Special: Das große RBG-RPG Teil 2

a/n: Hier ist er endlich, der zweite Teil des großen Specials zum 200 Beitrag-Jubiläum! Ich habe wirklich noch nie so viel Arbeit in einen einzigen Beitrag gesteckt. Entsprechend habe ich mich gefreut, dass der erste Teil so gut bei euch ankam. Und jetzt viel Spaß bei der Fortsetzung!

“Kennt ihr euch?”, fragte Lucy und musterte den Fremden eingehend.

“Das … ist Mr. Buchanan, mein Lehrer”, erklärte Josephine verlegen. “Aber… was machen Sie hier?” 

“Na was wohl! Ich hole dich zurück nach Hause, junge Dame!” Kurzerhand packte er sie am Ohr.

“Was für eine Art Lehrer ist das?”, fragte Sofía, wenn auch nicht unzufrieden damit, dass wohl endlich auch mal Josephine im Begriff war, ihr Fett weg zu bekommen. Als allerdings diese Art rote Aura um ihn herum aufflammte, schreckten sie alle ein Stück zurück. Auch Josephine versuchte zu fliehen, doch er hielt sie mit einem “Hier geblieben!” bei sich.

LEVEL 3

Mr. Buchanan

Waffe: Infernaler Rohrstock

“Oh Gott… was für ein Rohrstock?”, schrie Josephine und zappelte, wenn auch autschend, da er ihr Ohr immer noch zwischen den Fingern festhielt. 

“Der hier!” Er materialisierte einen intensiv glühenden Stock in seine Hand. “Mit dem werden wir dir jetzt endgültig die Flausen austreiben!”

“NEEEIN!”, brüllte Josephine “Jetzt macht schon was, ihr Nichtsnutze!” 

Sofía lachte nur verächtlich. “Ich denk gar nicht dran.”

Auch Jake und Lucy schienen nicht sonderlich motiviert, sich einzumischen. Allein Louise haderte sichtlich, als sie dabei zusah, wie der Lehrer seinen Schützling mühelos ihrer Beinkleider entledigte. 

“Sollten wir nicht irgendwie… eingreifen?”

“Wir können uns ja erst einmal ansehen, wie er agiert und seine Attacken funktionieren”, fand Jake. 

Buchanan legte Josephine im Stehen über sein angewinkeltes Knie und begann sie mit zischenden Stockhieben zu verdreschen. Jeder einzelne Hieb hinterließ eine tiefrote Strieme auf der blassen Haut der Rothaarigen. 

“Eine Heilerin, die niemanden heilt, wirkt in der Tat relativ nutzlos”, fand Lucy. “Und er scheint es ja vor allem auf sie abgesehen zu haben.” 

“AHH!”, brüllte Josephine “Der tut ja viel schlimmer weh als der andere Stock!” 

“Außerdem scheint sie es gewohnt zu sein”, gab Jake zu bedenken. “Sie kommt schon zurecht.”

“Geschieht ihr ganz recht!”, murmelte Sofía und genoss das Schauspiel. 

Josephine zappelte und strampelte unter den schmerzhaften Stockschlägen, was das Zeug hielt, doch Buchanan schien nicht sehr viel Gnade zeigen zu wollen.

“Das kommt davon, dass du deine Gruppe so behandelt hast!”, erklärte er ihr dabei streng, aber recht gelassen. “Und davon, dass du dich hier rumtreibst, statt die Schulbank zu drücken und ordentlich zu lernen! Lass dir das bloß eine Lehre sein.”

“Es ist doch nicht meine Schuuuhld!”, schrie sie “Die sind alle… ahh… unfähig!”

“Na da braucht es heute wohl jemand besonders gründlich”, fand der Lehrer und ließ sich nicht lumpen. Die perfekt untereinander gesetzten Striemen bedeckten bald ihre komplette Kehrseite. 

Lucy schaute sich um. “Wo ist eigentlich Holly?”

“Vielleicht die Rutsche runtergefallen. Hoffentlich”, kommentierte Sofía. “Endlich ein bisschen Genugtuung. So gefällt mir das.” 

Inzwischen hatte Buchanans Strafe Josephines Oberschenkelansatz erreicht und er widmete sich diesem besonders sorgsam. Sie schrie nun nicht nur noch viel erbärmlicher, sie bettelte geradezu um Gnade.

“Es tut mir leid… tut mir leid! Bitte! Ich kann nicht mehr!”

“Wirst du ein braves Mädchen sein?”, fragte er. 

Sie nickte heftig. “Bitte… ich… ich… gehe mit Ihnen nach Hause. Ich tue alles!”

“Hm.” Er ließ den Stock sinken. “Vorher habe ich allerdings etwas zu erledigen.” 

Josephine nickte heftig und sah schniefend zur Gruppe. “Ich verstehe schon. Und nur keine Sorge… ich helfe Ihnen dabei…” 

“Was?” Nun wurde Louise, die dem Geschehen am nächsten stand, hellhörig.

Doch es war zu spät. Buchanan hatte Josephine losgelassen und schnappte sich nun stattdessen den Oberarm der jungen Prinzessin. 

“Auch für ein feines Fräulein wie Ihre Majestät ziemt es sich nicht, sich in solchen Gefilden herumzutreiben. Ist es nicht so, Josephine?”

Diese rieb sich die Kehrseite, nahm dann jedoch ihren Stab zur Hand und ließ ihn einmal über ihre rot verstriemten Backen leuchten. Augenblicklich war ihre eben noch so geschundene Haut wieder hell wie ein frisches Glas Milch. 

“Dieses Miststück!”, murmelte Sofía.

“Ganz recht. Auch eine Prinzessin braucht ab und an eine deftige Tracht Prügel.” Sie hob die Arme und breitete so einen Schutzzauber über sich und John aus. Als Louise zu einem Gegenschlag gegen den Lehrer ausholte, richtete Josephine den Stab auf sie. Die Hände von Louise flogen auf ihren Rücken und blieben dort kleben. 

“Verdammt!”, stieß Lucy aus. „Josephine hat tatsächlich die Seiten gewechselt!” 

“Also jetzt mal ehrlich… ist irgendwer ernsthaft überrascht?”, fragte Sofía. “Sie hat von Minute eins kein gutes Haar an auch nur einem von uns gelassen.” 

“Naja. Du bist auch manchmal launisch. Aber das ist schon heftig”, fand Jake. 

“Wir müssen etwas tun”, murmelte Lucy. John, der ein gutes Stück kleiner war als Louise, hatte in der Zwischenzeit versucht, sie im Stehen übers Knie zu legen und offensichtlich festgestellt, dass das so nicht funktionieren würde. Im nächsten Moment war ein altmodisch aussehender Stuhl aus Teakholz mit Polsterung neben ihm aufgetaucht, auf dem nahm er nun Platz und zog die nun recht wehrlose Louise über seinen Schoß. 

“Ähm… also ich finde das reichlich unangemessen!”, protestierte sie, als er ihr die Röcke hochschlug. Darunter trug sie ein weißes Höschen mit Spitzenrändern.

“Was unangemessen ist, ist deine Wäsche, junge Dame! So etwas Aufreizendes ist mir ja noch nie untergekommen!” 

Jake und Sofía tauschten einigermaßen verwirrte Blicke aus, während Lucy bedächtig nickte. “So eine knappe Unterhose hat man ja wirklich noch niemals gesehen”, ergänzte sie. “Ist aber irgendwie schick”, räumte sie ein. 

Mr. Buchanan nahm nun wieder seinen Stock zur Hand, holte aus und ließ diesen auf das blütenweiße Höschen sausen. Dem Mund von Louise entfloh ein erschrockener Aufschrei. 

“Meine Güte! Das ist ja übel!”, rief sie aus und versuchte, nach vorne weg zu rutschen, doch der Lehrer packte sie an der Schulter und hielt sie an Ort und Stelle, während der zweite Hieb niedersauste. 

“Wir müssen irgendetwas tun!”, rief nun Sofía, die das plötzlich gar nicht mehr so lustig fand.

“Ohne Magie sind wir da ziemlich aufgeschmissen”, murmelte Jake, sah dann aber Sofías getroffenen Blick und ergänzte: “Wir könnten höchstens versuchen, die Schutzbarriere mit Angriffen zu schwächen.”

“Also gut”, nickte Sofía, während sich Louise inzwischen die Seele aus dem Leib schrie. Das musste etwas heißen, denn Sofía wusste immerhin aus eigener Erfahrung, wie hart im Nehmen ihre Stiefschwester eigentlich war. “Schnell, Jake, wir gehen in den Nahkampf und du, Lucy, schießt von Weitem mit deinen Pfeilen.” 

“Geht klar”, nickte diese und spannte den Bogen. 

Jake zog seinen Dolch aus dem Gürtel und stieß ihn gegen die Barriere, die zu beben begann.

“Vorsicht, Sir!”, rief Josephine aus und Buchanan blickte von seinem Tun auf. Diesen Moment nutzten Lucy und Sofía. Während die Bogenschützin einen Pfeil abschloss, griff auch Sofía mit ihrem Dolch an. 

“Wie ungezogen!”, stieß der Lehrer aus. 

Im nächsten Augenblick hatte sie einen höllisch brennenden Schlag sitzen. Prompt trat ihr Wasser in die Augen. Durch einen Tränenschleier sah sie, wie der glühende Stock in die andere Richtung ausfuhr und auch Jake eins hintendrauf verpasste. Dieser schrie und hüpfte rasch ein Stück zurück. 

“Oh verdammt! Dieser Stock ist wohl vielseitiger als wir dachten!”, rief Lucy, die so clever war, noch etwas mehr Abstand nahm, um weitere Pfeile abzufeuern. 

“Das tut ja wirklich höllisch weh!”, stöhnte Sofía und presste sich die Hände an die ohnehin malträtierten Hinterbacken. Eilig wich sie zurück. 

Ohne weitere Worte widmete Buchanan sich wieder seiner wichtigen Aufgabe, die Prinzessin gründlich durchzudreschen. 

Hilflos musste Sofía dabei zusehen, wie Louise strampelte, schrie und ihr die Tränen in Sturzbächen die Wangen herunter liefen. Kein Wunder! Allein ein Schlag war die pure Hölle gewesen. Die arme Louise! Sofía starrte hilflos auf das sich bietende Szenario, als Lucy sie ein Stück zu sich nach hinten zog. 

“Meine Pfeile sind aufgebraucht”, ließ sie vermelden. “Ich habe außerdem nicht das Gefühl, dass sie viel gebracht haben.” 

“Na los, Sir, jetzt geben Sie es ihr schon auf den Blanken!”, mischte sich da Josephine ein. “Sie hat es verdient.” 

Buchanan sah zu seinem Schützling auf und mahnte ziemlich streng “Sag mir nicht, was ich zu tun habe.”

“Aber…” 

“Still jetzt!” Er holte ein weiteres Mal aus und in seinem Zorn war der Hieb wohl besonders gewaltig. Louise unter ihm löste sich jedenfalls in eine Menge rosa Pixel auf.

“LOUISE!”, schrie Sofía. Verdammt, das war ihre Schuld. Sie hatten sie nicht retten können… 

Jake packte sie unvermittelt am Arm. “Shh… wir wollen nicht seine Aufmerksamkeit erregen. Wir müssen uns schnell was einfallen lassen.” 

Buchanan erhob sich von dem Stuhl, richtete seine Kleidung und blickte äußerst ernst drein. Jedoch nicht auf die deutlich geschrumpfte Gruppe, sondern auf die kleine Rothaarige. 

“Nun wieder zu uns, Josephine. Ich habe eine Frage an dich. Glaubst du, dass du dich

 gerade anständig verhalten hast, wie es einer Dame deines Standes gebührt?”

Josephine wurde blass. Sie trat einen Schritt hinten.

“Ich habe doch nur… wollte doch nur…”, stotterte sie. 

“Weißt du, was ich glaube? Dass du dein ungezogenes Hinterteil viel zu voreilig aus der Affäre gezogen hast. Du lernst es nämlich nur, wenn das so richtig rot glüht und brennt, ist es nicht so?” 

“Aber Sir! Ich habe Ihnen geholfen!”

“Zu deinem eigenen Vergnügen, zweifellos! Du kommst jetzt her, sofort!” Mit diesen Worten klemmte Buchanan seinen Schützling unter den Arm und noch ehe sie protestieren konnte, hatte er ausgeholt und ließ den Stock auf ihre so weit hochgereckte Kehrseite sausen. 

“Seht!”, flüsterte Jake. “Hinter den beiden ist eine Tür erschienen.” 

“Bestens. Schleichen wir uns vorbei”, klinkte sich Lucy ein. 

Es stellte sich heraus, dass dies nicht einmal notwendig war. Beide waren so vertieft in ihr eigenes Szenario- Buchanan mit versohlen und schimpfen, Josephine mit Jammern und Beteuerungen-, dass sie nicht einmal bemerkten, wie die Dreiergruppe den Weg zum Ausgang passierte. 

“Geschieht ihr ganz recht!”, stieß Sofía aus und warf über die Schulter noch einen letzten Blick auf das schmerzverzerrte Gesicht von Josephine. 

“Naja, wir werden immer weniger und unsere Chancen sinken, hier noch heil rauszukommen”, merkte Jake an. “Vielleicht finden wir zumindest Holly wieder.” 

“Ich hoffe nicht”, stöhnte Sofía. 

LEVEL 3: COMPLETE

Hinter der Tür war es stockfinster. Ohne Lichtquelle blieb ihnen nichts, als sich irgendwie voran zu tasten. Das waren wirklich alles andere als ideale Voraussetzungen. Sie könnten sich wieder in einem mit Fallen gespickten Gang befinden, vor ihnen der nächste Abgrund klaffen. 

Sofía klammerte sich an die nächstbeste Person – Lucy, wie sie feststellte – und murmelte: „Wir müssen echt vorsichtig sein. Wobei ich vielleicht lieber durch ne Falle draufgehen würde als bei nem weiteren Kampf, bei dem ich den Arsch versohlt bekomme.” 

“So darfst du nicht denken!”, erwiderte Jake. “Wenn wer ein gutes Final Girl abgibt, dann du.”

“Final Girl? Was soll das denn sein?”, fragte Lucy verwirrt. 

“Na die, die im Horrorfilm dem Serienmörder entkommt”, erklärte Jake. 

“Ich versteh kein Wort”, gab Lucy zu. 

“Die letzte Überlebende”, ergänzte er also. 

“Oh sorry, liebend gern im Grunde, aber ICH bekomme diesen Schatz in die Finger. Also wenn, dann sollten wir beide Final Girls sein”, fand Lucy.

“Ja, sowas gibt’s auch ab und zu.”

“Du bist zu pessimistisch”, fand Sofía. “Wir brauchen deinen schlauen Kopf, Jake.”

“Ohh, du würdest mich also vermissen?”, neckte er. 

“Halt die Klappe!”, fuhr sie ihn an, da leuchtete plötzlich nicht allzu weit von ihnen ein Lichtschein auf. 

“Was ist das?”, fragte Lucy und machte einige Schritte darauf zu, Sofía im Schlepptau.

“Endlich sieht man wieder was.” Jake ging voran. Furchtlos wie es schien. 

“Okay, aber sei bitte vorsichtig”, rief Sofía noch. “Das könnte eine Falle sein.” 

Jake reagierte nicht. Er ging einfach schnellen Schrittes auf das Licht zu. Es kroch unter einem Türspalt hervor.  Bevor Lucy oder Sofía noch etwas hätten sagen können, drückte er die Klinke herunter und öffnete die Tür. 

Vor ihnen lag ein weiterer, großer Raum mit steinernen Wänden. In der Mitte war eine Art steinernes Podest. Nun, da Jake aus der Tür getreten war, konnten auch Lucy und Sofía die Lichtquelle ausmachen. Auf dem Podest befand sich eine Art Chaiselongue, auf der sich eine übergroße Frau räkelte.

“Ah wie schön. Besucher”, sagte diese mit einem Lächeln auf ihren tiefroten Lippen. Ihr schwarzes, langes Haar war zu einem strengen Zopf gebunden und fiel wie Seide über ihren Rücken. Ihr Aufzug war… speziell. Sie trug Stiefel aus schwarzem Lackleder, die bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reichten, ansonsten einen schwarzen Body mit obszön hohem Beinausschnitt und ein geschnürtes Mieder darüber, das ihre Brüste unnatürlich nach oben drückte. 

Level 4

Natalia, die dunkle Herrscherin 

Waffen: Vielfältig

“Der nächste Feind”, murmelte Lucy Sofía zu. 

“Wer hat denn hier so ein Porno Add-On eingebaut?”, erwiderte Sofía kopfschüttelnd.

“Willkommen in meinem Reich der Qualen.” Natalia sprang elegant von ihrem Sitzmöbel auf und schaute sie alle drei eingehend an. “Hübsch seid ihr. Mal sehen, wen von euch nehme ich mir vor… die kleine rassige Latina mit dem bockigen Blick? Oder die sommersprossige blonde Schönheit, die nichts zu erschüttern scheint?” Sie sah nun auf Jake herab. “Nein… wir nehmen den niedlichen Jungen mit den dunklen Locken und dem gierigen Blick. Gefällt dir, was du siehst?” 

“Lass Jake in Ruhe!”, stieß Sofía aus. 

“Schon gut, S. Ist schon gut…”, murmelte Jake und trat mit verschwommenem Blick auf die fremde Frau zu.

“Scheiße, seine Schwäche schlägt mal wieder durch!” Sofía packte Jake am Arm und fuhr ihn an “Hast du’s echt so nötig? Du bleibst gefälligst hier!”

Natalia lächelte und sah Jake tief in die Augen. 

“Lass dich nicht aufhalten, mein Süßer. Nur immer her zu mir, ich weiß genau, was du jetzt brauchst.”

Sofías Herumgezerrre an Jake brachte jetzt nicht mehr viel. Kurzerhand riss er sich los und schritt auf das Podest zu. 

Sobald er Natalia erreicht hatte, zog sie ihn heran und drückte ihm einen unanständig langen Kuss auf die Lippen. Nun, da er vor ihr stand, wurde der Größenunterschied erst besonders deutlich. 

“Verdammt noch eins!” brüllte Sofía und rannte auf beide zu, doch natürlich prallte sie an dem Kraftfeld ab, das die beiden nun umgab. 

Während sie sich noch aufrappelte, war in Natalias Hand eine Reitpeitsche erschienen. Sie gab dem verklärt dreinblickenden Jake eins hintendrauf. Kurz zuckte er, ließ sich von ihr dann aber bereitwillig zu der Chaiselongue führen. Ohne zu zögern beugte sie ihn darüber und zog ihm unter säuselndem Geflüster die Hose in die Kniekehlen. Beschämt schob Sofía die Hände vor ihren Augen. Sie hatte ihn nicht mehr nackt gesehen, seit sie als Kinder zusammen im Pool geplanscht hatten. Das hier war jedoch etwas ganz und gar Anderes.

Das Schlimmste war, dass Jake sich das Ganze wohl nur zu gerne gefallen ließ. Natalia ging einmal um ihn herum und genoss seinen Anblick sichtlich, spielte mit der Gerte in ihrer Hand. 

“Ja … eine ausgezeichnete Wahl“, lobte sie sich selbst laut. “Wir werden eine Menge Spaß haben” verkündete sie und ließ das lederne Ende der Reitpeitsche auf seine bloßen, hellen Backen knallen. Er zuckte merklich auf. 

“Aber einen süßen Po hat er”, stellte Lucy fest. 

“Bitte… können wir gehen?”, hauchte Sofía, der das alles über den Kopf stieg.

“Entschuldige mal, es ist noch kein neuer Weg entstanden. Und ich weiß, wir stehen ziemlich schlecht da, aber willst du wirklich kampflos aufgeben?”

Sofía biss sich auf die Unterlippe und schüttelte den Kopf, sah dann unwillkürlich doch hin. Jakes Hinterteil rötete sich zunehmend, während ein böses Grinsen das Gesicht der dunklen Herrscherin zierte. 

“Es sieht nicht aus, als würden deine Freunde viel tun können”, bemerkte Natalia und kniff neckisch in seine Backen. “Willst du mehr, Kleiner?”

Jake keuchte. “Was Ihr wollt, Herrin.”

“Oh, das ist Musik in meinen Ohren.” Sie küsste seine Wange und ließ die Gerte verschwinden. 

Sofía japste. “Bist du bescheuert?!”, fuhr sie ihn an, doch er schien nicht mal mehr ihre Anwesenheit zu registrieren.

“Sie muss ihm eine Gehirnwäsche verpasst haben”, stellte Lucy fest. “Ich hab keine Pfeile mehr. Hast du irgendwie noch ne Waffe, die du mir borgen kannst?” 

Sofía riss einen Beutel von ihrem Gürtel ab und drückte ihn ihr in die Hand. Er enthielt ein gutes Dutzend Wurfsterne. 

“Oh, das ist schon mal gut”, nickte Lucy nach einem Blick in den Beutel.

“Greif du weiter mit Abstand an, ich werde in den Nahkampf gehen!” Auch wenn sie das verdammte Spektakel dadurch leider noch genauer betrachten musste. 

Als nächstes ließ Natalia eine Art Paddle in ihrer Hand erscheinen. Es war von schwarzem Leder überzogen. Jake japste. “Komm her, Kleiner”, sprach Natalia zuckersüß und nahm nun auf dem Sitzmöbel Platz, zog ihn kurzerhand über ihren Schoß. Er hing hilflos in der Luft und sie ließ ohne Umschweife das Paddle auf seine Kehrseite knallen. Sofort färbten sich seine Backen sichtbar stärker ein. 

“Also los!”, stieß Sofía aus und stürmte auf die Energiekugel zu, hieb mit zwei Dolchen gleichzeitig gegen die Barriere. Bei jedem Schlag, den Natalia Jake verpasste, vibrierte die Lichtkugel und stieß Sofía ein Stück zurück. Sie sah Lucys Wurfsterne dagegen fliegen, doch auch diese prallten ab.

“Fuck!”, murmelte Sofía. Jakes Hinterteil war inzwischen schon tiefrot, ebenso wie sein Gesicht. Dennoch war sein Blick ganz entrückt. Sie fragte sich, wie viel er überhaupt noch aushalten würde, ehe er endgültig besiegt wäre. 

“Sehr schön… gut so”, sprach die Herrscherin und sah dann zu Sofía. “Diese Verzweiflung in deinem Gesicht, kleine Diebin… zu niedlich. Dich nehme ich mir als Nächste vor, versprochen.”

Sofía spürte, wie sie errötete. Alles, nur das nicht! Aber irgendwie hatte diese Frau etwas an sich, das selbst sie spüren ließ, dass es kein Entkommen gab. 

Wieder ließ Natalia das Züchtigungsinstrument verschwinden, nur um im nächsten Moment eine leuchtendrote Peitsche in der Hand zu halten. Sie stieß Jake unsanft von ihrem Schoß.

“Auf alle Viere! Langsam habe ich genug von dir! Es wird Zeit für das große Finale!” 

Jake gehorchte und Natalia setzte sich auf seinen Rücken, die Beine stark angezogen, da sie schlichtweg zu lang waren, als dass sie im rechten Winkel hätte sitzen können. Sie holte weit aus und ließ die Peitsche auf seine blanke Haut knallen. Die Knoten am Ende der Lederzungen prasselten auf Jakes Hintern und seine Oberschenkel. Er schrie auf. Sein Erscheinungsbild wurde plötzlich unscharf und pixelig.

“Oh ja! So gefällt mir das!”, rief Natalia aus.

“Sofía!”, rief Lucy. “Schnell, komm her!” Sofía fuhr herum. Direkt vor Lucy tat sich eine Falltür im Boden auf. Eilig zog Lucy an dem Griff, doch es kostete sie sichtlich Mühe, das Ding aufzubekommen. Sofía ließ die Dolche fallen und eilte ihr zur Hilfe. Da sprach hinter ihr eine Stimme mit dämonisch-düsterem Unterton: “Wo willst du denn hin, kleines Täubchen? Ich sagte doch, bist die Nächste!”

Die Falltür sprang auf. “Schnell!”, rief Lucy und ließ sich ohne zu zögern in die klaffende, unbekannte Schwärze gleiten. Sofía spürte die dunkle Präsenz im Nacken und tat noch einen tiefen Atemzug, ehe auch sie den Sprung ins Unbekannte wagte. Keinen Moment zu spät, denn als sie noch einmal nach oben sah, erhaschte sie einen letzten Blick auf die wütend verzerrte Fratze der dunklen Herrscherin. 

LEVEL 4: COMPLETE

Sie fiel unsanft auf ihr immer noch schmerzendes Hinterteil. Im ersten Moment war sie so geblendet von all dem Licht und Glitzern um sich herum, dass sie sich kaum orientieren konnte. Lucy wohl umso mehr. Sie stieß einen wohligen Schrei aus. 

“Wir sind in der Schatzkammer gelandet! Das ist der beste Tag meines Lebens!” 

Und tatsächlich, um sie herum war der ganze Raum gefüllt mit Gold und Edelsteinen, mehr als sie je hätten tragen können. Lucy tat dennoch ihr Bestes, denn sie schaufelte sich die Taschen bereits mit prasselnden Goldmünzen voll – auf einem Berg selbiger saß auch Sofía, wie sie jetzt feststellte. 

“Also war das der Endgegner?”, fragte sie ein wenig verwirrt. 

“Sieht ganz danach aus! Und wir erhalten endlich unsere wohlverdiente Belohnung!”

Wie aufs Stichwort erschien eine Schrifttafel über den Köpfen der beiden.

Tapfere Abenteurer, eure Reise ist nun beinahe zuende. Doch seid gewarnt. Dieser Schatz gehört dem schrecklichen Barbaren, der in den Katakomben dieser Höhle haust. Ihr tut besser daran, euch keinen einzigen Dukaten zu eigen zu machen. Die Strafe dafür wird eure kühnsten Erwartungen übertreffen

“Siehst du!”, rief Sofía und rappelte sich auf. “Nichts da wohlverdiente Belohnung. Ich hab ja geahnt, dass die Sache nen Haken hat. Leg sofort alles zurück.”

“Ha! Ich denk ja nicht dran. Diese Schrifttafel ist doch nur ein Trick, um Diebe fernzuhalten.”

“Ich weiß ja nicht”, murmelte Sofía, doch sie stieß auf taube Ohren. Wie es aussah, würde sie Lucy wohl kaum dazu kriegen, Vernunft anzunehmen. Die hatte ja von Minute eins nur über Geld gequatscht. Warum nur musste sie mit dem dysfunktionalsten Team der Videospielgeschichte unterwegs sein? 

Sofía seufzte und sagte zu sich: “Schlimmer könnte nur sein, wenn immer noch…” 

“Oh, sorry, ich bin etwas spät dran, oder?”, hörte sie da hinter sich. Diese Stimme. Das konnte doch nicht… das durfte nicht..

Noch ehe sie sich selbst umdrehen konnte, flatterte Holly im Halbkreis um sie herum und lächelte dümmlich  in ihr Gesicht. 

“Sofía, du bist wohlauf, was für ein Glück! Ich hatte schon Angst, deine Mutter hätte dir jetzt Hausarrest oder so gegeben.”

“Holly, da bist du ja wieder! Wo hast du gesteckt?”, fragte Lucy, die gerade einen besonders großen Edelstein in ihr Dekolletee wandern ließ. 

“Oh, ich wurde etwas aufgehalten. Wusst ihr, dass Drachen gar nicht so gut fliegen können? Also nicht in ner Höhle. Also vielleicht nur nicht, wenn sie niedrig ist.” 

“Du hast einen Drachen getroffen?”, fragte Sofía ungläubig.

“Ja und einen ziemlich fiesen dazu. Er hat meine Mutter beleidigt. Also, das hat er mir dann erklärt als ichs erst nicht direkt gemerkt hab. Wusstet ihr, was eine Dirne ist? Kein Obst auf jeden Fall.” 

Sofía fühlte sich einem Zusammenbruch nah. Was war wohl schlimmer, als unbewaffnet einem wütenden Barbaren gegenüberzutreten? Definitiv, dabei noch Holly in ihrer ganzen Blödheit an der Backe zu haben. 

“Wir sollten uns lieber umschauen, ob wir hier was Brauchbares finden. Waffen oder zumindest einen Heiltrank.” 

“Wozu denn ein Heiltrank?”, fragte Holly ganz erstaunt. 

“Weil ich vielleicht mit einer verdammten höllischen Riesenkelle verhauen worden bin?!”, stieß Sofía aus. 

“Hieß die nicht heilige Kelle?”, warf Lucy ein. “Ich will euer Gespräch ja nicht unterbrechen, aber hat einer von euch noch eine Tasche, die ich mir mal borgen kann?”

“Ist doch egal wie die hieß! Und ich borge garantiert nichts, damit du noch mehr klauen kannst!”, fuhr Sofía sie an. 

“Unhöflich”, fand Lucy pikiert und wühlte dann eben weiter in den Schätzen. 

“Warum hast du das denn nicht gleich gesagt?”, fragte Holly erstaunt und umarmte sie dann einfach. Sofía wollte schon protestieren, da setzte Holly dem Ganzen die Krone auf, indem sie die Hände auf ihre Pobacken schob.

“Hey, was…”, murmelte Sofía, doch im selben Moment spürte sie ein angenehmes Kribbeln und kurz darauf eine wohlige Wärme, die sich auf ihrem ganzen Hinterteil ausbreitete. 

“Was… ist das?”, fragte sie noch ganz verdattert, als Holly sich wieder löste. 

“Ach, das ist mein Feenstaub. Der hat heilende Kräfte. Hat mir die Erzdruidin erzählt” 

“Die Erzdruidin?”, fragte Sofía erstaunt. Was bitte hatte Holly hier noch alles ohne die Gruppe erlebt? 

“Wusste diese Erzdruidin denn auch zufällig, wie wir zum Ausgang kommen?”

“Oh ja, na klar.” Holly zeigte auf eine goldene Tür. “Wir müssen nur durch diesen einen Raum, dahinter befindet sich der Weg nach draußen.” 

Sofía atmete durch. Vielleicht war Holly doch einmal – na gut, zweimal- zu etwas gut. 

“Dann lass uns abhauen. Ich will nur noch hier raus. Lucy, hast du vielleicht beim Gold einstecken eine Waffe gefunden?”

“Nein… aber lass mich, bevor wir gehen, diese Truhe nochmal genauer in Augenschein nehmen.”

“Wozu denn?! Deine Taschen sind zum Platzen voll!”

“Wozu? Wozu? In Truhen befinden sich bekanntlich die großartigsten Schätze, ich meine, warum sollte sich in einer Schatzkammer so eine befinden, wenn sie nicht etwas richtig Wertvolles enthält?”

Schnurstracks lief Lucy darauf zu, doch als sie den Deckel öffnete, kamen ihr statt glänzendem Gold ein Schwall schleimiger grüner Ranken entgegen. Sie schrie erschrocken auf, da packten sie die Ranken und schlangen sich um ihre Taille. Mit einem Ruck zogen sie Lucys Oberkörper in das Innere der Truhe. 

“Huch”, machte Holly. “Ich glaub, da drin wohnt ein Oktopus.” 

Sofía schnirschte mit den Zähnen, sah aber ebenso hilflos dabei zu, wie die Ranken nach oben zischten, nur um dann auf Lucys in die Luft gereckten Po zu sausen. Das schnalzende Geräusch war nicht zu überhören. Lucy zappelte mit den Beinen, doch sehr viel mehr konnte sie nicht ausrichten. Aus dem Inneren der Truhe hörte man ein ersticktes “Hilfe!”

“Der Oktopus frisst sie auf!”, rief Holly. 

“Nein. Ich glaub, der erteilt ihr nur eine Lektion”, erklärte Sofía. Die Ranken schoben wie zum Beweis Lucys Röcke nach oben und hieben nun wie wild gleich mehrfach auf ihren jetzt nackten Po ein. Die Spuren waren beeindruckend. Tiefrote Abdrücke zeichneten sich auf der hellen Haut ab. 

Sofía fand das irgendwie befriedigend. Leider dämmerte ihr im gleichen Augenblick, dass wenn sie jetzt Lucy verlieren würde, ihre letzte Begleiterin Holly wäre… So kam wieder Bewegung in sie. 

“Schnell! Wir müssen irgendetwas tun!” Sie suchte den Raum mit den Augen ab und sah schließlich hinter einem Haufen Goldbergen ein Schwert mit diamantenbesetztem Griff schimmern. So schnell sie konnte, watete sie durch das Gold, stolperte einige Male, doch schließlich bekam sie das Schwert zu fassen. Mit nicht weniger Mühe eilte sie zurück. Holly hatte inzwischen versucht, mit bloßen Händen an den Ranken zu ziehen, doch sie bekam nur ein paar auf die Finger, die sie mit einem empörten “Böser Oktopus!” zurückzog. 

“Aus dem Weg!”, schrie Sofía und stürmte auf die Truhe zu, hieb mit einem Schlag einige der Fangarme kaputt. Ein böses Zischen kam aus der Truhe und sie verschlang Lucy mit einem schlürfenden Haps. Noch ehe Sofía das begreifen konnte, stoben die übrig gebliebenen Ranken auch auf sie zu. Doch statt eines Angriffs rissen sie ihr lediglich das Schwert aus der Hand und ließen auch dies in dem Inneren der Truhe verschwinden, ehe sich diese endgültig schloss.  

“Oh”, machte Holly. Sofía schnappte nach Luft. “Verdammt!”, stieß sie aus. “Diese blöde, geldgeile Kuh! Sowas Egoistisches!” 

Mitfühlend legte Holly die Hand auf ihre Schulter. “Vielleicht wohnt sie jetzt auch nur mit dem Oktopus zusammen in der Truhe.” 

“Na los. Hauen wir ab. Ich hab sowas von die Schnauze voll von diesem Spiel.” 

“Also ich hoffe, es ist noch nicht so schnell vorbei. Ich finde es toll”, erklärte Holly begeistert, während sie in Richtung der goldenen Tür schwebte. 

“Und du bist sicher, dass das der Weg zum Ausgang ist?”, fragte Sofía skeptisch. “Wir könnten auch durch die einfache Holztür gegenüber.” 

“Ach so, du willst den Drachen auch mal treffen?”, fragte Holly lächelnd.

“Schon gut… goldene Tür.” Sofía öffnete diese. 

Sie betraten einen weiteren Raum in der Größe eines Saales. Genau mittig befand sich eine Art Thron. Auf ihm saß ein Mann, riesig, breitschultig mit einem gewaltigen Bart und sah sie mit ernstem Blick an. 

“Barry?”, fragte Sofía halblaut, aber doch sehr erstaunt. 

“Woher kennst du meinen Namen, Menschenkind?”

Er klang auch wie Barry, aber lauter, dröhnender, bedrohlicher. Sofía wich unwillkürlich ein Stück zurück. 

“Euer Ruf eilt euch voraus, edler Barbar”, hörte sie sich sagen. Dieses Spiel machte wohl auch so einiges mit ihr. 

Holly kicherte. “Er sieht aus wie dein Stiefdad. Nur heißer.”

“Shh!”; machte Sofía. “Igitt, Holly!”

Immerhin schien dem Barbaren Sofías Antwort gefallen zu haben. “Ihr könnt passieren. Es sei denn, ihr habt euch an meinem Schatz zu schaffen gemacht.” 

Sofía atmete erleichtert aus. Jetzt war sie doch froh, dass Lucy der Truhe zum Opfer gefallen war. 

“Nein Sir, das haben wir nicht.” 

“Dann verschwindet und kehrt niemals mehr zurück!”, rief Barry donnernd aus. Sofía packte Holly am Arm und eilte los, vorbei an dem imposanten Thron. Da klimperte es und einige Goldstücke, die wohl noch an ihrem Mantel hängen geblieben waren, fielen klirrend zu Boden. 

“Fuck!”, stieß Sofía aus und rannte weiter. Doch die Tür vor ihnen verschwand. Stattdessen entstand um sie herum ein roter, flammender Kreis. Als sie sich umdrehte, stand der Barbar von seinem Thron auf.

“IHR VERMALEDEITEN DIEBE!”, brüllte er.

Level 5

Barry, der Barbar

Waffe: Das Paddle

Und nun sah Sofía es. In seiner massiven Hand hielt Barry ein riesiges Paddle, so lang wie sein muskulöser Unterarm. 

“Nein… das ist das schlimmste Ende, das ich mir hätte ausmalen können!” rief sie und klammerte sich verzweifelt an Holly. Doch der Barbar pflückte Sofía mühelos von Holly ab und klemmte sie unter seinen Arm. Noch ehe sie wusste, wie ihr geschah, bekam sie einen heftigen Schlag auf den Hintern und die Oberschenkelrückseiten verpasst. 

Der Schmerz war unvergleichlich. 

“Du bist verdammt dreist! Dreist und ungezogen!” Ein weiterer Schlag. Der Schmerz zog ihr vom Scheitel bis zu den Zehenspitzen. Doch ihr armes Hinterteil litt am Schlimmsten. Sie schrie entsetzt. 

“Ich werde dir zeigen, wie ich mit Diebinnen verfahre!” Mit diesen Worten zog er ihr die Hose in die Kniekehlen und entblößte so ihren höllisch pochenden Hintern. Seine Kraft war enorm und sie ihm absolut hilflos ausgeliefert. Sie konnte nichts tun, als mit Armen und Beinen zu rudern. 

Schlag Nummer drei. Auf die blanke Haut absolut unerträglich. Ohne die Heilung von Holly zuvor wäre sie nun wohl schon erledigt. Sie wusste nicht, ob das Fluch oder Segen war. 

“Ähm… Mister Barbar?”, hörte sie da plötzlich Hollys nervtötende Stimme. 

“Was?”, knurrte dieser, ungehalten von der Störung. 

“Wissen sie, ich glaube, da liegt eine Verwechslung vor.” 

“Ach ja?” Er ließ das Paddle sinken. Sofía atmete auf. Jeder Moment, in dem sie nicht mit diesem schrecklichen Ding Dresche bekam, war ein guter Moment. 

“Ja wissen sie, das Gold, das haben wir ja nicht mit Absicht genommen. Also nicht wir, Lucy schon, aber die wohnt jetzt ja bei dem Oktopus. Vielleicht, wenn ich so drüber nachdenke, war es aber auch ein Kraken. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kraken und einem Oktopus, können Sie mir das vielleicht sagen? Ich meine, ich hatte mal eine Eins in Biologie, aber das war auch, weil Mr. Parker mir gesagt hat, dass er meine Bluse schön findet. Auch wenn das schon irgendwie komisch ist, für eine Bluse eine Eins zu bekommen. Hat auch meine Mom gesagt.”

“Argh!”, machte der Barbar und hielt sich den Kopf. Der Griff um Sofías Taille lockerte sich. Sie schnappte nach Luft. Was auch seine Schwachstelle war… Holly löste sie gerade aus.

“Mister Barbar, geht es Ihnen nicht gut? Ich hab auch manchmal Kopfschmerzen, mein Dad hat immer gesagt, dass denken nicht gut für unsere Familie ist. Aber wie kann man denn nicht denken? Ich meine, wenn einer einem sagt, man soll nicht denken, dann denkt man doch gerade, das man nicht denken soll und irgendwie hat man dann wieder was gedacht. Ich denke dann also meistens an Pferde.”

Inzwischen presste sich der Barbar den Handballen gegen die Stirn und stieß dabei schmerzerfüllte Laute aus. Sofía konnte aus seinem Griff gleiten und fiel unsanft zu Boden. Sie rannte, so schnell sie konnte in Richtung Holly. 

Gerade als diese kurz schwieg, richtete Barry sich wieder auf und brüllte “Hiergeblieben!” Er packte Sofía am Kragen und zerrte sie zurück.

Sofía biss sich auf die Zunge. Alles in ihr sträubte sich dagegen. Aber was sein musste… 

“Los Holly, sprich weiter mit ihm!”, schrie sie ihr zu. Barry stieß einen Schrei aus und verpasste erst Sofía noch eins, dann schlug er mit dem Paddle nach Holly. Sie flog ein Stück zurück. 

“Oh Vorsicht, jetzt hätten sie mich fast getroffen. Ich meine, wenn man sowas mag, ist das ja okay. Aber ich glaub, ich mag das gar nicht so gerne. Auch wenn es manchmal ganz lustig sein kann. Ich war mal auf so einer Party von ein paar Jungs vom College, die hatten auch so ein Paddle. Und dann haben sie gesagt, wenn ich mit ihnen feiern will, muss ich aber als Aufnahmeritual das Paddle auf den nackten Popo bekommen. Hab mich also gleich ganz ausgezogen und den Po hingehalten. Irgendwie hat mich dann aber doch keiner von denen so richtig gehauen… hach das war ein witziger Abend.”

Wieder spürte Sofía, dass Barrys Kräfte schwanden und er sie losließ. So schnell sie konnte, sprintete sie zurück zu Holly.

“REDE!”, schrie sie sie dabei richtiggehend an. 

“Waren Sie auch schon mal auf einer Collegeparty, Mr. Barbar? Ich glaube, sie sind so der Typ Sportstipendium, oder? Bei den Armen… ich tippe auf Football, hab ich Recht?” Holly lächelte stolz. “Ich hatte schon etwas mit eins… zwei… hm und dann noch die Black Tigers… naja ich kenn mich gut mit Football aus, kann man so sagen.”

Sofía packte Holly am Arm. Die Tür erschien wieder und sie machte, dass sie sie beide dorthin zerrte.

Der mächtige Barry kniete inzwischen auf dem Boden, das Gesicht in den Händen verborgen und brüllte fürchterlich vor Schmerz. 

“Okay, ich glaube, Sofía und ich müssen los. Nichts für ungut, Mr. Football-Barbar! War wirklich nett, Sie kennenzulernen!”, rief Holly noch. Sofía zerrte sie durch die Tür und sie standen wieder draußen. 

GAME COMPLETE

Sofía hatte die Hände auf die Knie gestützt und schnappte nach Luft. 

“Gut… gut gemacht, Holly”, keuchte sie. 

“Hm? Was denn?”, fragte diese noch ganz überrascht, als vor ihnen plötzlich wieder der einäugige Tattergreis stand. 

“Herzlichen Glückwunsch, tapfere Helden, ihr seid dem Bösen entkommen und habt die Höhle lebendig verlassen.!” 

“Ohh! Hörst du Sofía, wir haben gewonnen!” Holly hüpfte auf der Stelle. 

“Nicht so schnell, junge Dame!”, mahnte der Alte mit erhobenem Zeigefinger. “Habt ihr denn, was ihr mitbringen solltet, bei euch?”

“Was?”, fragte Sofía noch, da nickte Holly eifrig und zog die Kartoffel aus ihrer Rocktasche. 

“Heilige Makrele!”, stieß der Greis aus. “Ihr habt die heilige Kartoffel unbeschadet zurückgebracht. Dafür gebührt euch der Dank der Götter!” 

Holly quietschte entzückt und fiel ihm um den Hals. 

Sofía wusste gar nicht mehr, wie ihr geschah. Was zum Geier… sie war hier nur von Irren umgeben. Eigentlich hätte sie, so schlimm wie ihr Hintern nun wieder schmerzte, Holly auch ein weiteres Mal um ihre Heilkräfte bemüht. Aber die war vollkommen in ihr Gespräch mit dem senilen alten Sack vertieft. Und sich vor dessen Augen begrabschen zu lassen, war ihr irgendwie auch zu peinlich.

“Kommt mit. Zur Belohnung nehme ich euch mit in mein bescheidenes Heim. Ich habe vor ein paar Tagen Spülkuchen gebacken.” 

“Spülkuchen?”, fragte Holly neugierig und hakte sich bei ihm ein.

“Naja, man braucht ne Menge Kaffee, um den runterzuspülen”, erklärte der Alte. “Weißt du, es ist ein Rezept meines Vaters selig, der es vor vielen Jahren mal von einem alten Schamanen an der karibischen Küste von Tansania gelernt hat. Ist allerdings nicht ohne, wenn man da noch Muskat hinzufügt, das sag ich dir!”

Während Sofía den beiden in Richtung der nahegelegenen Hütte hinterher trottete, war sie zwar sehr froh, dieses Abenteuer überstanden zu haben, fragte sich jedoch ernsthaft, ob Chris nicht gut daran getan hatte, einfach in den Abgrund zu stürzen…

Ende 

13 Kommentare zu „Special: Das große RBG-RPG Teil 2

  1. Das Warten hat sich definitiv gelohnt! Ich glaube das ist bisher deine kreativste Geschichte. 

    Besonders gefallen hat mir der Teil mit Mr. Buchanan, irgendwie vermisse ich einfach die alte Josephine als sie noch so richtig arrogant und verzogen war😅. Hoffentlich dauerte ihre Strafe noch ein Weilchen. 

    Auch die Bilder sind wie immer grossartig. Louise in ihrem Prinzessinnenkleid sieht wirklich süss aus. 

    Schade nur, das Chris so früh verschwunden ist. Meine Fantheorie war ja das sie als Boss zurückkommt, schliesslich hat sie in der Vergangenheit auch schon den ein oder anderen Hintern versohlt.

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    1. Hello, das würde ich so tatsächlich unterschreiben! Die Geschichte hat mich auch echt viel Planung und Vorbereitung gekostet, aber es war ein riesiger Spaß. Verstehe ich! Ich fand es auch toll, die beiden mal wieder „wie früher“ darstellen zu können. Ihre Zickigkeit wird Josephine allerdings nie ablegen Danke dir! Jaa, Louise ist in ihrem Herzen nunmal eine Prinzessin, da hat das gut gepasst. Ich fand es auch schade, auch weil es mir so durch die Lappen gegangen ist, sie darzustellen. Deine Theorie finde ich allerdings ziemlich cool, vielleicht kann man damit ja noch was machen.

      glgrbg

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  2. Liebes RBG,

    zunächst einmal nochmals Danke für den Riesenaufwand, den Du hier hineingesteckt hast, aber auch für Deinen Blog insgesamt!

    Ich denke, diese zweiteilige Geschichte ist zwar gänzlich anders, als alles, was Du sonst hier reingestellt hast, aber gerade deshalb einem 200er Jubiläum würdig.

    Trotz der auf ersten Blick trivialen Erscheinung der Geschichte, dachte ich mir dann schon, wie gut alles aus Videospielen 1:1 von Dir in die Spankingwelt übertragen wurde. Die Mischung all Deiner Spankees mit ihren Eigenheiten in einer Geschichte gemeinsam, ihre Autoritätspersonen als Gegner in jedem Level, Spankingimplements anstatt spezifischer Waffen…der Riesenkochlöffel bleibt wohl mein persönlicher Favorit

    Und anstatt verrückten Drehkicks und Knockoutpunches gab es eben ordentlich den Arsch voll. 😊

    Super natürlich auch Deine Zeichnungen! Barry fand ich anatomisch total spitze gezeichnet, aber auch alle anderen Bilder haben mir richtig gut gefallen.

    Holly hat es für mich aber unbedingt gebraucht, sie ist einfach so unfreiwillig witzig. Und ich habe am Ende nochmal nachgelesen. Da stand bei ihr in der Beschreibung:

    Strärke: ? – Schwäche: Grenzenlose Dummheit – Das gerade das aber am Ende die Superkraft schlechthin war, war ein überraschender, aber umso humorvoller Abschluss. Köstlich ihr Gefasel, mit dem sie Barry endgültig um den Verstand brachte. Ich habe es geliebt.

    Ich gebe zu, ich musste beide Teile doppelt lesen, um da so richtig reinzukommen. Dafür entdeckte ich dann umso mehr kleine Ideen und Dinge, die Du eingebaut hattest, die wirklich clever und kreativ ausgedacht waren.

    Einfach nochmal Danke!

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    1. Hey Robbie,

      das stimmt, es ist wirklich etwas ganz Neues, ich habe ja zuvor mit Pirate Booty schon andere Wege eingeschlagen, die eher in Richtung Comedy gehen, aber dieses Crossover hat nochmal etwas ganz Neues bewirkt.

      Es gibt ja so einige kreative Köpfe, die Spanking-Videospiele gemacht haben, da konnte ich mich jetzt mit meiner Version des ganzen und ohne Programmier-Skills ein wenig einreihen. Aber ich mag die Idee auch, alles durch Spanking-Themen zu ersetzen. Das Schöne, in diesem Kontext gibt es für den Spieler/Leser eigentlich nichts zu verlieren und das Versagen ist eher was Gutes 😀 Danke dir! Vor Barry hatte ich den meisten Respekt (höhö) abergmit Referenz-Bildern hat das alles dann doch gut hingehauen. Hat mich selbst überrascht. Oh ja, Hollys Schwäche war am Ende ihre Stärke 🙂

      Umso schöner, dass dir das Ergebnis gefallen hat. Danke für deinen ausführlichen Kommentar! glgrbg

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  3. Super inventive! And such creative ways of giving characters what they kinda deserve (well, particularly Lucy, with the hungry treasure chest, and Josephine – I enjoyed the twists and turns of her exit, with her turning on the others and then getting her comeuppance)…

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  4. Eine sehr gelungene Fortsetzung. 😊 Auch wenn ich Holly von Herzen gegönnt hätte, auch was auf den Po zu bekommen. Das stelle ich mir bei einer Fee besonders kompliziert vor, weil man nicht nur Arme und Beine, sondern auch die Flügel fixieren muss. 😅 Aber es war sehr lustig zu lesen, wie Holly Barry den Barbaren besiegt. Und dass ausgerechnet sie an das Quest-Item, die heilige Kartoffel 😂, denkt.

    Die einzelnen Gegner fand ich sehr fantasiereich. Das Setting dieser Geschichte gibt Dir ja die Möglichkeit, Spankings zu schreiben, die es sonst nicht gäbe. Sofía über Barrys gigantischem Unterarm. Oder mein Highlight: Das Tentakelmonster in der Truhe. Genug Arme, um Lucy überall festzuhalten und ihr gleichzeitig den kompletten Hintern zu verhauen.

    Gefallen haben mir auch all die kleinen Details, die sich dadurch ergeben, dass die Protagonisten aus verschiedenen Zeiten stammen. Johns Kommentar über die Unterwäsche. Oder das Final Girl.

    Großartig wie immer sind Deine Zeichnungen. Vielen Dank; ich kann mir vorstellen, wie viel Zeit Du alleine darin investieren musstest. Zeit, die sich gelohnt hat. 😊

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    1. Eine interessante Frage, wie man eine Fee mitsamt ihrer Flügel bestrafen sollte/müsste! Holly hingegen hat sich ja, wenn man ehrlich ist, nicht wirklich etwas zuschulden kommen lassen. Am Ende des Tages war sie ganz neutral betrachtet sogar der beste Teamplayer von allen. Und sie hat auf die heilige Kartoffel acht gegeben!

      Ja, es hat wirklich riesig Spaß gemacht, da ungewöhnlichere Szenarien zu bauen 🙂 So war es wirklich etwas Besonderes.

      Dankeschön! Die kleinen Details machen mir beim Schreiben immer ganz besonders viel Spaß.

      Das freut mich zu hören. Jaaa, die Bilder waren wirklich ein Haufen Arbeit, aber es war auch toll, das mal so durchzuziehen.

      glg
      rbg

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  5. Ein wirklich gelungener Abschluss der Jubiläumsgeschichte 😊 Mir gefällt vor allem an den neuen Geschichten, dass es einfach so aus einer Situation heraus den Hintern versohlt gibt ohne Regelkorsett. Dabei schaffst du es sehr schön, dass es weiterhin spannend bleibt.

    Phine erinnert mich immer an Victoria, vor allem in der Serie mit Jenna Coleman, als sie Sir John Conroy rauswirft. Oder die geniale Darstellung von Lady Mary Tudor durch Sarah Bolger (Sie hat es sogar geschafft, dass ich ihre Szenen lieber gesehen habe als die mit Henry Cavill 🙈). Ich habe es jedes Mal geliebt, wenn die jemanden zur Schnecke gemacht hat 😁

    Bei Hollys Gefasel musste ich direkt an den orangenen Mann denken 😁 Ich hatte fast erwartet, dass sie Barrys respektlose Kleidung anspricht, er trägt schließlich keinen Anzug 😅 Dafür sind die Muskeln echt hübsch gemalt, sogar die Pro- und Supination im Ellenbogen ist richtig dargestellt 😉

    Also alles in allem, gerne weiter so!

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    1. Hi,
      Ach das hört man doch wirklich gerne 🙂 Klar, hier brauchte es nun wirklich keine Vorgeschichten oder gezielten Strafen im klassischen Sinne.

      Schön, schön 🙂 Da hat jeder so seine Assoziationen, das kenne ich sehr gut.

      Oh nein, Holly ist da schon sehr anders als der orangene Mann. Der labert eine Menge Stuss und denkt, er wäre schlau dabei, Holly weiß dass sie nicht schlau ist und tut vielleicht zufällig und unabsichtlich schlaue Dinge.
      Oh danke! Es hat sich gelohnt, hier auf Referenzen zuzugreifen.

      Danke dir, ich geb mein Bestes 🙂

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  6. Die ganze Doppelfolge, war – Level für Level – einfach großartig und voller überraschender Entwicklungen und Wendungen.

    Dass es am Ende nicht Mut, Klugheit oder Charakterstärke sondern Unbedarftheit war, was den Unterschied ausgemacht hat, war echt eine lustiger Twist.

    Als aufmerksamer Leser Deiner Geschichten, hätte man natürlich darauf kommen können, dass Hollys Geplapper Barry einiges an Energie kostet. Es wundert mich fast, dass er sich am Ende nicht auch in viele kleine Barbaren-Pixle aufgelöst hat.

    Auch Sofias den Rohrstock betreffende Neugier aus der letzten Truckstop -Folge wurde schneller befriedigt, als zu erwarten war. Zwar nicht in einem viktorianischen Roman… aber nah dran.

    Einige Fragen bleiben offen. Zum Beispiel, was John Buchanan zu Sofias Unterwäsche gesagt hätte und ob sich der arme Drache von seinem Zusammentreffen mit Holly jeh wieder erholen wird.

    Bei den Bildern war wirklich Eines schöner als das Andere.

    Vielen Dank für diese grandiose Jubiläumsfolge. Sie wurde dem Anlass mehr als gerecht. Ich jedenfalls freue mich schon jetzt sehr auf Deinen 300.ten Beitrag.

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    1. Das hört man doch gerne!

      Jaaa, Holly hat ganz zufällig und unabsichtlich die Quest gerettet.

      Stimmt, Barbaren-Pixel wären auch absolut passend gewesen 🙂

      Oh ja… ich glaube auf dieses zweifelhafte Vergnügen hätte sie zwar lieber verzichtet, aber um die Erfahrung ist sie jetzt auch reicher.

      Vielen Dank, bin auch sehr zufrieden mit den Zeichnungen 🙂

      Oh Gott… ja… das ist mir auch bewusst. Mal sehen wie groß das Special wird, aber so schnell werde ich DAS wohl nicht nachmachen können 😉

      glg

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