Doppelt versohlt (Das doppelte Lottchen- Kurzgeschichte)

a/n: Eine lange geplante Idee wird hier nun endlich umgesetzt! Hatte schon vor einer Ewigkeit in den Kommentaren den Vorschlag bekommen, eine Art „Fortsetzungsgeschichte“ zum doppelten Lottchen zu verfassen. Und so wurde ich inspiriert und das hier ist entstanden. Ich habe mich durchaus bemüht, den Kästner-esken Stil einigermaßen zu treffen. Ich bin gespannt, wie das bei euch ankommen wird!

“Ich bitte dich! Bitte, bitte, bitte, mit Kuss und Schlagsahne obendrauf!” Flehend schaut Luise in die Augen ihrer Schwester. Diese blickt ernst zurück und lässt den Stift sinken.

“Das war ein lustiger Spaß als wir kleine Mädchen waren, doch heutzutage finde ich es doch sehr verwerflich”, erklärt sie mit ihrer stets so bedachten Art. 

“Verwerflich! Du tust ja gerade so als würde ich dich zu einem Verbrechen anstiften wollen”, plustert Luise sich auf. 

“Es ist zumindest etwas Verbotenes, nicht?”

“Nur weil Mutti und Vati so verbohrt sind, ist es verboten. Und du weißt, dir würden sie es auf der Stelle erlauben!”

Lotte seufzt. Luise will ausgehen. Genauer gesagt will sie zu Trudes Geburtstagsfeier gehen, doch sie hat Stubenarrest. Ihre Noten sind in den letzten Wochen ins Bodenlose gerutscht. Zudem war ihr loses Mundwerk mal wieder schneller als ihr Kopf. Als sie mit der dritten Fünf nach Hause kam und auf die Standpauke von Mutti auch noch mit “Na und? Das kümmert mich nicht” geantwortet hat, hat sie sich eine Watschen (wie man es hier in Wien nennt und Lotte ist schon ganz und gar integriert) gefangen und wurde auf ihr Zimmer geschickt. Lotte war Zeuge der ganzen Situation und obwohl sie ihre Zwillingsschwester mehr als alles auf der Welt liebt, findet sie, Luise hat sich diese Strafe redlich verdient.

 Sowieso übertreibt Luise es im Moment. Vorlaut und wild war sie schon immer, aber gerade ist es so, als würde sie jede erdenkliche Grenze ihrer Eltern ausreizen und jedes Mal ein Stückchen weiter gehen. Vater hat ihr jetzt schon einige Male damit gedroht, ihr die Hosen strammzuziehen, wenn sie so weiter macht. Als sie noch jünger waren, hat er das auf Mutters Anraten hin sogar einige Male getan. Nur mit Luise. Bei Lotte war es schlichtweg noch nie nötig gewesen. 

Luise scheint die Drohungen dennoch eher auf die leichte Schulter zu nehmen. Dabei hat sie damals, über Vaters Knie zappelnd ordentlich gebrüllt und gelitten. Vernünftiger gewesen war sie danach auch. Für eine gewisse Zeit zumindest.

Doch vielleicht ist es zu lange her, als dass Luise dieser Erfahrungen noch ehrfürchtig gedenken würde. Außerdem ist sie der Typ Mensch, der sich Konsequenzen immer nur stellt, sobald sie ihm ins Gesicht springen.

“Ach Lottchen, worüber zerbrichst du dir schon wieder deinen hübschen Kopf?” Luise grinst unverhohlen. Immerhin ist es der gleiche hübsche Kopf wie ihr eigener. Noch immer gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen. Luise trägt die Haare etwas kürzer, das ist aber auch schon alles. Wenn beide ihre Haare zusammenbinden, können selbst ihre eigenen Eltern sie nicht auseinanderhalten. Nur dass sie sich im Wesen so sehr unterscheiden hilft den Leuten dabei, schnell auszumachen, wer von ihnen wer ist.

“Bitte, lass es dieses eine Mal gut sein. Vati wird dir das nicht durchgehen lassen. Mutti schon gar nicht”

“Das müssen sie ja auch nicht, denn sie werden von nichts erfahren“, erwidert Luise kess. „Ich werde zeitig wieder hier sein, zu einer vernünftigen Zeit, zu der ein vernünftiges Ding wie du nach Hause kommen würde.” 

Lotte schüttelt vehement den Kopf. Sie kann es nicht leiden, wenn Luise Dummheiten anstellt. Meistens zumindest nicht. Ab und an lässt sie sich zu Dingen anstiften und dann macht es doch mehr Spaß, als sie zugeben möchte… aber heute ist das eine ganz andere Sache. 

Natürlich stört es sie nicht, den Abend Zuhause zu verbringen. Ohne Luise würde sie niemals einen Abend alleine auf einer lebhaften Fete überleben, dazu ist sie viel zu schüchtern.  

Luise starrt ihre Schwester an. Langsam weicht ihre Begeisterung für den eigenen Plan einer gewissen Resignation. Sie realisiert, dass Lotte nicht nachgeben wird. Und sie liebt ihre Schwester viel zu sehr, um sie zu zwingen. 

„Na schön“, seufzt sie tief. „Wenn du nicht willst…“

„Ich möchte dir nur Ärger ersparen“, erklärt Lotte noch einmal. 

„Du bist viel zu ängstlich“, erwidert Luise, lässt es aber dabei bewenden. Lotte widmet sich wieder ihrem Buch und Luise schaltet den Plattenspieler ein, um weiter ihre Lieblingsmusik zu hören. Keine der beiden ahnt, dass Lottes Meinung schon heute Abend eine ganz andere sein wird.


„Morgen feiert die Trude Herr doch ihren Geburtstag, nicht?“, fragt Mutter beim Abendbrot. 

Beide blonden Köpfe schießen nach oben, beinahe schon ertappt, wo sie doch schon gar nichts mehr aushecken. 

„Ja, Mutti“, spricht Luise ganz anständig, als könnte eine Anbiederung das Urteil ihrer Eltern doch mildern. „Gegen sechs Uhr am Abend geht es los.“

„Hm“, macht Frau Palffi. „Hättest du dich besser benommen, könnten wir dich fortgehen lassen. Doch bei all den Frechheiten, die du dir geleistet hast…“

„Ach bitte, Mutti! Ich werde danach auch ganz anständig sein.“

„Du wirst auch anständig sein, ohne dass wir dich dorthin gehen lassen!“, erwidert die Mutter prompt. „Nein, Luise, dieses Mal hast du den Bogen überspannt. Du wirst deinen Hausarrest ohne jede Ausnahme zu Ende aussitzen. Das hast du dir ganz allein zuzuschreiben.“ 

Über diese Standpauke hinweg wird Mutters Stimme immer schärfer und Luise immer kleiner auf dem Stuhl. Jetzt wird ihrer Schwester das Herz doch weich. Sicher ist die Entscheidung ihrer Mutter gerecht. Doch wenn Luise so betrübt drein blickt, kann Lotte dennoch nicht verstehen, wie Mutti ihre Strenge aufrecht zu erhalten vermag. Sie kann ja im Grunde nichts für ihren Übermut.

„Lottchen, aber du wirst doch gehen?“ Die Frage ihres Vaters, ganz beiläufig und gut gemeint anklingend, lässt Lotte aufhorchen. 

„Oh, nein, nein. Die Trude ist ja nun dem Luiserl die beste Freundin. Obendrein, ohne sie würd ich gar nicht gehen wollen“

„Du verlässt dich sowieso viel zu sehr auf deine Schwester, Lotte“, findet die Mutter. „Du solltest auch mal ohne sie aus dem Haus kommen und Freunde treffen.“ 

„Dafür ist sie eben zu schüchtern!“, springt Luise prompt für ihre Zwillingsschwester in die Bresche. „Ich bin ja auch immer bei ihr.“

„Nicht immer“, befindet die Mutter sogleich. „Lotte, du wirst heute Abend auf den Geburtstag gehen.“ 

Mutters Forderung sorgt für ordentlich Tumult am Abendbrottisch der Familie Palffy.

„Aber Mutti!“, ruft Lotte aus und Luise dazwischen. „Das ist ungerecht! Lottchen soll das nicht müssen! Und obendrein nur um mich zu ärgern!“ 

„Ich will doch auch nicht gehn und Luise traurig machen will ich schon gar nicht. So ist das gemein!“, fügt Lotte sogleich hinzu. 

Sie beide öffnen die Münder schon zum nächsten Argument, da klingt es klar und deutlich „Schluss jetzt!“ durch das Zimmer. Es ist der Herr Kapellmeister selbst, der über die Diskussion hinweg bisher Ruhe bewahrt hat. Jetzt aber blicken seine Augen streng zwischen seinen beiden Töchtern hin und her. 

„Lotte geht morgen Abend aus und Luise bleibt Zuhause. Und jetzt will ich kein weiteres Wort darüber hören!“ 


Das Machtwort des Vaters scheint gewirkt zu haben. Die beiden Mädchen fügen sich. Nicht einmal Luise traut sich, noch einen Ton zu sagen. So bleibt es bis zum nächsten Tag still um die Zwillinge.

Schließlich ist es so weit, Vati fährt Lotte zum Geburtstag von Trude. Sie trägt ein adrettes Samtkleid und hat die Haare zu einem Zopf geflochten. An der Tür verabschieden Luise und sie sich am frühen Abend innig und ausgiebig, ganz wie auf der großen Leinwand. Luise wirkt erstaunlich ruhig, als sie in das Zimmer der Mädchen zurückkehrt. An Frau Palffy nagt nun doch das Gewissen. Solange Luise noch Widerstand geleistet hat, war es leichter, ihr Nein zu sagen. Doch jetzt, da sie sich ihrem Schicksal so artig fügt, grübelt die Mutter über den Sinn und Unsinn ihrer Sanktion nach. 

Sie will ihrer Tochter den Abend etwas erheitern und beschließt, dass es Luiserls Leibgericht zum Abendbrot geben soll, gefüllte Palatschinken. Die bereitet sie nie selbst zu. Luise bestellt sie sonst, wenn sie ins „Imperial“ einkehren, denn Lottchen kann Süßes nunmal nicht ausstehen. Am allerwenigsten Palatschinken. Was für eine bessere Gelegenheit gäbe es also, als das gestrafte Töchterchen so ein wenig zu verwöhnen!

Zum Abendbrot ist der Herr Kapellmeister pünktlich zurück, nachdem er die brave der beiden Zwillingsschwestern zum Geburtstag der Freundin kutschiert hat. Das Ehepaar Palffy begrüßt sich mit einem zärtlichen Kuss. Die werte Gattin werkelt noch am Herd, dreht den letzten Palatschinken in der Pfanne. 

“Holst du die Luise zum Essen?”, bittet sie. “Ist gleich angerichtet.”

“Wird sofort gemacht”, erwidert der Herr des Hauses. Wenig später betritt er mit seiner Tochter im Schlepptau das Esszimmer.

Doch die erwartete Freude über das Festmahl lässt auf sich warten. Luise ruft zwar: “Palatschinken? Oh, danke, Mutti”, doch als es ans Essen geht, ist sie auffällig zurückhaltend. Sie kaut an jedem Bissen endlos lang herum und hat nach zehn Minuten noch nicht einmal einen halben Palatschinken aufgegessen.

“Luiserl, ist dir nicht gut?”, fragt der Vater und legt prüfend seine Hand auf ihre Stirn. 

“Nicht doch, Vati, mir geht es prächtig”, erklärt Luise tapfer. 

Die Mutter betrachtet ihre Tochter sorgenvoll. Sie kann sich nur zu gut denken, was der Grund für die Appetitlosigkeit ist. Das arme Kind grämt sich, weil es den Geburtstag verpasst. 

Mit nagend schlechtem Gewissen grübelt Frau Palffy über dem Abwasch, ob sie es diesmal zu streng getrieben hat. Da reißt sie das Telefon aus ihrer Hausarbeit und den Gedanken. Sie trocknet die Hände an der Schürze und hebt den Hörer ab. Was sie zu hören bekommt, erscheint absolut unglaublich. 

“Wie bitte… das Lottchen?! Ich denke, sie verwechseln da aber gehörig…” Die Stimme am anderen Ende der Leitung unterbricht sie. Sie lauscht. Und lauscht. Längst widerspricht sie schon nicht mehr, denn ihr ist ein Licht aufgegangen. Was war sie dämlich! 

“Ich verstehe”, spricht sie knapp. “Sie wird gleich geholt.”

Der Kapellmeister schaut erstaunt von seiner Abendzeitung auf, als seine Frau ins Wohnzimmer stürmt. Sie scheint geladen zu sein.

“Ludwig, bist du so gut, die Luise von Trudes Geburtstag abzuholen? Sie ist mit einem Mädchen dort in Streit geraten und Trudes Mutter will beide Unruhestifter nicht mehr dort haben.”

Das Gesicht der Frau Palffy ist tiefrot. Ihr Gatte staunt nicht schlecht.

“Wie… die Luise?”

“Kannst du es glauben? Die beiden haben uns eiskalt an der Nase herumgeführt. Nach all der Zeit fallen wir noch immer darauf herein! Und ich Esel sorge mich, dass die arme Luise ihr Leibgericht kaum anrührt.” 

Der Kapellmeister erhebt sich aus seinem Sessel. Auch er ist einigermaßen empört. 

“Das glaube ich ja wohl nicht. Na das werte Fräulein hole ich nur mit Vergnügen nach Hause. Da werden wir mal ein paar andere Töne anschlagen!”

“Ich bitte darum, Ludwig. Für alle beide!”


Lotte sitzt in ihrem Zimmer und liest. Sie hat sich für ein Buch mit vielen Bildern entschieden, um weniger auffällig und mehr wie Luise zu wirken. Die Sache mit dem Abendessen war gefährlich genug. Ausgerechnet Palatschinken. Glücklicherweise scheinen die Eltern ihre Appetitlosigkeit auf den Frust über die Strafe geschoben zu haben. 

Mit einem Mal fliegt die Tür auf und ihre Mutter ruft “Lotte!”. Diese zuckt derart zusammen, dass ihr der schwere Wälzer aus den Händen fliegt. Erschrocken schaut sie der Mutter ins Gesicht. Diese blickt ausgesprochen düster drein. 

“Komm in die Wohnstube. Deine Schwester ist von der Feier zurück und wir haben ein paar Takte zu reden!” 

Lotte wirft verstohlen einen Blick auf die Uhr. Es ist doch noch nicht einmal acht Uhr. Wieso ist Luise schon zurück? Und woher weiß Mutti… ob die fehlende Begeisterung für das Essen sie beide nun doch verraten hat? 

Mit bangem Gefühl erhebt sie sich und folgt der Mutter ins Wohnzimmer. Dort steht bereits Luise, ihre zuvor so brave Frisur ist schlimm zerzaust, vor ihr hat sich der Vater aufgebaut, in voller Größe und mit verschränkten Armen.

“Na, da ist ja die zweite Übeltäterin!”, spricht er grimmig. Lottchen wird ganz anders zumute. So hört sie ihren lieben Vati selten sprechen. Doch für heute scheint er die Faxen dicke zu haben.

“Nicht nur, dass ihr uns derart dreist übertölpelt, du, Luise, schaffst es nicht einmal, dich in einem fremden Haus angemessen zu benehmen! Man muss sich ja schämen!” 

“Aber die Ilse hat etwas Gemeines über Trudes Familie gesagt!”, ruft da Luise aus (wie immer ist ihr Gerechtigkeitssinn äußerst ausgeprägt). 

“Und da prügelst du dich mit ihr?”, fragt der Vater. “Haben wir euch nicht beigebracht, euch mit Worten zu wehren?”

“Manche haben es nicht anders verdient, als dass man sie mal gründlich verdrischt”, befindet Luise kess. Sie weiß gar nicht, wie fest sie ihr eigenes Schicksal damit besiegelt.

“Na da kann ich nur beipflichten!”, ruft da die Mutter aus. “Heute hast du es wirklich zu weit getrieben, Luise. Ganz krank vor Sorge war ich, weil du so still und traurig zuhause sitzt, da merke ich, es ist die Lotte.”

“Das tut uns leid, Mutti”, spricht Lottchen kleinlaut und legt ihre Hand in die der Schwester.

“Wir wollten ja nicht, dass ihr euch sorgt”, erklärt Luise weiter. “Wir wollten nur…”

“Genau das bekommen, was IHR euch in den Kopf gesetzt habt”, ergänzt die Mutter sehr treffend. “Na und wenn ihr unsere sonstigen Strafen so sehr missachtet, werdet ihr nun sehen, was ihr davon habt.” 

Der Herr Kapellmeister packt sich das Handgelenk von Luise und zieht sie so mit einem Ruck weg von ihrem Zwilling, schleift sie hinter sich her zum großen Ohrensessel. Er nimmt darauf Platz und während sowohl Luise als auch Lotte noch staunen, was hier vor sich geht, purzelt Luise mit einem Mal über den Schoß des Vaters. 

Und ebenso schnell beginnt es, etwas zu setzen. Ein dumpfes Klatschen schallt durch den Raum und Luise bekommt ganz große Augen. Obwohl sie es auf das Samtkleid bekommt, scheint die Wirkung nicht zu verachten zu sein. Der Vater langt ordentlich zu.

Lotte steht dort wie angewurzelt und beobachtet stumm das Schauspiel. Jedoch nicht allzu lange. Mit festem Griff packt die Mutter sie am Oberarm. 

“Na auf. Dir wird das auch nicht schaden.” Mit diesen Worten zerrt sie ihre Tochter zum Sofa. Lotte wird es heiß und kalt. Dass ihre Schwester mal ungezogen ist und sich eine Tracht Prügel redlich verdient hat, das leuchtet ihr ein. Aber doch nicht sie! Die Musterschülerin, die Vernünftige, das strahlende Vorbild! Es ist glatt schon empörend, dass die Mutter diese Art von Strafe bei ihr überhaupt in Betracht zieht. 

Dennoch ist sie zu perplex und wohl auch gewissermaßen beschämt, um sich wirklich zu wehren. Also liegt sie nur Sekunden später über dem Schoß der Mutter.

“Ich tue das nicht gerne”, erklärt Mutti und schlägt ihr den Rock nach oben. Auch das noch! “Aber wie heißt es: Mitgefangen, mitgehangen!” 

Mit diesen Worten bekommt sie einen Klaps hintendrauf. Und noch einen. Und noch einen. Mutter lässt sich nicht lange bitten. Innerhalb kürzester Zeit landet ihre flache Hand wenig sanft auf der Kehrseite ihrer sonst so vermeintlich braven Tochter. Es fühlt sich furchtbar beschämend an. Sie ist längst kein Kind mehr und dennoch liegt sie hier über den Knien ihrer Mutter und bekommt das nur vom Höschen bedeckte Hinterteil ausgeklopft.

Bei Lotte überwiegt noch die Peinlichkeit, als sie Luise schon quietschen und jammern hört. Sie hebt den Kopf etwas und erkennt, dass diese allen Grund dazu hat. Die Unterwäsche ihrer Schwester baumelt in ihren Kniekehlen und ihr Po rötet sich zunehmend unter den harten Hieben des Vaters.

Da spürt sie, wie Mutter die Finger unter die Seiten ihres Schlüpfers schiebt und diesen auch von ihrem Hinterteil entfernt.

“Bitte nicht!”, fleht Lotte mit wenig Hoffnung in der Stimme. 

“Das hast du dir selbst eingebrockt”, erklärt die Mutter streng. Sie führt die Strafe ohne Umschweife fort. Das brennt und zwickt nun aber schon gewaltig. Lotte versucht den aufsteigenden Schmerz wegzuatmen, doch ohne jeden Erfolg. Schließlich wird das Brennen mit jedem Hieb schlimmer. 

Gegenüber zappelt Luise über den Beinen des Vaters. Nur kurze Zeit später kann auch Lotte nicht mehr an sich halten. Ihre Beine schnellen immer wieder nach oben, ihrem Mund entfliehen Schmerzlaute. Ist das ein scheußliches Gefühl! Sie wird ganz bestimmt so schnell nichts mehr ausfressen.

“Es tut mir leid!”, beteuert sie. 

“Das will ich ja wohl hoffen”, erwidert Mutti, doch der Ton ihrer Stimme ist schon wieder sehr viel weicher. Dennoch versohlt sie ihre Tochter munter weiter, so lange, bis sie die Lektion für eindringlich genug eingebläut zu halten scheint.

Endlich lässt sie von Lotte ab. Diese stellt sich nur zögerlich wieder auf die Füße. Ihre Beine sind ganz weich. Furchtbar, wie ihre Backen brennen! Doch im Gegensatz zu Luise, die auf der Stelle hüpft und sich die wund gehauene Haut hemmungslos reibt, wagt sie nicht, dorthin zu greifen. 

“So”, spricht der Vater. “Das war für eure Ungezogenheit. Und damit so etwas nicht noch einmal geschieht, setzt es jetzt noch was mit dem Teppichklopfer.” 

“Nein… oh bitte, Vati, nein!”, fleht Lotte. Die Mutter ist schon ohne ein weiteres Wort losgeeilt um diesen aus dem Küchenschrank zu holen. In einer Stadtwohnung im Herzen von Wien ist das gute Stück nur ausgesprochen selten für den eigentlichen Zweck in Gebrauch. So findet es nun endlich nach all der Zeit eine sinnvollere Verwendung.

“Was sein muss, muss sein”, erklärt der Herr Kapellmeister. Und dann müssen sich beide jeweils über das entgegengesetzte Ende des Sofas legen, jede über eine Armlehne, die Oberkörper liegen auf der Sitzfläche. So können die beiden sich an den Händen fassen. Luise schaut ängstlich in die Augen von Lotte, Lotte nicht weniger nervös in die von Luise.

Vater stellt sich hinter Luise und lässt den Teppichklopfer auf ihren herausgestreckten, bereits tiefroten Hintern sausen. Wieder quietscht und jammert diese ganz beachtlich. Als Lotte ihren Teil abkriegt, ergeht es ihr nicht sehr viel besser. Erst macht der Vater sich die Mühe, bei jedem Hieb um das Sofa herumzugehen und von Tochter zu Tochter abzuwechseln. Doch schließlich erkennt er die Effizienz darin, es zunächst gehörig Luise zu geben und dann erst bei Lotte weiterzumachen. 

Als es ihm endlich als genügend erscheint, heulen die beiden im Akkord Rotz und Wasser. 

“So und jetzt könnt ihr auf euer Zimmer gehen und darüber nachdenken, warum das heute geschehn ist!”, sagt die Mutter. Beide rappeln sich auf. Sie wirken wie ein Häufchen Elend.

“Luiselotte”, spricht der Vater da leise zu ihr. “Nun soll es aber auch genug sein.”

Und da die junge Mutter weiß, dass ihr Mann damit ganz richtig liegt, lässt sie sich hinreißen, ihre aufgelösten Töchter eine nach der anderen in den Arm zu nehmen.


“Es tut uns so leid, Mutti!”, jammert Lotte. “Wir tun es nie wieder!”, beschwört Luise und scheint es auch so zu meinen- für den Moment zumindest. 

Auch der Vater hat eine gnädige Umarmung für beide seiner Kinder übrig und schickt sie dann mit den letzten, freundlich gesprochenen Ermahnungen ins Bett. 

Die Zwillinge können jedoch lange noch nicht schlafen. Sie tuscheln, lamentieren, zeigen sich die wund geklopften Hinterteile und kommen nach langen Gesprächen zu dem einvernehmlichen Schluss, die Tracht Prügel redlich verdient zu haben- alle beide. 

So ist (zumindest für diesen Tag) die Ordnung im Hause Palffy wiederhergestellt.

21 Kommentare zu „Doppelt versohlt (Das doppelte Lottchen- Kurzgeschichte)

  1. Ich finde es schön, dass etwas mit 3.000 Worten bei Dir noch unter KURZgeschichte fällt. 😂

    Dass hier beide parallel versohlt werden, ist eine spannende Sache. Es gibt nur wenige Situationen, wo es überhaupt passt, aber das hier ist so eine und es wirkt echt stimmig. Die Geschichte selbst mochte ich nie, da war dann der 35. Mai schon eher meins, aber Deine Fortsetzung habe ich dafür umso mehr genossen.

    Wie ich auch sonst gerne zu diesem Thema anmerke: Wie erfrischend es wäre, wenn wir eine Spanking-Szene in einem Buch, Film, Videospiel bekommen würden, wo es aus der Situation heraus passt, aber man es aufgrund der sonstigen Thematik der Geschichte nicht erwartet. So müssen wir sie eben selbst schreiben…

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    1. Nunja, da es eine in sich abgeschlossene Geschichte ist, betitelte ich sie als Kurzgeschichte 😀 Das hat nicht unbedingt mit ihrer Länge zu tun.

      Ja, ist zwar nicht das erste Mal, dass ich das schreibe, aber hier hat es sich doch sehr passend angefühlt. Ist übrigens spontan beim Schreiben so entstanden, erst hatte ich geplant, dass sie beiden nacheinander übers Knie des Vaters kommen.

      Ich mochte das doppelte Lottchen immer sehr und habe auch beim erneuten Lesen für diese Geschichte festgestellt, dass das Buch gegen andere aus dieser Zeit noch recht gut gealtert ist. Aber schön, dass du meine Fortsetzung dennoch mochtest!

      Ja, das wäre herrlich. Hier und da gibt es ja Szenen, aber sie sind oft natürlich eher zurückhaltend dargestellt und weil wir alle süchtig nach solchen Szenen sind und eben im Internet unterwegs, kennen wir sie meistens schon, bevor wir das Werk konsumieren.

      glg
      rbg

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    2. Natürlich kann ich dem letzten Absatz nur zustimmen. Aber wenn das Spanking eine echte NC-Szene ist und kein „kinky“ Spielchen oder ein Spaß, dann gibt es sicherlich immer jemanden, der ENTSETZT!!1! ist. Da kann man schon verstehen, warum das so selten in Mainstream auftaucht. Sicherlich kennen wir alle die Situationen, wo in Buch/Serie/Spiel die Fantasie mit uns durchgeht und wir denken „also die hätte einen Hinternvoll gerade echt verdient“. Ebenso kennen wir vermutlich alle die wenigen Stellen, an denen es wirklich passiert.

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  2. Wenn ich es nicht besser wüsste , würde ich denken, dass man bei einer Haushaltsauflösung in einer Schublade ein 60 Jahre altes Kästner-Manuskript gefunden hat. Beim Lesen hatte ich jedenfalls das Gefühl, dass dies niemand anderes geschrieben haben kann. Den Schreibstil hast Du perfekt getroffen.
    Dass Luise sich treu geblieben ist und sich dafür in der mittlerweile wieder vollständigen 50er Jahre Familie mit der etwas strengeren Mutter gelegentlich Ärger eingehandelt hat und über dem Knie ihres Vaters gelandet ist, ist sehr gut vorstellbar und schön beschrieben.
    Dass die nun älter gewordenen Zwillinge ihre Eltern wiedereinmal an der Nase herum führen, erwischt und dafür zusammen richtig Ärger bekommen ist stimmig. Sehr schön fand ich auch zu lesen, dass Lotte einen Hinternvoll für Luise für völlig angemessen hält und dann feststellen muss, dass es sie diesmal auch erwischt.
    Das Verhalten der Protagonisten hat meiner Meinung nach perfekt zum Orginal gepasst. Die Vorgeschichte, der konkrete Anlass, die Standpauke, das Spanking, das unterschiedliche Verhalten der Beiden und letztlich auch das versöhnliche Ende waren toll zu lesen und passten gut in die 50er.
    Im Gegensatz zu Julchen mag ich die Orginalgeschichte auch sehr, auch wenn die Vorstellung, dass Eltern nach einer Trennung Zwillinge untereinander aufteilen, natürlich gruselig ist.
    Um es mit den Worten von Marcel Reich-Ranicki zu sagen: „Das war wirklich großartig!“
    Vielen Dank dafür!!
    Schade eigentlich, dass Dein schriftstellerisches Talent ja nur einem recht begrenzten Leserkreis zugute kommt. Du hättest bestimmt auch mit „klassischer“ Belletristik Erfolg.

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    1. Hach, vielen Dank, das liest man doch zu gerne! Ich habe mir jedenfalls redlich Mühe gegeben, genau diesen Effekt zu erzeugen, weswegen das Schreiben dieser Geschichte auch deutlich langwierige war als andere Sachen von mir. Habe das Geschriebene immer wieder darauf überprüft, ob man es so im Original hätte lesen können (außer natürlich inhaltlich, wobei das Original ja auch einige Anspielungen enthält).

      Ich denke auch, dass es nicht unrealistisch ist, dass es in der Familie Palffy genau so zugehen könnte. Ebenso wichtig ist natürlich in dieser Art von Geschichte das Happy End, das sich ja oft sehr plötzlich anfühlt, so auch hier. Ich danke dir wirklich sehr für deine netten Worte und freue mich über alle Maßen, dass das ankam, was ich angestrebt habe.

      Ich mag das Original auch, ich glaube, sonst hätte ich mich auch nicht zu dieser Geschichte inspiriert gefühlt.

      Oh, danke für die Blumen! Ja, ich werde wohl dabei bleiben, hobbymäßig zu schreiben. Aber durch diesen Blog habe ich immerhin einen Weg gefunden, meine Geschichten in die Welt zu tragen, wenn es auch sehr nischig ist 😀 Aber ich lade viele meiner Sachen auch noch auf einer anderen Seite hoch, die nichts mit Spanking zu tun hat und habe da immerhin erstaunlich viel Zuspruch.

      glg
      rbg

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      1. Stimmt. Mindestens eine Anspielung gibt es auch im Original. Wenn ich recht erinnere, fragt Lotte Luise, ob ihr Vater ihr denn nie die Hosen stramm ziehen würde, was diese mit den Worten „dafür hat er mich viel zu lieb ( und außerdem keine Zeit“ verneint.

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      2. Genau, ich glaube Luise sagt „Dafür hat er den Kopf zu voll“ und Lotte antwortet „Dazu muss er doch nur eine Hand frei haben“ 😀
        Und später gibt es noch eine Szene, in der der Kapellmeister Lotte (vermeintlich Luise) zum Weinen bringt und das als Inspiration nutzt um ein trauriges Stück für seine Kinderoper zu komponieren, woraufhin der Autor um einen Riesen bittet, der gelegentlich vorbeikommt und ihm die Hosen straffzieht. Habe ich mir als Kind immer bildlich vorstellen müssen 😀

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  3. Eine tolle Geschichte – auch wenn der Twist, also der Rollentausch, natürlich auf der Hand lag. Wie so oft … eigentlich immer … hast Du auch viele Details und Sätze eingebaut, die mich besonders triggern. Wie der Mutter das Durchhalten der anfänglichen Strafe schwerfällt, nachdem sich die Tochter nicht mehr wehrt (auch wenn der Grund dafür ja anders ist, als sie denkt). Wie Lotte erst entsetzt denkt „aber ich bin doch die brave“, aber am Schluss der Geschichte ihren verhauenen Po schon als verdient ansieht. Der herausgearbeitete Unterschied, wie sich Lotte ihrer Strafe mehr schämt. Wie die beiden Schwestern sich am Schluss angucken und gegenseitig die Hände halten können. Und viel mehr.

    PS: Interessanterweise weiß ich zwar noch, dass ich das Original gelesen habe, habe aber so gut wie keine Erinnerung mehr an den Inhalt. Wird mir also nicht so gefallen haben (anders als Deine Fortsetzung 😊). Von „Emil und die Detektive“ hingegen weiß ich nach all den Jahren noch ziemlich viel.

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    1. Hey,
      Ja, die Geschichte besticht sicher nicht durch ihren unberechnenbar heftigen Plot 😀
      Schön, schön, dass die Geschichte so vieles enthalten hat, woran du dich erfreuen konntest. Der große Unterschied, der in den Charakteren der Zwillinge liegt, ist natürlich besonders reizvoll für ein Spankinggeschichte, auch wenn hier eher Lottes Sicht geschildert war, weil ich diese als interessanter empfand.

      Ich hingegen habe keinerlei Erinnerung mehr an Emil und die Detektive. Entweder habe ich das nie gelesen oder es blieb mir nicht im Kopf. Aber schön, dass jeder bei Kästner etwas findet, was er mag.

      glg
      rbg

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  4. Unsere Autorin hat soviele gute Initiativen. Dieses Mal führt das dazu,
    dass ich morgen mal im Keller mal die
    Kiste mit den Kinderbüchern suche.
    So viele schöne Stunden hat mir in der
    Kindheit Kästner verschafft. Pervers
    ohne das Schreibverbot der Nazis würde es wohl nur den Emil geben.
    So entstanden ua das doppelte Lottchen
    und das Klassenzimmer.
    Gerade das doppelte Lottchen ist
    fast ein Dutzend Mal verfilmt worden,
    Überzeugt hat mich nur die deutsche
    Verfilmung der Fünfziger Jahre.
    Schade das es im Internat des Fliegenden Klassenzimmers nur Jungs
    gab. Sonst hätte sich das Gymnasiumfür viele Bestrafungen
    angeboten.
    Zurück zum Doppelten Lottchen:
    Kompliment für das hier geschaffene
    Wiener Umfeld bis hin zur Süsspeise
    Und wenn ich das Buch gefunden habe
    Werde ich nachsehen, ob Palffy ein
    Originalname ist oder eine
    Idee der Autorin😊😊😊

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    1. Hallo Helmut,

      na das höre ich doch gerne. Kästner-Romane waren auch meine Kindheit (vor allem, da ich für mein Leben gern die alten Kinderbücher meiner Mutter gelesen habe). Also begrüße ich natürlich sehr, wenn du nun wieder deinen eigenen Roman herauskramst.

      Stimmt, ich konnte mit den meisten der Filme auch nie viel anfangen, weil sie mir zu weit weg vom Original waren. Da ist der Klassiker aus den 50ern wirklich die schönste Adaption.

      Stimmt, das fliegende Klassenzimmer bietet sich insofern nicht sonderlich gut an. Auch sonst würde mir kein Roman von Kästner einfallen, der mich spontan inspirieren würde.

      Dann les mal nach, will ich dir natürlich nicht vorwegnehmen!

      Glg
      rbg

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      1. Noch ein Kompliment für die Autorin:
        Sie hat es bewirkt, dass ich nach vielen
        Jahrzehnten das bewusste Buch wieder
        in die Hand genommen habe mit den wunderschönen Illustrationen von Walter Trier.
        Das Buch endet mit dem 10. Geburtstag
        und der Wiederheirat der Eltern. Die
        Spankingstory dürfte zeitlich vier Jahre
        später einzuordnen sein, also als
        die jungen Damen 14 waren.
        Auch die Schulkameradin Trude habe ich im Buch gefunden.
        Lotte heißt wie die Mutter Körner,
        Luise wie der Vater in der Tat Palfy
        MIT EINEM F…
        PS
        Bei den Kästner Klassikern haben wir
        bisher Pünktchen und Anton vergessen
        Nach meiner Erinnerung war Pünktchen struturell ungehorsam,rebellisch und frech.
        Eigentlich müsste sie auch mal diszipliniert werden, oder ???

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      2. Hallo Helmut,

        freut mich. Jeder sollte gelegentlich wieder in den Büchern der Kindheit stöbern, ich zumindest liebe diese Nostalgie.
        Ich habe in der Geschichte eigentlich keinerlei Hinweis hinterlassen, wie viele Jahre nach dem ursprünglichen Geschehen sie stattfindet.
        Richtig, Trude kommt vor, wenn auch eigentlich nur im Ferienlager.
        Hm, interessant. In der Online-Version, auf die ich zurückgegriffen habe, stand Palffy mit zwei f, hatte es nämlich auch erst mit einem geschrieben und dann entsprechend korrigiert. Da die Eltern ja am Ende der Ursprungsgeschichte wieder geheiratet haben, heißen jetzt selbstverständlich alle wieder Palffy, auch Lotte und die Mutter.

        Stimmt, Pünktchen ist auch sehr übermütig und kriegt in dem Roman auch entsprechend „es setzt was“ von ihrem Vater angedroht. Aber die Ursprungsgeschichte hackt sowieso schon grundlos auf dem Mädchen rum, da will ich nicht noch in das Narrativ mit reinhacken 😉

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  5. Gräm Dich nicht zu sehr Lotte.
    Das ist manchmal auch bei den braven Mädchen nötig.

    Aus der Sicht einer 50er Jahre Familie wahrscheinlich die logische Konsequenz für ein so ungehöriges Verhalten.
    Vielleicht hätte Luise für ihr Verhalten auf der Feier und für ihr schlechtes Benehmen in den Wochen dafür eine etwas härtere Strafen verdient gehabt als die brave Lotte.
    Paradoxerweise wird aber gerade die Tracht Prügel für Lotte dafür sorgen, dass es mit dem Thema Rollentausch in der Familie Palffy ein für allemal vorbei Ist. Lotte wird sich mit Sicherheit nicht noch einmal auf etwas einlassen, für das ihr der nackte Po versohlt worden ist.
    Bei Luise bin ich mir da nicht so sicher. Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass der Teppichklopfer vielleicht noch mal hervorgeholt wird, wenn die Erinnerung daran etwas verblasst ist.

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    1. Hehe, ja so ist es.

      Da Hausarrest an der Stelle nichts mehr genutzt hat, waren handfeste Mittel ganz sicher die bessere Wahl.
      Das stimmt, dahingehend hat Luise mehr auf dem Kernholz, aber die Eltern hatten in dem Fall die Gnade, ihr alleine nicht noch eins draufzusetzen. Oder sie hatten die Strenge, beide das gleiche widerfahren zu lassen. Interpretationssache.

      Das stimmt definitiv! Luise würde ganz sicher schneller als Lotte vergessen (bzw hatte es ja scheinbar schon verdrängt) wie sehr einem der Hintern nach so einer Behandlung brennt. Wobei mir diese Behandlung doch besonders streng zu sein schien…

      Danke für deinen Kommentar!

      Glg
      rbg

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      1. Das stimmt. Der Nachschlag mit dem Teppichklopfer hat aus einem „gewöhnlichen“ Hinternvoll eine ordentliche Tracht Prügel gemacht, die beide wahrscheinlich nie vergessen werden.

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  6. Der im letzten Absatz in Klammern stehende Halbsatz lässt mich ein wenig auf einen weiteren Teil hoffen.
    Falls Du derweil auf der Suche nach weiteren Klassikern für Fanfiction-Geschichten sein solltest, könnte sich ein Blick auf Eva-Lotta Lisander lohnen (sister of crime von Kalle Blomquist). Definitiv eine meiner Lieblingsfiguren von Astrid Lindgren

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  7. Das stimmt. Dank Deiner Geschichte bin ich seit zwei Wochen in einem wahren Erich Kästner -Rausch. Beim nochmaligen Lesens des Orginals habe ich sogar Details wie den Ohrensessel wiederentdeckt.
    Eine so lange Geschichte in einem fremden Schreibstil zu verfassen, ist bestimmt richtig viel Arbeit. Es hat sich aber definitiv gelohnt! Vielen Dank noch einmal für diese wunderbare Geschichte!

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