25. In Vorbereitung auf die Ehe (Der Privatlehrer)

Hallo, heute mal wieder ein etwas „klassischeres“ Kapitel 🙂

“Das ist wirklich alles. Und jetzt genug mit der elendigen Fragerei” Josephine seufzte schwer, während ihre beste Freundin sie mit roten Wangen anstarrte.

“Also wirklich. Ich hatte eine Ahnung, das schon. Aber ich wusste nicht, dass es schon so weit zwischen euch geht.”

“Für mich geht es längst noch nicht weit genug”, erwiderte Josephine prompt.

“Phine! Ihr seid noch nicht einmal verheiratet! Ich hoffe, du hast heute wenigstens ordentlich gebetet. Aber vergiss es, auch da warst du ja abgelenkt.”

Josephine machte es sich in ihrem Bett bequem. Sie trug bereits ihr Nachtkleid, genau wie Alice, die sich noch im Dunkeln zu ihr geschlichen hatten. Allmählich wurden sie wieder unvorsichtig. Hoffentlich schlief Mrs. Greene wirklich so tief, wie Alice beteuerte.

“Das Einzige, was mir ein bisschen Sorgen macht, ist der Vortrag, den er mir vor der letzten Bestrafung gehalten hat”, warf Josephine dann nachdenklich ein. In Wirklichkeit hatte sie noch ein paar mehr Sorgen. Mademoiselle Laperte zum Beispiel… aber davon konnte sie Alice nun wirklich nicht erzählen.

“Was für ein Vortrag war das denn?”, wollte Alice neugierig wissen.

“Naja es war so etwas nach dem Motto… dass ich mich ja wohl ausgerechnet in ihn verliebt habe, gerade weil er so streng zu mir ist”, druckste Josephine. Sie spürte, wie heiß ihr Gesicht wurde, als sie das aussprach. “Und deswegen… würde er weiterhin streng mit mir sein, ob es mir nun gefällt oder nicht. Meinst du das bedeutet…”

“Dass er dich auch in der Ehe übers Knie legen wird wenn du mal wieder die unausstehliche Göre raushängen lässt? Na das hoffe ich doch!”

Josephine schnappte empört nach Luft. “Ich brauche keinen Ehemann, der mich züchtigt! Würdest du dir das von Finnegan gefallen lassen?”

“Wenn ich es verdient habe, aber sicher doch”, sprach Alice im Brustton der Überzeugung. “Ich wäre viel mehr enttäuscht, wenn er es nicht täte. Ab und an ist es nunmal notwendig. Bei dir allerdings ganz besonders. Wenn du übermütig wirst, brauchst du einen kräftigen Denkzettel und das weiß Mr. Buchanan besser als jeder andere.”

“Vielleicht kann ich ihn ja verführen, dann vergisst er, dass er mich verhauen wollte und wir haben stattdessen eine perfekte Liebesnacht”, seufzte Josephine.

“Und du würdest mal wieder lernen, dass du all deine Probleme mit deinem Charme lösen kannst, genau wie bei deinem Dad. Wenn das wirklich passiert, ist Mr. Buchanan ein armer Trottel.”

“Ist er nicht!”, widersprach Josephine heftig.

“Eben. Darum wirst du in einer Ehe mit ihm nicht so billig davonkommen, wenn du dich mal daneben benimmst. Und das ist auch absolut richtig so. Du hast dich, seit er hier ist, doch nun wirklich deutlich gebessert. Du solltest das nur langsam mal einsehen, Süße.”

“Ich werde mich einer Strafe wohl nie so freiwillig beugen können wie du”, seufzte Josephine kopfschüttelnd. “Ich glaube Demut liegt einfach nicht in meinen Genen.”

“Muss sie ja auch nicht. Das Wichtigste ist, dass du am Ende deinen Fehler einsiehst. Dass du so einen unglaublichen Dickkopf hast, ist dann eher für dich und deinen Hintern Pech, macht den Weg zur Einsicht eben schmerzhafter”, grinste Alice. Josephine errötete. Sie wusste nicht, ob es ihr gefallen sollte, wenn sie so sehr durchschaut wurde.

“Manchmal wäre mir lieber, du wärst mir gegenüber nicht so schonungslos ehrlich, weißt du”, murrte sie dann ein wenig missmutig.

“Aber im Grunde bist du doch sehr froh darüber”, zwinkerte Alice, da klopfte es an der Zimmertür.

“Miss Abbott? Ist Alice bei Ihnen?”

“Verdammt, das ist Finnegan!”, flüsterte Alice.

“Ja, und?”, erwiderte Josephine schulterzuckend. “Ja ist sie. Wir wollen nicht gestört werden. Komm morgen wieder.”

Sie hörte ein geräuschvolles Schnauben, dann öffnete dieser dreiste Kerl doch tatsächlich einfach ihre Zimmertür. Er musterte beide missbilligend und zu Josephines Verärgerung senkte Alice sogleich den Blick.

“Sagt mal, sonst geht es euch aber noch gut, ja? Habt ihr mal auf die Uhr geschaut? Alice, deine Mutter ist aufgewacht und hat dich nicht gefunden.”

“Oh nein!”, stöhnte Alice. Josephine jedoch blieb weiterhin ruhig. Was konnte dieser Kerl ihr schon? Immerhin hatte sie ein Druckmittel gegen ihn.

“Sag ihr, dass ich nach ihr gerufen habe, weil ich noch etwas brauchte und damit ist die Sache doch gut”, erwiderte sie schnippisch.

“Mrs. Greene hat mir auch gesagt, dass ich Sie gleich mitbringen soll, sollte Alice bei Ihnen stecken, Miss Abbott.”

“Mich? Wieso das denn?”, fragte Josephine unbehaglich.

“Weil man sich nachts nunmal nicht rumtreibt sondern im Bett liegt und schläft. Nicht wahr, Alice?”

“Ja, das ist richtig”, murmelte Alice. “Darf ich mich entschuldigen oder soll ich damit bis nach der Bestrafung warten?”

“Bestrafung?!”, rief Josephine schrill aus. “Jetzt macht aber mal halblang!”

“Miss Abbott, muss ich dran erinnern, dass Mrs. Greene Ihren schlechten Einfluss befürchtet? Das hier ist mal wieder ein Beweis mehr, dass die Dinge auf die schiefe Bahn geraten. Und Mrs. Greene hat von Mr. Buchanan die offizielle Erlaubnis, Sie eigenhändig zu bestrafen wenn Ihr Fehlverhalten mit Alice zusammenhängt”, erklärte Finnegan.

“Das würde ich aber doch ganz gerne selbst mit Mr. Buchanan klären!”, rief Josephine aus.

“Er ist gerade nicht hier und ich soll euch beide jetzt zu Mrs. Greene bringen.”

“Aber…”

“Jetzt hör schon auf zu widersprechen!”, fiel ihr Alice kopfschüttelnd ins Wort und erhob sich dann, trat zu Finnegan hin. “Es tut mir leid dass ich dir schon vor unserer Hochzeit so viel Ärger bereite”, erklärte sie zerknirscht.

“Mir tut der Ärger leid, der dir jetzt bevorsteht”, erwiderte Finnegan und legte den Kopf etwas schief. “Ich fürchte, ich muss jetzt gleich ein Versprechen brechen, was ich Miss Abbott gegeben habe.”

“Ein Versprechen?”, wiederholte Alice irritiert.

“Du wirst ihr kein Haar krümmen, klar?!”, rief Josephine empört aus.

“Mrs. Greene will es so. Ich werde kaum eine Wahl haben wenn ich mit Alice zusammen sein will”, erklärte Finnegan, dann nahm er Alice’s Hand.

“Ist schon gut”, fand diese, ihre Stimme klang ziemlich verlegen. “Und ich kann nicht fassen, dass du ihm ohne mein Wissen so ein Versprechen abringst, Phine!”

Josephine zuckte mit den Schultern. “Wir sind uns eben uneinig darin, was unsere Ehemänner mal mit uns anstellen sollten und was nicht”, murmelte sie, dann folgte sie dem Pärchen. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus, während sie die dunklen Gänge entlang liefen, die nur von Finnegans Öllampe beleuchtet wurden. Sie hatte wirklich versucht, Mrs. Greene aus dem Weg zu gehen, so schlecht wie die auf sie zu sprechen war. Und ausgerechnet unter diesen Umständen musste sie sie wiedersehen.

Der Weg bis zu dem Zimmer von Alice und ihrer Mutter erschien Josephine viel zu kurz. Mit Herzrasen sah sie zu, wie Finnegan an der Tür klopfte.

“Ich habe Alice gefunden, Mrs. Greene”

Diese öffnete die Tür und sah erst ihre Tochter, dann Josephine mit grimmiger Entschlossenheit an. “Na dann mal rein.”

“Also”, baute sie sich dann vor beiden auf. “Meine Tochter treibt sich nachts herum und bei wem steckt sie mal wieder?! Warum nur wundert mich das nicht?”

Josephine war jeder Widerspruch im Hals steckengeblieben. Sie hatte wirklich einen Heidenrespekt vor dieser Frau und sie wollte um keinen Preis weiter negativ bei ihr auffallen.

“Wir haben darüber gesprochen, Junge”, wandte sie sich dann an Finnegan. “Alice ist bald deine Frau, also sollte es deine Pflicht sein, sie angemessen zu bestrafen. Aber sei nicht aus Liebe zu weich zu ihr, hörst du? Sonst arbeite ich da nach und das wird ganz bestimmt kein Spaß für meine Tochter.”

“Jawohl, Madam”, nickte Finnegan ernst. Ungläubig sah Josephine dabei zu, wie er einen Schemel schnappte und zurecht stellte, sich darauf setzte und auf seinen Schoß klopfte. Alice zögerte vielleicht nur einen winzigen Augenblick, dann drapierte sie sich über seinen Beinen.

Josephine betrachtete das Treiben fasziniert. Aufregend war das ja schon irgendwie, wie dieser stattliche Kerl die zierliche Alice auf seinem Schoß zurecht rückte und dann ihr dünnes Nachtkleid hochschlug.

“Sorg dich nicht, zieh sie ruhig aus. Nur auf ein blankes Gesäß kann man richtig bestrafen”, sprach Mrs Greene motivierend, dann wandte sie sich Josephine zu.

“Also, worauf wartest du, Fräulein? Ausziehen, aber etwas flott!”

“Was?”, hauchte diese perplex. Und schon hatte sie eine Ohrfeige sitzen, dass es nur so schallte. Um Gottes Willen, dachte Josephine verängstigt und machte sich dann ans Ausziehen. Die konnte ja vielleicht austeilen! Und dem sollte sie sich jetzt freiwillig aussetzen? Um nicht noch mehr Strafe zu kassieren, ließ sie unter der strengen Aufsicht von Alice’s Mutter ihr Kleid fallen. Schließlich stand sie nach wenigen Handgriffen komplett nackt vor ihr. Im Augenwinkel sah sie das Spektakel zwischen dem Liebespaar. Alice war noch still, aber es klatschte ordentlich.

“Na geht doch. Und jetzt beugst du dich vor, Hände an die Füße und so bleibst du. Kapiert?”

“Ja, Mrs. Greene”, seufzte Josephine und tat, wie ihr geheißen. Sie hasste diese Position. Der Hintern war darin gespannt und kaum gepolstert und außerdem war es verdammt schwer, bei harten Hieben stehenzubleiben wie verlangt. Obendrein fand sie den Grund für die Strafe komplett übertrieben und konnte sich gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, jetzt diesen Ärger am Hals zu haben.

Verstohlen blickte sie herüber zu Finnegan und Alice und fragte sich, ob bei ihr die Backen auch so heftig von jedem Hieb aus der Form gebracht wurden, nur um wieder darin zurückzuspringen. Dieser Stalljunge langte jedenfalls ordentlich zu. Und obwohl Alice sich redlich Mühe gab, ruhig liegen zu bleiben, sah Josephine ihre Füße auf der Stelle tippeln. So wie es aussah, musste das gerade so richtig schlimm brennen.

„Du bist ja wirklich unglaublich. Hoch mit dir“ Mrs. Greenes strenge Ansage ließ Josephine aufschrecken.

„Meinst du ich seh nicht, wie du da hinglotzt? Du bist ein ganz durchtriebenes Luder!“

Empört öffnete Josephine den Mund, da packte Mrs. Greene sie und drehte sie um 180 Grad, drückte sie selbst wieder in Position. Nun streckte sie ihre exponierte Kehrseite direkt in Finnegans Richtung. Nein wie peinlich! Sie wollte nicht, dass der Stalljunge sie nach den blöden Sprüchen von neulich nochmal so sah. Aber Mrs. Greene widersprechen wollte sie gerade auch nicht. Also blieb ihr wohl keine Alternative.

„Es ist wirklich gut, dass ich dich endlich in die Finger kriege“, erklärte Mrs. Greene und strich mit ihren rauen, groben Händen genüsslich ihre Backen nach, kniff prüfend zu und gab ihr die ersten Klapse.

„Jetzt werden hier mal ganz  andere Saiten aufgezogen, das glaub mir. Dein Vater hat da so einiges versäumt.“

Ihr wurde schwindelig. Nun waren die Position und ihre Nacktheit plötzlich zweitrangig. Sie bekam richtig Respekt vor dem Kommenden.

Und dann holte Mrs. Greene aus und ließ ihre Hand mit Wucht auf sie ungeschützten Backen knallen. Sie ließ Josephine keine Zeit, diese Eindrücke zu verarbeiten. Sie setzte schön untereinander drei Hiebe auf jede Backe. Eins, zwei, drei, eins, zwei drei ging es in flottem Tempo, dafür aber nicht mit weniger Wucht.

Und Zeit zum Schimpfen fand sie dabei auch noch. „Das hätte ich schon mit dir machen sollen als du noch eine kleine Göre warst. Verzogen haben sie dich. So oft wie du es verdient hättest kann man dich jetzt gar nicht mehr verdreschen“

„Ohh…“, machte Josephine wehleidig. Schon nach kürzester Zeit fühlten sich ihre Backen auf die doppelte Größe angeschwollen und brannten ganz gehörig. Mrs. Greene schien wirklich den Zorn der letzten 17 Jahre in ihren Händen stecken zu haben.

„Jammer du nur. Die nimmt dir nachher keiner mehr ab“ brummte Mrs. Greene. Sie schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Josephine spürte, wie die unkontrollierten Laute aus ihrem Mund anschwollen, aus einem ungläubigen „Haa…“ wurden kleine Schreie und bald trampelte sie auf der Stelle und jammerte lauthals und unkontrolliert.

„So“ Mit einem Mal ließ Mrs Greene von ihr ab. Josephine fuhr hoch, presste sich jammernd die Hände auf die Backen.

Wie die sich anfühlten! Und das jetzt schon!

„Mir tut langsam die Hand weh“ erklärte Mrs. Greene und schüttelte diese aus. Das konnte sich Josephine nur zu gut vorstellen!

Während sie noch mit ihrem Schmerz beschäftigt war, entfernte sich Mrs. Greene von ihr und näherte sich wohl Alice und Finnegan. Josephine wagte es nicht sich umzudrehen, doch das Klatschen war verstummt.

„Gute Arbeit, Junge, du weißt, wie man zupackt, das sehe ich gleich.“

„Danke, Mrs. Greene.“ Josephine hörte Alice leise schluchzen. Ihre arme Freundin!

„Stell dich in die Ecke, Alice. Wir haben erst einmal ein paar Takte mit der werten Dame des Hauses zu sprechen.“

Nun näherten sich beide wieder Josephine.

„Hände nach vorne!“, befahl Mrs. Greene schroff. Aufgelöst tat Josephine wie ihr geheißen.

„Sie wird jetzt sicher nicht mehr still halten und ich will sie ordentlich züchtigen und mich nicht mit ihren Mätzchen herumärgern“, erklärte Mrs. Greene Finnegan. „Halt du sie mir fest.“ Während sie das sagte, hörte Josephine, wie die Schranktür sich öffnete.

„Beug dich wieder runter wie eben“, befahl sie Josephine. Diese warf Mrs. Greene einen Blick zu und sah mit Schrecken den großen Teppichklopfer in ihrer Hand.

„Na wird’s bald?!“

Josephine schluckte und beugte sich herunter. Sofort war Finnegan bei ihr und packte ihren Arm, drehte ihn auf den Rücken und stemmte sich dann dagegen. Sie konnte nun nichts mehr tun als hilflos mit dem rechten Arm rudern und zwischen dem und ihrem Körper befand sich Finnegan. Sie war nun wirklich ganz und gar ausgeliefert.

„Sehr schön“ fand Mrs. Greene und ließ dann den Klopfer auf ihr Hinterteil klatschen. Oh wie das auf den so dick versohlten Backen doch brannte. „Ohh!“, machte sie entsetzt.

„Ja der wirkt nochmal ganz anders, nicht?“ Mrs. Greene setzte den nächsten Hieb nach, begleitet von Josephines „Ahh!“

„So soll das sein“, erklärte Mrs. Greene zufrieden. Mit dem Klopfer kamen die Hiebe weniger schnell, aber brannten dafür umso heftiger. Jeder Schlag deckte gleich ihren ganzen Po ab und so gab es gar keine Erholungspause für ein Stückchen ihrer krebsrot geklatschten Haut.

Von Schlag zu Schlag wurde Josephine unruhiger und Finnegan musste mehr dagegen halten, auch ihre Schmerzlaute schwollen an. Ihr freier Arm ruderte wild in der Luft und ihre Füße trampelten so gut es ging auf den Boden.

„So“, befand Mrs. Greene schließlich, nachdem der Klopfer bestimmt dreißigmal ihre Backen geküsst hatte. „Jetzt gibt es nochmal richtig was.“

„Was?“, hauchte Josephine aufgelöst, da fauchte der Teppichklopfer auch schon in einem rauschenden Tempo hernieder, wieder und wieder und wieder. Josephine schrie aus vollstem Halse, ganz bestimmt flogen Finnegan gerade die Ohren weg. Dieser krönende Abschluss war genau so schnell vorbei wie er angefangen hatte, doch er gab ihr den Rest.

Als Finnegan sie endlich losließ, fiel sie auf die Knie und heulte hemmungslos „Es tut mir leid, Mrs. Greene! Es tut mir so leid!“ Das alles schluchzte sie derart verschwommen hervor, dass sie nicht mal sicher sein konnte, ob man sie verstand doch Mrs. Greene sagte selbstzufrieden „Na es geht doch“, dann packte sie sie am Arm und zog sie auf die wackeligen Beine zurück.

„Ab in die Ecke mit dir. Du darfst dich ausnahmsweise an der Wand abstützen, ja?“ Das sagte sie in einem so versöhnlichen Ton, dass Josephine ganz leicht ums Herz wurde.

„Danke, Mrs. Greene“ flüsterte sie und trollte sich. Jeden Schritt spürte sie in ihren Backen nur allzu schmerzlich.

„Alice, herkommen!“, sprach Mrs. Greene dann. „Du hast jetzt gesehen, wie es geht, Junge. Alice ist nicht so verzogen wie der feine Adel. Sie wird schon stillhalten. Nicht wahr, mein Kind?“

„Ja, Ma’am“, hörte Josephine Alice flüstern.

Sie nahm nur halb wahr, was da hinter ihr passierte. Ihr Kopf war viel zu sehr mit den Schmerzen der soeben verabreichten Bestrafung beschäftigt, doch einiges schnappte sie doch auf. Offensichtlich bekam Alice jetzt ebenfalls den Hintern mit dem Teppichklopfer vertrimmt, allerdings von Finnegan. Mrs. Greene konnte es sich dabei jedoch nicht nehmen lassen, gute Ratschläge einzubauen.

„Ganz gut so… nur etwas tiefer ist sie empfindlicher. Du musst dich mehr auf den Schenkelansatz konzentrieren“

„Ja, Ma’am“ Nun hörte Josephine auch die ersten Geräusche von Alice. Und wie der Teppichklopfer durch die Luft sauste. Bei jedem Hieb und jedem Schmerzlaut von Alice zuckte Josephine zusammen, fühlte sich als würde sie selbst noch einmal die Abreibung erhalten.

„Du machst das doch nicht zum ersten Mal, Junge“, stellte Mrs. Greene schließlich fest.

„Das stimmt, Ma’am. Ich bin der Älteste von fünf Geschwistern. Wenn meine Eltern nicht zuhause waren, habe ich für Ordnung sorgen müssen.“

„Na das wird dir für deine Ehe und deine neue Position in diesem Hause sicher sehr gelegen kommen“ Mrs. Greene schien zufrieden. Alice’s Schmerzlaute waren inzwischen unüberhörbar.

„Du bekommst jetzt noch fünf, dann hast du es überstanden“, erklärte Finn ernst. „Schön stillhalten.“

Die fünf Hiebe folgten, Alices unruhige Laute schwollen an, dann endlich schien es vorbei zu sein. Josephine atmete erleichtert aus.

“In die Ecke mit dir, mein Fräulein!”, befahl Mrs. Greene. “Du kannst dich morgen bei deinem Verlobten für die Strafe bedanken.”

Eine kleine Pause entstand.

“Wirklich gut gemacht, mein Junge. Ich bin froh, der Vermählung mit dir zugestimmt zu haben.”

“Dankeschön, Ma’am. Ich bin auch sehr glücklich darüber.”

“Das kannst du sein. Alice ist ein wirklich gutes Mädchen. Ich habe viel Mühe in ihre Erziehung gesteckt. Was herauskommt, wenn man es nicht tut, sieht man ja ebenfalls.”

Josephine musste sich wirklich zusammenreißen, über diese Dreistigkeit nicht aus der Haut zu fahren. Gerade war sie ein wenig froh, dass ihr pochender, brennender Hintern sie kleinlaut machte. Sonst wäre ihr ganz sicher etwas Unüberlegtes herausgeplatzt.

“Nunja, ich denke für heute hat auch Miss Abbott ihre Lektion gelernt. Bist du so gut und bringst sie auf ihr Zimmer zurück?”

“Ja sicher, das mach ich.”

“So, Miss Abbott, Sie können sich wieder anziehen.” Und plötzlich wurde sie wieder respektvoll angeredet, ja? Dennoch kam sie der Aufforderung nur zu gerne nach und drehte sich um, ging zu ihrem Nachtkleid hin und schlüpfte wieder hinein. Finnegan hatte ihr den Rücken zugedreht, vermutlich um einen besseren Eindruck bei seiner zukünftigen Schwiegermutter zu hinterlassen. Denn alles von ihr gesehen hatte er inzwischen ja sowieso.

Sie bemerkte, wie Mrs. Greene sie missbilligend ansah. Oh nein… die Entschuldigung. Die kam ihr jetzt aber schwer über die Lippen. Aber sie musste, noch mehr Ärger konnte sie einfach nicht vertragen.

“Es tut mir leid, dass Alice und ich uns heute Nacht so ungehörig verhalten und Ihnen diese Umstände beschert haben. Es wird nicht wieder vorkommen”, knirschte sie. Das musste reichen, mehr würde sie wirklich nicht über sich bringen.

“Das würde ich gerne glauben, aber ich habe da meine Zweifel. Na gut, wenn Sie wieder Ärger machen, wissen Sie jetzt, was Sie erwartet. Eine gute Nacht noch.”

“Gute Nacht”, seufzte Josephine und folgte dann mit wackeligen Beinen Finnegan nach draußen.
“Soll ich Sie ein bisschen stützen?”, fragte dieser mitfühlend, als er sie so neben sich her humpeln sah.

“Es geht schon”, murmelte Josephine beschämt. Aber sie war doch ganz dankbar für sein Angebot.

“Mrs. Greene hat Sie echt auf dem Kieker, was?”

“Und du bist ab jetzt ihr Goldjunge”, gab Josephine augenrollend zurück. Er grinste vergnügt, warf ihr dann aber einen Seitenblick zu.

“Dass ich mein Versprechen nicht halten konnte tut mir leid. Ehrlich. Ich hätte mich dran gehalten, wenn nur ich das entschieden hätte.”

“Schon gut. So wie es aussieht, hätte Alice das gar nicht mal gefallen. Warum auch immer.” Sie machte eine kleine Pause. “Ich glaube, ihr werdet sehr glücklich sein, Alice und du.”

“Das glaube ich auch”, erwiderte er. Für einen Moment schien er seltsam entrückt. Ob er sich gerade den Vorgeschmack vor Augen hielt, den er eben von seiner zukünftigen Frau erhalten hatte? Sie an seiner Stelle hätte das jedenfalls getan.

“So nackt ist sie wirklich besonders hübsch, deine Verlobte, nicht wahr?”, sprach sie triezend.

“Sehr hübsch”, pflichtete er begeistert bei. “Sie aber auch, Miss Abbott.”

Josephine lief knallrot an und gab ihm einen Klaps gegen den Arm.

“Was soll das denn jetzt?! Sag doch so etwas nicht!”

“Wieso denn nicht?”, fragte Finnegan verständnislos “Es wäre doch viel unhöflicher, wenn ich nichts dazu sagen würde, oder?”

“Es wäre, was ein Gentleman tun würde. Der kommentiert nämlich im besten Fall nicht, dass er ein Mädchen gerade nackt gesehen hat, weißt du.”

“Na schön. Ich muss vielleicht noch viel über Etikette lernen. Trotzdem stehe ich zu dem, was ich gesagt habe.”

“Das sagen wir Alice am besten nicht”, murmelte Josephine kopfschüttelnd.

“Ich will Ihnen jetzt wirklich nicht an die Wäsche oder so…”, stellte er noch einmal klar. Sie schnaubte. Na, besser war es! Aber so salopp konnte er nun wirklich nicht mit ihr reden. Oder vielleicht doch?

“Weißt du was?!” Sie blieb stehen und er sah sie perplex an. “Alice und ich haben da so etwas wie einen Pakt. Wir sind beste Freundinnen von klein auf, wie Schwestern, verstehst du?”

Er nickte.

“Aber sie ist auch mein Stubenmädchen. Vor anderen muss sie mich mit Abstand und Respekt behandeln. Nur wenn wir unter uns sind, sprechen wir über alles, wie Freundinnen es nunmal tun und ich mag das. Ich stehe eigentlich kein Stück auf… Speichellecker.”

“Verständlich”, kommentierte Finnegan.

“Du bist auch kein Speichellecker. Du trägst dein Herz auf der Zunge und ich gebe zu, das imponiert mir. Also lass uns das gleiche ausmachen. Wenn wir unter uns sind oder zu dritt mit Alice, kannst du mir sagen, was immer du denkst. Aber vor anderen behandelst du mich wie deine Herrin. Was sagst du?”

Er lächelte und umarmte sie zu ihrer Überraschung dann einfach. Perplex erwiderte sie die Umarmung, dann löste er sich und klopfte ihr auf die Schulter.

“Alice hatte recht mit dir. Du bist eigentlich wirklich ziemlich in Ordnung wenn man über deine verwöhnten Macken hinweg sieht.”

“Und du musst unbedingt etwas mehr Umgangsformen lernen wenn du der oberste Hausdiener sein willst”, befand Josephine. “Sprich mit Mr. Buchanan. Ich denke, er kann dir da gut helfen.”

“Keine schlechte Idee”, pflichtete Finnegan bei “Er scheint wirklich viel Etikette zu besitzen.”

“Er kann ein perfekter Gentleman sein”, seufzte Josephine. Und dann auch wieder ein verführerischer Liebhaber mit genau der richtigen Portion Humor. Und einer gewissen, faszinierenden Autorität.

“So, da wären wir” Finnegan hielt ihr die Tür zu ihrem Schlafzimmer auf. “Dann gute Nacht. Und stell nicht so viel an in nächster Zeit. Der Teppichklopfer hat ein ordentliches Muster hinterlassen.”

“Das lass mal meine Sorge sein”, erwiderte Josephine und fragte sich, ob es wirklich so klug gewesen war, ihm diese Freiheiten zuzugestehen. Der war ja schon ganz schön frech.

“Kein Wunder, dass Mademoiselle Laperte dich ab und an mit der Reitpeitsche bearbeitet hat”, murrte sie dann eher zu sich. Dennoch war es nun an ihm, verlegen zu werden. Zumindest sah sie seine Ohren im Licht des Kerzenscheines rot glühen.

“Sie… hat irgendwie diese einnehmende Art, der man sich schwer entziehen kann”, versuchte er leise zu erklären.

“Ich weiß, was du meinst”, flüsterte Josephine. Immerhin lag noch vor ihr, der schönen Mademoiselle zu erklären, dass sie nicht noch einmal miteinander intim werden würden. Aber die zündende Lösung, wie sie das anstellen sollte, käme ihr bestimmt nach einer ordentlichen Mütze Schlaf.
“Gute Nacht, Finnegan”; sagte sie noch, ehe sie in ihr Schlafzimmer ging und sich völlig entkräftet in ihr Bett fallen ließ.

10 Kommentare zu „25. In Vorbereitung auf die Ehe (Der Privatlehrer)

  1. Demut liegt definitiv nicht in Josephines Genen (zum Glück für uns!). Trotzdem hätte Sie sich für die Züchtigung bedanken sollen.
    Besonders gefällt mir das sich die Anzahl Personen die Josephine bestrafen dürfen weiter erhöht hat.
    Und da F/f meine Lieblingskonstellation ist, hoffe ich das Mrs. Greene von diesem Recht noch des öfteren gebrauch machen wird.
    Bitte schnell weiter schreiben!

    Gefällt 1 Person

    1. Hi, spät aber doch kommt meine Antwort. Erst einmal vielen Dank für deinen Kommentar. F/f wird wahrscheinlich eher eine unübliche Konstellation bei mir auf dem Blog bleiben, aber sicher ab und an vorkommen wenn es sich im Laufe der Story ergibt.

      Ich geb mein Bestes!

      glg

      Gefällt mir

    1. Hi, dankeschön. Ich habe mit Absicht den Abstand zwischen meinen Uploads etwas erhöht weil ich das Gefühl hatte, dass die Leser sonst nicht so schnell hinterherkommen 😉
      Aber 1-2mal im Monat geht es hier bestimmt weiter.

      glg

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  2. So sehr ich Deine Geschichten bewundert habe, die die Rahmenhandlung interessanter und vielfältiger gestalten (ich hätte wohl nie so viel Phantasie), so sehr weiß ich auch eine ganz „normale“ Spankinggeschichte zu schätzen! Ich glaube, ich hatte es in einem früheren Kommentar bereits geschrieben: Ich finde die Umkehrung der Machtverhältnisse sehr lesenswert, also wie Josephine sich dem Personal unterwerfen muss und lernt (schlaues Mädchen!), das besser auch zu tun.

    Das kleine, besondere Detail dieses Mal für mich: Wie Josephine festgehalten werden muss, weil Mrs. Greene schon ahnt, dass sie sich zu sehr wehren wird – und wie das bei Alice nicht nötig ist.

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    1. Hi,
      ja so geht es mir auch. Ich liebe es mich in meine Geschichte reinzufühlen und die Handlung voranzutreiben aber immer mal wieder zwischendurch mag ich diese „normalen“ Zwischenkapitel. Jedenfalls schreibe ich beides unheimlich gerne. Und ich wettte, dass auch du so viel Phantasie hättest! 😀 Aber es kommt ja auch immer ein bisschen darauf an was einen selbst am meisten inspiriert.
      Ja richtig, auch hier muss Josephine sich wieder unterordnen und obwohl es ihr gegen den Strich geht, hat sie da schon auf die harte Tour gelernt dass ihr nichts anderes übrig bleibt.

      Danke dass du die Stelle erwähnst, die dir am besten gefallen hat 🙂 Es sind wie so oft die kleinen Details. Und alles in allem danke für deine lieben Worte.

      glg,
      rbg

      Gefällt 1 Person

  3. Endlich bekommt es Alice auch
    Wieder mal. Wir hatten ja lange
    darauf warten müssen.
    Finnegan wird viele schöne Gedanken
    Gehabt haben, als seine hübsche
    junge Braut mit nackten Hintern über
    Seinen Knien lag.
    Er wusste, dass er das zukünftig immer
    dann konnte, wenn ihm danach war.
    Er würde dies mit ausdrücklicher
    Zustimmung seiner ihm gewogenen
    Schwiegermutter tun und auch seiner
    Braut selbst, für dies zu einer
    funktionierenden Ehe dazugehörte.
    Und Prügel vom eigenen Mann würden
    Sich ganz anders anfühlen als die von
    Der Mutter, zumal sich im Eheleben
    dann vielleicht noch etwas schönes
    Nachfolgen würde: denn was ist schöner als Versöhnungssex.
    Und Finnegan werden bei der
    Züchtigung von Alice noch viele schöne
    Gedanken gekommen sein,was er
    Mit dem Körper seiner Frau noch
    Alles abstellen könne.
    Liebe Autorin, ich hoffe, du hältst
    Und in Bezug auf Alice und Finnegan
    Auf dem Laufenden

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  4. Und zu Josephine:
    Die hat ganz andere Probleme als
    die Schmerzen ihres brennenden
    Hinterns
    Da wäre einmal Buchanan: Hätte sie
    die schöne Stunde mit Laperte doch
    Längst ihm gegenüber gebeichtet.
    Er wird aus verschiedenen Gründen
    Menschlich abgrundtief enttäuscht sein
    Wenn er sie deswegen windelweich
    Prügeln würde, würde sie dies gern
    akzeptieren. Aber vielleicht macht
    er Schluss, bevor es angefangen hat.
    Er ist dann nur noch ihr Lehrer.
    Was dann?
    Und wenn sie sich der schönen Französin verweigert?
    Diese wird dies nicht einfach so
    Hinnehmen. Dabei ist ihre Reitpeitsche
    Josephines geringstes Problem.
    Die Französin könnte die Beziehung
    Zu Finnegan wieder aufnehmen,
    Wenn Josie ihren Teil der Absprache
    Nicht mehr einhält.
    Sie könnte – noch schlimmer- sich
    Mit ihren Zauberhänden an Alice
    Herankommen
    Oder sie konnte Josies Vater gegenüber
    Andeutungen machen , die den
    Misstrauisch machen müssten
    Es bleibt also spannend
    Autorin ich brenne auf die
    Nächsten Geschichten..😀👍😀

    Gefällt mir

    1. Hallo Helmut,

      irgendwie hat die Seite gerade meine Antwort geschluckt. Also von vorne…

      Finnegan wird ganz bestimmt so einiges davon gehabt haben, seine zukünftige Frau in dieser Lage beobachten zu können. Andererseits unter den strengen Augen seiner baldigen Schwiegermutter mit der Drohung von Josephine, ihr kein Haar zu krümmen, hat ihn das sicher auch unter Druck gesetzt und in einen Zwiespalt befördert. Abgesehen davon wäre er sicher ein gerechter Ehemann, der nicht willkürlich bestraft weil er gerade Lust darauf hat. So einer wäre wohl eher Mr. Buchanan 😀

      Josephines Probleme und Zukunftssorgen hast du im Grunde perfekt zusammengefasst. Ich denke so einfach wird es für sie nicht werden, das alles wieder aufzulösen, nachdem sie sich in diese Schwierigkeiten befördert hat. Sie hätte wirklich besser von Anfang an ehrlich sein sollen, wobei Mr. Buchanan ihr ja selbst so einiges verschweigt.

      Danke für deinen Kommentar und glg,
      rbg

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