2. Respekt vor Bediensteten (Der Privatlehrer)

a/n: Der letzte Teil dieses Kapitels wurde jetzt noch ein wenig abgeändert.

Missmutig rührte Josephine in ihrem Frühstücksbrei. Sie bekam heute morgen keinen Bissen hinunter. Ihren Stuhl an der Tafel hatte sie mit drei dicken Kissen bestückt, wodurch sie den Hintern voll von gestern nicht so spüren musste. Ihre Knie hatte sie mit Verbänden vor mehr Schaden geschützt, eine lindernde Salbe half ebenfalls etwas. Als sie daran dachte, wurde sie wieder unglaublich wütend.

Alles, was sie sich beim in der Ecke knien gestern eingestanden hatte, war heute wieder wie weggeblasen. Was interessierte sie das Personal? Nicht einer hatte danach Mitgefühl für sie übrig gehabt. Stattdessen musste sie die gehässigen Blicke voller Schadenfreude erdulden. Sie war nicht sicher ob sie bei der Züchtigung so laut geschrien hatte, dass der gesamte Gutshof es mitbekommen hatte ober ob es sich einfach sehr schnell herumgesprochen hatte, aber so oder so, es war absolut demütigend.

Angewidert ließ Josephine den Löffel in die Schale fallen. Was bildeten die sich eigentlich alle ein?! Sie war Josephine Abbott, die Tochter von William Abbott, einem der bedeutendsten Männer dieser Stadt und diese einfachen Bediensteten wagten es, sich über ihr Leid lustig zu machen? Das ließ sie bestimmt nicht auf sich sitzen. Schwungvoll pfefferte Josephine die Schüssel vom Tisch und das Porridge verteilte sich mitsamt einem Haufen Scherben auf dem Boden.

„Whoops“, sprach sie ironisch in Richtung ihres Vaters, der erstaunt von seiner Zeitung aufblickte, als er das Zerbersten von Porzellan hörte.

„Liebling… vorsichtig“, bat dieser und wank die Küchenmagd heran, die sich hastig daran machte, ihre Sauerei zu beseitigen.

„Pass nur auf dass du das ordentlich machst. Und spar dir diese Blicke“, mahnte Josephine und trat ihr aus einem Impuls heraus in den ihr entgegenragenden Hintern. „In meinem Klassenraum wartet sonst ein Rohrstock darauf, deine Bekanntschaft zu machen.“

Den Blick des Mädchens konnte sie nicht deuten. Erst wirkte sie wütend und verängstigt, dann mit einem Mal änderte sich ihre Miene und sie erkannte darin wieder diese Schadenfreude, die sie schon den ganzen Morgen hatte ertragen müssen.

„DU!“ Weiter kam sie nicht. Ein fester Griff in ihren Nacken ließ eine Gänsehaut über ihren ganzen Körper kriechen.

„Josephine Abbott“, sprach die dunkle, basslastige Stimme leise, aber sehr, sehr wütend. Ihr Herz schlug ihr inzwischen bis zum Hals. „Ich habe dir doch gestern erklärt, dass dieser Rohrstock nur für deinen ungezogenen Hintern bestimmt ist.“

Josephine wollte sich umdrehen, doch die feste, raue Hand in ihrem Nacken verhinderte es. Schon jetzt stiegen Tränen in ihre Augen. Wie konnte man nur so viel Pech haben! Was zum Teufel machte der Kerl jetzt schon hier?!

„Wie ist dein Name, Liebes?“, fragte er die Magd mit einer so sanften Stimme, dass es Josephine einen Stich versetzte. Nein, Schwachsinn, sicher war sie nicht eifersüchtig!

„Marie, Sir“, antwortete die Küchenmagd respektvoll. So ein blödes Miststück, die hatte die Anrede natürlich gleich drauf, sie machte ja den ganzen Tag nichts außer sich anzubiedern.

„Wärst du so freundlich, mir den Tisch in dieser Ecke hier abzuräumen. Ich brauche hier etwas Platz.“

„Natürlich, Sir!“, Sie sah zu, wie Marie eifrig mit der aufgetragenen Aufgabe loslegte.

„Guten Morgen, Mr. Abbott“, wandte sich Mr. Buchanan dann an ihren Vater. „Tut mir leid dass ich hier so hereinplatze und Ihr Frühstück störe.“ Na dafür sollte er sich aber auch entschuldigen, hierher kommen und fremden Bediensteten Aufgaben deligieren, das war schon ein starkes Stück, fand Josephine.

„Ich bitte Sie, Sir, das macht nun wirklich nichts“, erwiderte ihr Vater zu ihrer Überraschung freundlich. „Dass sie gestern hier angefangen haben, ist ein Geschenk des Himmels für uns. Beinahe alle meine Angestellten lassen ihren Dank ausrichten.“

„Aber Dad!“, wandte Josephine empört ein. Sie glaubte, sie hörte nicht recht! Hatte sich hier wirklich jeder gegen sie verschworen? Selbst ihr so gutartiger Vater bedankte sich dafür, dass dieser Fremde sein eigen Fleisch und Blut prügelte? Allerdings war es gleichzeitig nicht nur unverschämt sondern auch im höchsten Maße beschämend, dass wirklich jeder über sie und ihre gestrige Bestrafung redete. Und ihr dämmerte, dass es nach dem heutigen Tag noch viel schlimmer werden würde.

„Du hast jetzt gerade mal gar nichts zu melden, mein Fräulein!“, sprach der Lehrer wieder in diesem bedrohlichen Ton mit ihr, sein Griff im Nacken wurde noch härter. „Das erste, was ich von dir wieder hören will, ist eine ehrliche Entschuldigung an die arme Marie.“

„Aber…“

„Kein Wort mehr oder wir stopfen deinen unartigen Mund wieder mit Seife!“, warnte er scharf und sie verstummte augenblicklich, versuchte aber einen rehäugigen Blick auf ihren Vater zu erhaschen. Hörte er das nicht? Seine Tochter bekam Seife in den Mund geschoben!

„Es macht Ihnen doch nichts, wenn ich mich zurückziehe?“, hörte sie ihn nun jedoch nur sagen. Unfassbar! „Ich weiß, sie tun Ihr Bestes, Mr. Buchanan und ich vertraue Ihnen voll und ganz, aber ich halte es doch nur sehr schwer aus, meine geliebte Tochter leiden zu sehen.“ Dann hilf mir doch, du Trottel, rief Josephine ihm im Stillen zu, aber es schien aussichtslos zu sein.

„Aber nicht doch, ich danke Ihnen für ihr Vertrauen“, erwiderte der Lehrer. „Gehen Sie doch eine Runde in Ihrem herrlichen Garten spazieren, das Wetter ist heute traumhaft.“

„Das werde ich tun, vielen Dank, Sir. Und du mein Kind, sei doch um Gottes Willen artig, dann wird auch alles gut.“ Und mit diesen Worten trottete ihr Vater zur Tür hinaus. Josie kochte innerlich vor Wut. Allein die Angst davor, vor all den noch anwesenden Bediensteten Seife in den Mund gesteckt zu bekommen ließ sie selbigen halten.

„So und nun zu uns!“ Mr. Buchanan zog sie am Nacken hoch wie ein Kätzchen und drehte sie mit einem Ruck um, sodass sie ihn ansehen musste.

„Du glaubst wohl, wenn ich nicht da bin kannst du dir alles leisten! Bist du immer so unverschämt zu deinen Angestellten?“

Ihre Augen waren vor Zorn ganz dunkel „Wenn sie es verdient haben“, erwiderte sie schnippisch.

Ihr Kopf flog zur Seite, erst dann realisierte sie in vollem Ausmaß das heftige Brennen auf ihrer rechten Wange. Mit offenem Mund starrte sie zu dem beinahe Fremden hinauf.

„Ich ohrfeige dich wirklich nicht gerne, Josephine, aber ich toleriere dieses überhebliche Benehmen kein Stück. Wir werden diesen Raum erst verlassen, wenn du verstanden hast, dass man nicht die Hand beißt, die einen füttert.“

Sie stand vor ihm und starrte ihm weiter entgegen. Sie wollte sich bei all den Zuschauern nicht die Blöße geben, ihre Wange zu reiben, ebenso kämpfte sie so gut es ging gegen die aufkommenden Tränen an. Der Protest war ihr buchstäblich im Hals steckengeblieben, das Entsetzen, dass jemand so mit ihr umsprang, saß zu tief.

„Marie“, wandte er sich dann wieder an die Magd, die inzwischen alles abgeräumt und sogar die Tischdecke aus dem Weg gerollt hatte, sie hatte wohl eine ganz genaue Vorstellung, wofür Mr. Buchanan den Platz brauchte.

„Ich brauche das richtige Strafinstrument, um der Dame des Hauses den nötigen Respekt beizubringen. Da du die Leidtragende bist, möchte ich, dass du aussuchst, was du für angemessen hältst.“

„Ja, Sir.“ Die junge Frau bemühte sich kein Stück, die Begeisterung in ihrer Stimme zu verbergen, dann eilte sie auch schon los. Josephines Kehle wurde trocken, nun konnte sie sich nur ausmalen, womit die Magd zurückkommen würde. Wäre es wohl ein Kochlöffel, eine Rute oder gar der verhasste Rohrstock? Mit Schrecken fiel ihr ein, dass sie in den Stallungen eine stattliche Auswahl an Reitgerten besaßen. Sie schickte Gebete in den Himmel, dass das hier nicht allzu schlimm ausgehen würde.

„So junge Dame und du kannst dich gleich ausziehen.“

„Ausziehen?!“, wiederholte Josephine mit schriller Stimme und blickte sich hektisch im Raum um. Der Koch stand in der Tür, angelockt von dem Radau, mit ihm zwei seiner Küchenjungen. Neben der Tür stand der Butler, den sie von Geburt an kannte, auf der anderen Seite ihr Zimmermädchen, gleich käme Marie zurück. Sie sollte also sechs Leuten, nein, mit ihrem Privatlehrer gerechnet sieben ihren nackten Hintern hinstrecken? Nein, das war zu viel der Demütigung.

„Jetzt sofort, wie du siehst gibt es hier sonst genug Menschen, die dir liebend gern dabei zur Hand gehen.“

Josephine war inzwischen puterrot angelaufen. Allein die Vorstellung, von einem Haufen Menschen die Kleider vom Leib gerissen zu bekommen war so erschreckend, dass die sich doch recht schnell verleiten ließ, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Umständlich nestelte sie an den Bändern ihrer Röcke herum, verfing sich mit zitternden Fingern darin. Ihr Lehrer sah ihr geduldig dabei zu.

Endlich fielen die Röcke zu Boden und sie stieg aus ihnen, ebenso wie aus ihren Schuhen, streifte auch ihre Strümpfe ab und sah ihn flehend an.


„Weiter“, befahl er schlicht.

Ihr Kopf glühte förmlich als sie ihre Unterhose mit einem Ruck die Taille hinab schickte und auch dieses knielange Kleidungsstück zu Boden fiel. Beschämt bedeckte sie mit den Händen zumindest ihre Intimzone.


„Du bist noch nicht fertig. Alles wird ausgezogen.“

„Was?!“, gab sie entsetzt von sich. „Aber…“

„Hey ihr zwei“, wandte sich Mr. Buchanan nun an die zwei Küchenjungen, kräftige Burschen, etwas jünger als Josephine selbst. Ihren Gesichtern nach gefiel ihnen der gebotene Anblick.

„Ihr helft der jungen Dame doch sicher gerne aus ihrer unbequemen Oberbekleidung“

„Ja, Sir“, sprachen beide wie aus einem Mund. Josephines lautstarker Protest fand kein Gehör. Mit raschen Griffen hatten die beiden jungen Männer sie von ihrem Oberteil und dem Korsett befreit und hatten nun aus nächster Nähe einen ungestörten Blick auf ihre nackten Brüste.


„So das reicht jetzt“, wandte der Professor direkt mahnend ein, woraufhin sich beide auf ihren vorherigen Platz zurück trollten.

„Siehst du, Josephine.“ Er sah ihr nun direkt in die Augen, sie wich seinem Blick jedoch aus, versuchte mit ihren beiden Händen so gut es ging das Nötigste zu verdecken. „Nackt bist du auch nur ein gewöhnliches Mädchen. Es gibt keinen Grund für dich die Nase hoch zu tragen.“

Das war es also. Er wollte ihr mit dieser Bloßstellung eine Lektion erteilen. Tränen traten in ihre Augen, so sehr schämte sie sich. Nun wartete sie im Grunde sehnlichst darauf, sich endlich über diesen blöden Tisch beugen zu können, alles, damit sie nicht weiterhin nackt mitten im Raum stehen musste.

Nur einen Moment später betrat Marie wieder das Zimmer und hielt kurz überrascht inne, als sie ihre Herrin dort stehen sah, wie die Natur sie geschaffen hatte. Josephines Herz setzte aus, als sie sah, was die Magd mitgebracht hatte.

In der Hand hielt sie einen großen Teppichklopfer.

„Sehr schön, danke Marie, leg ihn doch bitte hierhin“, tippte Mr. Buchanan auf den Tisch.

„Gerne, Sir“, tat die Magd ebendies und nahm dann wieder Abstand.


„Bevor wir anfangen, Josephine, hast du noch etwas zu sagen?“

Sie schüttelte den Kopf, dabei war sie so wütend, dass sie hätte platzen können, aber nackt wie sie war fühlte sie sich extrem ausgeliefert. Nackt einen Aufstand zu betreiben sah mit Sicherheit auch unglaublich lächerlich aus.

„Ich möchte von dir hören, warum ich dich bestrafe. Und dann leg dich über den Tisch.“

„Das ist so gemein!“ Sie konnte es sich nicht verkneifen. Er hob eine Braue.

„Das war keine Antwort.“

Ohne Umschweife drehte er sie um und drückte ihre Hände auf die Tischplatte, sodass sie gegen den Tisch gelehnt stand, dann spürte sie, wie er eng hinter ihr ausholte und… Patsch. Mit voller Wucht landete seine flache Hand auf ihrer rechten Pobacke, der Klatscher hallte im ganzen Raum wieder. „Au!“, protestierte sie, da hatte sie auch schon den zweiten Hieb sitzen, diesmal auf der rechten Backe.

Sie spürte, wie gereizt ihr Hintern noch von der letzten Tracht Prügel war, was das Ganze nur schwerer machte.

„Deine Striemen heilen schnell“, befand Mr. Buchanan beim nächsten, kräftigen Klaps. „Das ist sehr gut, dann können wir uns diesen ungezogenen Hintern erst recht gründlich vorknöpfen.“

Sie stöhnte leidvoll, nicht zuletzt, weil seine Art mit ihr zu reden sie unheimlich beschämte.

„Ich spüre sie noch genug… Sir“, keuchte Josephine. Ein Lachen ging von den Bediensteten aus. War ja toll, dass sie zu deren Erheiterung beitrug!

Weil sie schon nach wenigen Hieben wieder ins Zappeln geriet, packte er sie an der Taille und hielt sie so fest, verabreichte ihr ohne viel Eile ihre fällige Tracht Prügel.

Sie versuchte wieder zu hüpfen oder irgendwie auszuweichen, aber erreichte damit nur, dass sie der strafenden Hand entgegenhüpfte.

„Nicht… au! Aufhören!“, protestierte sie nun.


„Ich habe immer noch keine Antwort erhalten“, betonte Mr. Buchanan unter stetigen Hieben.

„Ich… ohh… werde… autsch! Bestraft weil… ahh… ich respektlos zu… nh… Marie war und… au! Ohh bitte nicht mehr…“

Sie konnte sich gar nicht richtig konzentrieren, weil er nun in diesem schnellen Tempo Schläge auf ihren Hintern prasseln ließ.

„Und?“, hakte er unbeeindruckt von ihren Betteleien nach.

„Und ich soll.. auauau…ahhh…“ Sie versuchte bei ein paar besonders festen Hieben in die Knie zu gehen, als könnte sie so den Schmerz loswerden, doch er hielt sie bombenfest und machte munter weiter.

„Ich soll Respekt vor all meinen Bediensteten haben!“, gab sie wie aus der Pistole geschossen von sich, damit nicht weitere ihrer Klagerufe ihre Sätze unterbrachen.

„Na es geht doch.“ Mit einem beherzten Ruck verfrachtete er sie auf den Esstisch, so weit dass ihr Becken auf der Tischkante auflag und sie sich ihm entgegenstreckte. Wieder schob sie die Hand vor den Schritt, sie wollte sich den Anblick, den sie bot gar nicht ausmalen. Im Augenwinkel sah sie, wie ihr neuer Lehrer zum Teppichklopfer griff.

„Nimm die Hand weg“, befahl er. „Wir fangen gleich an. 20 Hiebe. Marie, ist das für dich so angemessen?“

„Ja, Sir.“ Die Stimme dieses blöden Miststücks klang mehr als zufrieden. Moment, sie sollte sie nicht Miststück nennen. Verdammt, begann diese Behandlung etwa doch zu wirken?

„Josephine, du zählst klar und deutlich mit und nach jedem Hieb will ich hören „Ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen“. Verstanden?“

Verdammt, ging es noch demütigender? „Ja“, murmelte sie.

Er gab ihr mit dem Klopfer einen Hieb auf die Hand, die sie gerade zurückzog. Verdammt, das brannte!

„Ich habe dich nicht verstanden.“

„Ja, Sir!“, presste sie darum hervor.

Und mit viel Schwung holte er aus und ließ das neue Strafinstrument auf ihre ungeschützten, schon leicht geröteten Backen sausen. Verdammt! So schlimm hätte sie das aber nicht erwartet. Sofort entstand ein Flächenbrand auf ihrer Kehrseite. Das war übel!

„Soll der Hieb nicht zählen?“, fragte der Lehrer freundlich.

„Doch! Eins… ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen“, beeilte sich Josephine zu sagen. Ohne zu zaudern wurde der nächste Hieb nachgelegt.

„Zweeei…. ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen“ Meine Güte! Was für eine Qual.

Und so zählte er ihr munter die angekündigten Hiebe auf. Schnell hatte sie heraus, sobald der Satz beendet war, folgte sofort der nächste Schlag. Als sie bei Nummer 10 das Gefühl hatte, dass ihr Po so schlimm in Flammen stand, dass ihr die Luft zum Atmen blieb, bemühte sie sich also, den Satz sehr, sehr langsam hervorzubringen.

„11. Iiiich werde… respektvoll.. mit meeeeinen….Bediensteten…. umgeeeeeeeee…“ quetschte sie so langsam und gezogen wie sie nur konnte heraus. Mittendrin ein fester Schlag.

„Das ist nochmal die 11. Sprich ordentlich mit mir“, mahnte er. Sie heulte auf.

„11. Ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen“, gab sie nun hastig von sich. Ebenso hastig auch der nächste Schlag.

„Auuu….. ahhh….“, Sie wand sich auf dem Tisch wie ein Aal, presste die Hände auf ihren Po, das tat so weh. Ganz anders als der Stock und dennoch so schmerzhaft! Egal wo er zuschlug, dieser viel zu große Teppichklopfer traf immer irgendwie beide Pobacken.

Professor Buchanan patschte ungeniert mit dem Klopfer auf ihre Hände. Josephine schrie und zog diese hastig aus der Schusslinie. Das tat noch viel mehr weh als der Hintern voll.

„Die Hände bleiben vorne“, erklärte er schlicht und holte dann wieder aus,um zuzuhauen.

„Au! Nicht mehr! 13! Ich werde…“

„Nichts da. Du hast den 12. Hieb nicht gezählt, meine Liebe. Also, das Ganze von vorne, beim nächsten Mal will ich eine 12 von dir hören.“

Josephine heulte auf. Sie wusste ohnehin nicht mehr, wie sie nur noch einen Schlag aushalten sollte und nun zählten zwei einfach gar nicht.

Viel Zeit, sich über diese Ungerechtigkeit aufzuregen blieb jedoch nicht. Treffsicher wurde wieder zugeschlagen. Sie schrie.

„12, ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen.“

„Sehr schön, sie kann doch noch zählen.“ Ihr blieb keine Gelegenheit, sich über diesen Kommentar aufzuregen, denn der nächste Klatscher folgte ihm auf dem Fuß.

Mit viel Überwindung zählte sie auch diesen ordungsgemäß auf, ebenso wie die danach. Erst bei Hieb 18 machte er es ihr wieder richtig schwer, denn mit einem Mal steigerte er die Intensität noch einmal immens.

Vor lauter Schreck rutschte sie vom Tisch herunter, presste wieder ihre Hände auf den viel zu heiß geklatschten Po.


„Marie“, rief Mr. Buchanan diese heran. „Würde es dir etwas ausmachen, Josephine für ihre letzten drei Hiebe festzuhalten? Ich schätze sie ist nun nicht mehr allzu tapfer.“

„Nein Sir, ich mache das sehr gerne“, erklärte das Dienstmädchen und stellte sich auf die andere Seite des Tisches. Der Professor packte Josephine kurzerhand im Nacken und schob sie wieder richtig auf den Tisch.

„Hände nach vorne“, befahl er und sobald sie diesem Befehl nachkam, ergriff die Küchenmagd diese. Josephine warf ihr nur einen flüchtigen Blick zu, doch als in Maries Blick etwas Versöhnliches lag, schmolz Josephines Widerstand irgendwie dahin. So fühlte sich also Vergebung an, dachte sie, als Maries warme Hände ihre fest drückten. Dann kam auch schon der nächste Schlag. Brav sagte Josephine ihren Satz auf. „Ich werde respektvoll mit meinen Bediensteten umgehen.“ Zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, ihn auch so zu meinen.

Die letzten zwei Hiebe waren noch einmal extrem hart, jeder von ihnen landete halb auf ihrem Po, halb auf ihrem Schenkel und das mit voller Wucht. Josephine schrie, doch die Hände, die ihre hielten halfen ihr dabei, dennoch ihre Sätze aufzusagen. Dann endlich legte Professor Buchanan den Teppichklopfer auf dem Tisch neben ihr ab. Es tat gut, dass Marie ihre Hände trotz allem nicht losgelassen hatte. Josie heulte erbärmlich, doch sie blickte ihr mit tränenverschmierten Augen entgegen.

„Es tut mir so leid, Marie! Ich mach so etwas nie wieder mit dir, ich schwöre es!“

Marie nickte. Sie lächelte nun sogar. „Ich nehme Ihre Entschuldigung gerne an, Miss Abbott.“ Erst dann ließ sie Josephines Hände los, damit diese sich aufrichten konnte.

Mr. Buchanan strich über ihre Schulter. In seinem Blick spiegelte sich ebenfalls Zufriedenheit wieder. „Dass du dich von dir aus entschuldigt hast zeigt mir, dass du deine Lektion gelernt hast.“

Sie nickte verlegen. Dass seine Lektionen wirklich etwas brachten, gestand sie sich nur sehr ungern ein.

„Dafür werde ich dir das Eckestehen erlassen.“ Josephine seufzte erleichtert. „Danke, Sir.“

„Die Verbände an den Knien brauchst du dennoch nicht“, nickte er nach unten. „Und das hier“, tippte er auf das Kissengebilde auf ihrem Stuhl „vergessen wir auch mal ganz schnell. Ich will dass du beim Sitzen deine Vergehen reflektierst. Und jetzt machst du die Schweinerei weg, die du hinterlassen hast, wir hätten schon längst Unterrichtsbeginn.“

Josephine war gar nicht mehr nach diskutieren zumute, also murmelte sie „Ja, Sir“ und begann, die Kleidung vom Boden aufzusammeln, doch er hielt sie ab, fischte allein ihr Unterkleid aus dem Stapel. „Du sollst deinen Dreck wegmachen habe ich gesagt! Das darfst du im Klassenraum anziehen, aber erst dann. Und auch den Weg dorthin wirst du nackt zurücklegen.“

Sie sah ihn groß an, noch mehr Augen auf ihrem nackten Körper? Und noch schlimmer, jetzt sollte sie sich nackt vor allen bücken? Das war wirklich ein Albtraum.

„Es hilft der Lektion, die du heute gelernt hast. Und jetzt los.“

Ein kurzer, aber beherzter Klaps auf ihr wundes Hinterteil erinnerte sie, dass er sie nun schon zweimal zu der selben Sache hatte auffordern müssen. So achtsam wie sie konnte ging sie in die Hocke, wo Kehrblech und Besen noch von vorhin lagen, dann fegte sie die klebrigen Scherben auf.

„Überall unter dem Tisch sind auch noch welche“, kommentierte Mr. Buchanan schlicht. Es fiel Josephine schwer, sich widerwilligen Blicke in seine Richtung zu verkneifen, als sie sich nun wirklich richtig herunter bücken musste. Sie versuchte dabei den Gedanken abzustellen, dass jeder der hinter ihr stand gerade absolut alles sah, doch das klappte leider nur bedingt.

Als sie sich wieder aufrichtete, war ihr Gesicht puterrot. Mit zögerlichen Schritten lief sie in Richtung Küche und fragte einen der Küchenjungen verschämt, wo sie den Mülleimer finden konnte. Dieser starrte sie ungeniert an und wies dann in eine Ecke. Wenigstens zog der Koch ihm für ersteres kräftig das Ohr lang.

Marie reichte ihr einen schweren Holzeimer mit einem Putzlumpen darin. Josephine musste diesen mit Wasser und Seife füllen und dann wohl oder übel immer noch splitternackt in den Speisesaal zurücktragen und auch die Reste Haferbrei vom Boden aufwischen.

Wenigstens ihre Stubenmagd warf ihr auf dem Weg dorthin einen halbwegs mitfühlenden Blick zu.

„Jetzt aber etwas schneller als gestern, junge Dame!“, scheuchte sie Mr. Buchanan und allein damit er ihr nicht nochmal eins hintendrauf gab eilte sie mit dem Eimer schon zurück in die Küche.

„Und, hat es Spaß gemacht?“, wollte er schließlich wissen als sie alles weggeräumt hatte und wieder vor ihm stand.

„Nein, Sir. Nicht wirklich“, räumte sie kleinlaut ein.

„Deinen Bediensteten macht es auch keinen Spaß, hinter einer launischen Göre herzuputzen. Von so einem Vorfall will ich nie wieder hören, das ist jetzt hoffentlich angekommen!“

„Natürlich, Sir!“, versprach sie mit bitterem Geschmack auf der Zunge. Jetzt hetzte er auch noch das Personal gegen sie. Sollte sie jemals wieder etwas in der Art anstellen, würde sie mit Sicherheit direkt jemand verpetzen.

Anschließend musste Josephine die Strecke zum Klassenraum mit weiterhin rotem Kopf und noch viel roterem Hinterteil zurücklegen. Mindestens ein Dutzend Bedienstete kamen ihr auf ihrem Weg entgegen. Beinahe keiner von ihnen tat ihr den Gefallen, nicht allzu genau hinzuschauen. Diese Demütigung würde sie mit Sicherheit niemals vergessen.

7 Kommentare zu „2. Respekt vor Bediensteten (Der Privatlehrer)

  1. AiAiAi da hat Josephine aber eine große Lektion erhalten. Aber ihr Umgang mit Marie war ja auch Unterirdisch… Vielleicht schadet es ihr auch nicht mal ein paar Tage ihren Dreck nackig und mit rotem Popo selber wegzumachen?
    Dennoch hat die Geschichte irgendwie das Verlangen geweckt auch einmal Marie mit blanken Backen zappeln zu sehen…

    Gefällt mir

    1. Hey, ich freu mich wie immer über deinen Kommentar 😊 dass sie wenigstens den Dreck vom Boden vor aller Augen wegmachen sollte, hab ich tatsächlich vergessen. Vielleicht editiere ich das nochmal, das stört mich sonst selbst 😁 danke für den Hinweis.
      Lustig dass du das schreibst weil in den nächsten Kapiteln tatsächlich noch Bedienstete (wenn auch nicht Marie) drankommen. Dauert allerdings noch ein bisschen, als nächstes bekommt es erst mal wieder nur Josephine ab.

      Glg

      Gefällt 1 Person

      1. Ja das hatte ich mir auch gedacht. Irgendwie fehlte das in der Geschichte, also nimm es gerne noch mit auf.
        Das freut mich, ja es muss nicht direkt Marie sein. Aber da ist das Machtverhältnis nochmal anders und sicher auch sehr interessant so eine niedere Angestellte bestraft zu sehen. Ich freue mich auf jeden Fall!

        Gefällt 1 Person

  2. Und wieder eine wundervolle Geschichte!

    Den Morgen hatte sich Josie sicher anders vorgestellt, aber selbst schuld!
    Wer so mit seinen Bediensteten umgeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn es früher oder später was auf den Hintern gibt.

    Auf jeden Fall wieder eine gelungene Geschichte und was mir persönlich ganz besonders gefällt, ist deine „Liebe zum Detail“. So beispielsweise der Koch, der seinem Küchenjungen das allzu übertriebene Gaffen nicht einfach durchgehen lässt, sondern ihm dafür die Ohren langzieht.

    Weiter so! Auf dass Josephine auch in Zukunft noch häufig der Hintern versohlt wird 😉

    Giulio.

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Giulio,

      Schön, wenn sie dir gefällt! Ja, in diese missliche Situation hat sie sich komplett selbst befördert. Die Bediensteten freuen sich bestimmt, dass da jetzt endlich jemand einschreitet.

      Danke, ich versuche immer so anschaulich wie möglich zu schreiben und allen anwesenden Charakteren auch etwas Raum zu geben, deswegen klasse wenn es dir gefällt.

      Ich glaube, da ist noch lange kein Ende in Sicht 😀

      Ich danke dir für dein Feedback,

      lg,
      redbottomedgirl

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