18. Wir müssen üben (Pirate Booty)

a/n: Hab mich riesig gefreut, dass die Halloweengeschichte so gut ankam. Hier geht es jetzt wieder wie gewohnt weiter. Viel Spaß! 🙂

Lucy sah unbeeindruckt zu Ted auf, als er in seine Kajüte zurückkehrte. Sie hatte die Arme vor der Brust verschränkt und gab sich alle Mühe, ihn ernst anzusehen.

Doch als er den Kopf hängen ließ, kaum dass er die Tür hinter sich geschlossen hatte, wurde sie glatt wieder weich.

“Ich weiß… das war sowas von furchtbar. Ich hab doch gesagt, ich hab nicht das Zeug dazu.”

Er erinnerte sie an einen Hundewelpen, den man im Regen hatte stehen lassen. Sie musste glatt dem Drang widerstehen, ihm den Kopf zu kraulen und zu versichern, dass es gar nicht so schlimm war und alles wieder gut werden würde. Aber nein! Das war jetzt echt nicht die Zeit für Sentimentalitäten. 

Sie erhob sich also aus dem Sessel und blaffte “Steh aufrecht! Na los!” 

Etwas überrascht von ihrer plötzlichen Wesensänderung richtete er sich tatsächlich prompt auf. 

“Zugegeben, das war ein Reinfall, da gibt’s nichts schönzureden. Aber von deinem Selbstmitleid wird es jetzt auch nicht besser.” Sie war dazu übergegangen, vor ihm auf und ab zu gehen. “Es ist nicht nur deine Schuld. Ich hätte es besser wissen müssen. Du warst noch nicht bereit. Es war ein verdammtes Versäumnis von mir, vorher nicht mit dir zu üben.” 

“Üben?”, fragte Ted skeptisch. 

“Naja, ich hätte dir erst mal zeigen sollen, wie das richtig geht.”

“Zeigen?! Wie denn?”

Abrupt blieb sie stehen und grinste ihn breit an. “Da gäbe es so einige Möglichkeiten. Aber fangen wir mit der freundlichsten Variante an. Ich leg mich über deinen Schoß und du probierst es nochmal.”

“Ehrlich? Ich meine… okay. Wenn dir der Po nicht noch von eben gerade zu sehr wehtut.” 

“Ich hatte mal nen Mückenstich am Hintern, der hat mich mehr verletzt als deine halbgaren Klapse.” 

Ted sah sie missmutig an, doch sie befahl schlichtweg. “Setz dich aufs Bett. Ich leg mich über und dann fangen wir nochmal ganz von vorne an.” 

“Okay”, erwiderte er und nahm Platz. Er wirkte noch immer recht perplex von ihrem plötzlichen Befehlston.

“Gut. Bekommst du das hin, wenn ich jetzt die Hüllen fallen lasse oder macht dich das noch nervöser?”

“Definitiv Letzeres!”, stieß Ted aus. 

“Na gut. Dann machen wir nen sanfteren Einstieg über die Hose. Aber früher oder später kommt die runter, damit du siehst, was deine Schläge für eine Wirkung haben – besser gesagt, welche Wirkung sie nicht haben.”

“Sei nicht so gemein!”, beschwerte er sich.

“Ich kann noch viel gemeiner werden”, versprach sie und platzierte sich dann über seinen Oberschenkeln. Sie legte ihre Hände entspannt auf dem Bett ab. Zugegebenermaßen, diese Position war nicht nur für ihn bequemer.

“Okay. Von mir aus fang erst mal langsam an. Aber dann steigerst du nach und nach das Tempo und die Schlagkraft.” 

“Na schön.” Sie spürte glatt, wie Ted nervös wurde und sah ihn über die Schulter an.

“Du schaffst das!”, bekräftigte sie ihn daher noch. Er nickte und gab ihr einen Klaps, den sie nicht mal richtig spürte. Tätscheln wäre wohl ein passenderes Wort dafür. Doch sie hielt erst mal die Klappe. Vorhin hatte der Oma-Spruch ihn wohl eher demotiviert als angeheizt, was ihre eigentliche Absicht gewesen war. 

Zögerlich zog Ted nach, gab ihr nach und nach ein paar hintendrauf, die einen fast schon aggressiv machten. Es war ja nicht mal so, als wäre sie jetzt sonderlich scharf auf die Schmerzen eines versohlten Pos. Aber dieses Halbgare weckte schon vor lauter Ehrgeiz den Drang in ihr.

“Und jetzt fester!”, befahl sie also. Endlich, ein zumindest ein wenig schwungvoll verabreichter Klatscher. 

“Gut, Teddy. Mehr wie der.” Er legte nach. Erst die rechte, dann die linke Backe. Immer abwechselnd.

“Versuch es etwas tiefer”, riet sie ihm. “Mehr auf die Sitzfläche.” 

“Hier?”, fragte Ted und legte die Hand auf den Ansatz ihres Oberschenkels.

“Nicht nur grabschen, zuhauen, mein Freund”, neckte sie ihn, nicht zuletzt, um die Stimmung etwas zu lockern. Der nun folgende Schlag konnte kaum als solcher bezeichnet werden.

Sie seufzte und vergrub frustriert ihr Gesicht in der Decke unter sich. 

“Weißt du, vielleicht war’s besser, dass wir keinen Sex hatten”, stellte sie im gleichen Moment fest.

“Das ist was komplett Anderes, okay?”, erwiderte Ted verärgert. Der nächste Klaps hatte endlich mal wieder etwas mehr Schwung.

“Na gut.” Sie schob sich von seinem Schoß und stellte sich wieder hin. “Dann wird dich das hier ja auch nicht stören.” Ohne zu zögern, schnürte sie die Hose auf und ließ sie herunterfallen. Lucy bemerkte durchaus seinen Blick zwischen ihre Beine und sah ihn rot anlaufen, doch sie platzierte sich ungehindert dessen wieder auf seinem Schoß.

“Okay… dein Hintern ist nicht mal ein bisschen rot”, stellte er fest.

“Ach was!” Sie konnte sich den Ausruf nicht verkneifen.

“Na gut. Ich krieg das hin. Ich werd das jetzt sowas von ändern”, behauptete Ted und sie fand schon mal gut, dass er sich auf diese Art und Weise Mut zusprach, nur leider hatte das vorhin auch nicht das Geringste gebracht. Sie würde wohl skeptisch bleiben, bis mal der erste richtige Schlag käme. 

Also holte er aus und verpasste ihr eins auf die linke, nackte Backe. 

So richtig viel passierte nicht. Bis auf dass sie spürte, wie sein bester Freund anscheinend Reaktion auf den Anblick und vielleicht auch das Gefühl ihrer unbekleideten Haut zeigte. Wie vorhin schon… Der Gute war wohl langsam wirklich etwas überreizt. Aber das fand sie von all dem eher schmeichelhaft als störend. 

“Hm”, machte er, woraus sie entnahm, dass er nun immerhin selbst bemerkte, dass er es nicht richtig machte. 

“Ich weiß auch nicht, Lucy, ich kann mich einfach nicht überwinden, in die Vollen zu gehen.” 

Sie richtete sich ein wenig auf. “Du hast Recht. So wird das nichts. Bis auf dass du geil geworden bist, haben wir heute nicht viel erreicht.”

Er sah sie verlegen an. “Hör mal, das…”

“Schon gut. Das ist immerhin die übliche Wirkung, die ich auf Männer habe.” Sie winkte ab und richtete sich von seinem Schoß auf. Ohne viel Eile zog sie sich die Hose wieder an.

„Ein weiterer gescheiterter Plan also”, stellte er fest. Es ärgerte sie gerade wirklich, wie er die Flinte ins Korn warf. 

“Weißt du… ich glaube, ich hab dich einfach nicht auf die richtige Art und Weise provoziert”, stellte sie fest.

“Inwiefern?”, fragte Ted.

“Naja, Edgar hab ich argumentativ an die Wand gespielt, obwohl ich in seinen Augen ja nur ne wertlose Frau bin. Blake hab ich in ihrer nicht vorhandenen Männlichkeit gekränkt.”

“Jetzt fang nicht schon wieder damit an!”, rief Ted augenrollend aus. 

“Und du, wenn ich dir sage, dass du das nicht hinkriegst, denkst du nur, dass ich Recht damit habe. Vielleicht wäre eine kleine Demonstration tatsächlich angemessener. Ich glaube, ich muss härtere Geschütze auffahren.” Sie packte ihn nun selbst am Arm und er ließ sich ein wenig überrumpelt von ihr hochziehen. 

Statt ihm nahm nun Lucy auf dem Bett Platz. “Wir tauschen. Und ich zeig dir jetzt mal wie das richtig geht.”

“Was… spinnst du?!”, rief Ted entsetzt aus. “Ich lass mich doch von dir nicht übers Knie legen!”

“Jetzt stell dich nicht so an! Ich hab dich doch sowieso schon nackt gesehen und alles.”

“Können wir das… das jetzt gerade vielleicht nicht erwähnen?!”, stieß Ted aus. Wieder einmal war er bis zum Scheitel rot angelaufen. Lucy musste sich glatt ein Grinsen verkneifen. Es gab ihr aus irgendeinem Grund immer wieder so eine tiefe Befriedigung, ihn in Verlegenheit zu bringen. 

“Rüber jetzt mit dir! Es geht nicht anders.” Als er nicht reagierte, schnappte sie ihn einfach am Arm und zog ihn herunter. Er gab nur halbherzig Contra. Entweder wusste er nicht richtig, wie er dazu nein sagen sollte oder er sah im Grunde ein, dass es nötig war, wollte es sich aber selbst nicht eingestehen. So oder so, das war für sie das letzte bisschen Zugeständnis, das sie brauchte, um das durchzuziehen.

Lucy packte ihn am Hosenboden und zog diesen stramm.

“Hey, ich… das ist richtig peinlich!”, beschwerte er sich. “Und was macht ausgerechnet dich zur Expertin? Hast du das überhaupt schon mal gemacht?” 

“Bisher nicht. Aber ich hab oft genug eingesteckt um zu wissen, worauf es ankommt. Du scheinst da eine Auffrischung alter Erinnerungen zu brauchen.” 

Und mit diesen Worten gab sie ihm zum ersten Mal fest eins hintendrauf. Und dann, damit er gar nicht erst auf die Idee kam, weitere Einwände zu erheben, gleich wieder und wieder. 

Er zuckte nur ein wenig, steckte es aber ansonsten erst einmal ohne Weiteres weg. Das motivierte sie glatt, in Tempo und Stärke nachzulegen. Sein Hintern fühlte sich unter ihrer flachen Hand ziemlich fest an. 

“Siehst du! Du musst gleich richtig loslegen. Und nicht immer nur mal vereinzelt zuhauen! Sonst ist es doch gar keine richtige Tracht Prügel!”, erklärte sie ihm während sie unbeirrt, rechts links, rechts links, auf seinen Po eindrosch. 

“Mh!”, machte er. “Ja okay. Ich glaub, ich hab’s jetzt verstanden, Lucy!”

“Nein, nein. Das klingt mir nicht überzeugend genug”, erklärte sie prompt. Es war anstrengend, das konnte man nicht bestreiten. Mit so viel Kraft und Wucht zuzuhauen. Die Hand tat einem da auch recht schnell weh. Aber sie hatte nicht die geringste Absicht, da jetzt nachzulassen. Im schlimmsten Fall würde sie ihm jetzt nur mal so richtig den Arsch versohlen – und ganz ehrlich, das schadete ihm nicht. Im Besten wäre er so sauer, dass er es ihr bei der nächsten Gelegenheit heimzahlen würde. 

Sowieso, sie konnte Ted überhaupt nicht verstehen, Wenn man erst mal anfing mit dem Zuhauen, kam man doch erst richtig auf den Geschmack. Sie jedenfalls bekam jetzt erst richtig Ehrgeiz, seinen inzwischen leicht auf und ab wippenden Backen einzuheizen. Am liebsten hätte sie ihm die Hose runtergezogen. Aber sie ahnte, dass das vielleicht der Punkt wäre, an dem er seine eigentliche körperliche Überlegenheit nutzen würde, um ihr Einhalt zu gebieten. Lieber ausnahmsweise mal nicht zu gierig werden. 

“Uff”, machte er und vereinzelt stöhnte er gequält. Langsam begann es wohl unangenehm zu werden. Das fand ihre Hand leider auch. Lucy musste eine Pause machen, um sie auszuschütteln.

Sie nutzte diese Zeit, um ihn ein weiteres Mal zu belehren. “Siehst du. Spürst du jetzt schon, wie es brennt? So muss sich das anfühlen.”

“Ja… ich seh’s nicht nur, ich spür’s auch. Ich denk, das reicht jetzt”; nuschelte Ted. 

“Noch nicht ganz”, fand sie. Sie packte einmal mit der Linken um ihn herum und gab ihm dann mit der Rechten nochmal so richtig Saures. Jetzt entflohen ihm die Schmerzlaute auch viel ungehemmter. Und sein Körper wehrte sich weitaus deutlicher gegen die Behandlung.

Sie verpasste ihm ein regelrechtes Klatschfeuer mit der flachen Hand. Als sie endlich feststellte, dass ihr eben diese jetzt doch schon viel zu sehr weh tat, ließ sie wohl oder übel von ihm ab.

“Na gut… das reicht wohl erst mal zu Demonstrationszwecken.” Sie kniff ihm noch einmal herzhaft in den Allerwertesten. Ungelenk rappelte er sich auf. Verlegen weggedreht packte er sich an die Backen.

“Das war… das hat echt weh getan!”

“Na sag bloß. Anders als bei dir auf jeden Fall”, sprach Lucy keck. Sie stand selbst auf und streckte sich erst einmal ausgiebig. “Ich sag dir, mir tut die Hand weh… das ist gar nicht mal zu unterschätzen.”

“Na, da hab ich aber Mitleid!”, kommentierte Ted ihr Leid nur mit Sarkasmus.  

“Ich weiß, du weißt nicht, wie sich das anfühlt. Dir brennt da was Anderes viel mehr, huh?” 

“Boah, weißt du was?! Du gehst mir gerade tierisch auf die Nerven!” 

“Ja, kann sein. Aber da macht mich jetzt nicht unbedingt nervös. Wir haben ja schon festgestellt, dass du nicht in der Lage bist, mir da handfest Herr zu werden. Ist nicht schlimm. Nicht jeder Kerl hat das Zeug dazu. Vielleicht sollte ich in Zukunft dich verhauen und dir ist das dann eine Motivation, dich mehr ins Zeug zu legen. Ja, ich glaube, so passt das besser.” Sie kicherte. “Wer hätte schon gedacht, dass ich mal nem echten Piratenkapitän den Hintern versohle wie nem ungezogenen Jungen.” 

Sie bemerkte gar nicht, wie Ted inzwischen von hinten an sie herangetreten war.

“Genug ist genug!”, stieß er aus. Er schob ihr mit einem Ruck die sowieso viel zu lockere Hose in Kniekehlen und zog sie über sein aufgestelltes Bein. Und dann, bevor sie überhaupt realisierte, wie ihr hier gerade geschah, hatte er ihren nackten Po auch schon mit den ersten, vollkommen schonungslos aufgebrachten Hieben eingedeckt. 

12 Kommentare zu „18. Wir müssen üben (Pirate Booty)

  1. Selbst, wenn jemand an sich so richtig in der jeweils eigenen Rolle drin steckt und nur eine Seite kennt, ist es hilfreich, wenigstens so ein paarmal auch die andere Rolle zu testen. Für den aktiven Partners ist es hilfreich, wenn er aus eigener Erfahrung weiß, wie genau es sich anfühlt, was er da tut und es nicht nur dadurch gelernt hat, welche Reaktionen etwas hervorruft. Und der passive Partner kann die Arbeit viel besser wertschätzen, wenn er es selbst mal versucht hat.

    Natürlich muss dazu der Rahmen stimmen, aber das ist bei Ted und Lucy ja ganz klar der Fall. Und am Ende ist Ted alles in allem doch verhältnismäßig gut weg gekommen. Sehr typisch ist auch, dass Lucy insgeheim ganz genau weiß, welche Knöpfe sie bei Ted drücken muss. 😁

    Gefällt 1 Person

    1. So zumindest eine Theorie, wobei ich glaube, dass man nie so ganz das fühlen kann, was der Partner fühlen wird, dazu sind die Empfindungen bei dem Ganzen auch einfach zu unterschiedlich. In dem Fall war es ja auch eher Provokation als alles andere

      Sie musste erst mal etwas rumprobieren aber jetzt hat sie sicher etwas gefunden, was ihn auf die Palme bringt!

      Danke für deinen Kommentar!

      Like

  2. Oh Mann, der arme Ted. Ich kann es ja nicht selbst nachvollziehen, kein Spanko zu sein. Aber ich glaube, wenn das Interesse nicht in einem drin ist, dann ist kann es echt schwerfallen. Vielleicht – hoffentlich – hat Lucy jetzt den passenden Weg gefunden, Ted in die passende Stimmung zu versetzen. 😅

    Gefällt 1 Person

  3. Danke für die neue Folge! Was für ein (Over-the-knee-)Turning Point, und was für ein Cliffhanger am Ende – buchstäblich die in der Luft erstarrte Hand über dem zitternden Po der Delinquentin, und wir müssen ausharren und warten, auf welche Weise sie in der nächsten Folge auf ihr Ziel herniedersausen wird… / Popcorn

    Gefällt 1 Person

  4. Auch ich kann als Spanko Teds Zurückhaltung nicht wirklich nachvollziehen.

    Ein gewisses Verständnis habe ich ja schon für ihn, aber trotzdem ist sein Herimgeeiere für mich schon unerträglich geworden und ich bin dir dankbar dafür, dass Du ihm mal einen Povoll in die Geschichte geschrieben hast, wenngleich Lucy wirklich noch sehr gnädig mit ihm war. Vielleicht genügt es ja auch, wenngleich ich noch einige Zweifel habe.

    Gefällt 1 Person

    1. Ted ist nunmal ein netter Kerl und das ist ja an sich erst mal nichts Schlimmes. Lucy ist eigentlich vor allem gereizt, weil er damit ihren Plan vereiltelt und verhaut ihn maßgeblich zur Provokation- was ja auch zu funktionieren scheint.

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu Mick Antwort abbrechen