29. Verrat (Der Privatlehrer)

"Josephine, was…" stotterte er, bedeckte sich so gut er konnte und hob mit der anderen Hand seine Hose vom Boden auf. Er musste absolut lächerlich auf sie wirken. Angesprochene erwachte mit einem Mal aus ihrer Schockstarre, jedoch nur um herum zu fahren und die Treppe herunter zu rennen. "Warte!" rief John aus und stopfte sich in seine Hose hinein so schnell es ihm gelang. Wie von Sinnen stürzte er ihr hinterher, bekam sie noch im Treppenhaus am Arm zu packen.

9. Geteiltes Leid ist halbes Leid? (Der Privatlehrer)

Sie dachte wenigstens ein wenig hätte Josephine in den letzten zwei Wochen durch ihren neuen Lehrer dazugelernt, aber jetzt standen sie hier vor diesem Mann, dessen Autorität den ganzen Raum erfüllte. Sie wussten beide, dass das nur in einer harten Strafe enden konnte, immerhin hatten sie heute zusammen zig Regeln gebrochen. Trotzdem konnte Josephine es nicht lassen und ihr loses Mundwerk halten. War ihr nicht klar, dass Rechtfertigungen und Widerworte alles nur schlimmer machten? Natürlich nicht, sie kannte es ja nicht anders, als dass sie sich immer irgendwie geschickt rausreden konnte. Alte Gewohnheiten waren wohl schwer abzulegen.

4. Nächtlicher Ausflug Teil 1 (Der Privatlehrer)

Josephine lag auf ihrem Bett und atmete tief den Duft, des kleinen, weißen Taschentuchs ein. Es roch immer noch so gut nach ihm. Allein dass sie das dachte, ließ ihre Wangen glühen. Was war denn mit ihr los? Wieder fragte sie sich, warum der schlimmste Mann, der jemals dieses Haus betreten hatte, so unglaublich gut aussehen musste? Und gut riechen... und wenn sie ehrlich zu sich war, war es nicht nur das. Es war seine ganze Ausstrahlung, wenn er einen Raum betrat, seine Souveränität.

3. Benimmregeln (Der Privatlehrer)

Noch nie war Josephine so erleichtert gewesen wie heute, dieses blöde Klassenzimmer zu betreten. Endlich war sie geschützt vor den vielen Blicken. Sie ahnte zwar, dass ihre Tortur damit wohl heute noch kein Ende hatte, hoffte aber andererseits, dass ihr Lehrer Gnade walten ließ und nicht mehr ganz so streng wie gestern sein würde. Immerhin glühte und pochte ihre Kehrseite jetzt schon heftig. Sie glaubte nicht, noch mehr aushalten zu können.

2. Respekt vor Bediensteten (Der Privatlehrer)

Alles, was sie sich beim in der Ecke knien gestern eingestanden hatte, war heute wieder wie weggeblasen. Was interessierte sie das Personal? Nicht einer hatte danach Mitgefühl für sie übrig gehabt. Stattdessen musste sie die gehässigen Blicke voller Schadenfreude erdulden. Sie war nicht sicher ob sie bei der Züchtigung so laut geschrien hatte, dass der gesamte Gutshof es mitbekommen hatte ober ob es sich einfach sehr schnell herumgesprochen hatte, aber so oder so, es war absolut demütigend.

1. Privatunterricht (Der Privatlehrer)

Josephine Abbott war die Erbin eines großen Gutshofs, zu dem ein Gestüt gehörte. Sie waren eine der wohlhabendsten Familien des Landes und Josephine war der Augenstern ihres Vaters. Sie war ihr Leben lang verwöhnt und verzogen worden wo es nur ging, was man ihrem Verhalten und ihren Umgangsformen immer mehr anmerkte, je älter sie wurde. Die Versuche, sie von einem Hauslehrer unterrichten zu lassen, waren jedes Mal kläglich gescheitert. Dem letzten hatte sie den Stock über dem Knie zerbrochen als er es gewagt hatte, ihr damit zu drohen.

Teaser

Als Teenie hatte sie schon öfter selbst Geschichten geschrieben, meistens Fanfiction von Filmen und Serien, die sie toll fand. Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe herum während sie nur halb bewusst bereits ein neues Word-Dokument geöffnet hatte. Es wäre doch spannend, so etwas, wie sie sich letztens beim Filme schauen zusammen gesponnen hatte aufs virtuelle Papier zu bringen.