43. Sommerabend in der Champagne (Der Privatlehrer)

Natalie saß auf dem Bett, erhaben und schön wie immer und blickte ihr stumm entgegen, ein Buch in der Hand. Sie hatte sich früher von der Feierlichkeit zurückgezogen. Das machte sie häufig, denn sie konnte die Annäherungsversuche sturzbetrunkener, lallender Männer nunmal nicht sonderlich ausstehen. Jemanden mit seinem Charme um den Finger zu wickeln, war die eine Sache, hatte sie Lottie mal erklärt. Aber um von einem Betrunkenen abgeschleppt zu werden, bedurfte es weder Charme noch Schönheit. 

In ungewohnter Position (Truckstop Part 7)

Sofía ging in ihrem Zimmer auf und ab, fluchte immer wieder leise vor sich hin. Sie fühlte sich gleichermaßen wütend wie ratlos. Eigentlich war sie immer ein wenig genervt von der ach so perfekten Mirabella gewesen, die die besten Schulnoten schrieb und der nie Fehler unterliefen. Darum hatte sie gehofft, der Tag würde kommen, an dem ihre kleine Schwester mal so richtig Ärger am Hals haben würde. Doch jetzt, wo es so weit war, fühlte es sich überhaupt nicht gut an. 

Folgenschwer (Truckstop Part 6)

Sofía sah in den Spiegel, während sie ihren Zopf lockerte. Sie ließ ihre dichte, dunkle Haarpracht über ihre Schultern fallen und zupfte diese noch ein wenig zurecht. Dann erst griff sie zu ihrem Handy, um Facetime auszuwählen. Heute hatte sie sich gegen Make-up entschieden, weil sie es hasste, wenn ihr verheultes Gesicht von Mascara verschmiert war. Und dass sie heute heulen würde, das war wohl so sicher wie das Amen in der Kirche. 

Sofía als schwarzer Engel (Gouache+Copicmarker)

Mein erster Versuch, etwas mit Gouache auszumalen. Es ist zugegebenermaßen wirklich schwer gewesen und ich habe mehr Stunden daran verbracht, als ich zugeben möchte. Leider habe ich es nicht ganz geschafft, das versohlte Hinterteil so darzustellen, wie ich es gerne gehabt hätte, weswegen ich auch noch eine zweite Version davon angefertigt habe, und zwar diese hier:

Halloween Part 2 (Truckstop Part 5)

“Okay”, flüsterte Sofía in ihr Smartphone. Sie fühlte sich wie eine Spionin in geheimer Mission. In die Hocke geduckt näherte sie sich dem Treppengeländer. Aus dem Wohnzimmer waren noch immer gedämpft die Geräusche eines Horrorfilms zu vernehmen. Eine Menge Geschrei, gemischt mit dem Sound einer Kettensäge. Barry und Mamá schauten scheinbar das richtig gute Zeug an.