aussehen konnte.

Normalerweise hätte sie ihre beste Freundin wohl gar nicht mit diesen Augen betrachtet. Doch aus irgendeinem Grund nagte plötzlich, nach all den Jahren ein klein wenig der Neid an Josie. Sie schämte sich gehörig für diese Gedanken.

“Das ist kein Haus, das ist ja eine richtige Villa!”, sprach Alina nun verschwörerisch in Richtung Josie. Diese lächelte verhalten.

“Es ist wunderschön, nicht wahr? Und wie du siehst, mehr als genug Platz.”

“Das kann man wohl sagen!”, befand Alina. Nun kam auch Jeff aus dem Wohnzimmer.

“Na, du rufst mich gar nicht?”, meinte er kurz nebenbei zu Josie und umarmte dann Alina zur Begrüßung. Josie versetzte das einen kleinen Stich. Albern, schimpfte sie sich selbst. Sie sollte sich doch lieber freuen, dass ihr Freund und ihre beste Freundin sich verstanden.

“Lass den Koffer einfach bei der Tür stehen, ich räume ihn gleich hoch. Magst du einen Kaffee haben?”

“Sehr gerne”, lächelte Alina, hakte sich dann bei Josie ein und folgte Jeff ins Wohnzimmer.

“Schön hast du es hier. Ist das Teakholz?”

“Alles aus den USA importiert”, erklärte Jeff. “Früher hat man das hier in Deutschland fast gar nicht bekommen. Bitte, setz dich doch.” Er wies in Richtung der gemütlichen Sitzecke, ein riesiges Sofa und der Ohrensessel standen dort. Alina nahm mit Josie auf dem Sofa Platz.

“Ich bin gleich bei euch. Fühl dich wie zuhause, Alina.” Mit diesen Worten verließ er den Raum.

“Ich weiß, es ist alles ein bisschen altbacken”, erklärte Josie leise.

“Machst du Witze? Ich fühl mich wie mitten in nem amerikanischen Film. Oder ner Sitcom aus den 90ern. Ist mal was ganz anderes. Im besten Sinne!”

“Ja, ich hab mich hier auch schon immer wohl gefühlt”, erwiderte Josie ein wenig stolz.

Alina musterte das Bücherregal, auf dem neben Büchern allerlei Objekte standen und flüsterte “Ich finds toll.”

Nun kam auch schon Jeff mit einem Tablett zurück. Er stellte es auf dem Tisch ab und fragte Alina “Milch, Zucker?”

“Zu beidem ja”, nickte sie und nahm dann dankend die dampfend heiße Tasse entgegen.

“Schatz” Jeff reichte auch Josie eine Tasse.

“Hast du gut hergefunden?”, fragte er Alina, während er sich selbst eingoss.

“Ja, klar, ich war schon mal mit in dieser Gegend. Auf dem letzten runden Geburtstag von Josies Papa. Hey, haben wir uns da nicht schon mal gesehen?”

“Sicher, ich dachte, das wüsstest du”, schmunzelte Jeff.

“Nein, ich hab’s total vergessen. Aber aktiv vorgestellt haben wir da einander nicht, oder?”

“Nein. Josie war den ganzen Tag lang außerhalb meiner Sichtweite”, erklärte Jeff. Josie spürte, wie sie knallrot wurde. Dieser Geburtstag musste inzwischen acht Jahre her sein, richtig. Der Fünfzigste ihres Vaters. Sie hatte Jeff gesehen, natürlich hatte sie das. Aber irgendwie hatte sie es als komplett unangenehm empfunden, ihm da zu begegnen. Sie hatte lieber tun wollen, als hätte sie ihn gar nicht gesehen, um in kein Gespräch verwickelt zu werden. Zumal sie schon damals mit Schrecken festgestellt hatte, wie unglaublich gutaussehend er war und sie es einfach irgendwie peinlich gefunden hatte, einen so attraktiven Kerl wie einen alten Onkel anzusprechen. Darum hatte sie sich auch so sehr dagegen gesträubt, wegen der Termitenplage ihres Vaters bei ihm unterzukommen. Verdammt, ein Glück, dass das Schicksal sie auf diesen Weg geschickt hatte. Sonst wäre sie nie über ihren Schatten gesprungen.

“Ich war immer noch sauer auf dich”, erklärte Josie “Immerhin hast du unsere Familie durch deine Ex ganz schön links liegenlassen.”

“Ach so, das war der Grund? Und das erfahre ich erst Jahre später”, sprach Jeff ein wenig amüsiert.

Alina schwieg. Sie schien scharf nachzudenken. Wahrscheinlich erinnerte sie sich gerade, wie Josie albern wie ein Teenager “Versteck dich, da ist Onkel Jeff, so ein komischer Freund von Papa! Gar keine Lust, mit dem zu reden” in Alinas Richtung geflüstert hatte. Aber sie war so nett, die Klappe zu halten.

“Und du denkst, Finn findet auch gut hierher?”, wechselte Jeff das Thema, als eine unangenehme Stille entstand.

“Na er hat ja Google Maps, das passt schon.”

Inzwischen hatten sie sich einige Male zu viert getroffen und es war jedes Mal sehr nett gewesen. So war auch Jeffs Einladung entstanden. Da es doch einiges an Fahrtweg bedeutete, hatten sie ausgemacht, dass Finn und Alina gleich für das ganze Wochenende bleiben würden. Eigentlich freute Josie sich sehr darauf. Es blieb nur so ein bisschen Restnervosität. Beim letzten Gespräch – sie waren nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch alle in Josies Wohnung versackt – hatten sie sich doch sehr explizit über Alinas zuletzt stattfindende Bestrafung unterhalten. Nun, die anderen drei hatten es getan. Josie hatte mit knallroten Wangen zugehört und gar nichts dazu herausgebracht. Es war immer noch ein seltsames Gefühl, andere so leichtfertig über ein Thema reden zu hören, das sie so viele Jahre im Stillen mit sich ausgefochten hatte.

Wieder hatte Jeff seine Hilfe angeboten, da Finn mit seinem Züchtigungswerkzeug, einer kleinen, hölzernen Haarbürste nicht sehr zufrieden gewesen war. Frech hatte Alina vorgeschlagen, dass Jeff sie ja beim nächsten Mal gleich selbst als Anschauungsobjekt benutzen könnte. Während Finn damit kein Problem zu haben schien, war Josie vor Eifersucht fast geplatzt. Gesagt hatte sie nichts. Wenn sie ehrlich mit sich war, wohl, weil ihre Neugier auf genau diese Vorführung ihre Eifersucht noch bei weitem überstieg. Das hatte sie auch Jeff gesagt, als er sie später, als sie wieder zu zweit waren, darauf angesprochen hatte. Verdammt, das liebte sie einfach so an ihm. Dass er immer spürte, wenn etwas in ihr vor sich ging und es niemals überging.

“Nimm dir gerne etwas.” Jeff hielt den Teller mit Cookies in Alinas Richtung.

“Oh, Jeffs Cookies sind die allerbesten!”; erklärte Josie und schnappte sich einen, Alina tat es ihr gleich und bedankte sich lächelnd. Josie biss herzhaft hinein. Himmlisch. Essen war gegen Nervosität sowieso die beste Medizin.

Sowieso jetzt, da alles anders verlaufen war als geplant. Finn war kurzfristig bei einem Spiel eingesetzt worden und würde erst morgen Mittag nachkommen können. Und nun waren sie hier zu dritt. Josie hoffte nur irgendwie, sie würde sich ihre typischen Fettnäpfchen sparen. Jetzt, da sie schon mehr als einmal in Alinas Gegenwart bestraft worden war, würde Jeff bestimmt nicht lange fackeln, es ein weiteres Mal zu tun.

Sie versuchte den Gedanke beiseite zu schieben. Das half. Die Gespräche der drei lockerten sich auf, nach dem Kaffee folgte noch ein zweiter, sie sprachen über dies und das, zum Beispiel über Reisen.Jeff erzählte von seiner Heimat, was Josie immer liebte und auch Alina berichtete von ihrem Austauschjahr in den USA. Nun überwog in Josie doch das Gefühl der Erleichterung, dass beide sich zu mögen schienen und nicht anschwiegen.

“Ich bring dann erst mal deine Koffer hoch”, sagte Jeff zu Alina, als er das Geschirr abräumte. “Macht es euch gemütlich, ihr zwei, hm?”

“Danke, Schatz”, lächelte Josie und fläzte sich auf das Sofa.

“Er verwöhnt dich ja ganz schön”, grinste Alina, als Jeff den Raum verlassen hatte.

“Oh ja. Heute Abend gibt es meine Lieblingslasagne. Er kocht sowas von gut.”

“Du Glückliche. Wenn ich Finn in die Küche stelle, lässt er wahrscheinlich den Salat anbrennen”, sprach Alina augenrollend.

„Ja“, lächelte Josie und zum ersten Mal heute fühlte sie ein gewisses Selbstbewusstsein. „Ich hab’s echt gut.“

~~~

Der Tag verging wie im Flug. Nach einem Rundgang durch das Haus hatte Jeff vorgeschlagen, einen Spaziergang zu machen und somit waren sie zu dritt durch den angrenzenden Wald marschiert, einen Ticken zu lange für Josies Geschmack, aber es war dennoch sehr nett gewesen. Nach ihrer Rückkehr war Josie froh, dass die Lasagne nur noch erwärmt werden musste. Ausgehungert von der frischen, kühlen Luft draußen, aßen sie die ganze Auflaufform zu dritt leer. Bei einer Flasche Wein ließen sie den Abend gemütlich auf dem Sofa ausklingen. Am besten gefiel Josie, dass ihnen die Gesprächsthemen nicht ausgingen. Manchmal sprachen auch nur Alina und sie über Dinge, die Jeff definitiv nicht interessierten, aber er gab ihr das Gefühl, dass das so gar kein Problem darstellte.

Gegen halb 12 wurden sie aber trotz der guten Stimmung recht müde und beschlossen, ins Bett zu gehen. Sie liefen gemeinsam die Treppe hoch, Jeff zeigte Alina noch das Badezimmer und erklärte ihr, wo sie alles fand, dann zogen Josie und er sich ins Schlafzimmer zurück.

“Das war echt schön”, erklärte Josie, sich auf dem Bett streckend, während Jeff sich im angrenzenden kleinen Bad die Zähne putzte. Jeff gab einen zustimmenden Laut von sich.

“Mann, ich hab einen guten Fang gemacht”, merkte sie dann an, während sie Jeffs nackten Rücken musterte. Er spuckte die Zahnpasta aus.

“Danke für die Blumen”, sprach er. Sie sah ihm zu, wie er sich noch einmal über das Gesicht wusch, dann kam er zurück zu ihr ins Bett. Sogleich kuschelte sie sich an ihn, übersähte sein noch etwas feuchtes Gesicht mit Küssen.

“Ich mag, dass du so lieb zu meinen Freunden bist”, erklärte sie und sah ihn innig an.

“Du bist wirklich süß”, schmunzelte er. “Deine Freunde machen es mir auch leicht.” Er gab ihr nun selbst einen kleinen Kuss.

Sie fühlte sich gerade wirklich glücklich. Jeff breitete die große Decke über sie beide aus. Sie knipste die Nachttischlampe aus und kuschelte sich eng an ihn. Minuten später war er schon eingeschlafen.

Um sie stand es ein wenig anders. Irgendwie war es ein aufregendes, seltsames Gefühl, nebenan Alina zu wissen, in einem Haus, in dem sie sie gedanklich sonst so gar nicht einordnete. Sie hörte ein Rascheln, Schritte. Also war Alina noch wach? Irgendwie hatte sie Lust, noch ein bisschen unter vier Augen mit ihr zu tratschen.

Josie entwand sich behutsam Jeffs fester Umarmung und glitt aus dem Bett wie eine Katze, dann schlich sie sich in ihren kuscheligen Hausschuhen zur Tür. Sie trug nichts als ein XXL-Schlafshirt, aber Alina dürfte das ja nicht weiter stören.

Der Gang im ersten Stock führte sie bald zum blauen Zimmer, das, in dem sie als Kind immer und auch in ihrer Anfangszeit hier übernachtet hatte. Sie klopfte vorsichtig an.

“Ja?”, hörte sie Alina sagen. Sogleich schlüpfte sie hinein.

Alina schlief zum Glück noch nicht. Sie saß auf dem Bett und blätterte in einem Buch. Sie trug einen flauschigen Schlafanzug, was Josie nicht weiter verwunderte. Sie war eine ausgemachte Frostbeule.

“Na, doch noch nicht müde?”, lächelte Alina und legte das Buch beiseite. Josie kletterte zu ihr ins Bett.

“Ne, ich musste unbedingt nochmal nach dir gucken.”

“Es ist echt schön hier. Wann ziehst du endlich her, hm? Am Platzmangel hängt es bestimmt nicht.”

“Das nicht… aber mein Job… und ihr…”, seufzte Josie ein wenig. Sie wollte jetzt eigentlich gerade nicht darüber nachdenken. Alina schien das zu spüren und wechselte elegant das Thema.

“Alles wirkt so normal. Man glaubt eigentlich gar nicht, dass du hier schon so oft und so heftig den Hintern voll bekommen hast.”

“Was hast du erwartet? Dass die Wände geschmückt sind wie in einem SM-Dungeon?”, kicherte Josie. Die Vorstellung war wirklich lustig, zumal Jeffs Haus sonst so absolut traditionell wirkte.

“Naja aber wo bewahrt er denn die ganzen Sachen auf?”, fragte nun Alina geradeheraus.

“Die ganzen Sachen? Die Kochlöffel in der Küche, die Badebürste im Badezimmer… etwa so”, erklärte Josie. Sie war wirklich eher amüsiert als verlegen. “Denkst du, du triffst hier irgendwo auf Mr. Greys Spielzimmer?”

“Ne, das jetzt nicht.” Alina zögerte. “Ich meine… die Rohrstöcke. Die haben doch keinen anderen Zweck als die Bestrafung.”

“Ach so. Auf die bist du neugierig?”

Alina nickte. Josie musste zugeben, sie genoss es, dass sie mal diejenige war, die ihre Freundin in Verlegenheit brachte.

“Die sind in Jeffs Arbeitszimmer.”

“Können wir sie mal ansehen?” Alina schien Nägel mit Köpfen machen zu wollen.

“Jetzt? Das ist eigentlich eher schlecht. Jeff mag es gar nicht, wenn ich ungefragt in sein Arbeitszimmer gehe”, erklärte Josie entschuldigend. Und er würde es schon gar nicht leiden können, wenn sie einfach so die Rohrstöcke aus dem Schrank holte.

“Komm schon. Wenn er dabei ist, ist mir das doch ein bisschen zu peinlich”, erklärte Alina.

“Dir ist sonst doch gar nichts peinlich”, wunderte Josie sich.

“Er strahlt so etwas aus, was sogar mein Schamgefühl herauskitzelt. Außerdem schätze ich ihn so ein, dass er mir gleich eine Demonstration würde geben wollen. Habe ich nicht recht? Und das würde ich nach deinen Erzählungen weder dir noch mir antun wollen.”

“Hm… du kennst ihn inzwischen recht gut”, erkannte Josie. “Gut, dann lass uns gehen. Aber leise, ja?”

„Versteht sich von selbst“, erklärte Alina flüsternd. Sie öffnete die Zimmertür und wartete, bis Josie ihr den Weg zum Arbeitszimmer wies. Glücklicherweise war es nicht abgeschlossen.

„Shh…“, machte Josie. Sie traute sich nicht, das Deckenlicht einzuschalten. Also tastete sie sich halbblind voran in Richtung Schreibtisch. Nur mit einigen Flüchen und Gefummel bekam sie die Schreibtischlampe eingeschaltet.

„Mach schnell“, trieb Alina sie an.

„Hey, ist ja gut. Ich glaube, sie sind hier drin.“ Josie ging zu einem schmalen, hohen Schrank in der Ecke. „Abgeschlossen“, stellte sie halb enttäuscht, halb erleichtert fest. Ganz wohl war ihr bei der Sache nämlich nicht.

„Hm“, machte Alina. Sie trat neben Josie und stellte sich auf die Zehenspitzen, um den Schrank oben abzutasten. „Na was haben wir denn hier.“ Mit triumphierendem Blick fischte sie einen kleinen, silbernen Schlüssel herunter.

„Wie gemein!“, schmollte Josie. „Er weiß genau, dass ich da nie dran kommen würde.“

„Bei dir braucht man nur ne Kindersicherung“, neckte Alina, die sie um einen Kopf überragte. Sie steckte den Schlüssel ins Schlüsselloch und drehte ihn um. Das Klicken verpasste Josie eine Gänsehaut. Die Schranktür sprang auf. Im obersten Fach standen einige Tintenfässer und Holzöl, doch das mittlere, größte Fach war nur belegt mit zwei länglichen Stoffpaketen.

“Sind sie das?”, fragte Alina neugierig. Josie nahm eines der Päckchen heraus und schob den Stoff beiseite, beförderte einen der Rohrstöcke zutage.

“Stimmt, der Verkäufer sagte, man solle sie in feuchten Tüchern aufbewahren”, erinnerte sie sich.

Ungeduldig nahm Alina ihr den Stock aus der Hand, machte einen Schritt zurück und ließ ihn durch die Luft sausen. Bei dem Geräusch begann Josies Hintern sogleich zu kribbeln. Pawlow hätte seine helle Freude an ihr gehabt.

“Wow! Das klingt ja eindrucksvoll!”, rief Alina aus.

“Shh!”, machte Josie. Ihre Freundin hatte wohl vor lauter Euphorie jegliche Vorsicht fallen lassen.

“Sorry.” Alina starrte den Stock an und ließ ihre Finger darüber gleiten. “Er sieht ansonsten aber so harmlos aus.”

“Ist er aber nicht. Glaub mir”, flüsterte Josie.

“Mhm. Meinst du, du kannst mir mal ne Demonstration damit geben? Ich hab einfach gar keine Vorstellung, wie sich das anfühlt.”

Josie spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss. “O…okay?”, stotterte sie ohne langes Zögern. Allein der Gedanke, mal an jemand anderem die Wirkung des Stockes zu sehen, ließ ihr Herz höher schlagen. Sie wusste zwar nicht, wie gut sie selbst darin sein würde, ihn zu schwingen, aber ihre Neugier überwog definitiv jeden Zweifel.

“Super.” Ohne Umschweife platzierte Alina sich über Jeffs Schreibtisch. Wenn er das sähe, bekäme er sowas von die Krise, dachte Josie. Sie konnte es gar nicht ausstehen, wenn jemand hier drin etwas anfasste oder Unordnung machte. Er durfte jedenfalls auf keinen Fall erfahren, was hier gerade passierte.

Mit einem kurzen Zögern betrachtete Josie Alina in der Pose. Sie überlegte, ob sie ihr raten sollte, die dicke Hose herunterzuziehen, da sonst die Erfahrung wohl nicht wirklich authentisch wäre, andererseits hatte sie mal in alten Romanen über englische Erziehung gelesen, dass der Rohrstock sich auch durch mehrere Schichten Kleidung biss. Also würde das womöglich auch so zur Demonstration reichen.

Sie nahm an Alinas Hinterteil Maß.

“Ruhig richtig feste, du hast eh nicht so viel Kraft”, merkte Alina noch an. Davon motiviert und auch ein wenig provoziert holte Josie weit aus.

Da passierte es. Irgendetwas fegte sie dabei aus dem Regal hinter sich, jedenfalls machte es einen mordsmäßigen Krach, als es scheppernd zu Boden fiel.

Erschrocken starrten die beiden Freundinnen sich an. Alina rappelte sich eilig aus ihrer Position auf.

Beinahe augenblicklich hörten sie nicht allzu weit weg von sich das Knarren einer Tür.

“Josie? Alles okay?”, hörte sie Jeff rufen. In ihrer Hektik schmiss sie den Rohrstock unter den Schreibtisch.

“Alles gut!”, rief Alina zurück. Josie hätte sie am liebsten geschubst. So konnte er doch sofort ausmachen, wo sie waren!


Allerdings fiel ihr auch nichts sehr viel schlaueres ein, als wie versteinert stehen zu bleiben bis Jeff wenige Sekunden später den Raum betrat. Er sah ziemlich verschlafen aus. Die Situation erinnerte sie so sehr an die typische Übernachtung bei Freundinnen, wenn die Eltern verschlafen mitten in der Nacht den Kopf durch die Tür steckten und erbost um Ruhe mahnten. Genau dieses flaue, unangenehme Gefühl machte sich nun in ihr breit.

“Was in aller Welt treibt ihr denn hier?”, wollte er wissen. Josie spürte, wie ihr ganzer Kopf heiß wurde. Wie sollte sie aus der Nummer denn wieder raus kommen?

“Entschuldigung. Es ist schon echt spät und wir wollten dich nicht wecken”, sprach Alina leichthin, ganz als würde sie nicht die Anspannung der Situation spüren. Dabei erkannte Josie in ihrer Stimme, wie aufgesetzt ihre Lockerheit klang.

Jeff schaute sich genau im Raum um. Seine Müdigkeit schien auf einen Schlag wie verflogen, als er zu erfassen schien, was hier vor sich ging.

“Das ist nicht, was ich gefragt habe”, sprach er auf einmal mit sehr fester Stimme. Josie fand plötzlich einen Fussel auf dem Boden unglaublich interessant. Sie hatte eine gewisse Ahnung, dass die Wahrheit ein ganz blödes Ende für sie nehmen würde. Andererseits verspürte sie nicht die geringste Lust, beim Lügen erwischt zu werden. Also schwieg sie lieber.

Auch Alina wirkte jetzt gar nicht mehr so tough wie noch zuvor.

“Entschuldige, ich… wir… ich dachte, ich kann vielleicht mal sehen, wie… also wo… ähm…”

Jeff trat ohne ein weiteres Wort an sie heran. Er pickte den Stock vom Boden auf – denn der Schreibtisch hatte ihn nur spärlich verdeckt- und legte ihn auf den Tisch vor ihnen.

“Wolltest du den hier sehen?”, fragte er, vermeintlich unverbindlich.

“Ja. Ich war neugierig. Entschuldige, wir hätten nicht…”

“Das ist das dritte Mal, dass du dich entschuldigst, aber so richtig kann ich dir das nicht abkaufen.”

Josie erwachte aus ihrer Schockstarre. “Hey! Lass Alina in Ruhe. Wir haben Mist gebaut, okay. Bestraf mich und damit ist die Sache erledigt.”

Jeff sah sie eingehend an und dann wieder Alina.

“Wessen Idee war denn dieser kleine nächtliche Ausflug hier? Hast du vergessen, Alina zu sagen, dass ich es nicht leiden kann, wenn man ungefragt in mein Arbeitszimmer geht?”

“Sie hat es mir gesagt”, murmelte Alina kleinlaut. “Und das hier war meine Idee. Ich wollte eben mal so einen Stock sehen. Ich hätte dich fragen sollen, es war nur etwas… unangenehm, verstehst du? Es…”

“Es tut dir leid, schon klar. Was meinst du, fändest du es in Ordnung wenn du einen Fehler begehst und Josie dafür herhalten muss?”

Josie biss sich nervös und auch ängstlich auf die Unterlippe. Oh Gott, er wollte doch nicht.. er konnte doch nicht einfach…

“Nein, natürlich nicht!”, gab Alina inbrünstig zurück. “Ich meine, es ist dein Haus mit deinen Regeln und…”

“Fein, dann sind wir uns ja einig.” Er nahm einen Holzstuhl aus der Ecke des Zimmers, platzierte ihn vor sich und stellte den Fuß auf der Sitzfläche ab.

“Dann bitte” nickte er in Richtung seines aufgestellten Oberschenkels.

“Das geht doch nicht!”, rief nun Josie aus. Sie wusste nun wirklich nicht, wie sie das finden sollte. Es war ihr unglaublich peinlich und auch etwas unangenehm, dass Jeff vor hatte, ihre Freundin so zu bestrafen. Andererseits löste der Gedanke, gleich live bei einer Strafe zuschauen zu können, ein riesiges Gefühlschaos in ihr aus. Sie wollte es sehen.

“Schon okay, Josie”, versicherte Alina. “Ich bin nur nicht sicher, ob ich mich dabei wirklich über dein Knie legen will, Jeff…”

“Ich kann mich nicht erinnern, dich gefragt zu haben”, erwiderte er trocken. Die Antwort schien Wirkung zu zeigen. Wie ferngesteuert schob sich Alina in Richtung seines Knies. Als sie bereit lag, berührten ihre Fußspitzen noch den Boden. Ihre Arme reichten bis an die Tischplatte, was sie direkt nutzte, um die Hände abzustützen.

Ihr Gesicht war knallrot angelaufen. Eindeutig, wie unangenehm ihr diese pikante Lage war, zum ersten Mal im Leben zur Strafe buchstäblich übers Knie gelegt zu werden.

“Sehr gut”, sprach er knapp. Josie konnte dabei zusehen, wie er seine Hand über den Kopf hob und dann mit Schwung wieder herunter auf Alinas Hinterteil sausen ließ. Sausen war jedoch nicht der richtige Ausdruck. Durch den dicken Stoff der Hose erzeugte der Klaps nicht mehr als ein dumpfes “Plopp”. Alina zuckte, wohl eher vor Scham als vor wirklichem Schmerz. Die nächsten Schläge verliefen ähnlich. Josie war wirklich hingerissen von diesem neuen Anblick. Dabei fühlte sie sich ziemlich mies, da sie schon etwas mehr Mitleid mit Alina hätte empfinden sollen, doch die Faszination war stärker.

Nach ein paar weiteren Schlägen hielt Jeff inne und zupfte an Alinas Hose. “So bringt das nicht viel. Die muss runter.”

Alina protestierte nicht. Josie wäre wohl viel eher danach gewesen, aber sie zwang sich, es runterzuschlucken. Auf die dicke Hose machte der Hintern voll ja wirklich nicht viel Sinn. Nachdem Alina von Jeffs Schoß gerutscht war, schob sie sich ohne ein weiteres Wort die Hose bis hinunter in die Kniekehlen. Sie trug wie sonst auch einen String. Ihre Backen waren leicht rosa, mehr nicht. Mit einem beherzten Griff an ihren Rücken half Jeff Alina wieder über seinen Schoß.

Er fackelte nicht lange. Das nächste, saftige Klatschen hallte durch den Raum wieder. Alinas ganzen Körper durchzuckte es. Auf ihrer Backe entstand ein hellroter Fleck, der deutlich an den Umriss seiner Hand erinnerte.

‚Schon besser‘, dachte Josie innerlich und schämte sich gleich wieder für diesen Gedanken. Jeff holte aus und ließ seine Hand erneut niedersausen. Dann wieder und wieder. Alina hielt erstaunlich still. Etwas in Josie wünschte sich, gerade auf der anderen Seite stehen zu können und ihr Gesicht zu sehen. Es konnte doch gar nicht sein, dass sie das so gut durchhielt . Eine schmerzlich verzogene Grimasse hätte ihr gezeigt, dass sie die Zähne zusammenbiss, aber dennoch ordentlich litt.

Auch Jeff war für seine Verhältnisse erstaunlich wortlos zugange. Entweder war er wirklich sauer oder er wollte es für Alina durch Ausschimpfen nicht noch unangenehmer machen.

Sie schaute nun direkt in sein Gesicht. Es war nicht verbissen, aber doch sehr ernst und konzentriert. Sein Fokus schien eindeutig auf Alinas Hinterteil zu liegen. Dieses färbte sich allmählich unter seinen festen Hieben immer mehr ein.

Komisch. Sie hatte sich vorgestellt, sie würde vor Eifersucht platzen, würde es je zu dieser Situation kommen, aber das war nicht der Fall. Vielleicht war es die Ernsthaftigkeit, mit der er gerade zu Werke ging. Er schien sich jedenfalls gerade nicht daran aufzugeilen oder seinen Spaß zu haben, er wirkte viel eher wie ein strenger Vater, der seine Tochter in die Schranken wies.

Schließlich ließ er die Hand sinken. Josie war fasziniert, wie rot Alinas Backen im Licht der Schreibtischlampe wirkten. Und bei all dem hatte sie noch nicht einmal gezappelt oder gejammert.

„Also, hast du schon etwas gelernt?“, fragte er Alina.

„Ich werde nicht mehr ungefragt in Zimmer gehen, in denen ich nichts zu suchen habe“, gab Alina sich geständig. Ihre Stimme klang gepresst, als würde sie doch ganz schön mit sich kämpfen. Sie überschlug die Beine und hob diese ein wenig in die Luft. Das Gefühl des Brennens loswerden zu wollen, das einem nach der Strafe erst so richtig in die Backen kroch, kannte Josie nur zu gut.  

Jeff gab ihr einen sachten Klaps auf die Schenkel.

„Beine runter, wir sind noch nicht fertig.”


Sofort gehorchte Alina. Josie fand das ausgesprochen spannend. In ihrer Geschichte war ihr Pendant Alice zwar auch stets diejenige gewesen, die ihre Strafen sehr anständig hinnahm, was sie aus Alinas Erzählungen gezogen hatte, doch dass es wirklich so ähnlich ablief, überraschte und faszinierte sie gleichermaßen.

„Noch… nicht fertig?“, fragte Alina vorsichtig. Ihr Atem ging hörbar schwer.

“Nein, ich fürchte nicht. Ich will, dass die Botschaft auch wirklich zu dir durchdringt.” Nach dieser Erklärung holte Jeff aus und ließ seine Hand wieder niedersausen. Alina quietschte überrascht. Nach der kurzen Pause fühlte sich ein versohlter Hintern noch so viel empfindlicher an, das wusste Josie aus eigener Erfahrung.

Dementsprechend geräuschvoll wurde die Versohlung nun auch von Alinas Seite aus. Mit ihrer Tapferkeit war es nun nicht mehr weit hin, sie wurde unruhig auf Jeffs aufgestelltem Bein, rutschte hin und her und gab unruhige bis geräuschvolle Schmerzlaute von sich. Josie wusste genau, dass das der Zustand war, in den Jeff sie hatte bringen wollen. Sie selbst schluckte schwer und konnte kaum verbergen, wie spannend sie das fand.

“Okay… okaaay. Es… aua… au… ist… au… denke ich… nh… genug, oder?”, quietschte Alina mit ganz unnatürlich verzerrter Stimme. Sie tat Josie inzwischen ziemlich leid. Wie gut sie diese Gefühle kannte.

“Mh”, machte Jeff unbestimmt und hielt inne, dann holte er aus und klatschte ihr zehnmal hintereinander kräftig auf die linke Pobacke. Alina japste noch fassungslos, da wiederholte er das gleiche Spiel auf der rechten.

“AUAAA!”, brüllte Alina noch heraus, da ließ er schon wieder die Hand sinken. Mann, war ihr kleiner, hübscher Po jetzt rot, dachte Josie mit einer Mischung aus Mitgefühl und Faszination. Wie gerne sie nachgefühlt hätte. Bestimmt war es gar kein Vergleich zu dem letzten Mal, als sie Alina eingecremt hatte. Ob sie das wohl wieder dürfte?

“So”, Jeff stellte sie auf die Beine. Alina schob behutsam die Hände nach hinten und befühlte ihre gereizte Haut, autschte dann gleich wieder.

‘Hast du es bei deiner Mutter jemals so heftig bekommen?’, hätte Josie am liebsten neugierig gewusst, doch sie verkniff es sich. Sie hatte das Gefühl, Jeff hatte ähnliche Gedanken im Kopf. Er hatte nicht nur bestrafen wollen, er hatte Alina mit all ihrer Neugier und der großen Klappe zeigen wollen, wie schlimm ein Hintern voll sein konnte. Josie ahnte ja nicht, wie motiviert er war, das bis zum Ende durchzuziehen.

“Es… wird nie wieder passieren”, erklärte Alina kleinlaut. “Es tut mir wirklich leid.”

“In Ordnung”, erwiderte Jeff leichthin. “Aber eigentlich seid ihr ja aus einem Grund hierher gekommen, nicht? Du wolltest den hier kennenlernen.” Er hob den Rohrstock vom Tisch auf.

Josie japste leise. Er wollte doch nicht etwa…

“Das können wir ja ein andermal bereden!”, mischte sie sich schnell ein und packte Alina am Arm. “Es ist schon echt spät.”

“Jetzt ist sie allerdings warm”, gab Jeff zu bedenken. “Deine Strafe ist abgegolten, Alina. Du schienst mir nur neugierig. Also wenn du jetzt nicht kneifst, könntest du die Wirkung dieses Stocks ganz gut kennenlernen. Und wie heißt es so schön “Let the crime fit the punishment”. Für das, was passiert ist, wäre der eine oder andere Stockhieb doch eigentlich angemessen.”

Alina schien ernsthaft zu grübeln. Josie stöhnte innerlich. So lange kannte Jeff ihre Freundin noch gar nicht und dennoch schien er verstanden zu haben, dass sie niemals eine Herausforderung scheute.

“Tu’s nicht! Komm, wir gehen einfach schlafen”, flüsterte sie Alina zu. Sie wollte ihr diese Schmerzen wirklich ersparen. Vor allem, wenn es so abwendbar waren wie gerade jetzt.

“Ist schon gut, Josie”, erklärte dann Alina und strich über ihre Hand. “Ich war doch wirklich neugierig, hm?” Sie wandte sich Jeff zu “Soll ich mich über den Schreibtisch legen?”

“Ja, genau.”

Sie nickte und platzierte sich dort wie selbstverständlich.

“Kennst du den Ausspruch “Six of the best”, Alina?”; fragte Jeff und legte den Stock auf ihrem Hintern an.

“Nein, kenne ich nicht.”

“Stammt aus Großbritannien. Dort wurden ungezogene Jungs oft mit sechs Stockhieben auf den Hintern bestraft. Das ist so eine Art festgelegte Zahl, eine ungeschriebene Regel wenn du verstehst.”

“Mhm”, machte Alina.

“Ich werde dir jetzt auch sechs Hiebe geben. Weniger gehört sich einfach nicht wenn man einen Rohrstock einsetzt.”

Josie hätte am liebsten losgeschrien ‘Lass dich nicht drauf ein, du hast keine Ahnung, wie weh das tut’, aber Alina hätte ohnehin nicht auf sie gehört. Abgesehen davon war es doch einmal mehr ein aufregender Anblick, wie Alina dort lag. Den Rohrstock als Beobachterin in Action zu sehen, reizte sie schon sehr. Sie biss sich vor Spannung auf die Lippe, da holte Jeff aus. Ein giftiges Fauchen durchzog die Luft und ebenso spektakulär landete das Stöckchen zum ersten Mal auf Alinas knallroten Backen.

Einen Augenblick geschah gar nichts, dann, mit etwas Verzögerung, folgte das entsetzte Aufstöhnen. Josie war fasziniert, dass sie weder schrie noch aufsprang, doch augenblicklich fuhren ihre Hände nach hinten.

“Oha! Das… das zieht aber ordentlich”, versuchte sie ganz cool festzustellen. Doch ihre Stimme konnte kaum verbergen, wie aufgewühlt sie war.

“Hast du es dir so vorgestellt?”, fragte Jeff.

“Ich weiß nicht… wohl nicht so schmerzhaft, das nicht.” Alina knetete sich inzwischen die Stelle, die gestriemt worden war.

“Na los. Hände weg, du hast noch fünf vor dir.”

Wieder das giftige Geräusch des Stockes, der die Luft zerriss. Eine Gänsehaut überzog Josies Haut. Der zweite Aufprall folgte, ebenso Alinas unterdrückter Schrei. Direkt lagen ihre Hände wieder auf ihrem Po.

“Hätte nicht gedacht, dass der noch heißer werden kann”, witzelte sie, eher unüberzeugend. Da war so etwas wie Panik in ihrer Stimme. Josie wusste genau warum. Zwei Hiebe waren schlimm gewesen, der Gedanke, dass sie gerade mal ein Drittel geschafft hatte, war sicher gerade nicht sonderlich erbaulich. Sollte sie noch einmal versuchen, beide aufzuhalten? Andererseits konnte Alina das auch selbst, oder? Es war ihre eigene Schuld wenn sie sich auf diese Mutprobe einließ.

“Bist du bereit?”, fragte Jeff. Alina nickte und schob die Hände nun doch recht zögerlich aus dem Weg. Direkt setzte er den nächsten Hieb auf das untere Ende ihrer Backen.

“AHH!” Diesmal kam der Schrei deutlich lauter. Alina kämpfte gegen den Drang ihres Körpers an, aufzuspringen.

“Hey”, sprach Josie sie an. Sie trat an die gegenüberliegende Seite des Schreibtisches und hielt ihrer Freundin beide Hände hin, sah sie ermutigend an. “Ich kann deine Hände festhalten. Das hilft vielleicht ein bisschen.”

“Okay”, murmelte Alina und legte ihre Hände in die von Josie. Sie waren heiß und schwitzig.

“Sehr gut”, fand Jeff und nickte Josie zu, ehe er ausholte und Hieb vier aufknallen ließ.

“OH GOTT!” Alina klammerte sich mit einem Mal so fest sie konnte an Josie. Diese bemerkte, dass ihr Wunsch von zuvor sich gerade erfüllte. Sie konnte so Alinas schmerzverzerrtes Gesicht ganz genau betrachten. Es war gemein, vor allem, wie faszinierend diese Beobachtung sich anfühlte, andererseits hatte Alina sich selbst in diese Lage begeben.

Die beiden letzten Hiebe folgten, Alina schrie und ihr ganzes Gesicht veranstaltete die interessantesten Grimassen, doch dann war es überstanden.

Alina sah nun nicht mehr zu Josie, sie hatte ihr Gesicht in der Tischplatte vergraben und jammerte geräuschvoll dort hinein. Josie drückte und streichelte ihre Hände.

“Hey… du hast es geschafft”, sprach sie ihr gut zu. Es sollte einen Moment dauern, bis Alina sich so richtig beruhigt hatte.

“Und, was sagst du?”, fragte Jeff. Seine Art von Humor, ganz sicher nicht ihrer, dachte Josie verärgert. Aber Alina schien diese Gehässigkeit entweder nicht zu bemerken oder mit voller Absicht darüber hinwegzusehen. Allmählich ließ sie Josies Hände los.

“War echt schlimm, viel schlimmer als ich es mir vorgestellt habe.” Nur mit viel Mühe richtete Alina sich auf, “Gott… aua!” Behutsam befühlte sie ihren Po. Josie kannte dieses Gefühl, wenn man zum ersten Mal Striemen auf dem eigenen Hintern ertasten konnte, so gut. Sie streichelte Alinas Schulter und meinte “Das war’s nicht wert, oder?”

“Na, um eine Erfahrung reicher”, ergänzte Jeff. “Schatz?”

“Ja?” Angesprochene drehte sich zu ihm um.

“Du bist dran. Ich will mal nicht so sein, es ist spät, du darfst dich auch über den Tisch legen.”

“Ich?!” Josies Stimme war so grell und quietschig, dass sie in ihren eigenen Ohren klingelte.

“Na, du warst nicht die Initiatorin, aber aufgehalten hast du Alina auch nicht, nicht wahr? Du bekommst es nicht so heftig, aber sechs mit dem Stock sollten eine gute Ermahnung sein.”

Josie starrte ihn groß an. Sie kam sich gerade reichlich blöd vor. Sicher, sie hätte wohl damit rechnen müssen, aber da zuvor davon mit keiner Silbe die Rede gewesen war, hatte sie sich in der falschen Sicherheit gewiegt, für heute verschont zu bleiben.

“Lass dir nicht so viel Zeit, hm? Ich denke, wir wollen alle zurück ins Bett, Josie”; erklärte Jeff, nachdem sie einen ganzen Moment gezögert hatte und klopfte mit der Stockspitze auf die Tischplatte.

“Aber… aber einfach so, mit dem Stock? Ohne Aufwärmen?”, fragte Josie unruhig.

“Sagen wir es mal so, du bist deutlich erfahrener als Alina. Du wirst das schon aushalten.” Würde sie vielleicht, aber wollte sie auch?

Natürlich konnte sie jetzt auch nicht im Gegensatz zu ihrer Freundin, die mit knallrot versohltem Po die Strafe ohne Murren auf sich genommen hatte, anfangen, Theater zu machen. Also krempelte sie das Shirt hoch und legte sich wohl oder übel auf das Pult wie Alina zuvor. Das Holz fühlte sich noch ganz warm an.

Alina positionierte sich dort, wo Josie zuvor gestanden hatte. Sie sah so verheult aus, blickte aber mit einer Mischung aus Ermutigung und Mitleid auf sie.

“Gib mir deine Hände”, befahl sie sanft. Wie ein Schutzengel, schoss Josie durch den Kopf und sie legte ihre Hände in Alinas. In diesem Moment sauste der Stock auch schon zum ersten Mal auf ihre Backen hernieder. Sie zog scharf die Luft ein. Ihre Befürchtung bewahrheitete sich, es tat ganz furchtbar weh und noch schlimmer, die Striemen würden schlechter verheilen. Die armen Kinder, die in ihrer Schulzeit so auf den Arsch bekommen hatten, schoss ihr durch den Kopf.

Sie kniff die Augen zu, wartete ungeduldig und bang zugleich. Gefühlte Ewigkeiten verstrichen, ehe Jeff Hieb Nummer zwei nachsetzte. “Auaa!”, rief sie halb empört, halb überrumpelt aus.

Obendrauf kam, dass sie es wirklich so gar nicht ausstehen konnte, mit dem Rohrstock bestraft zu werden. Jeff wusste das und setzte ihn daher normalerweise nur ein, wenn er sie wirklich strengstens bestrafen wollte. Das hier war eigentlich keine solche Situation, aber Alina und sie hatten ihm das Züchtigungswerkzeug ja quasi auf dem Silbertablett serviert. Josie atmete schwer.

Da schlug der Stock zum dritten Mal übel zu und hinterließ seine schmale, aber furchtbar brennende Spur. Josie trampelte auf den Boden. Wäre Alina nicht gerade so viel übler dran als sie selbst, sie hätte ordentlich Wut auf ihre Freundin verspürt. Sie hatte ja einfach nicht hören und ihr glauben wollen, dass so eine Rohrstockzüchtigung etwas absolut Humorloses war.

Zack! Nummer Vier. “Nhh!”, machte Josie halb wütend, halb verzweifelt. Sie sollte das hier gewohnt sein? So fühlte es sich nicht an. Lieber hätte sie eine ordentliche Runde überm Knie mit der flachen Hand verbracht, als noch die restlichen zwei Stockhiebe einzustecken. Aber sie kannte Jeff, Verhandlungen dieser Art waren absolut nutzlos. Und die Blöße hätte sie sich vor Alina schon gar nicht geben wollen.

Die Anspannung in ihr stieg immer mehr. Sie wollte immer mehr, dass es vorbei war, aber nicht die Hiebe, die dafür nötig waren, einstecken. Alinas streichelnde Hand und der mitfühlende Blick halfen ein wenig, immerhin das.

“Kannst du mir die zwei nicht schnell hintereinander geben?”, platzte dann plötzlich aus ihr heraus.

“Na, na”, hörte sie Jeff mahnen. “Haben wir nicht schon öfter darüber geredet, wie sehr ich es leiden kann, wenn du mir während der Bestrafung Befehle erteilst?”

Josie biss sich auf die Unterlippe und schaute über die Schulter zu ihrem Freund. Verdammt, sie und ihr Mundwerk mal wieder. Das würde mindestens einen Extrahieb bedeuten.

“Alina, würdest du Josie bitte loslassen?”

Diese tat augenblicklich wie ihr geheißen.

“Wieso?”, fragte Josie leise, vorsichtig.

“Wir machen es jetzt auf meine Art. Dreh dich auf den Rücken und zieh die Beine an.”

Internatsstellung, schoss es Josie durch den Kopf. Sie hatte schon in zahlreichen Geschichten davon gelesen, ausprobiert hatten sie es noch nie. Sie hatte sich das immer furchtbar peinlich vorgestellt, so exponiert da zu liegen. Und nun sollte das auch noch in Alinas Gegenwart passieren.

“Bitte…”, flehte sie vorsichtig, doch er sah sie unnachgiebig an.

“Willst du Extrahiebe?”, fragte er. Sie schüttelte den Kopf, brachte sich umständlich in die befohlene Position und versuchte dabei, nichts vom Schreibtisch zu fegen. War das unangenehm!

Jeff beobachtete sie stumm. “Leg die Hände in die Kniekehlen und halt deine Beine fest”, wies er dann an.

Es war immer wieder ein zugleich aufregendes und beschämendes Gefühl, seinen Befehlen Folge zu leisten und vor allem zu spüren, wie sie genau dorthin führten, wo er sie haben wollte. Josie umklammerte ihre Schenkel mit den Händen und sah bange zu, wie Jeff den Stock wieder hob. Ihm so genau bei seiner Arbeit zusehen zu können, war fürchterlich und aufregend zugleich.

Sie sah sein strenges, konzentriertes Gesicht, hörte, wie der Stock sirrte, dann spürte sie den scharfen, intensiven Schmerz auf dem Ansatz ihrer Oberschenkel. Diesen erreichte Jeff in der Position naturgemäß besonders gut. Die Haut war straff gespannt, was sie gerade allzu deutlich wahrnahm.

“Auaaaa!”, jammerte sie und kniff die Augen zu. Der Drang, die Haut zu reiben oder die Position zu verlassen, war riesig. Aber sie würde sich nicht noch mehr Ärger einhandeln, nun, da nur noch ein Hieb anstand.

Dieser sollte es aber noch einmal so richtig in sich haben. Er traf mitten auf die Backen und erzeugte dort Strieme Nummer Sechs. Josie brüllte auf. Gemein! Einfach nur mies war das.

“So, ihr beide habt es geschafft”, erklärte Jeff mit ruhiger Stimme. Er half der völlig aufgelösten Josie wieder auf die Beine.

“Und jetzt ab ins Bett mit euch.”

Josie warf Alina einen verstohlenen Blick zu, die sich unaufhörlich die nun wieder vom Pyjama bedeckten Backen rieb. Musste jetzt unglaublich heiß darunter sein, dachte sie im Stillen. Die Hose würde sich Alina in der Nacht unter Garantie noch herunterreißen, um überhaupt ein Auge zuzumachen.

“Schlaf gut, ja?”, sprach sie schüchtern. Nicht zuletzt, um abzuchecken, ob Alina wirklich in Ordnung war.

“Gute Nacht, ihr zwei”, erwiderte Alina. Sie gab sich entspannt, wirkte aber nicht so. Allerdings auch nicht sonderlich gestresst oder gar traumatisiert. Einfach aufgewühlt.

Ob sie wohl ihre Neugier auf den Stock bereute? An Jeff gekuschelt kehrte Josie ins Schlafzimmer zurück, wo sie ins Bett fiel und beinahe augenblicklich einschlief, mit all den Bildern des heutigen Abends im Kopf.

9 Kommentare zu „22. Die Übernachtung (Onkel Jeff)

  1. Was für eine Freude mir Deine Geschichte an einem sonst nicht so erbaulichen Sonntag bereitet hat! Natürlich finde ich es toll, dass gleich beide, Alina und Josie, den Po verhauen bekommen haben; zumal die Position für Josies letzte zwei Hiebe bestimmt wirklich fies ist.

    Aber wie immer sind es auch die kleinen Dinge neben dem Povoll, die mich Deine Geschichten so gerne lesen lassen. Wie Josie und Alina – beinahe wie aufgeregte Teenager – nachts heimlich im Haus herumschleichen. Josies Gefühlswelt während Alinas Bestrafung zwischen Erregung und Mitleid. Wie die Strafe Alina einerseits kleinlaut macht, aber sie andererseits immer noch den großen Mut aufbringt, im entscheidenden Moment ja zu sagen, um ihre Neugier auf den Rohrstock zu erfüllen. Wie die beiden gegenseitig ihre Hände halten, wobei Josie an Alinas Gesichtsausdruck interessiert ist (und vielleicht ja anders herum auch). Und noch so viel mehr.

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    1. Hey du, tut mir leid, dass dein Sonntag sonst nicht so erbaulich war, aber es freut mich, dir eine Freude mit dieser gemacht zu haben 🙂

      Definitiv waren die letzten zwei Hiebe für Josie besonders gemein, war ja auch nochmal eine ganz besondere Art der Bestrafung.

      Danke, das lese ich gerne. Ich denke, diese kleinen Dinge sind es ja auch, die die Geschichten besonders machen. So viele Kapitel wie ich inzwischen auch schon verfasst habe, könnte es sonst immer wieder das gleiche sein, deswegen finde ich gerade die Nuancen und Details so wichtig. Schön, dass dir diese Dinge daher aufgefallen sind

      glg

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  2. Wieder eine wunderbar aufregende Folge! Besonders schön, wie durch Josies Gedanken („Jetzt, da sie schon mehr als einmal in Alinas Gegenwart bestraft worden war, würde Jeff bestimmt nicht lange fackeln, es ein weiteres Mal zu tun.“) schon während der recht langen Vorbereitung die Spannung angeheizt wird, weil man verdeutlicht, was in der Luft liegt. Ein anderes schönes Detail ist die Assoziation des wütenden Jeffs mit den verschlafen mahnenden Eltern und das flaue Gefühl, das sie Josie verschafft.
    Dass sie hingegen glaubt, ungeschoren davon zu kommen, gibt der Geschichte eine schadenfroh komische Note, denn als Leser ahnt man gleich, dass das nicht klappen wird!

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    1. Hey du,
      Danke, danke 🙂
      Ich habe diese Assoziation mit dem wütenden Elternteil beim Schreiben einfach so sehr bekommen und dachte mir, das ist eine Situation, in die sich die meisten von uns versetzen können 😉
      Hehe, na die Hoffnung stirbt zuletzt. Klar wussten wir alle von Anfang an, dass sie nicht ohne Strafe davonkommt, aber sie war auch zu ihrer Verteidigung etwas abgelenkt von Alinas Anblick 🙂

      glg

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  3. Seit es in einigen vorherigen Kapiteln immer mal wieder angedeutet wurde freue ich mich auf den Moment, in dem Alina einmal von Jeff den Hintern versohlt bekommt. Und nun endlich freue ich mich ihn gelesen zu haben und dann auch noch in solcher Länge und Detailfülle. Mir gefallen die einzelnen Details und der build-up zur Strafe: die neugierig herumschleichenden jungen Frauen im einsamen, großen und stilvollen Haus; Alinas anfängliche Versuche eine Strafe über dem Knie zu vermeiden und ihr überraschender Gehorsam sobald sie einsieht, dass sie sich Jeffs Regeln fügen muss; dass ihr Tanga Jeff zwar nicht alles enthüllt, ihm ihre blanken Pobacken aber doch schutzlos ausliefert; die Solidarisierung der beiden im Angesicht der gemeinsamen Bestrafung, aber doch die innere Überzeugung, dass die jeweils andere es wohl auch verdient hat; dass Jeff am Ende beide ins Bett schickt…

    Ich habe das sehr gerne gelesen und bin jetzt bereits gespannt auf die Fortsetzung und wie sich die Dynamik innerhalb der kleinen Gruppe nun einpendeln und verändern wird. Und welche Konstellationen von Bestrafungsvorgängen das kommende Wochenende und die kommende Zeit wohl noch hervorbringen werden 😉

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    1. Guten Tag Sir D,

      Danke für die tollen Worte. Ich denke, dass es früher oder später dazu kommen wird, dass Alina auch von Jeff den Hintern versohlt bekommt war unvermeidbar. Sie war immerhin nicht zuletzt ziemlich neugierig darauf. Dass ihr „Wunsch“ sich jetzt aber so unfreiwillig erfüllt, hätte sie bestimmt selbst nicht erwartet, auch wenn das Herumschleichen und Regeln brechen ja so eine gewisse Neugier und die Gefahr, dass es sein könnte, impliziert.

      Ja, da wird jedenfalls noch einiges kommen, ich denke das Potenzial ist durch das Setup jetzt gegeben 🙂

      glg

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  4. Irgendwie witzig dass Josie und Alina sich wie zwei freche Teenager benehmen die bei der Pyjamaparty über die Stränge schlagen. Ich finde es auch toll wie unterschiedlich die Reaktionen der beiden Damen sind wenn sie bestraft werden. Obwohl Josie es gewohnt ist macht sie immer noch das grössere Theater.

    Bleibt nur noch die Frage ob Finn erfahren wird, weshalb sich seine Freundin die nächsten Tage so vorsichtig hinsetzt.

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    1. Hey,
      In jedem von uns steckt doch diese „kindische“ Seite, oder? Wenn ich für uns Mädels spreche ist es auf jeden Fall so 😉 Ja, Josie ist es einfach weniger gewohnt, still zu halten und es über sich ergehen zu lassen. Oder sie will es im Grunde auch gar nicht so wirklich 😀

      Ich denke, das wird ihm auf keinen Fall verborgen bleiben.

      glg

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