Josie x Privatlehrer (Special/Geschichte)

Hallo liebe Leser,

ich habe euch eine Woche lang abstimmen lassen und muss sagen, dass die Ergebnisse der Umfrage tatsächlich sowohl spannend als auch überraschend für mich waren.

(Leider ist der Screenshot etwas verschwommen, ich hoffe ihr könnt es dennoch gut lesen)

Wie ihr seht sind die Top 5 zumindest nicht sehr stark auseinander und es gibt bei so vielen Charakteren wie zu erwarten kein absolut eindeutiges Ergebnis. Die eindeutigen Gewinner sind dennoch Josie und John Buchanan.

Ich hatte mir gedacht, dass der Lieblingscharakter ein kleines Special gewidmet bekommt. Da es nun gleich zwei Charaktere sind, hat sich das folgende dafür ideal angeboten. Viel Spaß damit!


Urplötzlich schreckte Josie aus ihrem Nickerchen auf. Huch! Wo befand sie sich hier? War sie nicht vorhin in Jeffs Wohnzimmer auf dem Sofa eingeschlafen? Diesen Ort hier kannte sie definitiv nicht. Oder doch? So vage verspürte sie ein Gefühl der Vertrautheit. Sie sah sich in alle Richtungen um. Der Raum wirkte recht klein. Die Wandfarbe war ein zartes Lindgrün und begann dort, wo die dunkle Holztäfelung endete, die etwa in ihrer Höhe die Wand bedeckte. Sie erhob sich von der hölzernen Sitzbank und schaute an sich hinab. So ein Kleid besaß sie definitiv nicht. Der ausladende Rock, der bis zum Boden reichte, war doch etwas unpraktisch und eher für eine Kostümparty geeignet. 

Verwirrt schüttelte sie den Kopf und ging ein Stück nach vorne, wo neben einer Schultafel ein Pult stand. Doch, sie kannte diesen Ort. So hatte sie sich das Klassenzimmer vorgestellt, in dem Josephine von Mr. Buchanan unterrichtet wurde. Aber das… war vollkommen unmöglich, nicht? Sie musste träumen. Der obligatorische Kniff in den Arm bewies ihr nicht wirklich etwas, bis auf dass sie Schmerz durchaus fühlen konnte, Traum hin oder her. 

Es spielte wohl auch nicht wirklich eine Rolle. Sie beschloss, zu alles erkunden, solange das hier andauerte. Immerhin war es aufregend, plötzlich Teil ihres eigenen Romans zu sein. Stichwort aufregend… Wie gebannt ging sie Schritt für Schritt in Richtung Wandschrank. Zögerlich öffnete sie die Schranktür. Dort lehnte er. Der berüchtigte Rohrstock. Voller Ehrfurcht nahm Josie ihn in beide Hände. Puh, schwer. Viel schwerer als die Modelle, die sie mit Jeff in dem Korbwarenladen gekauft hatte. Sie strich das dunkle Holz nach. Wenn sie so darüber nachdachte, was dieses Teil wohl für einen Schaden anrichten konnte, wurde ihr ganz anders. Es kribbelte gewaltig und dieses Kribbeln kroch direkt von ihrem Bauch in ihr Höschen. Sie biss sich auf die Unterlippe, spielte mit dem Gedanken, sich selbst ein paar Hiebe damit zu verpassen – wenn auch sicherlich eher schlecht als recht.

Da sprang die Tür auf und Josie zuckte derart zusammen, dass sie den Stock beinahe fallen ließ. 

“Miss Josie, was tun Sie da?” Vor ihr stand niemand anderes als John Buchanan.

Josie war überrascht. Seine Stimme klang nicht nur vollkommen anders als die von Jeff, er sah auch anders aus. Sicher, sie waren im Großen und Ganzen ein ähnlicher Typ Mann. Aber so ganz hatte sie sich wohl nicht Jeff vorgestellt, wenn sie an Mr. Buchanan dachte. Er wirkte edler, gefasster, ernster… und so verdammt viel strenger. Eilig stopfte sie den Stock in den Schrank zurück.

“Äh… tut mir leid”, stammelte sie.

“Sir. Das heißt “Es tut mir leid, Sir”. Verstanden?” Er sah sie erwartungsvoll an, mit diesem strengen Blick, der ihre Knie weich machte. Fuck. Das fühlte sich gerade ein bisschen wie fremdgehen an. Konnte man mit einer fiktiven Figur fremdgehen? Wohl kaum, was? Jeff würde das wohl eher locker sehen. 

“Also nicht, hm? Sie haben noch viel zu lernen, wie mir scheint.” 

“Nein, nein! Ich meine… ich habe das doch nicht wirklich mit Absicht nicht sagen wollen. Ich nenne sie gerne immer und jederzeit Sir. Wirklich! Irgendwie war mein Kopf nur gerade woanders”, sprudelte nur so aus ihr heraus. 

Er hob eine Braue. “Das ist Ihre erste Unterrichtsstunde, Miss Josie. Doch glauben Sie nicht, dass ich Sie darum mit Samthandschuhen anpacken werde. Der Stock, den Sie eben unerlaubterweise aus dem Schrank genommen haben, wird schneller auf ihrem blanken Hintern tanzen als Sie sich vorstellen können, wenn Sie sich weiter so benehmen.” 

Sie sah ihn mit glasigen Augen an. Das löste gerade wirklich alles Mögliche in ihr aus. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätten sie auf der Stelle loslegen können. Aber mit Absicht frech zu sein, brachte sie nun auch nicht einfach so über sich. Zum Glück hatte sie das Gefühl, dass das ohnehin nicht nötig sein würde. Also könnte sie auch fürs Erste mitspielen und sich in ihre neue Rolle einfinden.

“Verstanden, Sir”, hauchte sie. “Ich werde mein Bestes geben.” 

“Dann setzen, aber schnell”, befahl er und nickte zu der Sitzbank hin. “Ja, Sir”, sagte sie eifrig und nahm Platz. Mann, war das aufregend. Was für ein hübscher Mann! Diese viktorianische Kleidung hatte es ihr ohnehin angetan. 

“Nun gut. Wie ich hörte, sind Sie zuvor auf einer öffentlichen Schule unterrichtet worden. Wir werden heute Ihr Wissen überprüfen, doch vor allem Anderen Ihr Betragen und Ihre Manieren in Augenschein nehmen.” Er ging im Raum auf und ab und ließ sie nicht aus den Augen, während er sprach. 

Sie lächelte neugierig. Wow, eine waschechte Unterrichtsstunde wie aus alten Zeiten. Fühlte sich allein schon surreal an, weil es mindestens fünfzehn Jahre her war, dass sie zuletzt eine Schule von innen gesehen hatte. Aber man war ja offen für alles. Angst vor Fehlern brauchte sie jedenfalls keine haben, da sie auf die Konsequenzen dieser ja ohnehin richtiggehend brannte. 

Er blieb stehen und musterte sie eingehend, sagte dann “Rücken gerade, Hände auf den Tisch!” 

“Oh… ja klar.” Sie kam seinem Befehl eilig nach.

“‘Ja, Sir’ heißt das”, erinnerte er sie abermals. “Wenn Sie das noch einmal vergessen sollten, wird die Erinnerung etwas eindringlicher sein.” 

Der war aber auch streng, meine Güte. Da bekam man ja fast Mitleid mit Josephine. Zum Glück überwog noch immer das eindringliche Kribbeln in ihrem ganzen Körper, sonst hätte sie sich glatt darüber empört. 

“Haben wir uns verstanden, Miss Josie?” 

“Ja, Sir”, antwortete sie prompt. Ach verdammt! Warum war sie so artig? Das wäre doch die perfekte Gelegenheit gewesen, über dem Pult zu landen. Na, beim nächsten Mal. 

“Sehr schön. Zunächst schreiben Sie mir sämtliche Benimmregeln auf, an die Sie sich erinnern.”

Josie schaute vor sich. Dort lag ein Füllfederhalter neben einem Tintenfass und einem Stapel Papier. Och… sollte sie jetzt echt lauter Zeug schreiben? Würde er überhaupt ihre Schrift lesen können? Die war doch vermutlich viel zu modern für das Auge eines Typen aus dem 19. Jahrhundert.

“Sir, ich kann nicht wirklich gut schreiben”, erklärte sie. Er sah sie nur skeptisch an.

“Versuchen Sie es”, erwiderte er schlicht. Sie schluckte. Das hatte nicht nach einer Bitte geklungen. Und so scharf sie auch auf diese gewisse Art von Ärger war, irgendwie fühlte es sich gerade weder gut noch richtig an, ihn aktiv anzupissen. Also schraubte sie das Tintenfass auf, tunkte die Feder hinein und begann zu schreiben. 

“Hallo”, schrieb sie auf das Blatt und “Test”. Lustigerweise sah ihre Schrift automatisch verschnörkelt und kursiv aus. Sie legte das Blatt beiseite und tunkte wieder die Feder in das Fass.

“Was tun Sie da?”, fragte Mr. Buchanan.

“Ich hab nur mal probegeschrieben”, erklärte Josie. “Sir.” 

“In meinem Unterricht wird kein Papier verschwendet”, erklärte er. “Benutzen Sie die Rückseite. Und dass mir das nicht noch einmal vorkommt!”

“Verstanden, Sir”, nickte sie und setzte dann ihr mühsames Gekritzel auf dem Papier fort. Es war anstrengend, schweißtreibend und gehirnzermaternd. Das fühlte sich leider quälend realistisch an. Irgendwann fiel Josie nichts mehr ein und sie hob die Hand.

“Was tust du da?”, fragte Mr. Buchanan.

“Mich melden”, erklärte sie verlegen und ließ den Arm wieder sinken.”Ich bin fertig, Sir” 

Er kam mit raschem Schritt auf sie zu und nahm ihr das Blatt aus der Hand, überflog es. 

“Ich sage Bescheid, bevor ich… was?”

“Auf die Toilette gehe”, erklärte Josie, die schlicht davon ausging, man könnte ihre Schrift nicht lesen.

“Das ist vulgär!”, erklärte der Lehrer einigermaßen empört. 

“Menschliche Körperfunktionen? Nicht wirklich, oder?” 

“Du willst mich wohl auf den Arm nehmen!” Er warf das Blatt auf den Tisch vor ihr “Aufstehen!”

“Ich finde, das ist jetzt irgendwie ein ziemlich blöder Grund für eine Strafe”, fand Josie. Nicht halb so sexy jedenfalls, wie sie es sich ausgemalt hatte. Er konnte ja übermäßig streng sein, doch ein verbohrter Spießer, der die Wissenschaft und sowas leugnete? 

“Steh auf der Stelle auf, sonst verdoppeln wir deine Strafe!”, befahl er. Josie murmelte “Na schön” und erhob sich vom Tisch. 

Er ging einmal um sie herum und sagte: „Mir scheint, dir fehlt es an nötigem Respekt. Für diese Schweinerei gibt es sechs Stockhiebe.”

Geht ja noch, dachte Josie. Auch wenn sie diesen speziellen Stock jetzt natürlich nicht einschätzen konnte.

“Sechs weitere addieren wir für dein wiederholtes Versäumnis, mich Sir zu nennen.”

Sie schluckte. Okay… das… 

“Und noch sechs für die Frechheit, mir zu widersprechen, wenn ich dich tadele.” 

Oje. Jetzt wurde Josie doch ein wenig mulmig zumute. 

Ohne Vorwarnung packte er sie am Ohr und zog sie hinter sich her zum Pult. Das überraschte sie nicht nur, es bewies ihr auch eindeutig, dass der Schmerztest von vorhin auch auf diese Situation übertragbar war. “Au”, murmelte sie. Er blieb stehen.

“Zieh deine Röcke aus und beug dich über das Pult”, befahl er und ließ sie stehen, um den Stock aus dem Schrank zu holen.

Josie sah an sich hinab. Leichter gesagt als getan irgendwie… wo ging denn das verdammte Ding auf? Hektisch tastete sie den Rock ab. Sie hatte die leise Ahnung, man würde ihre Unfähigkeit als Widerstand fehlinterpretieren, also gab sie echt ihr Bestes. Endlich fand sie ein Häkchen, das sie aus einer Öse löste. Mr. Buchanan stand ihr bereits gegenüber und musterte sie ungeduldig. 

“Moment, Sir… gleich, versprochen”, sprudelte aus ihr heraus. 

Er legte den Stock hinter ihr aufs Pult, packte ihren Rock und löste mit geschickten Fingern ein Band. Die Röcke fielen mit einem Rascheln zu Boden und sie stand in einer knielangen Unterhose vor ihm. 

“Umdrehen, über das Pult beugen.” Josie tat wie ihr geheißen und war innerlich noch einigermaßen beruhigt, bei so vielen Hieben zumindest die Hose anbehalten zu dürfen, da zog er den Stoff einfach mit einem Handgriff auseinander. So eine Art von Unterhose ist das also, schoss ihr durch den Kopf. Was für ein seltsames Gefühl das war, irgendwie noch bedeckt und dennoch hintenrum so ungeschützt zu sein.

Sie holte tief Luft, als Mr. Buchanan den Stock wieder aufnahm. Gleich ging es also los. Langsam fragte sie sich, ob ihre anfängliche Euphorie etwas vorschnell gewesen war. Also… hoffentlich nach der nötigen Vorbereitung? Doch sie hörte schon, wie er den Stock einige Male bedrohlich durch die Luft zischen ließ. Sie verrenkte den Kopf und räusperte sich. 

“Ähm… Sir?”

“Um Milde zu betteln wird dir nur wenig nutzen”, erklärte er.

“Ja okay, verstanden. Aber wenigstens ein bisschen Vorwärmen mit der Hand? So auf die blanken Backen ist das sonst wirklich hart…. Sir.”

Er wirkte nicht gerade begeistert von ihrer Anmerkung. “Für die Frechheit, mir sagen zu wollen, wie ich dich zu bestrafen habe, gibt es Extrahiebe.” 

Sie schluckte und murmelte eher zu sich “Ist ja gut”, klammerte sich dann nervös an die Tischplatte. Natürlich war sie auch noch immer irgendwie angenehm aufgeregt, aber gerade hatte sie eher die Hosen voll. 

Wieder das Zischen durch die Luft, doch diesmal traf der Stock präzise sein Ziel, mitten auf ihre Pobacken. Josie gab einen erschrockenen Quietschlaut von sich. Das Ding hatte mächtig Wucht, drückte ihre Oberschenkel gegen die Tischkante und hinterließ ein gewaltiges Brennen auf der getroffenen Stelle. Nein, das war definitiv nicht mit ihren Stöcken daheim vergleichbar. Der hier war ein ganz anderes Kaliber. Dumpfer, weniger giftig als die geschälten Stöcke, dafür fühlte es sich bereits jetzt an, als würde der Schmerz tief in ihre Backen vordringen. Gerade, als sie diesen Gedanken zuende gefasst hatte, kam auch schon Hieb Nummer zwei, genau parallel zum ersten. Der Mann wusste, was er tat, das musste man ihm lassen. Josie schnappte nach Luft. Das tat aber auch weh! Jetzt wusste sie, warum in den meisten britischen Schulen sechs das Maximum an Stockschlägen war. 

Sie kniff die Augen zusammen, holte gerade Luft, da setzte es auch schon zum dritten Mal etwas. Sie drückte den Rücken durch und hob den Po an, zog scharf die Luft ein. Eine ganz und gar humorlose Abreibung war das. Eine reine Strafe, ohne Spielereien oder Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Bestraften. Irgendwie war das auch schon wieder aufregend, so weh es auch tat. So eine waschechte Tracht Prügel konnte man als erwachsener Spanko immerhin nur schwer nachahmen. 

Der Gedanke hielt Josie für einen Moment über Wasser, doch der nächste, präzise ausgeführte Stockhieb, ein Stück über ihrer Sitzfläche, riss sie doch wieder hinab und sie konnte für einen Moment nichts denken außer “AUA!”. Sie dachte nicht nur, sie sprach es auch aus. Laut und deutlich. 

“Na, langsam dringen wir wohl zu dir vor”, kommentierte Mr. Buchanan. Der Stock tippte einige Male gegen das Ziel, den Übergang zwischen Po und Schenkeln. Josie kniff die Augen zu. Sie wusste, wie weh das tun würde und trotzdem konnte sie nichts auf den explodierenden Schmerz vorbereiten. Wieder schrie sie einmal kurz, aber eindringlich. Direkt darauf folgte Hieb Nummer Sechs. Wieder streckte sie ihren Po weit in die Höhe und wackelte damit, als könnte sie so den Schmerz abschütteln. Absolut nutzlos. Das Brennen wurde sogar schlimmer, als die spürbare Wucht des Hiebes abklang.

Das war gerade mal ein Drittel gewesen, dachte sie voller Entsetzen. Ein bisschen wäre sie schon noch in der Lage einzustecken, aber nochmal das doppelte hiervon? Ob sie wohl um Milde betteln sollte? Aber sie kannte Mr. Buchanan, sie hatte ihn ja immerhin erschaffen. Der würde sich nicht auf weniger als die angesetzte Strafe einlassen. Also hieß es Hintern hinhalten und Zähne zusammenbeißen. 

Leichter gesagt als getan. Er schien nun wieder von oben zu beginnen, ließ den Stock auf ihre Backen krachen und sie stöhnte schmerzlich auf. Nicht mal den Gefallen, die Hiebe rasch zu verabreichen, tat er ihr. Sie kamen langsam, mit hoher Präzision und ebenso heftiger Wucht. Erneut arbeitete er sich von oben nach unten durch, ungeachtet ihres Geschreis, Gejammeres und Gezappels. Hätte sie nicht die Tischkante zu ihrem besten Freund erklärt, an der sie sich festklammerte, als gäbe es kein Morgen, wäre sie garantiert längst aufgesprungen. 

Endlich hatte sie immerhin das Dutzend geschafft. Sie war durchgeschwitzt, ihr standen bereits Tränen in den Augen und ihr Allerwertester brannte und pochte ganz gehörig. Und dennoch, je mehr ihre Backen schmerzten, desto stärker breitete sich die Hitze auch weiter vorne aus. Josie legte ihre heiße Wange auf der Tischplatte ab, durchaus beschämt davon, dass sie so tickte. 

“Die letzten Sechs zählst du mit”, erklärte Mr. Buchanan ihr nun noch zu allem Übel. “Mit den Worten ‘Ich werde meinen Lehrer respektieren’. Haben wir uns verstanden?”

“Ja, Sir”, murmelte sie leise. Ach verdammt… das war aber gar nicht mehr spaßig. Mr. Buchanan nahm Maß, dann pfiff der Stock durch die Luft und traf genau zwischen zwei bereits vorhandenen Striemen die Mitte ihrer Backen.

“AH! Eins, Sir, ich werde meinen Lehrer respektieren.”

“So ist es recht”, lobte er zur Abwechslung und ließ den Stock kurz sinken. Sie wusste nicht, ob sie erleichtert oder nervös in Bezug auf die Pause sein sollte. Die frische Strieme brannte dazu schlimmer als die zuvor. Sie hatte das Gefühl, dass er in die letzten sechs Hiebe noch einmal richtig Nachdruck legte. 

Er holte aus und wieder zischte der Rohrstock gnadenlos auf ihre ungeschützten, durchgestriemten Backen. “AUU!” Sie hüpfte auf der Stelle, wackelte mit den Beinen. “Zweiheei… Sir, ich werde meinen Lehrer respektieren.” Ach mann, der Spaß war sowas von vorbei. Sie schniefte. 

Mr. Buchanan legte den Stock an, holte aus, schlug zu. Kleine Sterne explodierten vor Josies geschlossenen Augen. “Drahaai. Sir… ich werde… oh mann, au… meinen Lehrer respektieren.” Ihre Stimme klang bedauernswert und kleinlaut. Inzwischen kullerte die erste Träne über ihre Wange. Sie hatte echt lang schon nicht mehr bei ner Strafe geheult. Aber das hier gab ihr den Rest. 

Diesmal ließ er nicht ganz so viel Zeit verstreichen, gab ihr die Hiebe sogar recht rasch hintereinander und wartete dabei nurmehr ihre geblubberten Beteuerungen ab, bis er weitermachte. 

Der letzte Hieb stand also an. Josie biss die Zähne zusammen. Sie ahnte, das würde noch einmal besonders schlimm werden. Sie sollte Recht behalten. Es war ihr, als würde der Lehrer diesmal besonders weit ausholen, als sei das Zischen durch die Luft besonders giftig und eindrucksvoll. Die Intensität von Hieb Nummer Sechs, genau auf die Sitzfläche, raubte ihr für eine Sekunde die Luft zum Atmen. 

Die Tränen kullerten als sie ein letztes Mal “Ich werde meinen Lehrer respektieren”, versprach. 

“So, ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt.” Mr. Buchanan lehnte den Stock gegen den Schreibtisch. 

“Bestimmt”, erwiderte sie heulend und richtete sich nur ganz vorsichtig auf. Ihre Backen spannten und pochten gewaltig. Nein, das tat wirklich ungeheuerlich weh. Josie machte Anstalten, ihren Hintern zu berühren, da gab der Lehrer ihr einen Klaps auf die Finger. Nicht fest, doch sie erschrak trotzdem. 

“Nimm die Hände über den Kopf”, befahl er. “Solange du in der Ecke stehst, wird nicht gerieben oder angefasst.”

“Verstehe, Sir”, sprach sie nur halblaut und ließ sich von ihm in den Nacken packen und in die Zimmerecke schieben. Sie fand es ja eigentlich ziemlich blöd, in der Ecke zu stehen, aber wenn sie heute etwas gelernt hatte, war, dass man Mr. Buchanan besser nicht widersprach.

Als Josie dort so stand, mit hinter dem Kopf verschränkten Händen und höllisch pochendem und brennendem Hintern, den sie nicht mal anfassen durfte, fühlte sich das wirklich ziemlich echt an. Die Zeit schien zudem überhaupt nicht zu vergehen. Sie wackelte irgendwann unruhig von Ferse auf Ballen auf und ab, drehte hier und da das Becken, um sich zu bewegen, ohne es allzu auffällig zu tun. Als sie endlich seine strenge Stimme vernahm, wie er “Miss Josie, herkommen”, sagte, atmete sie erleichtert auf. 

Josie trottete wieder auf ihren Lehrer zu und sah dabei beschämt unter sich. Seine Lektion hatte eine wirklich echte Wirkung gehabt, schon bemerkenswert. 

“Also, was hast du gelernt?”, fragte er und schob dabei zwei Finger unter ihr Kinn, sodass sie ihn anschauen musste. Das fand sie echt schwer auszuhalten.

“Ich spreche Sie mit Sir an, ich widerspreche nicht und … ich versuche nicht moderner zu sein als das Setting, in dem ich mich befinde.” 

Er hob eine Braue, doch schien es dabei belassen zu wollen, immerhin wandte er nichts ein.

“Also gut, dann gibt es nur noch eine Sache.”

“Ach ja… Sir?” Sie sah ihn mit großen Augen an.

“Die Zusatzhiebe für deine Dreistigkeit, bei deiner Strafe mitreden zu wollen.”

“Oh”, machte sie. Die hatte sie tatsächlich verdrängt. 

“Das sollten wir eben noch schnell erledigen. Dreh dich um und beug dich vor, Fingerspitzen in Richtung Zehen.”

Josie öffnete den Mund, der Protest saß ihr förmlich auf der Zunge. Doch was würde ihr das nutzen, außer noch mehr Ärger, den sie gerade nicht gebrauchen konnte? Also gehorchte sie wohl oder übel, beugte sich vor bis ihre Finger ihre Zehen berührten. Ihre Beine waren ganz weich vor Nervosität. Sie kniff die Augen zu, als sie einen Moment später wieder das charakteristische Zischen hörte, dann explodierte der Schmerz aufs Heftigste auf ihren Backen. Er hatte ihr den Hieb diagonal verpasst, sodass er sich mit den meisten der Striemen überschnitt. Scheiße, tat das weh! Sie schnappte nach Luft, da ging er einmal im Halbkreis um sie herum um von der anderen Seite aus Maß zu nehmen. Sie ahnte Schlimmes, doch was folgte, hätte sie sich kaum ausmalen können. Der Hieb traf nicht nur die frisch verabreichten Striemen sondern noch dazu die eben entstandene. Sie fuhr hoch, mit dem Schmerz zu überfordert, um zu jammern oder zu schreien, stattdessen japste sie tonlos. Überfordert presste sie sich die Hände auf die Backen, nur um festzustellen, dass diese Berührung eher schadete als zu helfen. Also ließ sie los, als hätte sie auf eine heiße Herdplatte gefasst und wedelte hilflos mit den Händen in der Luft herum.

“Das tut so weh!”, rief sie schließlich aus, als sie überhaupt wieder Worte fand.

“Sehr schön. Ich darf davon ausgehen, dass die Lektion so auch wirklich im Gedächtnis bleibt”, erwiderte er. “Du kannst dich wieder setzen.”

Josie bewegte sich zögerlich und nur sehr langsam auf ihre ungepolsterte Sitzbank zu und hoffte, zumindest aus dem, was auch immer das hier war herauszukommen, bevor sie es sich antun musste, darauf Platz zu nehmen. Doch das Schicksal wollte ihr diese Gnade wohl nicht erweisen. Sie verzog schmerzlich das Gesicht, als sie spürte, wie ihre wunde Haut das blanke Holz berührte. Die erotische Lust war ihr jedenfalls gründlich vergangen.

“Nun gut… der Unterricht kann beginnen”, erklärte Mr. Buchanan und sie fragte sich ernsthaft, wie lange sie das hier noch würde aushalten müssen, bis sie wieder herauskam. Hoffentlich wenigstens ohne eine weitere Tracht Prügel… 

15 Kommentare zu „Josie x Privatlehrer (Special/Geschichte)

  1. „So vage verspürte sie ein Gefühl der Vertrautheit.“ – Ja, warum bloß? 😂 Aber eine durchaus originelle Art des Cross Over. Irgendwann wird Meta zum Selbstzweck und eher überheblich, aber hier ist es noch voll im Rahmen. Die Überschneidungen seiner Figuren miteinander und der Realität gleichermaßen so selbstsicher herauszustellen, ist am Ende auch für uns Leser eine nette Sache, aber hier ist es kein Selbstzweck, sondern es ist auf der reinen Inhaltsebene trotzdem noch eine tolle Geschichte. 18 (+2) Hiebe mit so einem massiven Stock, der tatsächlich nur wenig mit den heute gängigen Rattan-Modellen hat, sind noch mal eine ganz andere Hausnummer, da war Josies Überraschung durchaus angebracht. Und sicher hat es ihr vor Augen geführt, dass die Phantasie mit dem eignen Partner (leider oder zum Glück) eben nur das ist und nicht das Gleiche wie richtige Disziplinierung, ganz gleich aus welcher Epoche. Aber das mussten wir alle mit der Zeit lernen. 😅

    Definitiv eine viel zu gute Geschichte dafür, dass es „nur“ ein Nebenprojekt mit ein bisschen Fan Service werden sollte. 👍🏻

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    1. Keine Sorge, ich bin ja nicht Marvel 😀 Ich habe ja hier und da in der Josie-Story anklingen lassen, dass sie die Autorin der Privatlehrer-Geschichte ist, aber es nun auch nie sonderlich in den Mittelpunkt gestellt. In diesem Kontext hat es einfach gut gepasst.

      Ja, die gute Josie hat das Ganze definitiv unterschätzt. Ich glaube, sie war im Nachhinein doch sehr dankbar dafür, dass es bei ihr zuhause weniger hart zugeht.

      Ich sehe es schon als eigenständige Geschichte, habe sie auch in die beiden Kategorien „Josie & Jeff“ und Privatlehrer gepackt und sobald genug Leute damit überrascht wurden, werde ich sie wohl auch umbenennen.

      glg

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  2. Josie und der frühe John Buchanan. Das war echt mal eine schöne Idee. Das richtige Drama wäre wahrscheinlich erst losgegangen, wenn Josephine noch ihren großen Auftritt bekommen hätte und in den Unterricht geplatzt wäre.

    Kurz habe ich überlegt, was wohl passieren würde, wenn Sofia und Mirabella bei einer Folge Downton Abbey einschlafen und sich daraufhin auch in der Obhut von John Buchanan wiederfinden würden… au weia

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    1. Hi Christian,

      die Idee hat sich spontan ergeben, nachdem ich gesehen habe, wer im Rennen ganz vorne ist.

      Da Sofia ja auf Platz 3 ist und auch teilweise im Laufe der Umfrage auf Platz 2 war, wäre das tatsächlich die nächste Variante gewesen 😃

      glg

      rbg

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  3. Es ist immer wieder eine schöne Entwicklung, Josie dabei zuzusehen, wie sie Respekt eingebläut bekommt und John Buchanan scheint ja ein wahrer Künstler mit dem Rohrstock zu sein. Eine Frau aus der Gegenwart, die in die Vergangenheit versetzt, und dort mit einer ungekannten Selbstverständlichkeit gezüchtigt wird, ist ja gewissermaßen ein bekanntes Genre – und ich finde es hier sehr schön umgesetzt, vor allem weil beide Geschichten für sich so lange aufgebaut wurden und Überschneidungen ja auch immer wieder angedeutet wurden.

    Besonders der Schluss gefällt mir sehr gut. Wie Josie in dem fremden vergangenen Klassenzimmer mit nacktem, verstriemten Po in der Ecke steht, die Hände auf dem Kopf: Das kann man sich bildlich vorstellen. Und die Hand unter dem Kinn, die es nach oben drückt, ist natürlich eine sehr wirkungsvolle Geste.

    Bemerkenswert finde ich, dass John so viel besser abgeschnitten hat als Jeff, und Josie besser als Josephine. Und über die alternative Antwort „Eine Autorin“ musste ich kurz schmunzeln.

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    1. Ja, da habe ich das Rad nicht neu erfunden und ich war damals auch sehr erfreut, wie da z.B. Outlander delivered hat (leider mit direktem Ende dieser Option noch in der gleichen Folge)

      Auf jeden Fall war der Schluss mehr als Josie sich gewünscht oder erträumt hätte… sehr viel mehr, wie die Züchtigung auch schon, aber das Eckestehen und Strafsitzen haben dem die Krone aufgesetzt

      Ja, ich war auch überrascht, habe darin jetzt kein Muster erkennen können, aber es erstaunt durchaus.

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  4. Eine Metalepse ist ja oft für die Leserschaft schmerzhaft. In diesem Fall aber bereitet sie größtes Vergnügen – auch weil sie für die Figur so schmerzhaft ist.

    Ich habe nicht alle Folgen von Josie/Jeff im Kopf parat, aber ich meine, dass Josies härtere Strafen (z.B. für die Benutzung des Handys am Steuer) schon länger zurückliegen. Insofern zeigt der Ausflug in die von ihr geschaffene Fantasiewelt vielleicht auch, was ihr in ihrer Realität gerade fehlt.

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    1. Ist sie das? Ich habe das Gefühl, die moderne Medienwelt voller Crossover und Reboots hat die Leute nachhaltig geschädigt 😀

      Nicht unbedingt, die Strafe für das Treffen mit dem Ex ist jetzt nicht so viele Folgen her und die Strafe dafür würde ich auch als durchaus härter bezeichnen. Ich garantiere, Josie fehlt in ihrem Leben nichts an Strenge ;D

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      1. Liebes redbottomedgirl,

        es beruhigt mich sehr, dass es Josie an nichts fehlt.

        Da ich vor Privatlehrern sicher bin, lass mich ein wenig bullshitten: Streng genommen handelt es sich bei der Geschichte nicht um ein Crossover. Crossover wäre, wenn z.B. Josie auf die Figuren aus Truckstop trifft, weil sich diese Geschichten auf derselben Ebene befinden – mit Dir als Autorin darüber. Natürlich bisst Du auch die Autorin des „Privatlehrers“, aber in der Fiktion ist das ja Josie. Entsprechend befindet sich dieses Geschichte auf einer Ebene darunter. Wenn Josie jetzt Mr. Buchanan trifft, wechselt sie die Ebene. Und das kann illusionszerstörend und sehr „meta“ werden, wenn Figuren ihrer Autorin begegnen. Bei Dir wird es dadurch schön aufgefangen, dass die Möglichkeit besteht, dass Josie das träumt. Anderss wäre es, wenn Josephine auf einmal bei Jeff durch die Tür spazieren würde.

        Anyway. Sorry für die Vorlesung. Kann nicht aus meiner Haut. Daher nochmal: ich fand die Geschichte super. Vielen Dank!

        GP

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      2. Hallo,

        also da muss ich gleich mal zurück klugscheißen. Denn ich habe die Geschichte ja nicht Crossover genannt, ich habe lediglich gesagt, dass die Leute generell von Crossovers genervt sind.

        glg

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  5. Welche coole Idee für ein Cross-Over!

    Ich habe den Eindruck, dass Josie hier ungewohnt brav ist. Oder vielleicht ist sie in ihrer eigenen Fantasie einfach braver als in Realität. 😉

    Interessant zudem, wie rasch Mr. Buchanan vom Sie zum Du wechselt, als er mit Josie redet.

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    1. Dankeschön! Die kam mir ziemlich spontan.

      Das Ding ist, Josie ist jetzt nicht unbedingt ein super-offener Mensch und selbst wenn sie John ja quasi geschrieben hat, ist er in diesem Moment ein Fremder für sie. Außerdem ist das neue Setting durchaus einschüchternd und verwirrend.

      Ja, das geht automatisch mit seiner Position einher 😉

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  6. “Ich sage Bescheid, bevor ich… was?”

    “Auf die Toilette gehe”, erklärte Josie, die schlicht davon ausging, man könnte ihre Schrift nicht lesen.

    Ich habe die Geschichte jetzt bestimmt schon zum 10. Mal gelesen, seit sie erschienen ist, und erst jetzt fällt es mir auf. Aber da es noch niemand kommentiert hat, ging es den anderen wohl auch so…

    Nicht nur, dass das grundsätzlich echt ein blöder Grund für eine Strafe ist, geht es hier natürlich um die vermeintliche Respektlosigkeit, die Josie an den Tag legt, ausgehend von den unterschiedlichen Erwartungen an den Umgang miteinander.

    Aaaber:

    Wenn man eh schon muss, macht es die Strafe ja noch mal schlimmer, weil es so drückt. Und dann sind 20 Hiebe für sich schon fies, aber in diesem Zustand war das noch mal auf eine ganz andere Art schwer auszuhalten. Sowas passiert nur einmal, danach fragt man in so einem Fall immer erst mal, ob man schnell gehen darf. 🙈

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