20. Grenzen setzen Teil 1 (Der Privatlehrer)

Alice schien so glücklich über ihren zukünftigen Bräutigam. Dabei wusste sie natürlich nicht, dass er es eben erst mit einer anderen getrieben hatte. Und erst recht nicht, dass Josephine auch noch Zeuge des Ganzen gewesen war. Sie wusste nicht, wie die beiden zueinander standen. Natalie schien Finnegan nicht zu lieben, doch beruhte das auch auf Gegenseitigkeit? Erhoffte er sich womöglich mehr?

18. Hinter verschlossenen Türen Teil 1 (Der Privatlehrer)

Sie strich sich über ihre Lippen, die kurz zuvor noch heiße Küsse mit diesem sonst so reservierten Mann ausgetauscht hatten. Hätte sie geahnt, wie gut er das konnte, sie hätte es schon viel eher provoziert. Verträumt seufzte sie. Zwar hatte sie keine Ahnung, wohin das noch führen sollte, doch gerade kümmerte es sie herzlich wenig. Das einzige, was sie wirklich wollte, war, ihn wiederzusehen. Wieder zu küssen.

17. Rache ist süß (Der Privatlehrer)

Er winkte gerade die Küchenmagd Marie heran, als die Tür sich öffnete und Josephine ins Zimmer kam. Das Erscheinungsbild, das sie bot, war durchaus bizarr. Ihr aufgestecktes Haar stand in wilden Strähnen von ihrem Kopf ab, das eigentlich hübsche, dunkelrote Kleid war übersäht von Stroh und ihr Blick in die Ferne gerichtet, ganz so als wäre sie mit den Gedanken vollkommen woanders.Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, sie wäre entweder in einen wilden Kampf in Heu und Stroh geraten oder aber sie hätte dort unanständige Dinge angestellt. Nach seiner damaligen Strafe war Mr. Buchanan jedoch ziemlich sicher, dass es letzteres nicht sein konnte.

16. Femme Fatale (Der Privatlehrer)

„Na, du hast aber gute Laune“, stellte Alice fest, die gerade ihre Waschschüssel bereit machte. „Und das trotz dieser Uhrzeit, alle Achtung.“„Es ist wichtig, dass ich früh auf bin, sonst schaffe ich es nicht, vor dem Frühstück Mademoiselle Lapertes wertvollen Rappen zu versorgen. Sie hat mich mit dieser Aufgabe betraut und ich werde mir natürlich alle Mühe geben, sie zu erfüllen.“ Alice schmunzelte, während sie die Seife bereit legte. „Das sind ja ganz neue Töne von dir, was ist bloß geschehen? Frisch verliebt?“

15. Der Neuankömmling (Der Privatlehrer)

Mr. Buchanan hatte Mr. Abbott nicht von Josephines Annäherungsversuchen berichtet und das war mit Sicherheit der erste Schritt in die falsche Richtung. Er hatte ihm mitgeteilt, dass er Josephine auf der Feier hatte bestrafen müssen und auch das falsche Spiel von Miss Thurgood hatte er auffliegen lassen. Dass diese ganze Geschichte sich allerdings um ihn selbst gedreht hatte, dieses Detail hatte er womöglich ausgelassen.

Zwischenkapitel: Brief von Lottie (Der Privatlehrer)

Obwohl sie wusste, dass Mr. Thurgood ein sehr strenger Mann war, war Josephine nicht ganz sicher, ob Mr. Buchanan den angekündigten Brief an ihn wirklich verfasst hatte und erst recht nicht, ob er wirklich die Konsequenzen mit sich brachte, die sie sich erhoffte. So lange, bis ihr Vater ihr eines schönen Morgens beim Frühstück mit den Worten „Von deiner Freundin Lottie kam ein äußerst merkwürdiger Brief, kannst du dir einen Reim darauf machen?“ ein Kuvert in die Hand drückte.

14. Eifersucht und Abfragen (Der Privatlehrer)

Vielleicht hatte sie ja Glück und wurde für den Rest der Woche ganz von Prügel verschont, sie musste nur weiter hier sitzen, eifrig nicken und Interesse vortäuschen. Besser wäre eine Pause, denn ihr Po schmerzte heute von der Behandlung mit Gürtel und Tawse wirklich noch übel. Gar nicht wie Rohrstock oder Gerte, die viele schmerzende Stellen hinterließen, sodass man gar nicht wusste auf welcher man sitzen sollte. Das hier kam eher einem Flächenbrand gleich, ihr ganzer Po schmerzte durchgängig, aber ganz anders. Es war, als würde sie die ganze Zeit über mit dem Po viel zu nah am Kamin stehen und ihre Haut sich in diesem Stadium kurz vorm Verbrennen befinden.

13. Freundinnen (Der Privatlehrer)

Wieder schlug Josephines Herz unerträglich schnell. Etliche Minuten schienen zu vergehen, langsam dahingezogen wie Sand, der durch ein riesiges Stundenglas rieselte. Die einzigen Geräusche, die sie begleiteten, waren ihr Herzschlag, ihr unruhiges Atmen und das unterdrückte Schluchzen. Ihr Kopf brummte vor Anstrengung. Sie hatte heute doch schon Alice verloren. Nun auch noch Lottie, das war mehr als sie ertragen konnte. Und ihr Po brannte so schlimm, nur diesmal wagte sie es tatsächlich nicht, ihn zu reiben, also krallte sie ihre Finger stattdessen in den Ledergürtel.

12. Verführung (Der Privatlehrer)

Also schön, sie wollte jetzt auch nicht kneifen. Und wenn er sie dadurch mit anderen Augen sah, wurde das Josephine durchaus gefallen. Nie wieder versohlt zu werden waren ebenfalls Aussichten, mit denen sie leben könnte. Und wenn sie danach immer noch überlegen konnte, ob sie diese Sache als Waffe gegen ihn einsetzte oder nicht, wäre es einfach perfekt. Josephine machte sich zwar allein bei dem Gedanken in die Hose, aber nun, wo der Entschluss gefasst war, gab es irgendwie kein Zurück mehr.